Rezension: Priester

Trudi Canavan – Priester


priester-trudi canavan

Kurzbeschreibung:

„Die junge Auraya ist auserwählt, eine Priesterin der Weißen zu werden. Doch diese Ehre bedeutet auch, dass sie ihre Heimat für immer hinter sich lassen muss. Dabei könnte Auraya die Hilfe ihrer alten Freunde nun dringend gebrauchen. Denn geheimnisvolle, schwarz gekleidete Zauberer sind ausgeschwärmt – und verfolgen anscheinend nur ein Ziel: die totale Auslöschung des Weißen Ordens …“

Spannend, mit Schwächen!

Mit ihrer neuen Fantasy-Trilogie taucht Trudi Canavan erneut in eine umfassende Welt voller Intrigen, Liebe und Magie ein. Dabei zieht sie alle Register.
Die Welt der Weißen, der Zirkler und ihrer Feinde ist liebevoll, wenn auch oft etwas langatmig gestaltet.
Zu Beginn kommt man leider nur schwerlich in die Geschichte hinein. Es ist zwar alles verständlich und logisch, doch die Spannung fehlt einfach.
Auraya hat allerlei besondere Fähigkeiten, die ihr den Alltag vereinfachen und die Handlung drumherum beschränkt sich auch auf teilweise sinnloses Geplänkel.

Erst mit dem Beginn von einer großen, überaus mächtigen Bedrohung für die Weißen kommt Leben in den Roman.
Es wird alles interessanter, über einige hundert Seiten muss man den Roman geradezu verschlingen.

Auraya geht ausgerechnet mit einem von den Heiden eine Affäre ein, was für zusätzlichen Stoff sorgt. Nur leider scheint ihr Geliebter nicht der zu sein, für den er sich ausgibt.
Zahlreiche liebenswerte Figuren und Charaktere hat die Autorin uns aber auch hier bereitgehalten. Da wäre zuerst einmal Aurayas Schoßtierchen, ein Veez. Er heißt Unfug und sorgt für so manchen kleinen Lacher in der Handlung. Auch sind da Siyee, ein friedfertiges, liebenswertes Volk.

Die verschiedenen Sichtweisen machen den Roman noch interessanter. Hat man von Auraya teilweise genug, ist man im nächsten Kapitel bei Emerahl, einer kleinen aber dennoch wichtigen Nebenfigur. Sie führt ihre ganz eigene kleine Handlung, die aber dennoch irgendwie dicht mit den Weißen verstrickt ist. Wie, wird leider nur angedeutet.
Das Ende wird bewusst offen gelassen, schließlich sind da ja noch zwei weitere Teile zu lesen.
Man darf also gespannt sein, wie es mit den Weißen, ihrer gewonnenen Schlacht und natürlich der geheimnisvollen Doppelgestalt Mirar/Leiard weitergeht.

Ich gebe dem Buch keine ganz volle Punktzahl, da es seine Schwächen hat. Wer hier keinen langen Atem hat, wird das Buch auch schnell zur Seite legen. Doch ich kann nur sagen, es tun sich doch nachher noch neue Gesichter dieses Buches auf, die man natürlich nicht außer Acht lassen darf. Also würde ich sagen, es ist unter Vorbehalt zu empfehlen. Vielleicht sollte man es vor einem Kauf anlesen oder ausleihen.

Kaufen: amazon.de
Format: Taschenbuch
ISBN: 9783442244799 Bewertung:
Erscheinungstermin: November 2007
Verlag: Blanvalet
Übersetzung: Michaela Link


Titus Müller Bericht

Hallo,

gestern Abend um halb acht standen ich und meine Begleitung vor der Buchhandlung.
Im Nu war der Platz vor der Tür voll. Das hatten wir so nicht erwartet. Auch viele ältere Leute.
Dann eeendlich wurde die Tür geöffnet und die Menschen strömten in den kleinen Laden. Ganz schnell war es voll, aber zum Glück haben wir noch zwei Plätze in der zweiten Reihe bekommen.
Die Zeit bis 8 Uhr wollte meiner Meinung gar nicht vergehen, aber dann ging es doch los.
Zuerst wurde Titus natürlich gebührend vorgestellt, ebenso wie sein musikalischer Begleiter.
Den Beginn machten tolle “Freihandstücke” auf dem Klavier.

Dann konnte der Autor zur Tat schreiten.
Vor jedem Lesebschnitt erläuterte er umfangreich verschiedene Fakten, Beweggründe, Figuren und alles was ihm sonst noch so einfiel.

Dann ging es ans Lesen. Ich muss sagen: Wundervoll. Man war sofort drin, die Stimme des Autors war so malerisch und kraftvoll – man musste echt einfach zuhören.
Das Buch und die darin geschrieben Sätze haben natürlich ein übriges getan. Aber Titus hat echt eine wahnsinns Lesestimme. Und man merkte auch, wie nach der Zeit die letzten Unsicherheiten wichen und er sich immer besser verkaufte.

Er hat die Leute in seinen Bann gezogen.

Aber ein Nachtisch durfte natürlich auch nicht fehlen. Er hat lustige Anekdoten aus dem Alltag vorgelesen. Aus seinem Buch  “Das kleine Buch für Lebenskünstler”. Danach hätte es noch stundenlang weitergehen können! Ich war jedenfalls begeistert!!
Und das Buch ist auch zu empfehlen – man wird einen Kauf garantiert njicht bereuen (wenn man sooooo gut unterhalten wird!!!)  :rofl

Ja, was durfte zum Schluss dann natürlich nicht fehlen?
Die Unterschrift!

Ist doch selbstverständlich!

Ein rundum gelungener Abend. Tolle, passende Musik und ein überzeugender Autor.
Ich würde jederzeit wieder eine Lesung mit Titus Müller besuchen!

Kielfeders Blog

Nun ist es soweit!

www.kielfeder.de.tl geht ebenfalls mit einem Blog online.

Ich hoffe über die Zeit werden sich ein paar Leser finden. Und wenn ich es für mich schreibe….

Ich freue mich sehr hierüber und werde auch oft schreiben.

Grüße

Eingetragen unter:News

Rezension: Die Gabe der Jungfrau

Deana Zinßmeister – Die Gabe der Jungfrau


deana zinßmeister-gabe der jungfrau

Kurzbeschreibung:

„Ein Dorf in der Kurpfalz um 1525. Anna Maria wächst mit vier Brüdern auf einem Hof auf. Als ihr Vater zwei seiner Söhne in den Krieg schickt, damit sie für die Sache der Bauern kämpfen, versucht Anna Maria ihn umzustimmen, doch vergebens. Bevor die Brüder aufbrechen, geben sie ihrer Schwester das Versprechen, dass keiner ohne den anderen heimkehren wird. Doch dann sieht Anna Maria die beiden eines Nachts im Traum und weiß, dass sie in Gefahr sind. Nun hält sie nichts mehr zu Hause, denn sie verfügt über die Gabe, in ihren Träumen den Tod vorherzusehen…“

Verblüffend

Deana Zinßmeisters neuer Roman ist eine interessante Mischung aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die Erzählung in den verschiedenen Zeiten verstärkt die Komplexität der Geschichte und der Figuren.
Zu Beginn der Geschichte werden viele Sprünge in die Vergangenheit gemacht und nacheinander die ersten Geheimnisse eines jeden aufgedeckt.

Viele historische Details sind geschickt im Buch verstaut, sodass der Leser sich einen guten Überblick auch über die damalige Zeit verschaffen kann.
Die Autorin hat ein spannendes Netz gewebt, um den Leser immer wieder verblüffen zu können. Ihre Sprache ist durchdacht, liest sich flüssig und der Leser ist stundenlang gefangen.

Die Geschichte hat viele Seiten. Romantische Szenen mag ich bei Deana auch sehr. Sie macht daraus kein schmutziges Geschäft, sondern lässt das Feuer durch ihre Worte lichterloh brennen.

Ich habe dieses Buch an einem Tag verschlungen und kann es mit viel Begeisterung weiterempfehlen.

Kaufen: amazon.de
Format: Taschenbuch
ISBN: 9783442470365 Bewertung:
Erscheinungstermin: Februar 2010
Verlag: Goldmann
Übersetzung:


Rezension: Der Duft von Schokolade

Ewald Arenz – Der Duft von Schokolade


Ewald arenz-schokolade

Kurzbeschreibung:

„Wie gewinnt man das Herz einer schönen, aber unnahbaren Frau? Im Wien des ausgehenden 19. Jahrhunderts greift Leutnant August Liebeskind zu einer ungewöhnlichen Verführungstaktik. Er erlernt das Handwerk eines Chocolatiers. Aus exotischen Gewürzen, edler Schokolade und viel Liebe kreiert er außergewöhnliche Pralinés, um nicht zu sagen: die absolute Versuchung.
Seine Strategie geht auf – die geheimnisvolle Elena Palffy erliegt den Reizen ihres »Schokoladesoldaten«. Doch ihre Liebe hat keine Zukunft, denn Elena ist verheiratet – und ihr Mann auf mysteriöse Weise verschwunden…“

Verführung!

Sinnlich und betörend wirkt Arenz´ Duft von Schokolade auf unsere Sinne.
Er entführt uns auf eine ganz ungewöhnliche Reise für den ganzen Körper.
Man fühlt sich in den wenigen Seiten wohl geborgen und gut aufgehoben.

Die Handlung ist verspielt, voller Wendungen und mehr Kitsch geht schon fast nicht mehr. Doch alles ist ertragbar. Warm umschmeicheln uns die Worte und wir verlieben uns in jedes einzelne Stück Schokolade. Die Geschichte drumherum ist fast nebensächlich – fast…

Ein Buch der Verführung und ein Festmahl für die Seele!

Kaufen: amazon.de
Format: Taschenbuch
ISBN: 9783423253192 Bewertung:
Erscheinungstermin: November 2011

Verlag: dtv
Übersetzung: