Rezension: Was ich noch zu sagen hätte von Tim Wache | Kielfeder

Rezension: Was ich noch zu sagen hätte (Werbung)

von Ramona
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Tim Wache - Was ich noch zu sagen hätte

Was ich noch zu sagen hätte von Tim Wache

Kurzbeschreibung:

In dem festen Glauben, dass am Ende eines jeden Lebens eine Perspektive wartet, die den Blick auf das Wesentliche schärft und von der wir – die wir uns mitten im Leben wähnen – etwas lernen können, traf ich Menschen auf den letzten Metern ihres Lebens. Ich wollte wissen, was sie noch zu sagen hätten, wenn sie jemand fragen würde. Von zwölf dieser Begegnungen möchte ich Ihnen in diesem Buch erzählen.

Nur Mut, öffnen Sie dieses Buch, vielleicht öffnet es Sie.

Kurz und eindrücklich!

Was ich noch zu sagen hätte von Tim Wache ist ein kurzes, aber deshalb nicht weniger eindrückliches Buch.

Ich muss zugeben, bis mir der Autor sein Projekt vorstellte, hatte ich davon noch nichts gehört. Sein Buch entstand in Kooperation mit dem Hospiz Jena und der komplette Erlös der ersten Auflage wurde auch dorthin gespendet.

Wisst ihr eigentlich, wie ihr sterben möchtet?

Wahrscheinlich habe ich euch mit dieser Frage kalt erwischt. Der Tod ist kein einfaches Thema. Weder dann, wenn es um uns selbst, noch wenn es um andere Menschen geht. Man könnte den Tod wohl auch als Tabuthema in unserer Gesellschaft beschreiben. Gleich das Vorwort beschäftigt sich damit und es hat mich tatsächlich an manchen Stellen sehr ungläubig gemacht.

Tim Wache traf für sein Buchprojekt Was ich noch zu sagen hätte 12 Menschen. Menschen, die dem Tod näher sind, als dem Leben. Dabei denkt ihr wahrscheinlich zuerst an alte Menschen, doch der Autor ist Menschen jeden Alters begegnet.

Manche Begegnungen sind kurz, manche voller Schmerz und Reue, Angst, manche auch freudig und gelassen. Dieser unterschiedliche Umgang mit dem eigenen Sterben führt dazu, dass man sich plötzlich mit dem eigenen Tod auseinandersetzt. So ging es mir zumindest.

Was mir gefallen hat, war, dass der Fokus tatsächlich auf dem Leben lag. Nicht auf den Ursachen, warum jemand stirbt. Manchmal klingt es durch, oder wird am Rande erwähnt. Aber die Menschen erzählen vom Leben, vom Scheitern und vom Wachsen und von allem dazwischen. Dabei sind die Geschichten so unterschiedlich wie die Charaktere selbst.

Besonders schön sind auch die begleitenden Illustrationen. Am Anfang einer jeden Begegnung stehen immer ein Bild, ein Zitat, ein Name und das Alter der Person. Diese Aufbereitung hat mir gut gefallen.

Insgesamt ist Was ich dir noch sagen wollte von Tim Wache auf den ersten Blick ein dünnes Buch, was dennoch sehr zum Nachdenken anregt. Eine Sammlung von Begegnungen, die mich berührt hat. Es hat mich überrascht und wird wohl noch einige Zeit nachwirken. Alleine während ich das schreibe, blättere ich immer noch mal durch die Seiten.

Ich möchte noch ein Zitat mit euch teilen. Ich habe mir so einige Stellen im Buch markiert, aber ein bisschen müsst ihr natürlich auch selbst lesen:

‚Wissen Sie, vom Ende aus betrachtet, und deswegen sind Sie ja da, von diesem Ende aus, lässt sich wohl sagen, dass man all die Dinge, die man denkt und fühlt und tut – übrigens in dieser Reihenfolge – in zwei Kategorien ordnen kann: Liebe und Angst. Und wem es gelingt, sich immer öfter und immer wieder für die Liebe zu entscheiden, dem gelingt es wohl, sein Leben so zu gestalten, wie er es sich wünscht, wie er oder sie es sich vorgestellt hat.‘

Für weitere Buchtipps und Leseempfehlungen schaut euch bei meinen anderen Rezensionen auf meinem Buchblog um.

Tim Wache, Was ich noch zu sagen hätte | Kaufen: Autor | Hardcover | Erscheinungstermin: September 2020 | Selfpublishing

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