Rezension: Prinzenrolle

Gitty Daneshvari – Prinzenrolle



cover
„Prinzenrolle“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Ihr Freund ist ein wahrer Adonis. Nur Anna hat trotz aller Bemühungen noch immer ein paar Pfunde zu viel auf den Hüften. Um ihre Eroberung vor den Avancen glutäugiger Schönheiten abzuschirmen, schmiedet sie einen gefährlichen Plan. Sie will ihren Prinzen zum Frosch machen. Die geheime Mission: Kalorien zuführen, Kleidung sabotieren, Kopfhaar lichten. Ein urkomisches Großstadtmärchen über die Suche nach sich selbst und die Liebe, die kein Ponyhof ist.


Anna ist fett, süchtig nach Fastfood und hasst Bewegung.
Das ändert sich schlagartig, als sie ungewollt beim Partyservice von Janice zu arbeiten beginnt. Diese kennt nämlich das Übergewichtsproblem und setzt fortan alles daran, Anna schlanker werden zu lassen.
Anna verstößt gegen vielerlei Regeln, nimmt aber ganz langsam ab.
Sie ist auf gutem Wege zu einer schlanken Figur, als sie Ben begegnet. Ben, schön und engelsgleich, scheint so überhaupt nicht zu ihr zu passen.
Doch das unglaubliche geschieht: Ben verabredet sich mit Anna und die beiden kommen sogar zusammen.
Anna legt natürlich jetzt gesteigerten Wert auf ihre äußere Erscheinung, kommt sich aberin Begleitung des perfekten Ben immer nur durchschnittlich vor.
Zumal tagtäglich Gefahren in Form von langen Mähnen, üppigen Brüsten und eindeutigen Angeboten mit ihrem Traummann in Kontakt kommen.
Und Ben scheint nicht das Bedürfnis zu besitzen, klare Grenzen zu markieren. Er lacht fröhlich mit und flirtet schamlos.
Anna wird es zu bunt uns so fast sie den gewagten Plan, aus ihrem Prinzen einen Frosch zu machen. Sie vertauscht seine Müsliriegel gegen Süßigkeiten, sie ändert Hosengrößen und füllt zuletzt sogar ihre Enthaarungscreme in sein Shampoo.
Fast wie von selbst konvertiert Ben langsam aber offensichtlich zum ungesunden Esser, er nimmt zu und sitzt den ganzen Tag nur noch vorm Fernseher.
So drastisch hat Anna sich das nun auch wieder nicht vorgestellt. Nun setzt sie alles daran, ihre Änderungen rückgängig zu machen.


Sprachlich ist dieses Buch kein Highlight. Unzufriedenheit sprechen aus jedem von Annas Sätzen.
Derbe Sprache und Respektlosigkeit vor der schönsten Sache im Leben (der Liebe), haben den literarischen Wert des Buches nicht gesteigert.
Man möchte sich am Ende selbst kaum noch mögen, so abartig wird Anna uns in diesem Buch vorgestellt. Ob es pausenloses Schuppenrieseln ist, oder die fetten Eiterpickel im Gesicht…
Anna schreibt hässliche „Hallo Pummelchen“-Briefe an sich selbst, kann sich aus ihrem Selbstmitleids-Fress-Loch aber auch so nicht befreien.


Oliver ist ein oberflächlicher, charakterloser Schönling, der dauernd nur an den Spaß im Bett denkt.
Oft habe ich mich gefragt, warum der nicht gleich nackt durch die Straße rennt.


Das einzig Positive ist wohl Annas Entwicklung vom potthässlichen Entlein zum schönen Schwan.
Sie lernt sogar.
Sie lernt Ben kennen und ihr werden sogar die Augen geöffnet.


Ein Buch, welches ich leider nicht empfehlen kann.


Bewertung:


Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Aufbau Verlag!

Comments

  1. Huhu,

    gut, dass du es gelesen hast. Ich hatte es bei Amazon schon auf der Wunschliste! Du hast mich gerettet! =)

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