Nofollow vs. Follow Verlinkungen #3 [Gastbeitrag]

Nofollow vs. Follow Verlinkungen

Der erste Teil von Franzis Beitrag erschien vor zwei Wochen und ihr könnt ihn hier nachlesen. Der zweite Teil ist hier zu finden.

Kommen wir zu einem Exkurs, der äußerst wichtig ist: Die Nofollow und Follow Verlinkungen.

Follow: Damit gebt ihr dem Google-Crawler das Signal, dem Link zu folgen. Verlinkt ihr also auf einen anderen Blog und der Cralwer stößt auf diesen Link, folgt er diesem zu dem anderen Blog. Diese Art der Verlinkung ist in der Regel voreingestellt und ist gut und richtig bei Seiten denen ihr vertraut und für die ihr keine bezahlte Werbung macht.

Nofollow: Hier sagt ihr dem Crawler – stopp, bleib auf meiner Seite, folge diesem Link nicht. Diese Art der Verlinkung ist vor allem für gekaufte Links/Werbung wichtig. Sobald euch ein Kooperationspartner dazu auffordert gegen irgendeine Art der Gegenleistung einen Artikel zu erstellen, müsst ihr Nofollow verlinken, wenn ihr den Beitrag als Werbung kennzeichnet oder klar kommuniziert, dass ihr hier gerade Werbung macht. Sonst verstoßt ihr gegen die Richtlinien von Google – was sowohl eurem Blog als auch der Seite des Kooperationspartners dauerhaft schaden kann. Hier solltet ihr auch konsequent sein. Entweder der Kooperationspartner akzeptiert dies, oder nicht.

Schaut mal beim Beitrag von Google dazu vorbei.

Natürlich gibt es über diese Basics hinaus noch viele, tiefergehende Möglichkeiten. Außerdem ändert Google häufig seine Richtlinien und kein Suchmaschinenexperte der Welt kann wirklich sagen, welche Faktoren alle in die Berechnung der SERPs von Google mit einfließen. Dennoch haben sich die obenstehenden Basics bewährt und sind auch für euch einfach umzusetzen.

Ihr seht, das Thema SEO ist sehr umfangreich. Wenn ihr Fragen habt, dann meldet euch gerne jederzeit bei mir. Dann kann ich euch gegebenenfalls tiefergehende Informationen geben oder euch auf entsprechende Quellen verweisen.


Franziska Schoenbach_Lovelymix Diesen Gastbeitrag hat Franziska Schönbach, Lovely Mix, geschrieben.
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Die wichtigsten Basics der Suchmaschinenoptimierung #2 [Gastbeitrag]

Die wichtigsten Basics der Suchmaschinenoptimierung

Der erste Teil von Franzis Beitrag erschien letzte Woche und ihr könnt ihn hier nachlesen.

Struktur, Klarheit, Ladezeit, Mobile Optimierung

Ihr könnt eure Seite selbst und natürlich jeden einzelnen Beitrag optimieren. Wichtig ist eine übersichtliche, gut strukturierte Seite, denn das macht auch eure Leser glücklich. Erschlagt eure Leser nicht mit zu viel Glitzer, Geflacker, Animationen – überfrachtet die Seite also nicht. Das dankt euch auch die Ladezeit eurer Seite. Wer wartet schon geduldig minutenlang darauf, dass eine Webseite lädt? Das ist gleichzeitig ein Faktor, der auch für Google wichtig ist.

Hier jetzt ins Detail zu gehen, würde aber zu technisch werden. Für euch am einfachsten:

– 1. –

Nutzt nicht zu viele Plugins oder Widgets (vor allem für die WordPress Nutzer unter euch).

– 2. –

Achtet darauf, dass eure Bilder nicht zu groß sind! Wenn ihr eure Bilder in einer kleinen Größe anzeigt, dann macht es keinen Sinn, sie mit einer Größe von mehr als 900px auf den Blog zu laden. Komprimiert sie also vorher schon mit Picmonkey, Photoshop, eurem Fotoprogramm auf dem PC, Gimp und Co. Macht sie aber auch nicht zu klein: Mindestens 300px sollten es schon sein.

Außerdem ist heutzutage eine Seite, die auch mobil gut abzurufen ist, immer wichtiger. Ihr selbst wisst wahrscheinlich, wie ärgerlich es ist, eine Seite nicht optimal bedienen und lesen zu können, weil sie nicht für mobile Endgeräte gemacht ist. Auch für Suchmaschinen wird dies immer wichtiger. Nutzt hierfür am besten direkt ein Responsive-Theme von WordPress oder Blogger. Diese passen sich an das jeweilige Endgerät an.

URL-Struktur

Auch die URL-Struktur ist ein wichtiger Punkt. Diese sollte nicht zu tief gehen und sprechend sein. Also beispielsweise:

www.lovelymix.de/rezension-die-raben-tomas-bannerhed und nicht
www.lovelymix.de/p-85848

Das hilft nicht nur Google, sondern vor allem wieder euren Lesern. Es sieht schöner aus, und man kann sich eine sprechende URL deutlich einfacher merken. Zudem erleichtert es die Navigation.

Keywords und Content für eure Website

Gerade bei uns Bloggern sind natürlich die Inhalte das A und O. Denn so ein Blog besteht ja praktisch nur aus Artikeln zu unserem speziellen Thema. Hier gilt es, regelmäßig hochwertige Beiträge zu schreiben. Wie das geht, wisst ihr ja alle :).

Strukturiert eure Artikel dabei, nutzt Absätze, Überschriften, Aufzählungen, Fettungen und Co. um den Artikel lesbarer zu machen. Die Überschriften können zudem wieder für eure SEO wichtig sein. Weist diese deshalb als H1, H2 usw. aus.

Die Überschrift bei WordPress/Blogger ist in der Regel schon automatisch als H1 ausgewiesen, hier müsst ihr also nichts mehr machen. Wichtig ist, dass ihr nur eine H1 pro Artikel nutzt – diese ist auch die wichtigste Überschrift. Dann geht es einfach absteigend weiter: Zwischenüberschriften sind H2 und dann geht es entsprechend weiter, je nachdem, wie tief ihr gliedert. In der H1 Überschrift sollte das Hauptkeyword stehen bzw. das Hauptthema eures Artikels.

Und was hat es jetzt mit diesem Keyword auf sich? Das sind einfach Schlagwörter, nach denen User suchen, auf die ihr eure Texte optimieren könnt. Früher haben einige SEOs hier viel Schindluder betrieben, und ihre Webseiten mit Keywords vollgestopft, um bei Google möglichst weit oben zu stehen. Heute hat sich die Bewertung von Google deutlich weiterentwickelt und mit einer solchen Strategie kommt man nicht mehr sehr weit.

Wichtig ist, dass euer Text alle wichtigen Informationen zu diesem Thema enthält und gut leserlich ist. Schreibt eure Texte also stets für eure Leser, dann ist heutzutage in der Regel auch die Suchmaschine glücklich. Mit Hilfe von Tools wie dem KeywordPlanner von Google, Übersuggest oder dem W-Fragen Tool könnt ihr für euer Thema das wichtigste Keyword und passende, verwandte Schlüsselbegriffe finden. Ihr müsst das Keyword nicht übermäßig im Text verwenden, beim Schreiben kommt es meist schon automatisch ausreichend und vor allem natürlich vor. Zudem könnt ihr auch Synonyme und themennahe Keywords nutzen. Die Recherche über die Tools hilft auch immer gut, wenn ihr Informationen zu einem Thema sammelt.

Aber: Bleibt euch treu. Schreibt das, wozu ihr Lust habt. Schreibt für eure Leser. Schreibt regelmäßig. Klaut keinen Content. Versteift euch nicht zu sehr auf Keywords.

Meta-Angaben: Tags, Titel und Description

Die Meta-Tags für eure Website sind nicht mehr wirklich für ein Ranking relevant. Sie können Google aber dabei helfen, eure Website den passendem Themenbereich zuzuordnen.

Wichtig sind vor allem Title und Description, die ihr sowohl für eure komplette Seite, als auch für einzelne Beiträge festlegen könnt. Für WordPress gibt es hier einige Plugins und da kann ich euch besonders Yoast empfehlen.

Title und Description in den SERPs bei Google

Title

Im Titel steht am besten das Keyword bzw. das Thema, worum es in eurem Text geht. Zudem ist es empfehlenswert, eure Website zu nennen. Achtet aber darauf, dass ihr euch an die Zeichenbegrenzungen haltet. Beim Titel sind es etwa 50 bis 55 Zeichen.

Der Titel hilft euren Nutzern, den Inhalt der Seite/des Artikels zu erfassen und ist für Suchmaschinen und soziale Netzwerke wichtig. Er erscheint nicht nur in den SERPs, sondern auch in der Titelleiste des Browsers und in den geöffneten Tabs. Einige soziale Netzwerke nutzen diesen Meta-Titel zudem als Überschrift, wenn beispielsweise Nutzer euren Artikel teilen.

Description

Die Description ist die kurze Beschreibung, die ihr unter dem Titel findet. Diese sollte auf den Inhalt der Seite/des Artikels aufmerksam machen und den Besucher zum Klicken animieren. Hinterlegt ihr keine eigene Description, zieht sich Google einfach den ersten Teil eures Textes, was meist nicht wirklich aussagekräftig und einladend ist. Auch hier gilt es, die Zeichenbegrenzung von 150 bis 155 Zeichen zu beachten.

Die Description ist nicht mehr unmittelbar für das Ranking selbst wichtig. Mit ihrer Hilfe könnt ihr die Nutzer aber auf eure Seite lenken. Und wenn mehr Nutzer auf eure Seite klicken, kann es sein, dass Google das als einen Hinweis für eure Relevanz sieht und eure Seite höher platziert. Wichtig ist, hier nicht mit Keywords zu spammen, sondern klar zu kommunizieren, was den User auf der Seite/dem Artikel erwartet.

Bei WordPress könnt ihr bequem mit Yoast oder ähnlichen Plugins direkt unter dem Post eure Titels und Descriptions für einen Artikel optimieren. In den Einstellungen des Plugins könnt ihr beides auch für euren Blog selbst festlegen. Alle Blogspotnutzer schauen am besten mal hier vorbei oder hier. Hier könnt ihr nachlesen wie ihr Title und Description für eure Post und die Seite an sich festlegt.

Bilder optimieren

Über die Bildersuche von Google könnt ihr viele Besucher anlocken. Deshalb gilt vor allem: Macht wann immer möglich eure eigenen, individuellen Bilder um euch von anderen Seiten abzuheben. Diese könnt ihr nun noch entsprechend optimieren.

– Auch hier ist, wie schon oben bei der Ladezeit, die Größe des Bildes wichtig. Nutzt keine hochauflösenden Aufnahmen und achtet darauf, dass sie nicht mehr als 10 MB haben.

– Der Dateiname sollte genau angeben, was auf dem Bild zu sehen ist und am besten nennt ihr direkt den Urheber.

Umlaute immer mit oe/ae/ue schreiben und zwischen Begriffen einen Bindestich oder Unterstrich einfügen.

Ein Beispiel: Auf eurem Bild ist ein Stuhl zu sehen, darum geht es auch in eurem Text und ihr seid der Urheber. Der Dateiname: Stuhl_Franziska Schoenbach.jpg

– Es hat sich gezeigt, dass Bilder im Querformat häufiger angeklickt werden.

– Der Content rund um das Bild sollte sich auch mit dem beschäftigen, was auf dem Bild zu sehen ist. Anders gesagt: Die Bilder sollten das, was ihr schreibt, unterstützen.

Füllt das ALT-Attribut aus: Die Funktion des ALT-Tags ist es vor allem, das Bild zu beschreiben, wenn es nicht angezeigt werden kann. Zudem hilft es für barrierefreie Seiten – also wenn eine Seite beispielsweise für Blinde vorgelesen wird. Gebt hier also eine genaue Beschreibung des Bildes an, ebenso wie den Urheber.

Bildunterschrift: Diese kann gleich des Alt-Tags sein, ihr könnt aber auch eine andere Unterschrift formulieren. Gebt kurz und prägnant eine Beschreibung des Bildes an und gebt IMMER einen Urheber dazu an.

– Legt auch einen Titel für euer Bild an, nutzt am besten das relevanteste Keyword.

Links: Intern, ausgehend und eingehend

Zum Schluss kommen wir zu einem der wohl am heißesten diskutierten Themen im SEO überhaupt – den Links.

Die internen Links helfen nicht nur euren Nutzern, andere Inhalte eurer Seite zu erreichen, sondern vor allem auch dem Googel-Crawler, der eure Webseite durchsucht. Interne Verlinkungen helfen ihm, von einem Content zum nächsten zu kommen. Verlinkt eure Inhalte aber sinnvoll und übertreibt es nicht.

Schreibt ihr beispielsweise eine Rezension zu einem Buch einer Trilogie und seid bei Band drei, dann bietet es sich an, in dieser die anderen beiden Rezensionen zu verlinken. Hilfreich sind auch Related Post Plugins oder Angaben unter eurem Artikel zu ähnlichen Beiträgen. So leitet ihre eure Leser gezielt zu weiteren Artikeln auf eurer Seite. So bleiben sie länger auf dem Blog und senden somit wiederum positive Signal an Google.

Achtet dabei darauf, mit welchem Text ihr verlinkt, je aussagekräftiger, desto besser. So wissen auch eure Nutzer direkt, was sie erwartet, wenn sie auf den Link klicken.

Das gilt auch für ausgehende Links, die ihr zu anderen Seiten/Blogs setzt. Denn ja, es ist richtig und wichtig, auch Links nach außen zu setzten. Beispielsweise um den Nutzer weiterführende Informationen zu bieten, die ihr selbst nicht auf eurer Seite habt.

Auch die eingehenden Links von anderen Seiten spielen eine Rolle, aber längst nicht mehr so, wie es einmal war. Gott sei Dank, möchte ich sagen. Denn damit wurde auch viel Unfug betrieben. Aber wegfallen wird der Rankingfaktor Links vermutlich nie. Links dienen dazu, auf andere Webseiten zu verweisen. Sie sind quasi eine Art Referenz für eure Seite. Heutzutage zählt vor allem Qualität statt Quantität. In der Bloggerwelt ergeben sich diese oft schon von selbst – andere Blogger verlinken euch, ihr kommentiert, wo meist ja auch ein Link zu eurem Blog zeigt, oder ihr schreibt Gastbeiträge und nehmt an Blogparaden und TAGs teil.


Franziska Schoenbach_Lovelymix Diesen Gastbeitrag hat Franziska Schönbach, Lovely Mix, geschrieben.
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Was ist eigentlich dieses SEO, von dem jeder spricht? #1 [Gastbeitrag]

Was ist eigentlich dieses SEO, von dem jeder spricht?

Hi, ich bin Franzi von www.lovelymix.de. Gemeinsam mit anderen Buchbloggern stehe ich in einem engen Austausch und so kam auch das Thema SEO auf den Tisch. Meinen Buchblog betreibe ich rein als Hobby, aber beruflich habe ich schon seit einer Weile mit SEO zu tun. Bereits 2011 habe ich angefangen als Studentische Aushilfe bei Immowelt im SEO-Team zu arbeiten. Im Oktober 2013 wurde ich dann als SEO-Trainee übernommen und bin nun seit Mai 2014 Junior SEO Managerin dort. Ihr seht, ich bringe also schon ein paar Jährchen Erfahrung in diesem Bereich mit und habe täglich damit zu tun.

Was ist SEO eigentlich und warum brauch ich das?

Fangen wir also von vorne an: Was ist SEO eigentlich. SEO steht für Search Engine Optimization, also Suchmaschinenoptimierung. Es geht vor allem darum, seine Inhalte bzw. seine Website in den Rankings bei Google auf die vordersten Plätze zu bringen. Dabei spricht man von den organischen Rankings, also nicht zu verwechseln mit den Anzeigen, die man für Geld bekommt.

seo

Dabei gilt vereinfacht gesagt: Je weiter vorne meine Seite in den Suchergebnissen (SERPs) auftaucht, desto mehr Besucher kommen auf meine Seite. Die ersten drei Ergebnisse bekommen dabei das größte Stück vom Kuchen ab. Nach Seite zwei passiert schon kaum noch etwas, denn Hand aufs Herz: Wer klickt sich schon durch mehrere Seiten der Suchergebnisse?

Und was gehört jetzt alles dazu und wie mach ich das überhaupt? Die wichtigsten Basics versuche ich kurz und verständlich für euch erläutern.

Der Unterschied zwischen Onpage/Onsite und Offpage/Offsite SEO

Wenn ihr euch über Suchmaschinenoptimierung erkundigt habt, dann seid ihr bestimmt schon über die Begriffe Onpage/Onsite und Offpage/Offsite SEO gestolpert. Was bedeutet das und was ist der Unterschied? Das lässt sich ganz einfach erklären:

Onpage sind alle Maßnahmen, die ihr an eurem Blog durchführt. Also eure Texte und Überschriften, Meta-Angaben, interne Verlinkungen, Bilder etc.

Offpage sind alle Maßnahmen, die außerhalb eures Blogs passieren. Wie ein natürlicher Linkaufbau, was in unserer Bloggerwelt ja deutlich einfacher ist, als beispielsweise für Unternehmensseiten und meist von selbst geht.

Wichtig ist aber zuallererst, dass auf eurem Blog die wichtigsten Onpage-Maßnahmen umgesetzt sind. Wenn eine Seite technisch/inhaltlich nicht passt, könnt ihr verlinken, kommentieren, sharen, tweeten etc. wie ihr wollt, Google wird Probleme haben euch zu finden und eure Seite zu durchsuchen. Und auch eure Besucher haben bei schlechtem Content, wenig Content, langen Ladezeiten, unstrukturierten Seiten etc. keine große Freude und springen ab.

Nächste Woche Freitag geht es weiter mit Teil 2.


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Ein ganz besonderer Wald für Bücherwürmer [Gastbeitrag]

Ein ganz besonderer Wald – Öffentliche Bücherregale

Liebe Leser,
vor einiger Zeit entdeckte ich beim Shoppen einen seltsam aussehenden, vertikal aufgestellten Baumstamm mitten in der Stadt. Neugierig wie ich bin, musste ich da natürlich sofort hinlaufen und staunte nicht schlecht, als ich sah, dass in den Baumstamm verschiedene Aussparungen eingearbeitet und mit Klappen versehen waren. In diesen Aussparungen befand sich das, was ich wohl als Letztes vermutet hätte: Bücher. Ich spreche hier von einem öffentlichen Bücherregal in der Form, wie es in letzter Zeit immer häufiger vorkommt. Ab diesem Zeitpunkt war meine Faszination für öffentliche Bücherregale entflammt und ich mache mich seitdem regelmäßig auf, neue Regale zu entdecken und darüber zu berichten.

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Doch zunächst einmal, was ist ein öffentliches Bücherregal überhaupt und wie funktioniert es?
Eigentlich ist es relativ simpel. Eine Stadt oder Gemeinde stellt an einem, meist belebten Platz, ein solches Bücherregal auf. Dabei spielt die Form keinerlei Rolle. In den vergangenen Jahren habe ich die verschiedensten Arten von öffentlichen Bücherregalen entdecken können. Seien es Baumstämme, umgebaute Telefonzellen, simple abschließbare Regale oder auch umgebaute Kühlschränke konnte ich bestaunen. Der Kreativität sind dort keinerlei Grenzen gesetzt, was ich unglaublich toll finde. Viele Städte entscheiden sich auch dazu, die Bücherschränke extra anfertigen zu lassen, was meist in genialen Systemen mit Licht und weiteren Spielereien ausartet.

Die Regeln sind ziemlich einfach, wobei man sich immer die jeweilige Beschreibung die am öffentlichen Bücherregal hängt, durchlesen sollte. Die meisten Bücherregale die ich bisher entdeckt habe, beruhten auf dem simplen „Nimm eins raus, lese es und bringe es bei Gelegenheit wieder zurück“- oder „Tausche 1 gegen 1“-Prinzip. Doch ich habe auch schon viele entdeckt, bei denen ausschließlich gegen eine Spende an eine aushängende Spardose gestattet war, Bücher hinauszunehmen. Auch viele Bookcrossingmitglieder schicken ihre Bücher via öffentlichen Bücherregal auf eine Reise. Hier muss man darauf achten die Bücher nach dem Herausnehmen online zu registrieren. Das ist, damit der „Aussetzer“ nachvollziehen kann, wo sich sein Buch momentan befindet und es dann nach dem Lesen wieder „auszusetzen“.

Wie ihr seht, gibt es viele verschiedene Formen, die einem auf der Suche nach öffentlichen Bücherregalen begegnen können.

Für diesen Beitrag habe ich mich entschieden „Back to the roots“ zu gehen und euch ein öffentliches Bücherregal in Form von Baumstämmen zu zeigen. Das habe ich erst Anfang Januar entdeckt.

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Der Hüfinger Bücherwald

Die Stadt Hüfingen hat mit Unterstützung vieler verschiedener lokalen Institutionen einen kleinen aber feinen Bücherwald an der Hauptstraße geschaffen, der sich sehen lassen kann. So kann jeder, der auf einen Bus wartet oder eben zufällig vorbeikommt, im „Bücherwald“ stöbern und gegebenenfalls einen tollen Tausch machen. Aber auch sonst ist es gestattet sich ein Buch kostenlos herauszunehmen.

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Positiv aufgefallen ist mir natürlich die tolle Gestaltung. Durch die bunten Kästen kommt Farbe in diesen sonst so nebligen Morgen und macht die ganze Stadt dadurch etwas lebendiger. Etwas schade hingegen ist der mangelnde Platz. Ich hatte einige Bücher dabei, die ich gerne in das Bücherregal stellen wollte. So fanden nur 2 Bücher mit Müh und Not Platz darin und warten nun auf einen neuen Besitzer.

Kennt ihr öffentliche Bücherregale und nutzt sie selber gerne?



Deborah_wolkenweiss Diesen Gastbeitrag hat Deborah, wolkenweiss, geschrieben.
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Heute blogg’ ich, morgen werb’ ich und übermorgen bin ich reich [Gastbeitrag]

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Heute blogg’ ich, morgen werb’ ich und übermorgen bin ich reich

Nachdem die Diskussion rund um den Blogger-Journalisten-Beef nun endgültig durch ist, kam auf der Buchmesse ein neues Thema auf: Einige Blogger wünschen sich für ihre Arbeit eine finanzielle Entlohnung – in welcher Form auch immer. Wenig später wurde ich selbst gefragt, wie ich zu dem Thema stehe und meine Antwort ist eindeutig: Ich habe keine. Der Wunsch ist für mich absolut verständlich, die Realisation ziemlich unrealistisch und ein Argument völlig deplatziert.

In vielen Branchen ist es längst üblich, dass Blogger mit ihrer Leidenschaft Geld verdienen. Egal ob Make-up, Technik oder Mode, alles lässt sich scheinbar noch ein bisschen besser mit Hilfe von Stimmen aus dem Netz vermarkten. Soll ich euch was verraten? Es gibt Tagungen, wie große Konsumgüterfirmen an Blogger kommen, was sie erwarten können und welche Risiken sie damit eingehen. Woher ich das weiß? Ich war beruflich selbst dort.

Warum also nicht mit dem eigenen Buchblog Geld verdienen? Der Wunsch ist für mich verständlich. Bisher ist mein Bloggerdasein ganz entspannt, ich schreibe wie ich Lust und Laune habe und erstelle viele Blogpläne, an die ich mich dann doch selten halte. Oft kommt einfach das Leben dazwischen. Ich genieße die Freiheit, die mir mein Hobby lässt, und weiß, dass sich das ändern würde, sobald Geld ins Spiel käme. Denn dann wäre er da, dieser Druck regelmäßig richtig guten Content herzustellen, mich gegen eine riesige Konkurrenz zu behaupten und ständig sämtliche Zahlen im Blick zu haben. Außerdem weiß ich aus meinem Redaktionsalltag, dass es durchaus Arbeit ist, täglich (meist mehrere) gute Texte auf hohem Niveau herzustellen. Spaß macht es trotzdem, also wäre die Monetarisierung zumindest theoretisch eine Überlegung wert.

Wie immer im Leben gibt es ein „Aber“. Ich blogge nämlich in der falschen Nische. Die Buchbranche ist leider nicht für ihren großen Reichtum bekannt. Bis ich anfing, selbst darin zu arbeiten, war mir das gar nicht so bewusst. Immerhin schicken die Verlage auch unzählige Bücher in die Welt hinaus und veranstalten diverse Events für Blogger. Wer sich mehr erhofft, wird trotzdem sehr wahrscheinlich enttäuscht werden.

Und ganz ehrlich, ich möchte keine bezahlten Rezensionen auf Blogs lesen. Ich lese und schätze beides, Kritiken im Feuilleton und auf Blogs. Die Diskussion, was nun seine Daseinsberechtigung hat, ist für mich überflüssig. Während ich im Feuilleton eine etwas distanziertere Besprechung, gerne auch mit literaturwissenschaftlicher und im besten Fall noch gesellschaftlicher Einordnung erwarte, will ich auf Blogs Emotionen lesen, Begeisterungsstürme genauso wie begründete Schimpftiraden – allerdings immer mit dem nötigen Respekt den Autoren gegenüber. Kurz: Auf Blogs will ich Authentizität, persönliche Meinungen, Emotionen. Sicherlich kann man das auch mehr oder weniger vom Feuilleton erwarten, aber im Netz möchte ich das ungefiltert. Das funktioniert eben nur, wenn kein Geld im Spiel ist. Alles andere würde Blogger in meinen Augen ganz schnell zu Dienstleistern werden lassen, denn kaum etwas ist für mich so sehr mit Emotionen verbunden wie Literatur.

Tja, und was ist mit der Bannerwerbung? Ich bezweifle, dass bei einem Großteil der Blogs die Reichweite dazu bisher ausreicht, um tatsächlich als Werbepartner interessant zu sein. Ansonsten „Go for it!“, aber meiner Meinung nach dann bitte ohne Besprechung des Titels auf dem Blog.

Und dann gibt es noch die wahrscheinlich populärste Möglichkeit zur Monetarisierung, nämlich Affiliate Links, die meist zu Amazon führen. Ich halte nichts von Amazon Bashing, habe früher selbst dorthin verlinkt und finde es in Ordnung, wenn Blogs sich für das Partnerprogramm entscheiden. Schlimmer noch, ich bestelle gelegentlich selbst die Dinge dort, die ich nicht schnell in der Mittagspause auf der Frankfurter Zeil kaufen kann. Bücher kaufe ich allerdings nur im Buchhandel. Die gibt es nämlich dank der Buchpreisbindung dort auch nicht günstiger und viele Buchhändler können mittlerweile mit den Versandkonditionen des Online-Giganten mithalten. Ob ich noch mal dorthin verlinken würde? Ich weiß es nicht. Bücher werden bei mir nicht mehr zu Amazon verlinkt, über andere Produkte habe ich mir ehrlich gesagt bisher keine Gedanken gemacht. Mir wird als Leserin allerdings gerade bewusst, dass mir die Blogs besonders gut gefallen, die provisionsfrei zu kleinen Buchhandlungen oder buchhandel.de verlinken. Sie bieten mir die Sicherheit, dass sich die Blogger eben auch ohne Provision für ein Buch begeistern. Grundsätzlich denke ich allerdings, dass es eben nicht nur Schwarz oder Weiß gibt.

Zumindest meistens. Denn bei einem Argument als Grund für Monetarisierung habe ich kein Verständnis: Die Ausgaben, die so ein Blog als Hobby mit sich bringt. Seit wann sind Hobbys denn bitte kostenlos? Irgendjemand musste in deiner Kindheit schon deine Noten und deine Blockflöte bezahlen und irgendjemand muss eben auch deine Domain und deine Bücher bezahlen. Im Notfall gibt es übrigens auch noch die Bibliothek. Schließlich ist das Bloggen für die meisten nämlich vor allem eins: ein Hobby. Und die kosten nun mal Geld. Das war schon immer so und wird sich wohl auch nicht ändern. Buchblogger genießen viele Vorteile, werden von den Verlagen umgarnt und die wenigsten müssten noch viel Geld für Bücher ausgeben. Auch das Argument der Domainkosten weckt nicht mehr als ein müdes Gähnen bei mir. Ich habe einen selbst gehosteten Blog und weiß, dass die Ausgaben dafür durchaus übersichtlich sind. Mir ist es gleich, ob jemand mit dem Blog Geld verdienen will, denn natürlich steckt dort auch viel Herzblut und viel Mühe drin. Ich habe nur ein paar kleine Bitten als Leserin: Steht mit genügend Selbstbewusstsein dazu, schafft Transparenz – und schreibt weiterhin mit dem Bewusstsein, dass das Bloggen meistens ein selbsterwähltes Hobby ist.


katharina gröger Diesen Gastbeitrag hat Katharina Gröger, Kat van Himbeeren, geschrieben.
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