Rezension: Sturmsegel

Corina Bomann – Sturmsegel



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Kurzbeschreibung:
Als Annekes Mutter stirbt, ist sie im Deutschland des 17. Jahrhunderts auf sich allein gestellt.
Ein neues Leben beginnt für sie, denn ihr bislang unbekannter Vater nimmt sie bei sich auf. Doch das Familienglück wird nach kurzer Zeit zerstört: Anneke muss vor der Belagerung Stralsunds nach Schweden fliehen. Dort lernt sie den jungen Schiffsbauer Ingmar kennen und lieben, doch auch diesmal schlägt das Schicksal zu. Nach dem Untergang der Vasa werden die Schiffsbauer verfolgt und Anneke ist mit Ingmar wieder auf der Flucht…


Eine lebhafte, rasante Liebesgeschichte vor der Kulisse des 30jährigen Krieges!


Anneke könnte glücklich in Stralsund sein. Bis ihre Mutter plötzlich aus dem Leben scheidet. Als wäre dieser Schicksalsschlag nicht genug für die junge Seele, taucht plötzlich ihr Vater auf und nimmt sie zu sich. Doch Anneke kann sich nicht heimisch fühlen. Tagtäglich ist sie den Schmähungen ihres Halbbruders ausgesetzt, möchte aber auch nicht bei ihrem Vater petzen gehen.
Als die ersten gierigen Wellen des Krieges in Stralsund einlaufen, schickt der Vater Anneke fort. Ein Schiff bringt sie zu ihrer Tante nach Schweden. Doch alle Hoffnungen auf eine ruhige Zeit werden schon bei der Ankunft zerstört. Auch hier wird Anneke nur verspottet und wie eine niedere Dienstmagd behandelt.
Das Mädchen flüchtet sich auf eine Werft. Aber nicht nur, weil sie ihrer Tante nicht begegnen möchte, sondern weil sie dort Ingmar kennen gelernt hat.
Ingmar ist Schiffsbauer wie sein Vater und die beiden schließen erste zarte Bande.
Als Ingmar ein großes Unglück erfährt, klammern sich die beiden wie Ertrinkende aneinander.
Der Ausweg aus dem dunklen Loch scheint in der Jungfernfahrt des riesigen Königsschiffs zu liegen. Doch die Vasa sinkt schon kurz nach dem Auslaufen.
Schnell wird ein Schuldiger gesucht, der schließlich in der Gestalt der Schiffsbauer gefordert wird.
Ingmar und Anneke fliehen.


Ein lebendiges und sehr facettenreiches Jugendbuch. Nicht nur die Themen des Erwachsenwerdens berührt die Autorin, auch der Krieg spielt eine große Rolle.
Da aber nicht irgendein Krieg, sondern der 30jährige Krieg.
So lebendig und authentisch erzählt, dass dahinter eine wirklich eingehende Recherche stecken muss.
Verständlich und furchteinflößend macht Corina Bomann für Jugendliche Geschichte lebendig.


Die Handlung ist so ausgewogen guten und schlechten Erlebnissen, sodass es die perfekte Unterhaltung für Regentage darstellt. Und ganz nebenbei bekommt man auch noch einen
erstaunlichen Einblick in das 17. Jahrhundert.
Eine große Empfehlung für jede Altersklasse!


Bewertung:


Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an Ueberreuter!

Deine Meinung ist mir wichtig und ich freue mich, wenn Du mir schreibst!

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