Rezension: Urbat. Der verlorene Bruder

Bree Despain – Urbat. Der verlorene Bruder




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Kurzbeschreibung:
Grace hat das größte Opfer gebracht, um Daniel zu heilen – sie hat ihre Seele in die Klauen des Wolfes gelegt. Nun muss sie ein Hund des Himmels werden. Auf der Suche nach ihrem abtrünnigen Bruder Jude kommt sie dem mysteriösen Talbot näher. Der Wolf in ihr wächst und sie entfremdet sich von Daniel. Sich des dunklen Weges, den sie einschlägt, nicht bewusst genießt Grace ihre neuen Fähigkeiten – und bemerkt nicht, dass ein alter Feind tödliche Fallen auslegt…


Qualitativ schwächer als Teil 1!


Teil 1 der Urbat-Bücher hat mir gefallen, doch wenn ich noch eben kurz auf meine Rezension zurückgreife, so gab es doch auch dort schon kleine Schwächen.
Mit der Fortsetzung bin ich nun weniger zufrieden.


Zur grundsätzlichen Handlung möchte ich hier weniger sagen, da man diese Rezension wohl nicht lesen wird, ohne vom Vorgängerbuch Kenntnis zu haben.


Fakt ist, dass Grace mir durchgehend tierisch auf die Nerven ging. Auch Daniel hat sich mit seinem Verhalten bei mir keine Lorbeeren verdient. Die Figuren handeln einfach nur komplett unverständlich und nicht nachvollziehbar und den größten Teil des Buches verbrachte ich gedanklich gähnend damit, mich zum Weiterlesen zu zwingen.
Zwar gibt es auch gute Abschnitte, wo die Autorin zeigt, dass sie das Legen von falschen Fährten und das Aufzeigen vollkommen neuer Möglichkeiten nicht verlernt hat, aber das Gegenteil überwiegt deutlich.


Bree Despain hat mich mit Urbat 2 mehr enttäuscht als begeisert und auch das vorhersehbare und gleichzeitig furchtbar offene Ende treiben die Spannung auf Teil 3 nicht gerade in die Höhe.
Ich gebe dem Buch ein paar Sympathiepunkte und einige Pluspunkte für die guten Augenblicke, doch mehr kann die Geschichte von mir nicht erwarten.


Bewertung:

Rezension: Das verbotene Eden. David und Juna

Thomas Thiemeyer – Das verbotene Eden. David und Juna




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Kurzbeschreibung:
Die Menschheit steht kurz vor ihrem Ende. Seit den „dunklen Jahren“ leben Männer und Frauen in erbitterter Feindschaft. Die Zivilisation ist untergegangen: Während die Männer in den Ruinen der alten Städte hausen, haben die Frauen in der wilden Natur ein neues Leben angefangen.
Nichts scheint undenkbarer und gefährlicher in dieser Welt als die Liebe zwischen der 17-jährigen Kriegerin Juna und dem jungen Mönch David. Und doch ist sie der letzte Hoffnungsschimmer…


Gruselig, aber doch glaubwürdig!


Noch ein Dystopie-Roman.
Dieses Genre sprudelt ja momentan beinahe über.
Weltuntergangsszenarien. Der Mensch am Rande des Untergangs. Dauerkrieg.
Große Themen, die wohl in der groben Rahmenhandlung in jedem dieser Bücher bedeutend sein dürften. In „Das verbotene Eden“ auch…
Nur hier hat der Autor noch ein anderes, überaus interessantes Thema mit eingebracht. Wird die Beziehung zwischen Mann und Frau irgendwann als abstoßend, ja unnormal empfunden werden? Wird sie sogar streng geahndet werden?
Wird nur noch die gleichgeschlechtliche Beziehung geachtet sein?
Fragen, die jetzt beinahe unglaubwürdig erscheinen, aber eine gute Grundlage für den Roman bilden!
Auch müssen in der heutigen Gesellschaft noch immer sehr viele gleichgeschlechtliche Beziehungen um Akzeptanz kämpfen. Noch ist der Grundsatz „nur Mann und Frau“ nicht aus allen Köpfen verschwunden. Warum sollte sich das nicht also auch mal völlig wandeln?


Thomas Thiemeyer untermalt seine Handlung mit einer wunderbaren Kulisse. Sie ist nicht nur glaubwürdig und authentisch, sondern sie ist auch irgendwo surreal. Auf der einen Seite kennen die Menschen im Jahre x Autos und Benzin, fast niemand kann sich aber den Begriff „Kino“ erklären. Das ist sehr unterhaltsam, wenn man Dinge, die für einen selbst so verständlich sind, dort so unverstanden vorfindet.


Der Schreibstil, die Handlung und das Drumherum machten es mir unmöglich, mich dem Buch zu entziehen. Ich las es an einem Nachmittag und war zum Schluss sehr traurig, nicht noch ein bisschen länger im „verbotenen Eden“ verweilen zu dürfen.
Aber ich hoffe auf die Fortsetzung.
Vorher vergebe ich aber für dieses Buch noch volle Punktzahl und eine strikte Leseempfehlung!


Bewertung:


Dieses Buch habe ich für Bücherkinder.de gelesen und bewertet.

[Neu im Regal] am 10.09.

Am Samstag erreichten mich zwei vielversprechende Bücher, auf die ich schon jetzt außerordentlich gespannt bin!!


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Rezension: Forbidden

Tabitha Suzuma – Forbidden




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Kurzbeschreibung:
Eine Liebe über alle Grenzen und dennoch ohne Zukunft. Eine Liebe, so intensiv, so leidenschaftlich und so absolut, dass es kein Zurück gibt. Eine Liebe, vor der sich das Herz einfach nicht verschließen kann…
Die Liebe von Maya und Lochan


Unglaublich…


Die Autorin hat sich hier einem Thema gewidmet, was als Tabu gehandhabt wird und was auch sonst eher mit Samthandschuhen zu berühren ist.
Es ist sicherlich schwierig, Ansichten von Kritikern und „Betroffenen“ unter einem Dach zu vereinigen, ohne dass sich das eine oder andere Lager angegriffen fühlt.
Es ist wahrlich ein Balanceakt, den sich sicherlich nicht viele Autoren zutrauen würden.
Doch Tabitha Suzuma ist es angegangen.


Ich war zu Beginn sehr skeptisch, wie ich selbst wohl mit dem Thema umgehen würde. Man muss Regeln und Tatsachen, die einen bis zu diesem Buch begleitet haben, etwas fallenlassen, damit man sich auf „Forbidden“ überhaupt einlassen kann. Sonst wird man das Buch und sein brisantes Thema gar nicht akzeptieren können.


Der Sachreibstil der Autorin ist sehr eingehend und die Geschichte hat auch außerhalb der verbotenen Liebe Charakter und Ernsthaftigkeit. Die Verhältnisse und die Umstände werden sehr genau beleuchtet und die wechselnden Perspektiven in der jeweils Lochan und Maya sagen können, was ihnen auf dem Herzen brennt, schafft eine ungeahnte Tiefe.
Schon sehr bald war ich so in der Geschichte gefangen, dass ich Lochan und Maya sogar eine gemeinsame Zukunft gewünscht habe.
Da kann man sagen, was man will, aber die Autorin schaffte es, mir die Protagonisten so nahezubringen, dass ich jede noch so tiefe Verzweiflung wie am eigenen Leib durchlebte. Ich ertrug die täglichen Grausamkeiten selbst und habe mir selbst die Frage gestellt: Wie kann sich etwas so Falsches so richtig anfühlen?
Ich möchte das Wort Geschwister gerne vermeiden, auch wenn sie im biologischen Sinne genau das sind, doch im Buch existiert die Beziehung auf einer ganz anderen Ebene.


Es ist brisant und es ist fast unmöglich, über das Tabuthema zu denken und zu schreiben, ohne dabei vielleicht irgendwie voreingenommen zu klingen, aber das Buch hat mich bewegt.
Egal, welche Hintergründe, welches noch so „furchtbare“ Thema hier behandelt wurde – das Buch hat mich schlichtweg berührt.
Jeder sollte sich selbst fragen: Wie kann sich etwas so Falsches so richtig anfühlen?
Darauf wird man jedoch leider keine Antwort finden.


Bewertung:


Dieses Buch habe ich für Bücherkinder rezensiert!

Rezension: Die Geheimnisse des Brückenorakels

Melissa Fairchild – Die Geheimnisse des Brückenorakels: Weltenwanderer




„Die Geheimnisse des Brückenorakels“ bei amazon.de (Werbung)


Kurzbeschreibung:
Auf den ersten Blick könnte man Avi für einen ganz normalen Jungen halten. Was kaum jemand ahnt: Er ist der Thronfolger des Feenreiches, der in der Welt der Sterblichen untergetaucht ist, um mit seiner großen Liebe Hannah ein normales Leben führen zu können. Doch nun hat sein Erzfeind Kallen begonnen, die Mauer zwischen den Welten niederzureißen, um Menschen und Feen gleichermaßen zu unterwerfen. Die Prophezeiungen des Brückenorakels besagen, dass nur Avi ihn aufhalten kann – aber der Preis, den der Junge dafür zahlen muss, ist hoch…


Geteilte Meinung…


Bevor ich meine Meinung genauer darlege möchte ich darauf hinweisen, dass ich den ersten Teil nicht gelesen habe. Ob meine Meinung nun also umfassend ist, oder es eventuell allein an fehlendem Vorwissen liegt, kann ich nicht sagen.


Der Prolog hat mich zu Beginn gleich sehr in seinen Bann gezogen. Er ist aufgebaut wie ein Märchen und hebt sich dadurch allein schon vom Rest des Buches ab. Allerdings werden hier sehr, sehr viele Informationen vermittelt, sodass man wirklich aufmerksam lesen muss, um den Überblick nicht zu verlieren.


Der Rest der Geschichte ist ein Auf und Ab.
Für meinen Geschmack wurden zu wenige persönliche Informationen zu den Figuren geliefert, sodass diese recht farblos blieben.
Zu viel Kampf und zu viel Krieg dominieren die Geschichte und es wird teilweise regelrecht langweilig, da weiterzulesen.


Das Ende ist relativ weit geschnitten, doch ich fühle mich nicht bemüßigt, ein eventuelles nächstes Buch zur Hand zu nehmen…
Schade, bei diesem schönen Cover hatte ich mehr erwartet.


Meine Bewertung:


Vielen Dank an die Seite Buecherkinder.de, für die ich das Buch rezensieren durfte.

Rezension: Boy 7

Mirjam Mous – Boy 7




„Boy 7“ bei amazon.de (Werbung)


Kurzbeschreibung:
Stell dir vor, du kommst auf einer glühend heißen Grasebene zu dir und weißt weder, wohin du unterwegs bist, noch, woher du kommst. Du weißt nicht einmal, wie du heißt. Die einzige Nachricht auf deiner Mailbox stammt von dir selbst: „Was auch passiert, ruf auf keinen Fall die Polizei.“
Wer bist du? Wie bist du hierher geraten? Und wem kannst du vertrauen?


Jugendthriller vom Feinsten!


Was ich vor dem Lesen noch nicht ahnte – dieses Buch würde mich so schnell nicht mehr freigeben!
Mirjam Mous versteht es, ihren Leser auf subtile Art und Weise von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln.
Ihre Geschichte ist vollkommen unblutig – anders, als man es bei einem Thriller vielleicht erwarten würde. Aber sie hat das gewisse ETWAS.
Sie reißt uns für kurze Zeit aus unserem Alltag und lässt uns die Welt um uns herum vergessen. Und das nur, weil wir uns vollkommen mit der Welt von Boy 7 beschäftigen. Wir schweben selbst in Lebensgefahr, sind selbst misstrauisch, wenn es um die Personifizierung von Freund und Feind geht. Wir fiebern so sehr mit, dass jeder Fehlschlag uns zusammenzucken lässt.


Sehr geschickt verwebt die Autorin außerdem Vergangenheit und Gegenwart. Ihr gelingt es, durch die interessante Mischung aus Vorher und Nachher eine atmosphärische dichte Handlung zu schaffen. Dies strafft sie auf nur wenige hundert Seiten, sodass man das Interesse gar nicht verlieren kann!


Aber nicht nur die reine Handlung ist fesselnd bis aufs Äußerste, auch die Hintergründe sind absolut spannend und dennoch undenkbar. Ich kann hier schlecht verraten, worum es sich handelt, aber sobald man das Buch gelesen hat, wird man mich wohl verstehen. Ich kann mir das kaum vorstellen, jedenfalls nicht auf legale Art und Weise. Was irgendwer im Geheimen austüftelt, nun gut, da wird es sicherlich Mittel und Wege geben…


Eine wirklich spannungsgeladene und rasante Suche nach dem eigenen Ich, die ich bedenkenlos jugendlichen, sowie auch erwachsenen Lesern empfehlen kann, die auf der Suche nach einem atemberaubenden Buch sind.


Bewertung:


Dieses Buch habe ich für die Seite Bücherkinder gelesen und rezensiert!

Rezension: Das Gegenteil von fröhlich

Katrin Stehle – Das Gegenteil von fröhlich



cover
„Das Gegenteil von fröhlich“ bei amazon.de (Werbung)


Kurzbeschreibung:
Nelli will mal wieder einen witzigen Abend mit ihren Freundinnen verbringen, noch besser wäre ein Date mit Sam. Stattdessen hängt plötzlich alles an ihr: der Haushalt, ihre kleine Schwester, ein nerviger Bruder. Und ihr Vater ist im Ausland.
Wenn sie wenigstens wüsste, was mit ihrer Mutter los ist. So hat sie sie noch nie erlebt: abwesend und unendlich traurig. Ob so was wirklich von allein wieder in Ordnung kommt? Sie hätte gerne ihr altes Leben zurück. Oder steht sie an der Schwelle zu etwas Neuem?


Einfach erzählt – bewegend rübergebracht!


Eine Geschichte über Depressionen eines anderen aus der Sicht eines Teenagers. Eine bisher, für mich, unbekannte Herangehensweise an ein sensibles und schwieriges Thema.


Dieses Buch behandelt auf recht kleiner Seitenzahl gleich mehrere Themen. Es schneidet die Schwierigkeit des Erwachsenwerdens an und auch das Thema Verantwortung übernehmen ist ein wichtiger Punkt. Dann kommen noch Liebe, Freundschaft, Verleumdung und die Suche nach der eigenen Persönlichkeit hinzu.
Wirklich viele Dinge, die Jugendliche betreffen und die sie begleiten. Authentisch hat Katrin Stehle hier Nellis eigene Persönlichkeit untergebracht. Sie konfrontiert sie mit Situationen, mit denen sie nicht umzugehen vermag, die sie schlichtweg überfordern. Doch es liegt in ihrem Stolz verankert, dass sie sich allen Herausforderungen stellt. Das ist eine äußerst wichtige Message, die die Autorin so zum Leser transportiert!


Mir haben die eingeschobenen Telefongespräche zwischen Vater und Tochter gut gefallen. Hier wurde deutlich, wie sehr der Vater mit seinem eigenen Leben beschäftigt ist und wie wenig er auch in diesen Gesprächen zu seiner Familie zurückfindet. Die Gespräche sind kurz und knapp gehalten und sie verdeutlichen auch immer wieder Nellis Situation. Ihre Lage wird mehrmals deutlich und ich hatte oft Mitleid mit ihr.
Doch auch das ist ein großes Problem in der heutigen Zeit: Viele Eltern wollen und können sich einfach nicht mehr mit ihren Kindern beschäftigen, die langsam erwachsen werden. Traurig, aber oftmals wahr…


Das einzige, was mich stört, ist der Schreibstil. Die Sätze sind gerade zu Beginn stark abgehackt und ein Hauptsatz reiht sich brav an den nächsten. So etwas stört meinen Lesefluss und ich hatte Probleme, mich mit den Gedanken zu identifizieren.
Erst ist ja noch alles halbwegs in Ordnung. Zwar ist sich Nelli ihrer Person nicht sicher und auch sie klemmt in verschiedenen Vorstellungen fest, aber später, als die Situation immer prekärer wurde, da hat sich dieses abgehackte, flüchtige Denken ihr einfach besser angepasst.


Über dieses Buch muss man trotz seiner Länge nachdenken und das Ende war mir ein wenig zu kurz gefasst. Es ist kein sprichwörtliches Happy-End – ich möchte es aber dabei belassen, denn es passt!


Dieses Buch ist ein empfehlenswertes Buch für junge und ältere Leser – auch für diese, die ihre Kinder vielleicht gerne besser verstehen würden.


Bewertung:


Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von Bücherkinder.de zur Rezension zur Verfügung gestellt!

Rezension: Die Stadt der verschwundenen Kinder

Caragh O´Brien – Die Stadt der verschwundenen Kinder


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Kurzbeschreibung:
Es ist eine unbarmherzige Welt, in der die sechzehnjährige Gaia aufwächst. Alles ist streng rationiert und jeder träumt von einem besseren Leben. Das ist jedoch nur wenigen Auserwählten vorbehalten, die in einer geheimnisvollen Stadt leben, der Enklave, hinter einer unüberwindlichen Mauer. Alle anderen müssen sich mit dem zufriedengeben, was die Enklave ihnen zuteilt. Der Preis dafür ist hoch: Jeden Monat müssen die ersten drei Neugeborenen an der Mauer abgegeben werden. Wer sich weigert, wird mit dem Tod bestraft, besonders Hebammen wie Gaia und ihre Mutter. Doch dann werden eines Tages Gaias Eltern verhaftet. Für das junge Mädchen zerbricht eine Welt, und sie beginnt Fragen zu stellen: Was geschieht mit den verlorenen Kindern? Als Gaia auf der Suche nach Antworten heimlich die verbotene Stadt betritt, beginnt für sie ein Abenteuer voller Gefahren, und sie macht eine Entdeckung, die das Schicksal der Kinder und die Zukunft der Menschen für immer verändern wird …


Spannung und offene Fragen


Obwohl diese Geschichte über 300 Jahre in der Zukunft spielt, so ist die Protagonistin dem Leser doch sehr nahe. Sie muss sich mit den alltäglichen Problemen des Erwachsenwerdens herumschlagen, wie es die heutigen Teenager auch tun. Sie muss lernen, ihren Körper zu akzeptieren, kämpft mit ihren Gefühlen und neu erwachten Emotionen und vor allem mit der Frage, wo sie denn nun ihren Platz im Leben finden kann. Alles sind Erfahrungen, mit denen sich jeder Jugendliche identifizieren kann, auch wenn es in unserem Jahrhundert nicht um Leben oder Tod geht…


Es ist eine spannende Geschichte, die sich ganz anders entwickelt, als ich es mir bei dem Titel vorgestellt hatte. Doch das ist für mich kein negativer Punkt.
Die Autorin stellt in ihrer Geschichte viele Fragen. Fragen, wie weit man gehen darf und die Frage danach, ob man Menschen in zwei Gruppen sortieren darf, damit wenigstens eine Hälfte der Menschheit stark wird und überlebt. Doch gerade in solch einer isolierten Gesellschaft entstehen gewisse Probleme, die in „Die Stadt der verschwundenen Kinder“ thematisiert werden und für die eine Lösung gefunden wurde. Eine Lösung, die von der Protagonistin Gaia infrage gestellt wird.


Ich habe mitgefiebert und hätte zwischendurch am liebsten eingegriffen, um die Handlung in eine andere Richtung zu lenken. Gerade das Ende lässt mich vollkommen unzufrieden zurück, weil noch mal viel Spannung aufgebaut wurde und auch viele neue Fragen offen bleiben. Ich würde mir wünschen, dass es dafür noch irgendwann eine Klärung gibt…


Bewertung:


Für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars danke ich Stefanie Leo von Bücherkinder.de!