Rezension: Wassermanns Zorn

Andreas Winkelmann – Wassermanns Zorn


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Kurzbeschreibung:

Manuela Sperling ist neu bei der Polizei. Gleich an ihrem ersten Tag muss sie sich mit dem grausigen Mord an einer Prostituierten befassen, deren Leiche eingekeilt zwischen Baumwurzeln im seichten Teil des Flusses liegt – ertränkt. Auf dem Bauch der Toten finden die Spurensicherer eine grausige Botschaft, gerichtet an Manuelas Chef, Kriminalhauptkommissar Stiffler. Manuela muss erkennen, dass ihr Eifer nicht von allen im Präsidium gern gesehen wird. Da ertrinkt erneut eine Frau, direkt vor ihren Augen. Eine unsichtbare Macht zieht sie auf den See hinaus und unter die Wasseroberfläche. Und Stiffler dreht durch…

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Rezension: Im Land des Feuerfalken

Julie Peters – Im Land des Feuerfalken


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Kurzbeschreibung:

Neuseeland, 1907: Es geht ein tiefer Riss durch die irische Auswandererfamilie der O’Briens, die im fernen Neuseeland mit ihrer Schafzucht ihr Glück gemacht hat. Josie wächst bei ihrer Mutter Siobhan im Wald auf, ihre Schwester Sarah auf dem Stammsitz der O’Briens, in Kilkenny. Die beiden Schwestern könnten unterschiedlicher nicht sein: Sarah ist pflichtbewusst, Josie ein Wildfang, und sie beneiden sich gegenseitig um das, was sie vermissen. Aber dann bricht der Erste Weltkrieg in Europa aus, und er wirft seinen dunklen Schatten bis zum anderen Ende der Welt. Sarah heiratet einen ungeliebten Mann, ihre Schwester wendet sich von der Familie ab. Bald müssen sie erkennen, dass ein Leben ohne Wurzeln nicht wert ist, gelebt zu werden. Und die beiden Frauen kämpfen um ihr Glück…

Überwältigend!!

Zu Beginn war ich etwas skeptisch, ob ich auch ohne das Lesen von „Das Lied der Sonnenfänger“ etwas mit diesem Buch würde anfangen können.
Doch das Cover und die Kurzbeschreibung reizten mich, sodass ich frohen Mutes an das Buch heranging – um völlig überwältigt nach zwei Tagen wieder aufzutauchen.

Julie Peters ist es gelungen, alle eventuell fehlenden Vorkenntnisse dezent einzubinden, Personenkonstellationen im Verlauf zu erklären und genauere Charakterstudien einfließen zu lassen.
Alles ohne schulmeisterhaft zu wirken, sodass beim Leser keine langweilige Unterrichtsstimmung aufkommen kann. Sie verpackt es geschickt spannend in der laufenden Handlung.

Es ist mir kaum möglich, die Gefühle niederzuschreiben, die mich während des Lesens immer wieder ergriffen haben.
Die einzelnen Figuren wurden so gekonnt unterschiedlich konstruiert, dass jede für sich allein existieren kann, aber mit den anderen ein großes Ganzes bildet. Es entstehen nicht immer neue Kopien eines einzelnen Charakters, was bei dieser großen Menge an einzelnen Stimmen schon eine große Leistung darstellt, die man würdigen muss. Das macht die Geschichte auch so wandelbar, lässt sie immer wieder neuen Schwung in eine neue Richtung entwickeln.
Diese verschiedenen Überraschungsmomente entstehen aber auf so unkomplizierte Weise, dass sie wir gerade aus dem Leben gegriffen wirken.
Diese außerordentliche Authentizität ist beeindruckend und fesselnd gleichermaßen.

Julie Peters ist außerdem mit einem wunderbar fließenden Schreibstil gesegnet, der die Erzählung nie langweilig werden lässt.
Das Buch ist so turbulent und immer wieder neu, dass man die 500 Seiten in wirklich kurzer Zeit lesen kann und muss, weil es einfach nie langweilig wird.
Im Gegensetz zur Autorin musste ich mich einfach zwischendurch wiederholen, denn momentan fehlen mir einfach die Worte, um meiner Begeisterung und Bewunderung für dieses Buch und seine Autorin angemessen Luft machen zu können.

Wenn ihr einen farbenprächtigen und fulminant ausgearbeiteten Roman lesen wollt, dann zögert nicht lange und greift zum Buch von Julie Peters!

Kaufen:amazon.de (Werbung)
Format:Taschenbuch
ISBN:9783499257162Bewertung:
Erscheinungstermin:Mai 2013
Verlag:Rowohlt
Übersetzung:


Rezension: Fünf

Ursula Poznanski – Fünf


Ursula Poznanski–Fünf

Kurzbeschreibung:

Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf ihren Fußsohlen: eintätowierte Koordinaten. An der bezeichneten Stelle wartet ein grausiger Fund: eine Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und ein Rätsel, dessen Lösung zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt. In einer besonders perfiden Form des Geocachings, der modernen Schnitzeljagd per GPS, jagt ein Mörder das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger von einem Leichenteil zum nächsten. Jeder Zeuge, den sie vernehmen, wird kurz darauf getötet, und die Morde geschehen immer schneller. Den Ermittlern läuft die Zeit davon, sie ahnen, dass erst die letzte Station ihrer Rätselreise das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird…

Spannend bis zur letzten Seite!

Nachdem ich vor einiger Zeit „Erebos“ las, war für mich klar: Diese Autorin empfange ich mit jedem Buch aufs Neue mit Freude in meinem Regal.
So ging es mir nun auch mit „Fünf“.

Dass man es in Krimis meist mit Ermittlern zu tun hat, deren Privatleben etwas zerrüttet ist, sollte jeder Leser wissen.
Aber hier bindet Frau Poznanski das Leben der Ermittlerin Kaspary so geschickt ein, dass es einfach nicht langweilig wird.

Von Geocaching habe ich schon gehört, es allerdings noch nicht vertiefend studiert, oder es gar in meine Freizeit eingebunden.
Dem hilft die Autorin rasch auf die Sprünge und erklärt dem Leser immer wieder interessante und wissenswerte Details. So bekommt man mit der Zeit einen umfassenden Einblick.
Für mich klang Geocaching sonst immer etwas langweilig, aber natürlich ist es das in diesem Krimi ganz und gar nicht. Es ist nicht nur sehr spannend, sondern auch sehr eklig. Das wird mich wohl in Zukunft davon abhalten, selbst mit einem GPS-Gerät auf die Jagd zu gehen…

Ursula Poznanski versteht es, die Spannung kontinuierlich beizubehalten und ihre Stränge nie schleifen zu lassen.
Das lässt den Leser atemlos nach jedem neuen Fitzelchen Information lechzen.

Mit „Fünf“ wurde ich vollkommen überzeugt, dass Ursula Poznanski eine herausragende Persönlichkeit im Krimi-Genre ist!

Kaufen:amazon.de (Werbung)
Format:Taschenbuch
ISBN:9783499257568Bewertung:
Erscheinungstermin:Juli 2013
Verlag:Rowohlt
Übersetzung:


[Neu im Regal] am 27. und 28.02.

Nach sehr, sehr langer Zeit mal wieder ein Beitrag über die Neuzugänge im Bücherregal.
Gestern kam einmal ganz wunderbare Post von Wunderlich:

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Und dann fuchtelte mein Bestellfinger am Wochenende mal wieder ganz wild bei einem nächsten Bridgerton-Buch herum. Ja und was soll ich sagen. PLÖTZLICH war es dann bestellt!!
So ein Ding.
Aber wo es schon mal da ist, kann man es ja dann auch lesen.
Ich bin süüüüchtig!!
Und das nur wegen EINER EINZIGEN Dame…

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