Rezension: Spätzleblues

Elisabeth Kabatek – Spätzleblues




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Kurzbeschreibung:
Pipeline Praetorius lebt in Stuttgart, der wildesten Stadt Deutschlands. Sie zieht Katastrophen vollautomatisch an und kämpft gegen die schwäbische Spießigkeit. Mit ihrem Freund Leon aus Hamburg hat sie sich versöhnt, doch der schafft jetzt bei Bosch in China. Und auch ihr neuer, vielversprechender Job in einer Werbeagentur entpuppt sich als die absolute Katastrophe. Da hilft nur noch Tante Dorles unübertroffener Käsekuchen…


Was für ein Buch…


Ein so fröhliches und verrücktes Buch liest man nicht oft.
Nicht nur, dass mindestens die Hälfte aller Dialoge im schwäbischen Dialekt abgefasst sind, auch der Name der Protagonistin lässt ja schon ein wenig Verwunderung in den Mienen der Leser einkehren.


Mit Dialekten hab ichs eigentlich nicht so, doch in dieses Buch passen sie absolut. Manchmal wurde es dann doch schon sehr viel und das Kauderwelsch war für mich kaum mehr verständlich. Bei den ganz argen Stellen helfen dann witzige und manchmal auch interessante Fußnoten der Autorin weiter. Ich musste mich immer einen Moment einlesen, bis ich den Gesprächen dann ungefähr folgen konnte, wodurch mein Lesetempo hier arg beeinträchtigt war. Aber das hat das Vergnügen, noch ein wenig mehr Zeit mit der quirligen und sympathischen Protagonistin verbringen zu dürfen, nur verlängert. Line ist etwas ganz besonderes. Sie erlebt so viele Pannen und Katastrophen, ist authentisch und wirkt so „normal“, dass man sich oftmals selbst darin wiederfindet.
Elisabeth Kabatek gelingt der Spagat zwischen Comedy und Ernst, verliert ihr Ziel nie aus den Augen und weiß den Leser durch kleinere Wendungen immer wieder zu faszinieren.


Nicht nur einmal musste ich lachen, musste ich schmunzeln über die Situationen und die liebevoll ausgearbeiteten Charaktere, die Macken und Eigenheiten.
Ein glücklicher Hund, eine Bio-Mitbewohnerin, den Freund dieser Mitbewohnerin…
Die Kleinigkeiten machen dieses Buch zu einem großen Vergnügen.


Ich kann dieses Buch empfehlen, wenn man sich auf den schwäbischen Dialekt einlassen kann, ansonsten sollte man es nicht in die Hand nehmen.
Aufgrund dieser Tatsache ziehe ich auch einen Stern ab, weil es für Ungeübte teilweise eine ziemliche Herausforderung ist. Und wer sich unschlüssig ist, wirft vielleicht zuvor besser einen Blick in die Leseprobe!


Bewertung:

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