Vom Abschied und vom Neuanfang

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In letzter Zeit habe ich immer wieder Bücher weggebracht.
In eine öffentliche Bücherzelle, wo jeder etwas mitnehmen kann.
Zu Freunden.
Oder ich habe sie verkauft.


In den letzten Jahren ist die Anzahl meiner Bücher rasant angestiegen und es sah einfach auch schon nicht mehr schön aus. Meine Regale quollen über und ich habe ja auch wirklich alles behalten. Der Überblick kam mir abhanden und ich wusste gar nicht mehr, wie ich mit den vielen Seiten umgehen sollte. Sie haben mich zunehmend unglücklich gemacht.
Oft habe ich vor meinem verstopften Regal gesessen und nicht gewusst, wie es weitergehen soll.
Die Situation hat mich unglücklich gemacht, aber ich wollte meine Bücher auch nicht weggeben.
Es war immer mein Traum, irgendwann eine eigene Bibliothek zu besitzen. Gefüllt mit lauter Schätzen. Daran wollte ich festhalten. Das wollte ich nicht verlieren.
Aber dann, dann zog ich das erste Buch aus dem Regal. Ich überlegte, ob es mir etwas bedeutete. Habe mich erinnert, ob ich irgendwelche Verbindungen dazu habe. Dann legte ich es auf den Boden. So ging es weiter, bis plötzlich der erste Beutel gefüllt war. Und dann ein zweiter, ein dritter.

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Je mehr ich weggab, desto einfacher wurde es

Immer öfter habe ich meine Regale durchkämmt. Habe den SuB gelichtet. Habe meine Leichen von ihrem verstaubten Dasein befreit.
Je öfter ich tapfer einen Beutel zur Telefonzelle brachte, desto mehr verschärften sich meine Kriterien. Desto mehr Bücher wanderten weg. Ich muss ehrlich sein, ich habe sie nie gezählt. Das hätte ich wohl mal tun sollen. Das wäre wirklich interessant gewesen.

Erleichterung…

Jetzt, wo meine Regale lichter sind und ich wieder sehen kann, was da eigentlich noch steht, fühle ich mich viel wohler. So viele Bücher, wie ich weggegeben habe, da müsste mir doch bestimmt etwas fehlen.
Doch das tut es nicht.
Ich habe noch kein Buch erfolglos gesucht, oder vermisst.
Es war einfach richtig und es fühlte sich gut so an.
Es fühlt sich noch immer gut an.

Ein freiwilliger Abschied

Nun ist es so, dass ich vor einiger Zeit umgezogen bin. Auch meine Bücher bedeuten für mich Heimat. Doch der Clou ist ja irgendwie, dass ich nicht im Angesicht des nahenden Kistenschleppens aussortiert habe. Mich mit vielen Tränen von meinen langjährigen Freunden trennen musste.
Ich habe das alles freiwillig getan.
Und die verringerte Anzahl der Umzugskisten war ein positiver Nebeneffekt.
Auch ohne Umzug hätte ich es getan.
Einfach, weil ich gemerkt habe, dass es mir gut tut. Dass mir die materielle Entlastung eine psychische Last nimmt.
So habe ich jetzt weitestgehend nur noch die Bücher um mich, die mir wirklich wichtig sind. Die eine Spur in meinem Leben hinterlassen haben, oder die ich wirklich noch lesen möchte.
Sicherlich wären es für wahre Minimalisten noch immer viel zu viele Bücher, aber ich fange eben klein an. Wer weiß, was sich in der Zukunft noch so entwickelt.
Aber ich denke auch, dass ich mich niemals von wirklich allen Büchern trennen kann. Dazu sind sie einfach zu sehr ein Teil meines Lebens.
Und dann habe ich halt irgendwann keine riesige Bibliothek mit lauter namenlosen Bücher, sondern eine reduzierte Auswahl, die dann aber aus wirklichen Herzensstücken besteht.
Das ist doch auch ein schöner Gedanke!
Es ist immer wieder ein Abschied, aber ein guter.
Und dieser Abschied markiert auch einen kleinen Neuanfang für mich.

Minimalismus

Mit dem Thema beschäftige ich mich nun schon einige Zeit und es ist immer wieder erstaunlich, auf wie viele unterschiedliche Arten man sein Leben erleichtern kann. Angefangen hat es, wie beschrieben, bei meinen Büchern und weitergemacht habe ich mit meinen „Facebook-Freunden“.
Besonders Die Liebe den den Büchern inspiriert mich in dieser Hinsicht immer wieder, denn sie beschäftigt sich auch leidenschaftlich gerne mit stilvollem Wohnen.
Auch bei Apfelmädchen & Sadfsh bin ich immer wieder unterwegs.
Ich bin der Meinung, dass sich das Lesen und der bewusste Konsum nicht gegenseitig ausschließen.
Natürlich bin ich noch immer ein Freund davon, mir einen neuen Schatz zu kaufen, aber ich habe auch keine Angst mehr, mich davon wieder zu trennen.
Auch das lange Nachdenken darüber, dass man Bücher bewusst kaufen kann und nicht einfach einstecken muss was geht, hat mich persönlich innerlich weitergebracht. Ich persönlich fühle mich damit besser.
Das heißt natürlich nicht, dass ich dir hier in Zukunft predigen werde, weniger Bücher zu kaufen!
Nur ich denke, es kann niemandem schaden, sich selbst hin und wieder zu reflektieren.


Hast du dich schonmal mit dem Thema Minimalismus beschäftigt?
Kannst du Bücher weggeben, oder sammelst du tatsächlich alle?

Kommentare

  1. Finde ich ein sehr spannendes Thema!

    Vor einigen Jahren habe ich mal ein paar Bücher verkauft – mir hängt es immer noch nach, Aber ich denke deine Variante, sie wirklich zu einem „guten Zweck“ wegzugeben, macht es leichter. Oder die Übung.. aber diese Art von Üben ist sehr schwer .. 🙂

    • Ramona meint:

      Liebe Juliane,

      zu Beginn fiel es mir auch verdammt schwer. Aber die Übung macht es besser… 🙂
      Mir hängt die Weggabe meiner Bücher aber auch nicht nach.
      Vielleicht einfach immer wieder versuchen. Irgendwann klappt es dann!

      Liebe Grüße
      Ramona

  2. Hallo Ramona,

    ich kann das sehr gut nachvollziehen und verstehen, da ich das vor einiger Zeit auch getan habe. Es war so ein total erleichterndes Gefühl und ich mache das inzwischen regelmäßig, nicht nur mit Büchern. Man braucht verdammt wenig, bzw. sind es gar nicht soviele Dinge, an denen ich wirklich hänge und von denen ich mich nicht trennen kann. Ich war sowieso noch nie eine Sammlerin, Aussortieren hat mir schon immer Spaß gemacht.
    Liebe Grüße,
    Melanie

    • Ramona meint:

      Liebe Melanie,

      ich erweitere das Aussortieren mittlerweile auch immer mehr.
      Es tut nicht nur bei Büchern gut, sich von Sachen zu trennen… 🙂
      Aber genau wie du war ich schon immer eher eine Aufräumerin und keine Sammlerin. Schon als Kind machte mir Aufräumen sehr viel Spaß.
      Manchmal habe ich sogar Zeug verteilt, nur um es danach wieder aufräumen zu können… 😀

      Liebe Grüße
      Ramona

      • Hey Ramona,
        ich fürchte, bei mir liegt das Ganze ein bisschen anders, ich räume nicht so gerne auf, wahrscheinlich versuche ich auch deshalb, erst gar nicht soviel anzusammeln. 😉 Heute bin ich natürlich viel ordentlicher, aber früher als Kind sah mein Zimmer fast ständig aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen.
        Schönes Wochenende!

        • Ramona meint:

          Liebe Melanie,

          achso, dann habe ich dich falsch verstanden, entschuldige! 🙂

          Liebe Grüße und dir auch ein schönes Wochenende
          Ramona

  3. Genau das mache ich gerade. Ich habe vor einigen Tagen vor dem Regal gesessen und diese Fülle darin hat mich irgendwie frustriert. Es war zugestopft, überfüllt, ein heilloses Durcheinander. Jetzt hab ich einige Bücher aussortiert und es geht mir erstaunlich gut damit. Nicht nur, dass ich wieder alle meine Schätzchen sehen kann, nein, ich fühle mich auch wesentlich leichter und besser mit diesem Umstand.

    Auch ich dachte, ich würde irgendwie jedes Buch horten müssen, damit die irgendwann Platz in meiner eigenen Bibliothek finden. Aber das ist ja Schwachsinn. Ich möchte eines Tages immer noch meine eigene kleine Bibliothek. Aber voll mit Büchern, die mir wirklich was bedeuten. Bücher, die mir nichts gegeben haben oder nicht mein Ding waren, können vielleicht jemand anderen glücklich machen. Wieso sie also an mich binden? So hab ich nicht immer gedacht, das war so ein Ding, was sich schleichend entwickelt hat und jetzt seine ersten Früchte trägt. Ich bin gespannt auf die weitere Entwicklung.

    Ich kann dir also nur zu 100 % Recht geben und vielleicht bewirkt ja dieser Beitrag bei dem einen oder anderen Bücherwurm auch so ein Umdenken, dass er oder sie diese Erleichterung erfahren darf. Natürlich nicht muss, aber darf.

    Liebe Grüße
    Rebecca

  4. Hallöchen,
    mir ging es ganz genauso! Und ich finde es erstaunlich, dass es nicht nur mir so ging. Mir war es auch immer wichtig, eine kleine eigene Bibliothek aufzubauen, aber mein SuB hat Überhand genommen. Da musste auch ich Ausmisten. Anfangs fiel es mir auch schwer, aber bei jedem Mal ist es mir leichter gefallen.
    Mein Regal ist immer noch rappelvoll, da muss ich noch einiges tun, aber momentan bin ich so ganz zufrieden 🙂

    Liebste Grüße
    Kate ♥

    • Ramona meint:

      Liebe Kate,

      oh wie schön, dass wir da ähnlich ticken! 🙂
      Und ja, irgendwie werden die Regale gefühlt auch nicht leerer. Da frage ich mich immer, wie voll die denn tatsächlich vorher waren, was man selbst schon gar nicht mehr gesehen hat… 😉
      Wenn du dich gerade wohl fühlst. dann ist das doch prima! 🙂

      Liebe Grüße
      Ramona

  5. Liebe Ramona,

    ich habe vor einem Jahr ca. zugegebenermaßen nicht ganz freiwillig angefangen, bei mir zu entrümpeln. Bücher hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon immer ausgeräumt, mein Regal hat halt nur eine bestimmte Größe, das setzt Grenzen. Trotzdem habe ich auch das Regal einer größeren Ausräumungsaktion unterzogen – und jetzt gefällt mir wieder, was ich sehe. Jetzt ist es ein schöner Teil meines Raums, den ich gerne anschaue (Es sind auch bei mir nicht nur Bücher darin). Und ja, es ist wirklich befreiend, Dinge wegzugeben – ich habe es auch gemerkt, als ich nachher meine anderen Wohnräume Stück für Stück, Lade für Lade ausgeräumt habe. Erkenntnis am Ende: Wir horten im Lauf unseres Lebens rasend viele Sachen, die wir eigentlich kaum oder gar nicht brauchen …

    Liebe Grüße und viel Spaß beim Ausmisten 😉
    Ascari

  6. Hallo Ramona,

    so wie es dir geht, erging es mir Mitte letzten Jahres mit meinem SuB. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass wir umziehen, aber auch ich hatte im Nachhinein den Vorteil, weniger Kartons schleppen zu müssen. Ich habe es getan, weil ich einfach nicht mehr mit der großen Last und Menge an ungelesener Bücher leben wollte und es fühlt sich bis heute sehr richtig an. Auch jetzt, während des Umzuges sortiere ich wieder aus. Allerdings nicht den SuB, denn den habe ich wirklich knallhart aussortiert und ich möchte zum jetzigen Zeitpunkt alle übrigen Bücher wirklich lesen, sondern bereits gelesene Bücher. Da meine Bücher in der neuen Wohnung im Esszimmer stehen werden, möchte ich irgendwie nur noch Bücher dort stehen haben, die mir wirklich wichtig sind. So wie du es schon geschrieben hast. Lieber weniger, aber dafür die für einen persönlich besten Bücher haben.

    Liebe Grüße
    Yvonne

  7. Liebe Ramona,

    ja, ich kann deinen Hang zum Minimalismus total nachvollziehen. Auch ich frage mich immer mehr, ob ich das alles wirklich brauche, was sich so in meiner Wohnung über die Jahre angesammelt hat.
    Speziell auf Bücher bezogen fällt mir der Abschied schon noch oft eher schwer, aber auch ich tendiere immer mehr dahin, Bücher mehr wegzugeben, zu verschenken oder zu verkaufen.

    Liebe Grüße
    Desiree

    • Ramona meint:

      Liebe Desiree,

      das freut mich!
      Bei mir springt es auch von den Büchern auf andere Dinge über…
      Und irgendwann ist der Abschied nicht mehr so schwierig… 🙂

      Liebe Grüße
      Ramona

  8. Mir geht es ähnlich wie dir, liebe Ramona. Erst zum Jahreswechsel habe ich meiner Schwägerin eine ganze Kiste voller Bücher mitgegeben und eine weitere bei einer caritativen Einrichtung abgeben. Unsere Bücherschränke sind seit einigen Monaten leider nur noch für 2-3 Stunden täglich geöffnet, sodass ich diese nicht immer füttern kann.

    So gut es mir tut, mich hin und wieder von einigen meiner Schätze zu trennen, so traurig bin ich darüber aber auch hin und wieder. Immerhin habe ich mir die Bücher alle mal gekauft, weil ich sie unbedingt haben wollte. Weil ich wollte, dass sie ein Teil meiner persönlichen Bibliothek werden. Aber leider wird der passende Platz für so eine Bibliothek nicht mit dem Wunsch, eine zu haben, mitgeliefert und so stehe ich regelmäßig vor einem Platzproblem. Zu wissen, dass ich anderen mit diesen Büchern eine Freude bereiten kann, hilft mir in solch traurigen Momenten aber und kurz darauf macht sich auch dieses befreiende Gefühl wieder breit.

    Vielen Dank für deine nachdenklichen Worte. Fühl dich ganz lieb gedrückt.
    Maike

  9. Liebe Ramona,

    so ging es mir in der letzten Zeit auch. Immer wieder habe ich ins Regal geschaut und du hast recht, manchmal sieht es einfach nicht mehr schön aus. Ich habe dann erst mal mit einem Regal angefangen und schwupps, sind 25 Bücher aussortiert. Die nächsten zwei Regale warten noch ;-). Obwohl es mich erleichtert fällt es mir trotzdem irgendwie schwer. Was den Minimalismus angeht ist mein Freund schon eher im Thema. Ich bin eher die Sammlerin ;-), was ich allerdings so langsam versuchen will zu ändern.

    Eine starke Leistung finde ich das, wenn du das so gut durchgezogen hast :-).

    Liebe Grüße,
    Vanessa

    • Ramona meint:

      Liebe Vanessa,

      das ist aber schön, dass du als Sammlerin trotzdem angefangen hast, deine Regale zu sortieren… 🙂
      Das ist auch eine starke Leistung!
      Kleine Schritte sind ganz wichtig.

      Liebe Grüße
      Ramona

  10. Liebe Ramona,
    Ein interessanter Beitrag 🙂
    Mit dem Aussortieren von Büchern habe ich mich immer mal wieder beschäftigt und mt jedem Mal kommen andere auf den Stapel, die ich vorher wieder ins Regal geschoben habe. So ganz klappt es noch nicht, ich hab sicher noch einige Bücher im Regal die App von zwar gut fand aber nicht überragend und die ich nicht noch einmal lesen werde.

    Mit der Zeit geht es tatsächlich einfacher. Und ich würde gern mal wissen wie viele Bücher du den besitzt und wie viele davon auf deinem SuB liegen 🙂

    Dein Beitrag motiviert mit dazu mal wieder durch meine Regale zu streifen und meine Bücher genauer unter die Lupe zu nehmen.

    Alles Liebe
    Franzi
    Griinsekatzes-Leseecke

    • Ramona meint:

      Liebe Franzi,

      ach ja, wie viele Bücher ich besitze weiß ich momentan tatsächlich nicht so ganz genau…
      Da muss ich wohl mal wieder eine gründliche Inventur vornehmen. 😉
      Mein SuB bewegt sich auf jeden Fall immer rum um die 100.

      Aber vielleicht sollte ich davon mal extra berichten. 🙂

      Ach das freut mich! Motivation kann man nie genug haben.

      Liebe Grüße
      Ramona

  11. Ich habe bereits vor einer Weile den Entschluss gefasst, nur noch Bücher zu kaufen und z u behalten, die ich garantiert nochmal lesen werde. Den Rest habe ich zum Verkaufen bei Booklooker eingestellt, aber es ist gar nicht so leicht, Bücher wieder loszuwerden. Ich müsste auch endlich mal eine große Tasche voll packen und den Inhalt in einen Bücherschrank stellen, nur leider gibt es in meiner Stadt keinen und auch in Düsseldorf ist keiner, an dem ich regelmäßig vorbeikomme. Da ist der Schweinehund bisher stärker geblieben 😉

    Allgemein kann ich mich nur schwer von Sachen trennen, aber im Zuge meines Umzugs habe ich immerhin ein paar Sachen aussortiert. So radikal wie manch andere, alles wegzuwerfen, was man ein Jahr nicht benutzt/getragen/vermisst/etc. hat, werde ich aber wohl nie werden können.

    • Ramona meint:

      Liebe Anja,

      verkaufen ist tatsächlich sehr mühselig.
      Deshalb mache ich das auch fast gar nicht mehr und gebe meine Bücher lieber einfach so weg.
      Aber ohne einen Bücherschrank oder eine vergleichbare Möglichkeit ist das natürlich auch wieder schwierig.
      Schade, dass es bei dir keinen gibt… 🙁

      So radikal werde ich auch nie sein!
      Es gibt ja auch Leute, die nur exakt 100 Dinge besitzen, oder so.
      Da haben sich die unterschiedlichsten Formen von Minimalismus ausgebildet.

      Liebe Grüße
      Ramona

  12. Hey Ramona

    ich sortiere ja auch immer mal wieder aus und dennoch fällt es mir unheimlich schwer, ein paar der Bücher wirklich abzugeben. Gerade wenn mir die Bücher unheimlich gut gefallen haben, werden sie wohl so schnell mein Regal nicht verlassen und das ist wirklich beängstigend. Ich brauche ein riesiges Bücherzimmer, damit ich alle unterbekomme. Wobei ich dann noch immer das Lesen aller Bücher in den Griff bekommen muss. 😀

    Liebe Grüße,
    Ruby

  13. Tatsächlich habe ich gerade meinen SuB ausgemistet und will acht Büxher weggeben. Wohin sie sollen weiss ich noch nicht, da mir der Aufwand sie zu verkaufen zu gross ist. Wahrscheinlich werd ich sie behalten bis die Bibliothek in der Nähe wieder einen Büchertausch organisiert.

    • Ramona meint:

      Liebe Julia,

      das ist großartig!
      Und ein Büchertausch macht bestimmt auch Spaß!
      Da drücke ich dir die Daumen, dass du passende Tauschpartner findest.

      Liebe Grüße
      Ramona

  14. Hallo Ramona,

    ich finde dass du sehr schön beschrieben hast, wie sich das bei dir entwickelt hat.

    Früher habe ich auch Bücher gehortet und konnte mich nicht richtig trennen. Dann wurden es immer mehr und irgendwann hatte ich keinen Platz mehr und habe Stück für Stück angefangen, Bücher wegzugeben. Nach einigen Umzügen habe ich nun nur noch zwei Billy-Regale voller Bücher und das ausmisten fällt mir auch nicht mehr schwer.

    Bei allem anderen außer Büchern bin ich recht radikal. Alles, was ich eine gewisse Zeit nicht genutzt habe, kommt weg. Da bin ich auch eher unsentimental. Wobei es auch Dinge gibt, von denen ich mich auf Grund der Erinnerungen nie trennen würde.

    LG
    Julia

    • Ramona meint:

      Liebe Julia,

      auch bei dir scheint sich viel gewandelt zu haben… 🙂

      Wow, da bist du tatsächlich sehr konsequent.
      So weit bin ich noch nicht. Aber mal gucken, wie ich mich in der Hinsicht entwickle.
      Ich denke aber, wenn du wirklich daran hängst, dann solltest du es auch nicht ausmisten. Weil es hat dann eine Bedeutung und du würdest es letztlich bestimmt vermissen!

      Liebe Grüße
      Ramona

      • Hallo Ramona,

        ja, gewandelt hat sich wirklich viel. Oft begleitet so ein Prozess des Ausmistens ja auch irgendein anderes Thema das gerade bei einem so los ist.

        Dinge an denen mein Herz hängt, gebe ich auch nicht weg. Wobei sich auch das wandelt und manche Dinge im Laude der Zeit auch ihren emotionalen Wert verlieren.

        LG
        Julia

  15. Hallöchen meine liebe Ramona,
    das was du hier beschrieben hast, habe ich schon vor einiger Zeit für mich festgestellt. Es gibt einfach Bücher, die nicht bei mir bleiben müssen und die dürfen dann auch gerne weiterziehen.
    Ich halte es aber nicht nur mit Büchern so, sondern mit allem möglichen. Das Lied von Silbermond „Leichtes Gepäck“ passt da sehr gut und passt in dem Fall auch zu mir. ich habe einfach keine Lust so viele Sinnlosigkeiten mit mir herumzuschleppen. Nur, was wirklich nützlich ist oder einen bestimmten Wert für mich hat, darf auch bei mir bleiben.

    Liebst, Lotta

    • Ramona meint:

      Liebe Lotta,

      danke, für die Erinnerung an diesen Song!
      Der passt wirklich sehr gut und deine Worte dazu kann ich nur unterschreiben.
      Ich möchte auch nicht mit unnötigem Ballast leben.
      Das ist auf Dauer auch nicht gesund… Also für mich jedenfalls nicht.

      Liebe Grüße
      Ramona

  16. Wirklich ein toller Beitrag! Ich lebe schon lange im Minimalismus, jedenfalls in vielen Bereichen (Küche gehört leider noch nicht dazu – da bin ich derzeit noch dran).
    Ich kaufe mir auch gerne mal ein neuen Buch, aber finde es überhaupt nicht schwer mich dann wieder zu trennen, denn entweder gibt es Geld für ein neues Buch oder ich konnte damit jemand anderen Glücklich machen, indem ich es verschenke. In meinem sehr kleinen Bücherregal sind wirklich nur einige Schätze, die mir sehr am Herzen liegen und ich weiß, dass ich diese auch nochmal lesen werde.
    Bewusster Konsum und auch bewusstes Leben ist immer wichtiger. Wenn man sich mit dem Thema ein wenig beschäftigt und dies dann auch umsetzt, wenn auch nur in kleinen Schritten, merkt man gleich ein tolles Gefühl.
    Liebe Grüße
    Sandra

    • Ramona meint:

      Liebe Sandra,

      ach, das freut mich, dass du den Minimalismus schon in vielen Bereichen deines Lebens umsetzen konntest.
      So weit ist es bei mir noch nicht, aber vielleicht nähere ich mich dem gerade an. 🙂
      Und ja, das mit dem guten Gefühl habe ich bei mir auch bemerkt.
      Wie schön, dass es da nicht nur mir so geht.

      Liebe Grüße
      Ramona

  17. Ich wollte auch schon immer eine kleine eigene Bibliothek… aber im Moment bin ich auch an dem Punkt angekommen, wo in meine Wohnung kaum mehr Bücher reinpassen. Klar, ein kleines Regal könnte ich noch irgendwo unterbringen… aber wenn man kein richtiges „Lesezimmer“ hat, sondern die Bücher halt hier und da stehen, dann wird es irgendwann zu überladen… und nun bin ich z.T. bei zwei Reihen pro Regalbrett angekommen und das gefällt mir gar nicht. Ich habe Glück, bisher ist es eben noch nicht überlaufen voll, aber es ist der Beginn davon. Darum habe ich mich nach irsinnig langem hin und her nun doch entschieden Bücher auszusortieren. Zuerst habe ich gedacht, dass sie in den Keller kommen, in einen alten Koffer. Das werden sicherlich auch ein paar. Aber andere kommen dann ganz weg. Und mein zwar nicht so großer SuB wird sich auch um mindestens 1-3 Bücher erleichtern… (sind insgesamt nur +/- 30)…

    Ein wirklich schöner Beitrag! Danke!

    • Ramona meint:

      Liebe Sandra,

      bei mir standen die Bücher auch lange Zeit zweireihig, dicht gedrängt und überall hab ich noch was reingequetscht.
      Jetzt ist es noch immer nicht entspannt, aber auf jeden Fall besser. 🙂
      Viel Spaß und Erfolg beim Aussortieren!

      Liebe Grüße
      Ramona

  18. Hallo meine liebe Ramona,

    ein wundervoller, inspirierender Post! Ich liebe ja solche Posts von dir. 🙂

    Mir geht es absolut genauso wie dir – ich trenne mich auch ab und zu von Büchern, bei denen ich weiß, dass ich sie ja doch nie lesen würde und kenne das befreiende Gefühl.
    Minimalismus finde ich auch ein unheimlich interessantes Thema! Vielen Dank auch für die Empfehlung – Apfelmädchen & Sadfsh kenne ich noch gar nicht, da gehe ich gleich mal Weiterstöbern. 🙂

    Ganz liebe Grüße und Dir noch einen schönen Sonntag,
    deine Hannah
    <3

  19. Ich finde das Thema Bücher & Minimalismus sehr spannend und habe auch selbst schon einmal darüber geschrieben:

    https://stefkabloggt.blogspot.de/2016/12/stefka-reads-bucher-und-minimalismus.html

    Ich kann auch nur bestätigen, dass es ein wahnsinnig befreiendes Gefühl ist.

  20. Hallo Ramona,

    ein wirklich toller Artikel in dem ich mich wiederfinde. Auch bei mir hat die Sammel- und Buchsucht zugeschlagen und ich habe im letzten Jahr damit begonnen ein paar Bücher weg zu geben. Allderinds kann ich mir bei dir wohl noch eine Scheibe abschneiden – ich werde mir für die Zukunft auch vornehmen weiter Bücher auszusortieren einfach um mich nicht davon erdrücken zu lassen, denn auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass man sich nach der Weggabe von einigen Büchern einfach besser fühlt.

    Liebe Grüße
    Bella

  21. Liebe Ramona,

    so ging es mir auch einmal vor Jahren! Ich habe jedes Buch gekauft und behalten. Wenn ich eins ausgeliehen habe und es hatte mir gefallen, dann habe ich es gekauft und ins Regal gestellt. Irgendwann war kein Platz mehr und ich musste mir was überlegen. Aber ich konnte mich einfach von keinem Buch trennen. Ich stapelte und stapelte… bis ich doch mal ran musste. Hab es so gemacht wie du. Bei Thrillern und Krimis stellte ich fest, dass ich ja jetzt weiß, wie das Buch endet und es wäre keine Überraschung mehr, also raus damit. So ging es dann weiter, bis ich nur noch Herzensbücher behalten habe. Alle anderen habe ich gegen Wunschbücher getauscht oder verschenkt. Und nun habe ich Regale voll mit noch zu lesenden Büchern, da durchs Tauschen die Anzahl ja nicht wirklich weniger wird. 😉 Aber ich habe keine Trennungsangst mehr. Gelesene Bücher kommen immer wieder weg. Kann dein gutes Gefühl verstehen!
    GlG vom monerl

  22. Hallo,
    Ich verstehe dich ziemlich gut, denke ich zumindest 🙂 sammeln ist gut und schön, so lange es im Rahmen bleibt.
    Ich finde das Buch >Feng shui im Alltag< super, man fängt während dem Lesen des Buches schon mit aufräumen und entrümpeln an. Kann ich nur empfehlen wenn man sich mit dem Thema beschäftigt.
    LG Sonja

  23. Hallo Ramona,
    meinen SUB möchte ich auch unbedingt ausdünnen.
    Bei den anderen Büchern habe ich mir angewöhnt bei jedem (fast wöchentlichen) Besuch in die Leihbücherei mindestens ein Buch aus dem Regal mitzunehmen und dort auf dem Tisch mit den kostenlosen Mitnahmen auszusetzen. Dieser Schritt ist nicht so radikal wie bei dir, aber ein leichter Anfang.
    Bei allen anderen Sachen möchte ich auch eine Aufräumaktion starten. Doch dafür muss mir mal jemand „in den Hintern“ treten.
    Doch irgendwann schaffe ich das!
    Grüße
    Silvia

  24. Ahoi!
    Ich habe Anfang des Jahres angefangen, mich intensiver mit Minimalismus zu beschäftigen. Ich miste regelmäßig Bücher aus, und manchmal ärgere ich mich im Nachhinein, bestimmte Bücher weggegeben zu haben. Ich habe allerdings auch kein Problem, dieses Buch, wenn ich es wirklich arg in meinem Regal vermisse, neu zu kaufen.
    Anfang des Jahres habe ich an die 200 Bücher ausgemistet, die hier noch rumstehen. Die werde ich tlw. an unsere Bücherhalle spenden (die verkaufen die für 1€ und finanzieren damit ihre sozialen Projekte), tlw. bei der Arbeit in den Bücherschrank stellen. Mich machen die leeren Regale zwar noch ein wenig traurig, weil es so reingebombt aussieht, aber die füllen sich eh schneller als ich gucken kann.
    Ich will nach dem schriftlichen Examen Ende April die nächste große Entrümplungsaktion starten, denn ich habe immer noch mehr als ich brauche und manchmal erschlägt es mich ein bisschen…

    Cheerio
    Mareike

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