Rezension: Atemnot

Ilsa J. Bick – Atemnot


atemnot

Kurzbeschreibung:

Jenna Lords Leben verlief bisher nicht gerade wie im Märchen. Ihr Vater ist ein kontrollbesessener Neurotiker und ihre Mutter Alkoholikerin. Früher war ihr älterer Bruder ihr einziger Halt, doch jetzt ist er im Irak stationiert. Und vor einigen Jahren wäre Jenna beinah bei einem Hausbrand ums Leben gekommen.
Mitch Anderson hat viele Qualitäten: Er ist ein engagierter Lehrer und Lauftrainer. Ein liebevoller Ehemann. Ein Mann mit einer ziemlichen … Anziehungskraft.
Die beiden haben ihre Geheimnisse und unerwartet verflechten diese sich.


Unerwartet schwermütig

Nachdem ich noch die anderen Bücher von der Autorin im Hinterkopf habe, war ich ein bisschen überrascht, wie anders „Atemnot“ war.
Doch diese Überraschung meine ich keineswegs negativ.

„Atemnot“ lässt sich schwer beschreiben.
Die Story ist eine andere, als ich erwartet hatte, die Hintergründe sind komplett anders.
Eigentlich hat mich grundsätzlich erst mal alles überrascht.
Insgesamt ist alles unglaublich schwermütig. Jenna ist seelisch völlig am Ende und niemand gibt ihr Halt. Keiner sieht, wie es ihr geht und sie ist völlig allein. Erst Mr. Anderson beginnt Schicht für Schicht die wahre Jenna zu enthüllen.
Aber man kann nicht zwischen Gut und Böse unterscheiden.
Alle Umstände und Hintergründe machen es dem Leser nicht möglich, da eine klare Grenze zu definieren. Überhaupt verschwimmen hier die Grenzen. Man kann nicht einteilen, ob die Aktionen der Figuren richtig oder falsch sind. Sie tun ihnen in dem Moment einfach gut und deshalb belässt man es dabei. Man kann niemanden verurteilen.

Die Erzählweise ist sehr besonders. Jenna spricht ihre Geschichte für einen Kommissar auf Band. So ist man sehr eng an ihre Gefühle, ihre Verwirrung und die große Traurigkeit gebunden.
Es werden nicht alle Fragen geklärt, aber das war auch in Ordnung.
Ich war am Ende sowieso völlig überrollt und ich habe es akzeptiert, dass Jenna mich einfach so ohne ein Wort entlassen hat.
Es hat gepasst.

Ich weiß nicht, ob man für diese Art der Geschichte tatsächlich eine Empfehlung aussprechen kann. Ich habe auf jeden Fall nichts zu bemängeln, was einem potenziellen Leser jetzt gedanklich Steine in den Weg legen könnte.
Man sollte es auf jeden Fall nicht missachten, denn Jennas Geschichte ist es wert, gehört zu werden.

Kaufen:amazon.de (Werbung)
Format:Paperback
ISBN:9783863960643Bewertung:
Erscheinungstermin:2014 kielfeder kielfeder kielfeder kielfeder kielfeder
Verlag:Egmont INK
Übersetzung:Anke C. Burger


Rezension: Spiel des Lebens

Veit Etzold – Spiel des Lebens




„Spiel des Lebens“ bei amazon.de (Werbung)


Kurzbeschreibung:
„Willkommen im Spiel des Lebens, Emily. Du hast die Wahl. Sieg oder Tod, liest Emily völlig fassungslos auf dem zerknüllten Zettel in ihrer Hand, und damit geht der Horror los. Ein Psychopath jagt sie durch ganz London und stellt sie vor unbegreifliche Rätsel. Falls sie diese nicht in der vorgegebenen Zeit löst, gibt es einen Toten. Der Killer treibt Emily an den Rand des Wahnsinns. Wer ist dieser Irre? Und warum hat er ausgerechnet sie für sein mörderisches Spiel ausgewählt?“


Spannend, mitreißend und überraschend!


Mein erstes Buch von Veit Etzold konnte mich uneingeschränkt in seinen Bann ziehen!
Doch zu Beginn möchte ich auf die schöne Gestaltung des Buches aufmerksam machen. Der seitliche Schnitt ist mit einem stilvollen, schwarzen Panorama gestaltet. Sieht sehr hübsch aus. Die kühlen Farben, mit denen das Cover gestaltet ist, sind sehr passend gewählt. Das verwendete Foto fügt sich nahtlos in dieses Konzept ein und man bekommt zusammen mit dem Titel und der Rückenbeschreibung eine gute Vorstellung zum Buch.


Veit Etzold hat es geschafft, konsequent Spannung zu erzeugen und dem Leser nie zu viel zu verraten.
Er hat ein kniffliges Netz aus Lügen und Illusionen erschaffen, durch das man nicht so schnell hindurchschaut. So bleibt selbst für den allwissenden Leser bis zum großen Spannungsmoment einiges im Dunkeln und man wird überrascht.
Doch nicht nur mit Spannung weiß der Autor umzugehen, er kann auch große Wendepu8nkte gut verbauen.
Da juckt es in den Fingern, so schnell wie möglich weiterzulesen. Bei mir hat es dazu geführt, dass ich dieses Buch an einem Tag verschlang…


Allerdings habe ich auch Kritik anzubringen.
Das Ende ist für mich etwas abrupt gekommen und auch teilweise nicht nachvollziehbar. Es wirkt an einigen Stellen arg konstruiert und verliert eine Punkte durch Unglaubwürdigkeit.
Auch ist das Ende in sich abgeschlossen, doch Veit Etzold lässt den Leser durch einen bewusst eingesetzten Cliffhanger etwas unbefriedigt zurück.


Insgesamt hat das Buch mich durch die rasche Handlung, die stetige Spannung und einen wunderbar konstruierten Plot überzeugen können.
Auch wenn es Kritikpunkte gibt, so empfehle ich das Buch doch wärmstens weiter!


Bewertung:

Rezension: Whisper Island. Sturmwarnung

Elizabeth George – Whisper Island. Sturmwarnung




„Whisper Island. Sturmwarnung“ bei amazon.de (Werbung)


Kurzbeschreibung:
Becca King kann die Gedanken anderer Menschen hören. Sie umgeben sie wie ein ständiges Flüstern, dem sie nicht entrinnen kann. Ihr Stiefvater Jeff nutzt Beccas Fähigkeiten skrupellos aus – und ermordet dann seinen Geschäftspartner. Jetzt ist er hinter Becca her. Auf einer geheimnisvollen, abgeschiedenen Insel soll sie sich bei einer Freundin ihrer Mutter verstecken. Bei ihrer Ankunft erfährt Becca, dass die Freundin gestorben ist. Verzweifelt versucht sie, ihre Mutter anzurufen. Ohne Erfolg – das Handy ist tot…


Interessante Idee – Umsetzung lässt zu wünschen übrig…


Durch die Kurzbeschreibung, die Werbung seitens des Verlags und schließlich auch den Roadtrip im Internet ging ich mit sehr großen Erwartungen an das Buch heran.
Leider wurden fast alle meine Erwartungen zerstört.


Zu Beginn geht alles recht schnell und es dreht sich auch noch um die Eckpunkte der eigentlichen Erzählrichtung, was aber mit der Zeit immer mehr verloren geht.
Becca reagiert für mich unverständlich, für ein Mädchen ihres Alters.
Ihre Gabe, das Hören fremder Gedanken, stellt sich als weniger spektakulär als gedacht heraus.


Die eigentliche Handlung bricht mit Voranschreiten der Seitenzahlen immer mehr aus dem Rahmen und verliert sich im Nirgendwo. Jede Menge neue Erzählstränge werden begonnen, neue mögliche Probleme aufgetan, dann irgendwann einfach wieder vergessen.
Es ist anstrengend, überhaupt noch einen Sinn hinter dem Geschriebenen zu erkennen.
Die Hoffnung auf baldige Spannung zerstreute sich bei mir recht bald und nach – großzügig gesagt – der Hälfte des Buches, fragte ich mich immer öfter, wo denn das hier eigentlich noch hinführen sollte.


Die Liebesgeschichte bleibt ebenso blass und nichtssagend wie der Rest.
Erst zum Ende, wirklich auf den allerletzten Seiten, gelingt es Elizabeth George plötzlich, soetwas wie Neugier aufzubauen. Leider verliert sich das und lässt einen unbefriedigten Leser zurück – viel Spaß beim Warten auf Band zwei, heißt es nun…


Ganz nett, was Frau George aus ihrer Idee zu machen versucht hat, doch leider vollkommen unzureichend.
Schade!


Bewertung:

[Neu im Regal] in der letzten Zeit

Ich habe ja in den letzten Tagen nicht mehr gepostet.
Also schon etwas länger.
Das liegt daran, dass die Schule wieder begonnen hat und sich dadurch natürlich allgemein viel verändert hat.
Zum Lesen bin ich, bis gestern, seit über einer Woche nicht mehr gekommen, doch heute konnte ich BookCook endlich wieder ein gelesenes Buch zur Entspannung meiner SuB-Statistik übermitteln… 😉

Natürlich habe ich auch ein wenig versäumt, mal ein Update der neuen Bücher zu liefern.
Viele waren es nicht, aber ich habe mich über alle 3 riesig gefreut!


„Nacht, komm“ ist übrigens das Buch, was ich jetzt ausgelesen habe. Ich bekam es von script5 durch die Traileraktion.
Auf „Eternally“ bin ich sehr gespannt, denn auch wenn ich „Ashes“ gelesen habe, so macht mich doch auch das restliche Programm von INK sehr neugierig.
Ja und heute kam dann…. *trommelwirbel* – meine Cinderella!!
ENDLICH!!
Ich freue mich so sehr, das GANZE Buch endlich in dn Händen halten zu dürfen, nachdem ich mich vorher mit dem 1/3 Manuskript begnügen musste… 😉
Das hebe ich mir natürlich auch auf, aber das Buch kommt zu seinen Kameraden (wo schon seit Ewigkeiten eigentlich kein Platz mehr ist, aber wir finden was…)


Photobucket

Rezension: Ashes. Brennendes Herz

Ilsa J. Bick – Ashes. Brennendes Herz




„Ashes. Brennendes Herz“ bei amazon


Kurzbeschreibung:
Die siebzehnjährige Alex befindet sich auf einer Wanderung in den Bergen, als plötzlich die Natur um sie herum verrücktspielt und eine Druckwelle sie zu Boden wirft. Was war das? Alex hat keine Ahnung, aber sehr schnell wird klar, dass die Welt, die sie kannte, nicht mehr existiert. Die meisten Städte sind zerstört und die Überlebenden werden zur lauernden Gefahr. Das Einzige, worauf Alex noch zählen kann, ist ihre Liebe zu Tom. Gemeinsam versuchen die beiden, sich durchzuschlagen. Doch dann wird Tom verwundet, und Alex muss ihn schweren Herzens zurücklassen, um sein Leben zu retten. Als sie mit Hilfe zurückkehrt, ist er verschwunden. Eine packende Suche beginnt. Eine Suche nach Antworten, sich selbst und nach der einen ganz großen Liebe. Denn Alex weiß: Tom lebt, und sie wird ihn finden, komme, was wolle…


Böser, böser Cliffhanger!!


Das war furchtbar!
Ich hätte am liebsten meine Erwartung und Enttäuschung hinausgeschrien. Leider blieb mir nur ein mitleidheischender Beitrag bei Facebook…
Dieses Buch hat ein so gemeines Ende! Ich empfehle jedem interessierten Käufer, dieses Suchtrisiko lieber nicht auf die Probe zu stellen, sondern zu warten, bis irgendwann – hoffentlich – Band 2 angekündigt wird.


Ich war absolut begeistert von diesem Buch!
Es hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt.
Zwar spürte ich zu Beginn einen leichten Ekelfaktor, der sich aber schnell verflüchtigte.
Es ist spannend und intensiv, es ist schmerzvoll und packend und absolut emotionsgeladen!
Dieses Buch hat so viele wunderbare Facetten, in denen ich voller Eifer versunken bin.


Sehr eingehend sind auch die Beschreibungen der Autorin. Ob es Gerüche oder andere Wahrnehmungen sind… Man hat immer das Gefühl, es selbst zu erleben.
Außerdem konnte sich die Frau Bick glaubwürdig und authentisch in die unterschiedliche Denk- und Fühlweise verschiedener Altersgruppen hineinversetzen.
Auch der Umgang mit Extremsituationen ist ihr gelungen.


Die Mischung aus Abenteuer, Dystopie und Romanze war sehr eingehend und beeindruckend und ich bin soooo gespannt, wie es wohl weitergehen mag.


Bewertung: