Rezension: Die Maurin

Lea Korte – Die Maurin




Die Maurin
„Die Maurin“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Andalusien im 15. Jahrhundert: Zwischen Mauren und Christen toben erbitterte Kämpfe – Kämpfe, die auch das Leben der jungen Zahra nicht unberührt lassen. Als Hofdame und enge Vertraute Aischas, der Hauptfrau des Emirs, gerät sie in ein grausames Spiel aus Intrigen und rücksichtslosen Machtkämpfen. Dann verliebt sie sich ausgerechnet in den Kastilier Gonzalo – eine Liebe, die sie in tödliche Gefahr bringt.


Man stolpert in eine aufgewühlte Zeit und zwischen zwei Religionen, die nicht mehr mit- und nebeneinander leben können.


Zahra ist jung, hübsch und eigenwillig. Sie sträubt sich gegen die Zwänge ihres Vaters und gegen die Regeln der Religion.
Sie möchte den Krieg zwischen Mauren und Christen verhindern und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise.
Zu allem Überfluss hat sich Zahra aber auch noch in den gutaussehenden Christen Gonzalo verliebt, was die Sache nicht gerade vereinfacht. Und dann taucht auch noch Gonzalos Bruder auf.


Zahra gerät zwischen verfeindete Fronten – Liebe und Hass, den erbitterten Krieg und Frieden.
Sie muss um ihren Platz im Leben kämpfen und sich mehr als einmal entscheiden.


Einfühlsam und wunderbar authentisch erzählt von Lea Korte, geht Zahras Geschichte unter die Haut. Man erlebt Spanien in dieser Zeit mit all seinen Gegebenheiten. Die Landschaft, die Lebensumstände und vor Allem die Religionen.
Der rote Faden ist das ganze Buch erhalten und die vielen Personen vollkommen nachvollziehbar. Zu keiner Stelle der Geschichte hatte ich das Gefühl, nicht mehr zu wissen, wo ich bin.


Noch dazu größtenteils historisch nachweisbar, ist das Buch auch noch ein wirklich spannender Leckerbissen für Interessierte!


Hier steckt sicher viel Herzblut der Autorin drin und das ist spürbar!


Bewertung:

Rezension: Liebe völlig ausgeschlossen

Melissa Hill – Liebe völlig ausgeschlossen


„Liebe völlig ausgeschlossen“ bei amazon.de



Kurzbeschreibung:
Taras Leben scheint perfekt. Mit Anfang 30 hat sie eine großartige Karriere hingelegt und lebt glücklich mit Glenn zusammen in Dublin. Für ihre jüngere Schwester Emma stehen die Sterne nicht ganz so günstig: kein fester Job, die letzte Beziehung gerade in die Brüche gegangen – und nun, nach einem One-Night-Stand, die schockierende Nachricht: Sie ist schwanger. Und sie will die Identität des Vaters auf keinen Fall preisgeben. Tara hat einen bösen Verdacht.


Die Geschichte hat mehrere Handlungsstränge, was zu Beginn etwas verwirrend erscheinen mag. Doch schon nach kurzer Zeit hat die Autorin die Schicksale der Charaktere geschickt miteinander verwoben.
Das macht die Handlung zu einer aufwendigen, komplexen Idee.


Da sind Tara, Emma, Liz und Natalie und alle wollen sie das gleiche: die große Liebe finden und/oder mit ihr zurechtkommen. Da darf auf Dinge wie Intrigen und Eifersuchtsdramen natürlich nicht verzichtet werden.
Während die eine ihrem potentiellen Ex-Ehemann nachweint, muss die andere um die Treue ihres Gatten bangen.
An jeder Ecke lauern Gefahren in Form von weiblichen Rundungen, langen Beinen und schwingenden Löwenmähnen.


Und damit die ganzen Beziehungswünsche erfüllt werden können, sind auch schon mal ernste Standpauken nötig.


Turbulent, chaotisch und warmherzig ist Melissa Hills Geschichte, erzählt von spritzigen, erfrischenden Worten.
So viele Überraschungen im Ablauf hat man selten in einem Buch auf einmal.


Für alle herzergreifende-Bücher-Fans ein absolutes Lese-Muss!


Bewertung:

Rezension: Sternschnuppen

Anne Hertz – Sternschnuppen


hertz-sternschnuppen

Kurzbeschreibung:

„Bei Svenja läuft alles nach Plan: Gerade hat sie ihren Traumjob angenommen und ist auf dem Sprung ganz nach oben. Doch dann wird sie schwanger – und ist kurze Zeit später auch noch ihren Freund los. Was nun?
Svenja hat nicht vor, zu verzweifeln. Eine echte Karrierefrau zieht Kinder auch ohne Kerl mühelos auf! Man muss sich nur organisieren. Zu Svenja ausgefeiltem Plan gehört natürlich ein Kindermädchen. Aber das will sich einfach nicht finden lassen – Bis der junge Russe Alexej auftaucht.
Seine Qualifikation: fünf jüngere Geschwister.
Sein Lebensstil: abenteuerlich.
Seine Wirkung auf Frauen: enorm.
Kann das gut gehen?“

Alles läuft nach Plan!?

Unter dem Titel des Buches konnte ich mir nichts vorstellen, doch er hat wirklich eine niedliche Verbindung zur Handlung!

Svenja hat einen tollen Job, einen tollen Freund – und ist schwanger.
Das passt im Moment gar nicht in ihr Leben, auch wenn sie sich früher Kinder gewünscht hat…
Doch ausgerechnet in dieser scheinbar ausweglosen Situation, wird sie von ihrem Freund betrogen.
Doch Svenja versucht das Beste aus der Situation zu machen. Und wären das noch nicht genügend Verwicklungen, verliebt sie sich auch noch in ihr russisches „Kindermädchen“ Sascha…

Turbulent und gekonnt verstrickt erzählt dieses Buch vom Leben einer erfolgreichen Karriere-Mami.
Eine authentische Geschichte aus dem Leben! Mitfiebern und mitweinen sind natürlich Ehrensache!

Ein unterhaltsames und lockeres Anne Hertz-Buch – ich muss gestehen mein erstes. (Bestimmt aber nicht mein letztes Buch!)

Ein kurzes aber eindeutiges Fazit: Absolut empfehlenswert für ein paar schöne Stunden!

Kaufen: amazon.de
Format: Taschenbuch
ISBN: 9783426406939 Bewertung:
Erscheinungstermin: 2010
Verlag: Knaur
Übersetzung:


Rezension: Vier Pfoten und drei Kilo zu viel

Elizabeth Wrenn – Vier Pfoten und drei Kilo zu viel




„Vier Pfoten und drei Kilo zu viel“ bei amazon.de



Kurzbeschreibung:
Die Kinder fast aus dem Haus, die Ehe in die Jahre gekommen, dazu der ständige Ärger mit den überflüssigen Pfunden – Deena ist zurzeit alles andere als zufrieden mit sich. Da tapst der Welpe Heloise in ihr Leben und stellt es von einem Tag auf den anderen völlig auf den Kopf…


Deena ist übergewichtig, putzsüchtig und weiß mit ihrem Leben nichts mehr anzufangen. Sie sehnt sich nach einem Baby, nach Liebe – nach einem Ausweg aus der Midlife-Crisis. Sie findet ihn in Gestalt eines kleinen Hundes, den sie für die Ausbildung zum Blindenführhund vorbereiten möchte.


Das hat sie sich einfacher vorgestellt, als es ist. Nach anfänglicher Entmutigung lernt sie Heloise immer besser zu verstehen. Lernhürden werden mit Spaß und Ideenreichtum überwunden.
Deena findet neue Freunde und lernt jeden Tag dazu. Sie tut etwas für sich und denkt auch mal an sich. Sie lernt, dass ihre Familie auch ohne ihre ständige Anwesenheit überleben kann.
Doch nicht alles läuft im Leben immer geradeaus. Als Deena sich endlich aus ihrem Zwang befreit in die Unabhängigkeit gleiten lassen will, entsteht Zwist mit ihrem Mann. Der gegenseitige Verdacht auf Affären lässt die Beziehung brodeln.


Das Buch ist so authentisch geschrieben, dass wir wohl jetzt alle unsere Eltern verstehen können.
Der Hund ist so natürlich und authentisch, dass wir uns am liebsten selbst einen zulegen würden.
Der Leser hat zwar hier keine tiefgründige, literarisch „wertvolle“ Literatur vor sich, aber dennoch etwas, was die Mundwinkel in die Höhe zieht.
Es ist schön zu wissen, dass die Autorin selbst einen Hund für diesen Roman erzogen hat. Dadurch trägt sie dem Leser die Situationen sehr nahe und auch die hier entstehenden Familienprobleme.
Dieses Buch ist voller Überraschungen und mehr kann ich dazu auch gar nicht schreiben.
Hundeliebhaber werden dieses Buch lieben, aber auch Menschen ohne Tiere können sich in diesem Buch wiederfinden.


Lest es!


Bewertung:

Rezension: Die Jesuitin von Lissabon

Titus Müller – Die Jesuitin von Lissabon



„Die Jesuitin von Lissabon“ bei amazon.de

Kurzbeschreibung:

Lissabon, 1755: Die Jesuitenhalten Portugal in ihrem Bann. Doch ein apokalyptisches Erdbeben erschüttert ihre Macht. Antero Moreira de Mendoca kann den grausamen Orden vernichten. Er hofft auf die Hilfe der deutschen Kaufmanntochter Leonor. Doch diese ist – die Jesuitin.

Zum Weinen!

Ich muss gestehen, dies war mein erstes Buch von Titus Müller. Dazu muss aber auch gesagt werden, es war garantiert nicht das letzte!!

Leonor und Dalila sind Zwillinge. Sie sind von Grund auf verschieden, haben nur eine einzige Gemeinsamkeit: Sie lieben den gleichen Mann.
Leonor ist sich selbst am nächsten. Sie liebt schöne Kleider, sie liebt das Spiel mit der Verführung und das Spiel mit der Macht. Einmal davon gekostet, kommt sie nicht mehr davon los.

Dalila ist besonnen, hilfsbereit und kann die Launen ihrer Schwester nicht verstehen. Dennoch liebt sie Leonor und würde gerne so sein wie sie. Sie würde auch gerne einmal beliebt bei den Männern sein und nimmt es ihrer Schwester übel, dass diese sich auch noch den Mann nehmen kann, den sie so bedingungslos begehrt.

Antero ist der Mann zwischen den Fronten. Er hat sein Herz gar nicht an Leonor verschenkt, wie es für Dalila den Anschein hat. Als er von Dalila verführt wird, schlägt sein Herz ab sofort nur noch für sie.
Er verdient seinen Lebensunterhalt mit dem Schmuggel und liebt die Forschung. Vor Jahren hat er sich deswegen den Jesuitin angeschlossen. Nachdem er allerdings die bedingungslose Aufgabe seines Seins bemerkte, machte er sich los und befindet sich seither auf der Flucht vor Malagrida – dem mächtigen Anführer der Jesuiten. Was Antero nicht weiß ist, dass Leonor die heimliche Spionin der Jesuitin ist…

Der Jesuitenorden spielt in dieser Geschichte eine Rolle an erster Stelle. Sie sind der Dreh- und Wendepunkt.
Auch wenn sich die Jesuiten in jener Zeit nicht sehr mit Ruhm bekleckert haben, ist die Meinung des Buches neutral. Titus Müller schildert ihre Schwächen, weist aber auch auf die Stärken hin und unterstreicht diese. Er stellt sich auf keine Seite und gibt dem Buch damit eine einschlägige Meinung.

Der Autor hat alle Reserven seiner Sprachvielfalt für dieses Buch verwendet. Es ist lebendig und farbenfroh, es ist erschütternd und gewaltig. Das Erdbeben 1755 spielt in dieser Handlung ebenfalls eine große Rolle, aber man ist von der Schilderung so eingenommen und überwältigt, dass man glaubt, man wäre selbst dabei gewesen.

Das Buch beschönigt nicht, es zeigt auch die Not und geht darauf ein.

Als Dalila bei dem Beben stirbt, tritt auch ein Sinneswandel bei Leonor ein, der endlich die Gunst beim Leser erringt. Sie möchte das Erbe ihrer Schwester fortsetzen, hilft wo sie kann und rette letztendlich auch Antero und gewinnt seine Liebe.
Die Wandel ist so authentisch und der Tod von Dalila so rührend, dass man am liebsten Weinen würde.

Die Liebe von Antero und Leonor spielt am Rande, man darf also nicht mit leidenschaftlichen Szenen rechnen. Es ist diese kleine Liebe, die man sich erst erarbeiten muss, bevor man sie auskostet.

Ein ganz tolles Buch, unbedingt für die historischen Fans zu empfehlen, da im Buch auch auf die Anfänge der Forschung eingegangen wird. Die Fragen der Menschen von damals sind für uns heute ja schon größtenteils geklärt…
Und wie schon gesagt, jetzt muss man auch unbedingt noch andere Werke dieses Autors lesen!


Bewertung: