Rezension: Die Tote von Charlottenburg

Susanne Goga – Die Tote von Charlottenburg




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Kurzbeschreibung:
Berlin 1923. Eine engagierte Ärztin und Frauenrechtlerin wird tot in ihrer Charlottenburger Wohnung aufgefunden. Ihr Neffe will nicht an einen natürlichen Tod glauben. Und in der Tat hatte sich die Ärztin zu Lebzeiten viele Feinde gemacht. Kommissar Leo Wechsler ermittelt – es ist ein Fall, der ihr vor ganz neue Herausforderungen stellen wird…


Spannend und vielfach außergewöhnlich


Mein erster Kriminalroman von Susanne Goga schaffte es auf einen Schlag, mich in seinen Bann zu ziehen.
Leo Wechsel als Ermittler war mir bis jetzt nur vom Hörensagen bekannt, doch ich bin froh, diesen Kommissar nun kennengelernt zu haben.


Von der Autorin bin ich im historischen Genre schon außergewöhnliche Romane gewohnt, doch auch hier lässt sie es sich nicht nehmen, abseits der ausgetretenen Pfade zu wandeln.
Natürlich kann kein Ermittler ohne private Baustellen auf den Plan treten, doch es geht mir mehr um die Handlungsstruktur und die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten.
Die Geschichte spielt 1923, was die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten einerseits einschränkt, andererseits aber auch erweitert. Es war spannend, zu zusehen, wie Susanne Goga alles nutzte und ausreizte, was möglich war.
Sie bezieht nicht nur aktiv die damalige Zeit und Geschichte ein, sie entwickelt auch sehr interessante Handlungsstränge, die den Leser immer wieder überraschen und beeindrucken.


„Die Tote von Charlottenburg“ hat mir gezeigt, dass es doch nicht nur einen Haufen stereotyper und langweiliger Krimiromane auf dem Markt gibt.
Ich bin also jederzeit bereit, es auch wieder mit Leo Wechsel zu versuchen und mir auch auf jeden Fall noch die anderen Fälle des gewitzten Ermittlers zu gönnen.
Danke, liebe Susanne, dass du meinen Vorurteilen gegenüber Krimis nicht entsprochen hast!


Bewertung:

Deine Meinung ist mir wichtig und ich freue mich, wenn Du mir schreibst!

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