9 Titel, ohne die ihr dieses Jahr nicht in den Urlaub fahren dürft

In den ersten Bundesländern starten schon bald die Sommerferien und damit auch für viele von euch der Urlaub.
Das Wetter ist zwar wechselhaft und nicht immer so, wie wir uns das wünschen, aber auf die Auszeit freuen wir uns trotzdem.
Vielleicht fliegt ihr weg, fahrt mit den Kindern in den Schrebergarten, oder lasst die Seele einfach nur auf Balkonien baumeln.
Ganz egal, wohin es euch verschlägt: Bücher nehmen viel Platz ein.
Da sind wir uns wohl alle einig.
Man muss schleppen. Und beim Packen Tetris spielen. Und sich immer für oder gegen einen Titel entscheiden. Und am Ende hat man meist zu wenig zum Lesen dabei.
Da die meisten von euch einen E-Reader besitzen, habe ich heute eine ganz besondere Zusammenstellung für euch.

buecher fuer den sommer-kielfeder

Ich empfehle euch 9 E-Books, die ihr für diesen Sommerurlaub unbedingt auf eure digitalen Lesegeräte laden müsst!

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Über Neid und fehlende Entschuldigungen. So denkt eine Autorin über Plagiate

plagiate-neid und fehlende entschuldigungen-meinung einer autorin-kielfeder

“Jetzt lass es aber mal gut sein.” Diese Rückmeldung bekam ich öfter als gedacht, nachdem ich meine Gedanken zu Plagiaten auf meinem Blog veröffentlichte.

Sobald es um Plagiate geht, kochen Emotionen hoch.
Das habe ich rund um meinen Artikel bemerken können.
Auch Autorinnen und Autoren haben Stellung bezogen, doch sobald sie dies öffentlich taten, wurden sie teilweise von einigen Seiten angefeindet. Wie genau sich das geäußert hat, darauf möchte ich hier nicht weiter eingehen.
So kam es, dass ich auch mit einigen von ihnen privat Kontakt hatte.

Eine Autorin, die aus diversen Gründen lieber anonym bleiben möchte, hat sich trotzdem zum Thema positionieren wollen.
Eben gerade WEIL sie das auf meinem Blog ohne ihren Namen tun kann und ohne Gefahr zu laufen, dass ihr dafür gemeine Dinge nachgesagt werden.
Die Autorin veröffentlichte bereits mehrere Kinder- und Jugendbücher, ebenso wie diverse Romane.
Sie hat Erfahrung mit kleineren und größeren Verlagen.

Mit ihren Worten möchte ich also weiter dazu anregen, dass ihr euch als Leser Gedanken über euren Umgang mit Plagiaten macht und auch über euren Umgang mit den Menschen, die Plagiate veröffentlicht haben!

Was denkt man als Autor*in über Kolleg*innen, die Plagiate veröffentlichten?
Ich glaube, jede Autorin und jeder Autor fühlt sich betrogen. Das ist so ähnlich, als würde man Schlange stehen wie viele andere Menschen, jeder gibt auf den anderen acht, dass er oder sie zu seinem/ihrem Recht kommt – und dann geht jemand einfach an der Schlange vorbei und drängelt sich vor. Und wenn man ihn oder sie darauf anspricht, kommt ein naseweißes “Ätsch, ihr seid selber doof, wenn ihr euch anstellt” zurück. Nur, dass es hier um viel mehr geht, als nur darum, früher oder später an der Reihe zu sein.
Ich frage mich, warum ein/e Kolleg*in so dreist ist, so etwas zu machen. Wir sitzen doch letzten Endes alle im selben Boot. Der Buchmarkt ist extrem kompliziert und unübersichtlich geworden, und alle Autor*innen, die ich kenne, kämpfen – auf unterschiedlichen Niveaus und Bekanntheitsstufen – die gleichen Kämpfe. Niemandem wird der Erfolg in den Schoß gelegt, sondern wir arbeiten alle sehr hart, um uns ein Standing in der Welt der Bücher zu verdienen. Jemand, der bereits Erfolgreiches plagiiert, betrügt. Daran lässt sich nicht rütteln.

Was sagt man zu Entschuldigungen wie “Platzhalter”, “vergessen, dass es nicht der eigene Text war”?
Diese Entschuldigungen sind in keiner Weise nachvollziehbar. Ich kenne keine/n einzige/n Autor*in, die als Platzhalter fremden Text abtippt. Noch dazu so, dass er sich genau ins Manuskript einfügt. Und die wenigen “verschleiernden” Umstellungen, Hinzufügungen oder Auslassungen von Wörtern, wie wären die denn in einem solchen Szenario erklärbar? Das sieht nach einer leicht zu entlarvenden Lüge aus.
Wenn Kolleg*innen und ich in unseren Texten hängen, benutzen wir manchmal tatsächlich Platzhalter. Beispielsweise XXX oder >>> Fantasiewörter. Also Zeichenfolgen, die man auf jeden Fall wiederfinden kann. Bereits erfolgreiche Romane von Kolleg*innen auf passende Platzhalterstellen zu untersuchen, um sie mal schnell einzufügen? Das ist so hanebüchen, dass man darüber lachen müsste.

Wie fühlt es sich an, wenn solche Menschen nach einiger Zeit einfach da weitermachen, wo sie aufgehört haben?
Wenn solche Menschen sich öffentlich zu den Plagiaten bekennen, ggf. gerichtlich verurteilt worden sind und sich bei den Urhebern persönlich entschuldigt haben, kann ich es akzeptieren, ihnen eine zweite Chance zu geben. Aber nur dann.
Wird hingegen die ganze Affäre lapidar ausgesessen und dann unter den Tisch gekehrt, fühlen alle Autor*innen, die ihre gesamten Manuskripte selbst schreiben, und ganz besonders die Plagiierten, sich erneut betrogen. Dann wird das Unrecht nochmal gesteigert. Es frustriert und macht sehr traurig. Man bekommt das Gefühl, dass es im Grunde dumm ist, “ehrlich” zu arbeiten. Wenn Plagiator*innen unterm Strich doch mit Aufmerksamkeit, darauf folgend mehr Bekanntheit, darauf folgend mehr wirtschaftlichem Erfolg belohnt werden, scheint das ehrliche Schreiben nicht mehr sinnvoll. Getreu dem Motto “There ist no bad Publicity” scheint es dann doch sinnvoll zu sein, sich mit Geklautem erstmal ins Licht der Öffentlichkeit zu stellen, um danach gründlich abzukassieren.

Hat Kritik an Plagiaten mit Neid zu tun?
Neid worauf? Darauf, dass jemand nicht mal ein eigenes Manuskript nicht erfolgreich an die Leser*innen bringt und deshalb eben auf Gestohlenes vertraut? Darauf, dass dieser Mensch damit plötzlich wahrgenommen wird und gutes Geld verdient? Neid auf etwas komplett Unmoralisches und Illegales?
Uns Autor*innen wird tatsächlich oft Neid vorgeworfen, wenn wir es wagen, in der Öffentlichkeit darauf hinzuweisen, wenn ein/e Plagiator*in zu viel Aufmerksamkeit bekommt. Wir sollten großmütig sein und den Mund halten. Das Gefühl dabei ist, zu der Ungerechtigkeit, dass andere mit Illegalem mehr verdienen, auch noch Beleidigungen akzeptieren zu sollen.
Ich beneide Plagiator*innen nicht, sondern sie tun mir insofern leid, als sie zu peinlichen Maßnahmen greifen müssen, um etwas zu erreichen, was echte Autor*innen mit ihrer eigenen Arbeit schaffen.
Wenn Plagiator*innen anschließend jedoch aufgrund ihrer Betrügereien das große Geld machen, fühlt es sich schlicht ungerecht an.

Neid? Nein.

Ich möchte anonym bleiben, um dem Vorwurf des Neids oder mangelnder Großmütigkeit zu entgehen. Ich möchte mir lange Diskussionen auf meinen Seiten ersparen, und ich möchte mir unsachliche und teils beleidigende Kommentare ersparen, in denen man mir nahelegt, nicht “rumzuheulen”, weil andere durch Betrug erfolgreicher geworden sind. Auch die in unseren Zeiten im Internet üblich gewordenen Schmähbezeichnungen möchte ich mir ersparen. Last but not least will ich nicht bei Verlagen durch eine Kritik am System (obwohl es die ja nicht einmal ist) wahrgenommen werden.
Insgesamt wünschte ich mir klare Kommunikation, wo immer Plagiate aufgedeckt werden. Es müsste angemessen damit umgegangen werden. Eine persönliche Entschuldigung bei den Plagiierten sollte Pflicht sein. Je nach wirtschaftlichem Gewinn, den das Plagiat den Beteiligten gebracht hat, wäre eine Strafzahlung meiner Ansicht das Mindeste. Wenn das alles geleistet wurde, steht meiner Ansicht nach dem/der Autor*in eine zweite Chance zu.

Vielen Dank, liebe Autorin, dass du den Mut hattest, dich zu äußern!

Liebe Bücherfreunde, liebe Leser:
An vielen Stellen wurde mir eine “Hexenjagd” vorgeworfen, die ich auf einen bestimmten Menschen angezettelt hätte.
Das habe ich aber nicht getan.
Letztlich war bloß ein Ereignis auf der LoveLetter Convention der Auslöser dafür, dass ich mir über ein Thema genauer Gedanken gemacht habe.
Dass es dafür nicht nur Applaus gibt, ist sicherlich verständlich.
Ich würde mir aber wünschen, dass ihr euch mal abseits von bestimmten Personen mit dem Thema auseinandersetzt.

Bitte setzt euch mit dem Thema Plagiate auseinander!

Jetzt kennt ihr meine Meinung als Leser, die Meinung einer unbeteiligten Autorin, aber was ist mit euch? Wie möchtet ihr fortan auf Plagiatsfälle reagieren und wie möchtet ihr mit den beteiligten Personen umgehen?

Um eine Frage vorweg zu nehmen: Sehr gerne würde ich auch eine beteiligte Person in den Fokus stellen und ihre Sicht der Dinge erläutern. Nur habe ich in diesem konkreten Fall bisher keine Rückmeldung bekommen. (Stand: 31.05.17 16:20 Uhr) Ich denke, dann würde man sicherlich noch viel besser alle Positionen beleuchten und bewerten können.

Darf man über Plagiate sprechen? Ohne direkt an Personen zu denken? Oder das Gesagte an einem Fall festzunageln? Was denkt ihr?

Hat ein Plagiat ein Verfallsdatum?

selfpublisher-plagiat

Ich komme gerade nach Hause. Ich war auf der Loveletter Covention in Berlin. Zu dieser Veranstaltung rund um die wunderbare Welt der Liebesromane gehe ich nun schon seit einigen Jahren und sie ist zu einem festen Ereignis in meinem Bücheruniversum geworden. Auch, wenn ich noch kurz überlegt hatte, den Besuch dieses Jahr ausfallen zu lassen, so bin ich letztlich doch dort gewesen. Zwar nicht die komplette Zeit, sondern sehr reduziert, aber ich war da. So konnte ich mir ein wenig Ruhe gönnen, nach der ich mich schon seit ein paar turbulenten Wochenenden gesehnt habe und aber andererseits auch meiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen.
Da ihr aber sicherlich jede Menge Fotos und Berichte der wundervollen LLC sehen und lesen werdet, wird das hier kein Bericht. Ich erzähle euch nicht, was ich in Berlin erlebt habe. Ich möchte ein ganz anderes Thema ansprechen, welches mich schon im Vorfeld stark beschäftigt hat. Komischerweise tauchte es nirgends auf. Oder es war so klein, dass ich es verpasst habe.

loveletter convention

Ein ehemaliger Star stellt sich vor

Auf der LoveLetter Convention war eine schreibende Frau, ich nenne sie bewusst nicht Autorin, die mir früher schon aufgefallen ist. Zuletzt sah ich sie im vergangenen Jahr auf der Frankfurter Buchmesse und schon da hatte ich mich gewundert. War mir der Name falsch in Erinnerung geblieben? Hatte ich da was verwechselt? Aber als ich dann mitbekam, dass sie sich als „die Autorin von ‚Holunderküsschen‘“ vorstellte, da war ich dann komplett stutzig. Fix recherchiert und wieder arg verwundert. Aber ok, Menschen vergessen schnell. Als ich dann vor einiger Zeit las, dass sie auch zur Loveletter Convention kommen würde, hatte ich mich dann aber wirklich gewundert. Wie kann das sein?

Auf der Bühne in Berlin

Es geht im Detail um eine Frau, die von sich sagt, sie sei Autorin. Dabei bestand ihre erste, schreiberische Leistung darin, die Werke anderer Autoren abzutippen und dann in ihr eigenes Dokument zu kopieren. Es entstand ein sogenanntes Plagiat. Daraus wurde vor ein paar Jahren dann DER Selfpublisher-Bestseller überhaupt. Diese Frau war jetzt am Wochenende auf einer Veranstaltung voller Liebesromanautoren. Und ich fragte mich: Wie kann es sein, dass da niemand etwas sagt?

Ich bin selbst keine Autorin, aber mir stößt diese Geschichte aus einem sehr stark ausgeprägten Gerechtigkeitsgefühl her auf.
Außerdem habe ich leider auch schon die Erfahrung machen müssen, meine Texte auf einem anderen Blog finden zu müssen. Natürlich ohne dabei als Urheber genannt zu werden. Sie wurden als Eigenkreation ausgegeben. Und das tat sehr weh.
Es will mir nicht einleuchten, dass andere Menschen eine Menge Arbeit in ihre Ideen stecken, sie schreiben und schreiben und schreiben und ackern mühsam für ihren Erfolg. Für die Leser. Und dann kommt da jemand anders, der kombiniert einfach schöne Textstellen aus bestehenden Romanen, ein paar Wörter werden noch dazugetippt und schon ist er fertig, der neue Bestseller. Sicher, dieses Suchen, Finden und Auswählen macht sicherlich auch eine Menge Arbeit. Dann muss man aus verschiedenen Geschichten eine neue zusammenbasteln. Respekt, wer sich die Mühe macht. Aber warum kann jemand, der kopiert und betrogen hat, plötzlich wieder als etablierte „Autorin“ auf einer Bühne sitzen?

Habt ihr schon vom Urheberrecht gehört?

Ob ich nun den kreativen Erguss meiner Oma kopiere, oder andere Bücher abschreibe und ins Internet stelle, ich muss immer sagen, dass das nicht von mir ist. Wahrscheinlich wird meine Oma nicht so schnell rauskriegen, dass ich sie um Lob und Ruhm gebracht habe, aber im Prinzip ist es der gleiche Fall. Gedanken haben Urheber. Konkrete Gedanken haben Urheber. Und Bücher könnten gar nicht mehr konkreter sein. Die haben einen Erfinder, der steht sogar dick und groß vorne auf dem Buch drauf. Und meistens auch noch drin. Vorne und sogar hinten.

urheberrecht-plagiat

Beliebte Ausreden

Welche Ausreden dann nach dem Bekanntwerden des Plagiats kommen, finde ich auch immer wieder interessant. Ein paar Beispiele:

„Die Stellen waren als Platzhalter gedacht.“ Kurz und knapp. Wisst ihr, was ich im normalen Schreiballtag als Platzhalter verwende? Entweder eine schlichte Folge von xxx, oder tbc. Das sind meine Platzhalter. Das geht sicherlich kreativer, aber es erfüllt seinen Zweck.

Die Texte wurden mal als Fingerübung kopiert, dann in der Schublade vergessen und irgendwann, Jahre später, dachte man plötzlich, es wäre die eigene Geschichte. Cool, also ganz schnell mal veröffentlichen.“ Darf ich kurz den Kopf schütteln? Wenn ich mir Texte überlege und sei es nur dieser hier, dann trage ich den vorher schon gefühlt ewig mit mir rum. In meinem Kopf springen die Wörter hin und her und eigentlich ist er dann irgendwann quasi fertig formuliert. Ich muss ihn nur noch schreiben. Mir kann also niemand erzählen, man könne sich am Ende nicht mehr daran, dass es nicht der eigene Text gewesen sei.

Niemand ist unfehlbar!

Natürlich kann man über alles eine eigene Meinung haben. Man kann als Mensch einen Fehler machen. Niemand ist unfehlbar. Wir alle haben schon echt blöde Sachen gemacht, für die wir uns hinterher dann geschämt haben. Aber wisst ihr, was das wichtigste am Umgang mit so einem Fehler ist? Man muss sich danach dafür aufrichtig entschuldigen. Erst dann kann man weitermachen. Erst dann sehen die anderen, dass man wirklich Reue zeigt. Seinen Fehler einsieht. Und man bekommt einen Neuanfang gestattet. Das denke ich jedenfalls.

Ist dieser Fall ein alter Hut?

Sicherlich ist der Skandal aus der Selfpublishing-Szene jetzt schon knapp fünf Jahre alt. 2012 kamen die Vorwürfe auf. Jetzt haben wir 2017. Darf man dann noch nachtragend sein? Mir persönlich hat die Frau nichts getan. Ich habe weder damals ihre literarischen Ergüsse gelesen, noch heute. Ich maße mir kein Urteil über deren Qualität an. Was mich aber stört, ist die Tatsache, dass die fleißige Schreiberin sich kurzzeitig hinter fadenscheinigen Erklärungen versteckte, dann komplett von der Bildfläche verschwand und ein paar Jahre später taucht sie einfach wieder auf. Leser und Autoren, die schon länger in der kleinen Buchwelt des Internets unterwegs sind, denen fällt der Name auf. Er springt ihnen förmlich ins Gesicht. Was muss das für ein Gefühl sein? Wahrscheinlich ein kompletter Schlag ins Gesicht. Allen anderen sagt er nichts. Gras ist über die Sache gewachsen.

Mein Wunsch: Eine offene Diskussion!

Ich nenne ihren Namen in diesem Text bewusst nicht, aber mir ist auch völlig klar, dass er sich sehr leicht herausbekommen lässt. (edit: Das hat sich dann wohl erledigt, da ich auch die Quellen ordnungsgemäß nennen möchte. Ja, jetzt taucht der Name am Ende des Artikels auf.) Schon allein über die Quellen, die ich hier verlinkt habe. Ich möchte aber auf keinen Fall eine Hexenjagd provozieren, denn damit ist niemandem geholfen. Wenn ihr euch informieren möchtet, so könnt ihr das gerne tun, aber bitte unterlasst jegliche Beleidigungen und Anfeindungen hier in den Kommentaren.

Ich habe diesen Beitrag geschrieben, weil ich mir wirklich Gedanken um das Thema mache und weil ich gerne wissen möchte, wie ihr dazu denkt. Kann man ein Plagiat irgendwann einfach vergessen? Muss man sich dafür ehrlich rechtfertigen? Kann man dann als Autorin wieder auf eine Bühne gehen und so tun, als wäre nie etwas gewesen? Und darf man als Veranstalter diesem Menschen eine Bühne bieten?

Weiterführende Links:

Buchreport: Ein Selfpublishing-Star verglüht (Letzter Zugriff: 22.05.17 9 Uhr)

Literaturcafe: Kommentar: Plagiatsvorwürfe gegen Martina Gerckes »Holunderküsschen« (Letzter Zugriff: 22.05.17 9 Uhr)

eBooks-autoren.de: Martina Gercke weiter in der Kritik – neue Vorwürfe gegen Holunderküsschen (Letzter Zugriff: 22.05.17 9 Uhr)

Buchmarkt: Hat Martina Gercke bei ihrem Bestseller „Holunderküsschen“ von Sophie Kinsella abgeschrieben? (Letzter Zugriff: 22.05.17 9 Uhr)

Wikipedia: Martina Gercke (Letzter Zugriff: 22.05.17 9 Uhr)

[nachträglich eingefügt 22.05.17 14:14 Uhr] eBooks-autoren.de: Themenseite: Martina Gercke – Plagiats-Diskussion (Letzter Zugriff: 22.05.17 14:14 Uhr)

XL Backbuchneuerscheinungen im Herbst 2016

Nachdem Petzi von Die Liebe zu den Büchern vor ein paar Tagen einen riesigen Neuerscheinungspost für Kochbücher gepostet hat, wurde ich inspiriert.
Auf meinem Blog hat sich noch nichts rund um die Themen kochen und backen gedreht, deshalb mag es ein bisschen plötzlich kommen.
Aber in meiner Freizeit backe ich unheimlich gerne.
In letzter Zeit habe ich diese Leidenschaft ziemlich schleifen lassen, aber als ich mich durch die Neuerscheinungen der Backbücher gewühlt habe, überlief mich ein sehnsuchtsvolles Kribbeln. Ich möchte so gerne wieder anfangen mit dem Backen und was ist da besser, als sich ein wenig Inspiration zu beschaffen?

Also habe ich hier nun meine 15 Highlights zusammengetragen und möchte euch das Backen damit auch ein wenig schmackhaft machen. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Was denkst du?
Passt das Thema zu Kielfeder?

Ernährungskonzepte

Als erstes ein paar Bücher, die sich mit dem Backen unter dem Aspekt verschiedener Ernährungskonzepte beschäftigen.
Immer wieder spannend, wenn man bedenkt, wie viel Zucker man teilweise in einem Rezept verwendet. So als Beispiel.
Da ist es doch auch interessant, wie sich das vermeiden/ ersetzen oder eventuell völlig anders angehen lässt.

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Simply Raw Bakery: Rohköstlich & vegan backen von Gabriele Danek | Balanced Baking: 60 Rezepte ohne weißen Zucker, Weizenmehl und Butter von Mara Hörner | Backen ohne Zucker: Iss dich gesund! von Nina Engels | Backen: High Life – Low Carb: 75 Wohlfühlrezepte mit wenig Kohlenhydraten von Stefanie Javurek | Low Carb Backen von Petra Hola-Schneider

Einfach schön

Als nächstes habe ich ein paar allgemeine Backbücher zusammengestellt.
Das Konzept zu Kuchen aus der Pfanne ist mir noch nicht bekannt. Da wäre ich sehr interessiert daran, es auszuprobieren. Enie kennst du bestimmt auch und in Vollpension stellen ein paar ältere Damen Backrezepte vor. Backen macht glücklich steht wohl für sich allein. Da muss ich gar nichts mehr zu sagen.

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Backen macht glücklich: Verführerische Torten, himmlische Kuchen, herzhafte Kleinigkeiten | Sweet & Easy – Enie backt: Meine neuen Backrezepte von Ralf Frenzel und Enie van de Meiklokjes | Vollpension – Kuchen von der Oma: Backweisheiten und Lebensrezepte von Martin Mühl und Julia Preinersdorfer | Kuchen aus der Pfanne – Backen ohne Backofen Élise Delprat-Alvarès | Kuchenglück vom Blech: Familienrezepte, die einfach gelingen von Heidi Huber und Christina Huber

Vielfältige Konzepte

Nun habe ich nochmal Backbücher für euch, die sich mit dem Konzept nicht von der Seite der Ernährung her an den Leser wenden, sondern durch eine möglichst große Auswahl. Ob nun für ein ganzes Jahr, als Challenge, oder in einzelnen Rezepten für jede Jahreszeit.
Die Ideen sind vielfältig.
Und weil das Brotbackbuch sonst so nicht reingepasst hat, ist es hier auch noch mit dabei.

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Bake & the city: Süße Grüße aus 60 Städten von Tobias Müller und Andrea Marquetant | Brot backen in Perfektion – Das Plötz-Prinzip! von Lutz Geißler und Hubertus Schüler | Back-Challenge: Eine Zutat, zwei Kreationen – 52 Rezepte von A – Z von Mara Hörner und Markus Hummel | Backliebe: 50 süße Rezepte für jede Jahreszeit von Melanie Allhoff | I love Backen: Meine Lieblingsrezepte fürs ganze Jahr von Franzi Schweiger

Passt das Thema zu meinem Blog? Backst du selbst auch gerne? Konntest du einen Tipp mitnehmen, oder hast du vielleicht sogar selbst noch einen Titel, den du mir empfehlen kannst?
Dann immer gerne her damit!

Tag des Waldes: Besinnung auf die Kraft der Natur

tag des waldes

Die Verbundenheit zur Natur ist gerade ein wichtiges Thema in der Literatur.
Man beschäftigt sich mit der Umwelt und versucht sich selbst durch die Kraft der Bäume, der Wälder und der ganzen Natur zu entschleunigen.
Passend zum heutigen “Tag des Waldes” möchte ich euch auf ein paar Bücher aufmerksam machen, die diesen Trend sehr gut repräsentieren.

das geheime leben der bäume_wohlleben Erstaunliche Dinge geschehen im Wald: Bäume, die miteinander kommunizieren. Bäume, die ihren Nachwuchs, aber auch alte und kranke Nachbarn liebevoll umsorgen und pflegen. Bäume, die Empfindungen haben, Gefühle, ein Gedächtnis. Unglaublich? Aber wahr! – Der Förster Peter Wohlleben erzählt faszinierende Geschichten über die ungeahnten und höchst erstaunlichen Fähigkeiten der Bäume. Dazu zieht er die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse ebenso heran wie seine eigenen unmittelbaren Erfahrungen mit dem Wald und schafft so eine aufregend neue Begegnung für die Leser: Wir schließen Bekanntschaft mit einem Lebewesen, das uns vertraut schien, uns aber hier erstmals in seiner ganzen Lebendigkeit vor Augen tritt. Und wir betreten eine völlig neue Welt …

biophilia heilung wald Der Wald tut uns gut, das spüren wir intuitiv. Doch was bisher mehr ein Gefühl war, belegt jetzt die Wissenschaft. Sie erforscht das heilende Band zwischen Mensch und Natur, das einen viel stärkeren Effekt auf uns hat, als wir bisher dachten. So kommunizieren Pflanzen mit unserem Immunsystem, ohne dass es uns bewusst wird, und stärken dabei unsere Widerstandskräfte. Bäume sondern unsichtbare Substanzen ab, die gegen Krebs wirken. Der Anblick unterschiedlicher Landschaften trägt zur Heilung unterschiedlicher Krankheiten bei, und wenn ein Spaziergang im Grünen die Stimmung aufhellt, hat das auch einen Grund.

bäume helfen heilen Bäume – seit Urzeiten sind sie ein Sinnbild für Wachstum, Kraft, Stabilität und die immerwährende Erneuerung des Lebens. Diese Qualitäten können wir von ihnen empfangen. Schließlich sind unsere grünen Freunde nicht nur atmende Lebewesen, sie besitzen auch eine Seele und ein Bewusstsein. Manfred Himmel zeigt uns anschaulich und praxisnah, wie wir behutsam in Kontakt mit Eiche, Birke und Co. treten, uns auf sie einstimmen und ihre Energie in uns aufnehmen. So können unsere älteren Brüder und Schwestern uns Trost spenden, unsere Entwicklung begünstigen und unsere Seele wie auch unseren Körper heilen. Und seien Sie gewiss: Die Bäume freuen sich, wenn wir ihre Freundschaft suchen.

wald

Bäume repräsentieren für uns Kraft, Stabilität und sie sind tief verwurzelt mit ihrer Umgebung.
Das wirkt in unserer heutigen schnelllebigen Zeit äußerst erstrebenswert. Man möchte sich besinnen auf die eigentlichen Werte. Man möchte zurückkehren zu einem inneren Gefühl der Ruhe.
Man wünscht sich selbst, mit der Umwelt verbunden zu sein und diese Verbindungen auch zu halten.
Denn aus unseren sozialen Kontakten, einem mühevoll geknüpften Netz, speist sich ein großer Teil unserer Energie.
Wenn wir diese Kontakte verlieren, dann sind wir einsam. Wenn man einen Baum fällt und ihn somit von seinen Wurzeln trennt, dann stirbt er. Der Baum ist eine sehr eingehende Metapher für unser ganzes Dasein.
Wir müssen den Elementen trotzen, wir behaupten uns gegen andere Menschen, die uns verletzen wollen. Wir sind wie die Bäume.
Wir haben mindestens ebenso viel zu erzählen wie sie.

wald

Wer keinen Wald um die Ecke hat, kann ihn sich auch nach Hause holen. Es gibt eines dieser tollen Ausmalbücher jetzt auch für den Wald! Schaut rein!

Natürlich gibt es einen eigenen “Tag des Baumes”, aber da Wald und Baum sehr eng verbunden sind, bin ich so frei und zeige euch noch ein paar interessant klingende Bücher über Bäume.

dich sah ich wachsen_bäume Holz, ein Naturmaterial mit vielen Geheimnissen und wundervollen Eigenschaften. Schon seit Jahrhunderten wissen die Menschen über die Besonderheiten dieses Baumaterials und der Wirkung von Bäumen in unserem Leben Bescheid. Menschen wie der Großvater haben dieses Wissen und die Traditionen rund um das Thema weitergegeben und damit die nächste Generation geprägt. Ein Buch über das uralte und das neue Leben mit Holz, Wald und Mond.

sprache der bäume Im Tagebuch eines jeden Baumes lesen, seine Sprache verstehen das eröffnet eine neue, erfrischende Quelle im eigenen Leben.
Erwin Thoma und die Bäume. Das ist die Geschichte einer Liebe, die ansteckend ist.
Die Natur selbst hat unendlich viel Zeit, um die besten Lösungen zu entwickeln. Am Ende kommt immer jene Form zur Anwendung, die alle Belastungen gemeistert hat.
Bäume und das jahrtausendealte Wissen von Mutter Natur können auf so viele Fragen unserer Zeit eine Antwort geben. Die Erfindungen der Natur aufzuspüren das ist das Ziel. In Die geheime Sprache der Bäume lernen wir alle die Sprache der Bäume kennen. Sie ist die vielleicht schönste und wertvollste, die wir je gelernt haben.

Ich liebe es, durch den Wald zu wandern. Gerade in meiner Kindheit bin ich oft mit meiner Familie durch die Einsamkeit marschiert, immer auf der Suche nach neuen Wegen. Ich habe den Geruch inhaliert und Tiere beobachtet. Habe alle Eindrücke staunend aufgesogen. Heute ist das weniger geworden. Geradezu selten. Aber die Erinnerungen daran bleiben.
Und die Sehnsucht.

Wie sehr seid ihr dem Wald verbunden? Liebt ihr Spaziergänge so wie ich?


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