Rezension: Wir fliegen, wenn wir fallen

Ava Reed – Wir fliegen, wenn wir fallen


Ava Reed-Wir fliegen, wenn wir fallen

Kurzbeschreibung:

Eine Nacht unter den Sternen schlafen. Einen Spaziergang im Regenwald machen. Die Nordlichter beobachten … So beginnt eine Liste mit zehn Wünschen, die Phil nach seinem Tod hinterlässt, gewidmet seinem Enkel Noel und der siebzehnjährigen Yara. Phils letztem Willen zufolge sollen sich die beiden an seiner statt die Wünsche erfüllen. Gemeinsam. Yara und Noel, die sich vom ersten Moment an nicht ausstehen können, willigen nur Phil zuliebe ein. Doch ohne es zu wissen, begeben sich die beiden auf eine Reise, die nicht nur ihr Leben grundlegend verändern wird, sondern an deren Ende beiden klar ist: Das Glück, das Leben und die Liebe fangen gerade erst an.

Wunderschön!

Zu Beginn muss ich ganz kurz meiner Begeisterung für das Cover Luft machen!
Es ist einfach nur wunder-, wunderschön geworden! Die Farbe, die Details, die Komposition der Bildelemente. Einfach nur wunderbar! Ich kann mich kaum sattsehen. Auch die Gestaltung unter dem Buchumschlag kann sich sehen lassen. In der Innengestaltung sind übrigens die Pusteblumen wieder aufgenommen worden. Es ist also ein wirklich rundes, optisches Konzept.

Ebenso wunderschön ist dann auch die Geschichte.
Ich muss anmerken, dass dies mein erstes Buch von Ava Reed war, sodass ich komplett ohne Erwartungen an die Geschichte heranging.

Das Grundthema der Geschichte ist die Liebe zum Leben. Die Liebe zum Leben zu entdecken, zu feiern und zu genießen. Es ist eine Aufforderung dazu, sich öfter mal fallenzulassen und auf unbekannte Dinge weniger scheu zu reagieren. Öfter mal dem Leben den Vorzug geben und weniger an die Risiken zu denken. Das sind gute und wichtige Botschaften, denn wie oft wird man davon im Alltag eingeschränkt, fühlt sich nicht frei. Wir müssen öfter unsere Arme ausstrecken und fliegen, wenn wir glücklich sein wollen.
Natürlich bekommt nicht jeder einen Haufen Geld für eine umfangreiche Reise geschenkt, aber die Liebe zum Leben kann sich ja auch in vielen kleinen Details äußern.

Yara und Noel sind zwei Figuren, die sich zu Beginn natürlich überhaupt nicht riechen können.
Sie haben beide eine Verbindung zu Phil, die das erste Band zwischen ihnen knüpft. Phils Wünsche sind es auch, die sie erfüllen und seine Aufgaben sind es, derer sie sich annehmen.
Die Entwicklung beider Charaktere, auf emotionaler und auch sozialer Ebene sind sehr schön zu verfolgen und auf jeden Fall authentisch gestaltet.

Ava Reed hat mein Herz im Sturm erobert!
Ich danke ihr, für diese wunderschöne Geschichte, die ich allen Lesern nur ans Herz legen kann. Zum Träumen und zum Fliegen!

Kaufen: amazon.de* | Verlag
Format: Hardcover
ISBN: 9783764170721 Bewertung:
Erscheinungstermin: Februar 2017 flügelflügelflügelflügelflügel
Verlag: Ueberreuter
Übersetzung:


Rezension: Ben Fletchers total geniale Maschen

T.S. Easton – Ben Fletchers total geniale Maschen


total geniale maschen stricken

Kurzbeschreibung:

Ben Fletcher bewegt sich eher auf der vorsichtigen Seite des Lebens, wären da nicht seine Freunde, die ihn immer wieder in Schwierigkeiten bringen. Als er beim Klauen von Alkohol erwischt und zu einer Bewährungsstrafe verdonnert wird, muss er einen mehrwöchigen Abendkurs am Community College belegen – und landet aufgrund eines Missverständnisses im Strickkurs! Wider Erwarten findet er Gefallen daran und entpuppt sich als wahres Naturtalent. Allerdings hat er nun alle Hände voll zu tun, sein neues Hobby vor seinem machohaften Vater und seinen coolen Freunden geheim zu halten…

Unterhaltsam und anders!

Mit Ben Fletcher hatte ich eine Menge Spaß!
Sein verrücktes Hobby hat von Anfang an meine Aufmerksamkeit erregt. Ich stricke auch, eigentlich ist das so gesehen auch gar nicht verrückt. Nur für einen Jungen in dem Alter ist es… ungewöhnlich. Vielleicht ist das das bessere Wort.

Der Schreibstil des Autors ist witzig und leicht und ich habe die Geschichte in kürzester Zeit verschlungen.
Seine Sprache ist authentisch und passend.

Der Protagonist ist sehr fantasievoll und er schwärmt für seine Lehrerin. Außerdem lernt er, seine Talente zu schätzen und für seine Träume einzustehen, was natürlich nicht immer leicht ist.
Alle Charaktere haben sympathische Ecken und Kanten und haben sich gut in die vom Autor gestaltete Welt eingefügt.

Ich freue mich schon darauf, wenn es eventuell/ wahrscheinlich mit Bens Geschichte weitergeht und bis dahin kann ich jedem das Lesen dieses Jugendbuches empfehlen.

Kaufen: amazon.de
Format: Paperback
ISBN: 9783570163032 Bewertung:
Erscheinungstermin: Januar 2015
Verlag: ueberreuter
Lesepobe: HIER klicken


Rezension: Sephira. Das Blut der Ketzer

Corina Bomann – Sephira. Das Blut der Ketzer




„Sephira. Das Blut der Ketzer“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Laurina ist nun schon einige Jahre bei den Sephira, der magischen Bruderschaft von Assassinen, als sie überstürzt fliehen müssen. Der rachsüchtige Emir Malkuth ist ihnen auf den Fersen und will die endgültige Vernichtung der Bruderschaft. Obwohl so gut wie unsterblich, fürchten die Sephira den Emir und suchen eine Zuflucht. Das Schicksal der verfolgten Katharer bewegt sie dazu, nach Frankreich zu reisen, um ihnen beizustehen. Doch der Preis, den Laurina für diese Rettungsmission zahlen muss, ist unerträglich hoch…


Ein würdiger 2. Teil!


Wie sehnsüchtig habe ich nach Beenden von Band 1 darauf gewartet, endlich wieder in die Geschichte hineinschlüpfen zu dürfen.
Ziemlich genau habe ich mich in Enthaltsamkeit geübt.
Eine Meisterleistung – wie ich finde…


Ein paar Bedenken hatte ich, dass mir nach so langer Zeit eventuell der Einstieg in die Handlung nicht mehr gelingen würde. Doch es funktioniert und ganz schnell war es, als wäre ich nie fort gewesen. Ich denke aber, es ist gut, wenn jeder interessierte Leser sich zuerst Band 1 „Sephira. Die Bruderschaft der Schatten“ vornimmt. Da sind einfach zu viele Informationen drin, die einfach nicht fehlen dürfen.
Außerdem ist jedes Buch von Corina Bomann ein wahres Erlebnis!


Sie bleibt ihrem Stil treu und schafft es, eine weitreichende Erzählung aus Fiktion und Realität zu kreieren, die niemals unglaubwürdig wird.
Spannung und Wissbegierde gehen Hand in Hand und die Autorin versteht es, nach jedem Gewaltakt eine kleine Pause einzulegen. Manchmal fürs Herz und manchmal für die Lachmuskeln.
Es ist schön zu sehen, wie die Männer – und die eine Frau – reifen und ihren Geist über die Jahre gestählt haben, dass sie aber dennoch anfällig für menschliche Regungen sind.


Corina Bomann zieht mich jedes Mal erneut in ihren Bann und ich hoffe, das hört nie wieder auf!


Bewertung:


Für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanke ich mich bei Ueberreuter!

Rezension: Hunger nach weniger

Jessica Antonis – Hunger nach weniger




„Hunger nach weniger“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Anne kämpft für ihr großes Ziel – und das heißt „endlich schlank sein“. Essen wird zum wichtigsten Gedanken in ihrem Leben und schließlich zu ihrem schlimmsten Feind…


In so wenig Buch steckt erstaunlich viel!


Obwohl das Cover eher schlicht ist, kann man daraus doch eine Menge herauslesen.
Es steht für das Gefühl, eine „graue Maus“ zu sein und für den Wunsch nach einem schönen, schlanken und wohlproportionierten Körper.
Leider sagt es nichts darüber, wie die Mädchen mit ihrer Krankheit durch die Hölle gehen…


Was mich schon auf den allerersten Seiten positiv beeindruckt hat, war der Hinweis, dass die Autorin selbst mit dem hier behandelten Thema in Berührung kam. Dass sie mit diesem Buch ihre ganz persönlichen Erfahrungen verarbeitet hat.


Das ganze Buch spiegelt die Gedanken und Gefühle vom und mit dem Hunger und dem Essen so intensiv wider, dass es gleichzeitig erschreckend aber auch irgendwie interessant ist. Man wird in die Welt eines Teenagers mit einem einzigen Gedanken versetzt: Ich will abnehmen.
Erst ist das ja noch irgendwie in Ordnung, dann aber verzerrt sich die Wahrnehmung und Anne findet sich selbst mit 40kg noch immer viel zu fett.
Immer neue Lügen tischt sie ihrer Umgebung auf, immer wieder neue Pläne erfindet sie, um ihrem ultimativen Ziel noch näher zu kommen.


Man leidet stark mit, man möchte ihr unbedingt helfen und ihr sagen, dass sie sich da in etwas verrennt.
Man geht mit Anne durch die Hölle.


Es ist erschreckend, was in dem Mädchen für Gefühle auftauchen und es ist erschreckend, dass es jedem passieren kann.
Dieses Buch will auch die wichtige Botschaft übermitteln, dass wir oftmals für das Handeln unseres Gegenübers verantwortlich sind. Dass wir eine anteilige Verantwortung für die Gesundheit unserer Mitmenschen haben.


Ein bisschen hat mir zum Schluss die Aufklärung in folgende Richtungen gefehlt: Andreas und Amaryllis. Näher darauf eingehen möchte ich nicht, aber wer das Buch liest, wird mich wohl verstehen können. Ich kann mir natürlich auch meinen Teil denken.


Ein empfehlenswertes Buch mit langem Nachhall!


Bewertung:


Vielen Dank für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars an Ueberreuter!

Rezension: Wofür die Worte fehlen

Carolin Philipps – Wofür die Worte fehlen




„Wofür die Worte fehlen“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Kristian lebt in einer scheinbar normalen Familie. Doch er wird schon seit Langem von schrecklichen Bauchschmerzen gequält. Und da sind die „Männerspiele“, zu denen ihn sein Vater seit Jahren zwingt und über die er mit niemandem reden darf. Nur seinem Zeichenblock vertraut er das furchtbare Geheimnis an…


Dafür fehlen die Worte…


Die Empfindungen, die mich beim Lesen und auch danach übermannten, sind unmöglich zu beschreiben. Da waren diese tiefe Verzweiflung, das Unverständnis und die große Angst, die ich gemeinsam mit Kristian durchlebt habe.
Auch ist es kaum möglich, etwas über den Inhalt zu sagen, ohne dass man zu viele Informationen preisgibt.
Man muss das Buch selbst lesen und auch wenn die Seitenzahl sehr gering ist, so transportiert es doch eine Botschaft sehr überzeugend: Missbrauch kann überall stattfinden und für die Beteiligten, Opfer und Zeugen, ist es schwierig, die Situation in Worte zu fassen.
Es ist furchtbar, in welche Abhängigkeit der Vater den Jungen treibt.
Es ist furchtbar, Kristians Selbstzweifel durchleben zu müssen, seine Sehnsucht nach der Mutter, von der er sich Trost und Hilfe verspricht.
Nur leider ist in der Familie jeder zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass jemandem der innere Konflikt des Kindes auffallen würde.


Lieber Leser meiner Worte, bitte verzeihe mir, sollte ich zu viel vom Inhalt verraten, doch meine Beschreibungen können nicht das zusammenfassen, was in dem Buch passiert. Deshalb ist es sogar sehr wichtig, das Buch trotzdem noch zu lesen.


Carolin Philipps hat ein furchtbares Zeugnis der Gesellschaft abgelegt und gezeigt, dass sich auch hinter einer scheinbar glatten Fassade viele Risse verbergen können.
Lest das Buch, denn es ist wichtig, dass man auch diesem Thema die Stirn bietet und ein bisschen mehr auf seine Umgebung Acht gibt!


Bewertung:


Für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanke ich mich bei ueberreuter!

%d Bloggern gefällt das: