Rezension: Und du kommst auch drin vor

Alina Bronsky – Und du kommst auch drin vor


Alina Bronsky-und du kommst auch drin vor

Kurzbeschreibung:

Seit der ersten Klasse sind sie beste Freundinnen: Kim, 15, eher unauffällig, und Petrowna, klug, exzentrisch und daran gewöhnt, immer und überall den Ton anzugeben. Alles wird anders, als die beiden mit ihrer Klasse zu einer Schullesung gehen: Während die anderen tuscheln, sich die Haare kämmen oder aus dem Fenster schauen, wird Kim hellhörig, denn was die Autorin da vor sich hin nuschelt, handelt von ihr. Okay, es kommen andere Namen vor und ein paar unwichtige Details stimmen nicht, aber der Rest ist sie! Doch die Geschichte geht nicht gut aus, vor allem nicht für Jasper, Kims Klassenkameraden, der, wenn das Buch die Wahrheit sagt, am Ende an einem Wespenstich stirbt. Um das zu verhindern, bleibt Kim nichts anderes übrig, als ihr Leben völlig auf den Kopf zu stellen. Auf einmal macht sie alle möglichen Dinge zum ersten Mal, wie zum Beispiel Jasper zu küssen. Das aber passt Petrowna ganz und gar nicht ins Konzept …

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Rezension: Als ich Amanda wurde

Als ich Amanda wurde habe ich schon im Vorfeld sehnsüchtig erwartet, da ich das Thema für mich als Außenstehende sehr interessant finde. Ich war gespannt, welche Geschichte Meredith Russo wohl erzählen würde.

Meredith Russo – Als ich Amanda wurde


Meredith Russo-Als ich Amanda wurde

Kurzbeschreibung:

Amanda Hardy hieß nicht immer Amanda. Früher war sie Andrew. Jetzt hat sie endlich die Operationen hinter sich und ist auch biologisch ein Mädchen. Bei ihrem Vater in Tennessee, wo niemand sie kennt, möchte sie ein neues Leben beginnen. Zunächst scheint das auch zu klappen: Plötzlich gibt es Freundinnen statt Mobbing und bewundernde Blicke von Klassenkameraden. Doch dann verliebt sich Amanda. So richtig. Mit Grant erlebt sie eine wunderschöne Zeit. Er vertraut ihr und eigentlich will Amanda auch ihm vertrauen und ihm von ihrem früheren Leben erzählen. Nur wie? Amanda setzt auf Zeit – ein gefährliches Spiel…

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Rezension: Ich lebe, lebe, lebe

Alison McGhee – Ich lebe, lebe, lebe




„Ich lebe, lebe, lebe“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Eine Winternacht in den Bergen, eine vereiste Kurve, ein blauer Truck … immer und immer wieder durchlebt Rose den Unfall, bei dem ihre ältere Schwester Ivy schwer verletzt wurde und ins Koma fiel. Rose sucht nach Hilfe: bei ihrer verschlossenen Mutter, bei wechselnden Jungenbekanntschaften. Doch was sie wirklich braucht, ist etwas anderes, was nur sie selbst sich geben kann.


Eindringlich, aber schwerfällig…


Das Cover verdeutlicht den Inhalt des Buches auf geradezu prägende Weise.
Das Mädchen in der Mitte allein auf einem Stein, haltsuchend kauernd und etwas verloren wirkend.
Diese Idee findet sich auch im Schreibstil der Autorin.
Er ist gewöhnungsbedürftig, aber spiegelt die ruhelose Suche von Rose bis an den Rand der Erschöpfung auf eindringliche Weise wider.
Ständig wiederholt sie die Schlüsselszene, lässt den Leser immer wieder nachfühlen, was das Mädchen durchlebt hat. Oder womit ihr persönlicher Albtraum ihren Anfang nahm.
Doch der Stil strengt auch an.
Es sind einfach zu wenige Seiten, als dass Rose eine ernsthafte Entwicklung durchleben kann.
Ihre wechselnden Jungengeschichten ließen bei mir kein Mitleid entstehen, eher Unverständnis. Der Charakter blieb einfach zu blass. Ich konnte mich nicht einfühlen und wenigstens versuchen, ihre Handlungsweise nachzuvollziehen.


Die Geschichte ist viel zu schnell um, dreht sich häufig nur im Kreis und es fehlt ein wenig der springende Punkt.
Mir ist die Handlung rasch wieder entglitten, woran ich merke, dass das Buch nichts in mir bewirkt hat.
Sicherlich versuchte die Autorin, Worte für eine unaussprechliche Grausamkeit zu finden, wenn es kaum Worte gibt, was ihr leider aber nur teilweise gelungen ist.


„Ich lebe, lebe, lebe“ ist schnell gelesen, aber auch ebenso schnell wieder vergessen. Leider.


Bewertung:

Rezension: Die Tote von Charlottenburg

Susanne Goga – Die Tote von Charlottenburg




„Die Tote von Charlottenburg“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Berlin 1923. Eine engagierte Ärztin und Frauenrechtlerin wird tot in ihrer Charlottenburger Wohnung aufgefunden. Ihr Neffe will nicht an einen natürlichen Tod glauben. Und in der Tat hatte sich die Ärztin zu Lebzeiten viele Feinde gemacht. Kommissar Leo Wechsler ermittelt – es ist ein Fall, der ihr vor ganz neue Herausforderungen stellen wird…


Spannend und vielfach außergewöhnlich


Mein erster Kriminalroman von Susanne Goga schaffte es auf einen Schlag, mich in seinen Bann zu ziehen.
Leo Wechsel als Ermittler war mir bis jetzt nur vom Hörensagen bekannt, doch ich bin froh, diesen Kommissar nun kennengelernt zu haben.


Von der Autorin bin ich im historischen Genre schon außergewöhnliche Romane gewohnt, doch auch hier lässt sie es sich nicht nehmen, abseits der ausgetretenen Pfade zu wandeln.
Natürlich kann kein Ermittler ohne private Baustellen auf den Plan treten, doch es geht mir mehr um die Handlungsstruktur und die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten.
Die Geschichte spielt 1923, was die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten einerseits einschränkt, andererseits aber auch erweitert. Es war spannend, zu zusehen, wie Susanne Goga alles nutzte und ausreizte, was möglich war.
Sie bezieht nicht nur aktiv die damalige Zeit und Geschichte ein, sie entwickelt auch sehr interessante Handlungsstränge, die den Leser immer wieder überraschen und beeindrucken.


„Die Tote von Charlottenburg“ hat mir gezeigt, dass es doch nicht nur einen Haufen stereotyper und langweiliger Krimiromane auf dem Markt gibt.
Ich bin also jederzeit bereit, es auch wieder mit Leo Wechsel zu versuchen und mir auch auf jeden Fall noch die anderen Fälle des gewitzten Ermittlers zu gönnen.
Danke, liebe Susanne, dass du meinen Vorurteilen gegenüber Krimis nicht entsprochen hast!


Bewertung:

Rezension: Finding Sky

Joss Stirling – Finding Sky


Joss Stirling–Finding Sky

Kurzbeschreibung:

Zed Benedict umgibt ein Geheimnis. Mit seiner Arroganz, seiner Unnahbarkeit, seinem Zorn schüchtert er alle ein: Lehrer, Mitschüler. Auch Sky, die sich, allerdings heimlich, stark zu dem unverschämt gut aussehenden Jungen hingezogen fühlt. Doch dann hört sie plötzlich seine Stimme in ihrem Kopf … und er versteht ihre gedachte Antwort! Als Zed daraufhin behauptet, Sky sei sein Seelenspiegel, sein ideales Gegenstück und ein Savant wie er, ein Mensch mit einer übernatürlichen Gabe, glaubt Sky ihm kein Wort. Und will ihm nicht glauben – denn tief in ihr drinnen rührt sich eine Fähigkeit, vor der sie eine Höllenangst hat …

Spannend, romantisch – mitreißend…

Das verspielte Cover deutet auf eine romantische Handlung hin.
Doch „Finding Sky“ ist so viel mehr als das.

Innerhalb weniger Stunden hatte ich das Buch durch. Der Schreibstil von Joss Stirling hat mich vollkommen in seinen Bann gezogen, sodass icheinfach nichtmehr aufhören konnte. Es war wie eine Sucht, der man einfachnachgeben musste.
Die Charaktere, die die Autorin ersonnen hat, sind alle auf ihre Art liebeswert, sowie einzigartig.
Sky ist glücklicherweise nicht die durchgehend tollpatschige und hilflose Person. Sie ist sarkastisch, humorvoll, aber auch ein wenig kühl und scheu. Bei ihr muss man einige Schichten abkratzen, um das wahre Innere erahnen zu können.
Auch Zed hat es mir angetan. Er ist zwar zu Beginn das genaue Gegenteil es Helden, aber er macht sich.
Die Romantik, die Liebe zwischen den beiden, wird nicht allzusehr ausgeschmückt und dennoch ist dem Leser mit jeder Zeile das tiefe Gefühl zwischen den beiden bewusst. Es ist mehr eine subtile Ahnung, was sie wirklich füreinander empfinden.

Die Handlung hat immer wieder neue spannende Höhepunkte zu bieten. Es ist nicht so, dass alles auf einen einzigen, finalen Akt hinausläuft. Vorher passiert eine Menge und man stolpert von einem Ereignis zum nächsten. So kann an das Buch einfach nicht zur Seite legen.

Ich bin glücklich bei dem Gedanken, bald den zweiten Teil in den Händen halten zu können. Lange halte ich es nach dieser grandiosen Idee von einem Buch nämlich nicht mehr ohne eine Fortsetzung aus…
Joss Stirling hat ein großartiges Buch geschrieben und ich bin gespannt darauf, bald mehr von ihr lesen zu können.

Kaufen: amazon.de
Format: Taschenbuch
ISBN: 9783423715881 Bewertung:
Erscheinungstermin: Oktober 2014
Verlag: dtv
Übersetzung:


Rezension: Dead Beautiful

Yvonne Woon – Dead Beautiful. Deine Seele in mir




„Dead Beautiful. Deine Seele in mir“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Nur einen Kuss – nichts wünscht sich die 16-jährige Renée sehnlicher von ihrem schönen, doch seltsam unnahbaren Mitschüler Dante. Noch nie zuvor hat sie zu einem Jungen eine solch starke Seelenverwandtschaft empfunden. Aber obwohl die Anziehung zwischen ihnen spürbar ist, verweigert ihr Dante diesen Kuss. Warum? Und was hat es mit den ganzen seltsamen Fächern wie Bestattungskunde und Gartenbau an ihrer neuen Schule auf sich? Renée ist fasziniert von den alten Riten an ihrem Internat und gleichzeitig verunsichert. Denn es kommt immer wieder zu mysteriösen Todesfällen unter den Schülern…


Überzeugend!


Das Cover hat nicht gerade Lust auf mehr gemacht.
Das war es definitiv nicht, was mich zum Lesen des Buches verführt hat. Eher hat da die Kurzbeschreibung Schuld. Gedacht – erworben. Als es dann aber bei mir im Regal schlummerte, konnte ich mich erstmal gar nicht zum Lesen überreden. Das war mehr so eine Übersprunghandlung – die ich aber nicht bereut habe!


Zwar lässt der Titel schon vermuten, dass es sich irgendwie um den Tod dreht, aber das gesamte Ausmaß ließ sich nicht erahnen.
Das hat sich auch erst im Laufe der Geschichte vollständig gezeigt und ausgebreitet.
Ich meine, es gibt ja derzeitig recht viele Kreaturen, die auf dm Buchmarkt ihr Unwesen treiben und ich hätte mit allem gerechnet – doch nicht damit.
Spoilern möchte ich es nicht, da es doch ein sehr wesentlicher Einschnitt in die Handlung wäre.
Aber gegenüber IHNEN hätte ich eine Menge Vorurteile gehegt und wahrscheinlich nie zu dem Buch gegriffen, wenn vorher gleich alles glasklar gewesen wäre.
Hätte, wäre – nicht sehr konkret für eine Rezension.
Was ich damit aber ausdrücken möchte, ist die Überraschung und die Faszination, die ich mit diesem Buch aufgrund der Enthüllungen durchlebte.


Natürlich ist es auf der anderen Seite auch wieder eine stereotype Grundgeschichte á la gutaussehender Typ und Mädel verlieben sich ineinander. Liebe steht aber vor gewaltigen Hindernissen. Dann kommen gewisse Elemente, die kritische (oder aufmerksame) Leser an bestimmte Geschichten erinnern könnten. Doch ich möchte es abseits davon betrachten! Yvonne Woon hat es dennoch nämlich geschafft, dem Roman mit einer eigenen Idee zu eigener Größe zu verhelfen!


Mir hat der Schreibstil ebenfalls sehr zugesagt. Sie versteht es, Gefühle, Wünsche und Träume darin zu verpacken. Die Handlung und die Orte waren plastisch und so authentisch, wie nur irgend möglich.
Gerne würde ich noch viel, viel mehr schreiben, nur ich habe das unbestimmte Gefühl, dann zu viel zu verraten!
Nur so viel: Das Buch hat mich überzeugt!


Bewertung:

Rezension: Endzeit

Liz Jensen – Endzeit



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„Endzeit“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Die Psychotherapeutin Gabrielle Fox bekommt es mit einer unheimlichen neuen Patientin zu tun: Die 16-jährige Bethany hat ihre Mutter auf grausame Weise ermordet. Und sie behauptet, sie könne Naturkatastrophen vorhersehen.


Langweilige und ziellose Story!


Das reißerische Cover mit unergründlich tiefem Auge und einer Momentaufnahme von tosendem Meer – dazwischen der vielversprechende Titel…
Die Aufmachung und auch die Kurzbeschreibung haben mich neugierig gemacht. Mit dem Ende der Welt beschäftigen sich zurzeit viele Bücher – doch was hatte diese Autorin für eine Sicht auf den Lauf der Zeit?


Interessante Fragen, die sich für mich jedoch bis zur Mitte des Buches nicht klären ließen. Dann fühlte ich mich nicht mehr im Stande, auch nur eine weitere Zeile dieser merkwürdigen Geschichte zu lesen.
Man stellt sich unweigerlich die Frage, wo die Geschichte denn eigentlich hinführen soll? Eine gute Story ist für mich auch zum Teil ganz klar am Aufbau zu erkennen. Doch bei diesem Buch habe ich den Höhepunkt oder überhaupt die Spannung bis zur Mitte hin vermissen müssen. Die Handlung verläuft planlos und vollkommen grundlos und ich weiß nicht, was das denn eigentlich noch werden soll.
Oft kam es mir auch so vor, dass erst mal einige Seelen gekittet werden müssten, bevor denn nun die eigentliche Handlung beginnen könnte.


Der Schreibstil hat mir jedoch auch nicht gerade zu Lesevergnügen verholfen. Holprige Sätze, überladen mit furchtbar vielen Adjektiven lassen den Lesefluss stoppen und ich kam einfach nicht in die Geschichte hinein.


Leider musste ich „Endzeit“ abbrechen. Für mich definitiv ein Flop und nicht zu empfehlen!


Bewertung:

Rezension: Kühlfach zu vermieten

Jutta Profijt – Kühlfach zu vermieten



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„Kühlfach zu vermieten“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Land unter im Rechtsmedizinischen Institut in Köln: Eine Hitzewelle lässt die Menschen sterben wie die Fliegen, eine Baustelle schafft Chaos, Leichen verschwinden oder werden vertauscht, dubiose Obduktionsberichte häufen sich. Dr. Martin Gänsewein dreht fast durch am Seziertisch, und der immer noch auf Erden herumgeisternde Pascha soll helfen. Doch der ist verliebt…


Paschas letzter großer Auftritt!


Nachdem ich schon die beiden Vorgängerbände „Kühlfach 4“ und „Im Kühlfach nebenan“ mit Freude gelesen habe, konnte ich natürlich nicht umhin, auch zum dritten Teil zu greifen.
Und ich wurde nicht enttäuscht!
Pascha quatscht mehr denn je, denn das Buch hat deutlich mehr Umfang!


Ob es nun das Chaos im Rechtsmedizinischen Institut ist, Paschas privates Liebesdesaster, oder Martin, der mit seiner Freundin zusammenleben möchte, jedoch ohne den geisternden Störenfried. Es ist für viel Handlung gesorgt.


Pascha hält sich natürlich strikt an seine Aussprache und auch seine Denkweise hat sich nicht verändert und doch ist er mir in diesem Buch am sympathischsten. Pascha beginnt über seine Aktionen nachzudenken und gerade weil er auch den Kontakt zu Martin Gänsewein nicht verlieren möchte, verhält er sich ruhiger.
Er sieht Fehler ein und macht Abstriche. Er ist nicht mehr der Macho durch und durch, der nichts als Drogen, Frauen und Autos im Kopf hat. Pascha macht sich doch wirklich über seine Umwelt Gedanken! Das hat mir sehr gefallen, den frechen Geist auch von einer etwas anderen Seite zu erleben.
Nichtsdestotrotz hat Pascha natürlich seinen Humor und seine Schlagfertigkeit nicht verloren.


Jutta Profijt hat die Trilogie auf sehr schöne Weise beendet und ich musste beim letzten Abschnitt wirklich schmunzeln…
Ich habe Pascha und Martin sehr gerne durch drei aufregende Fälle begleitet und bin auch ein wenig traurig, dass es jetzt vorbei sein soll.
Aber man soll etwas beenden, solange es am schönsten ist.


Alle Pascha-Fans: Stürzt euch auf dieses Buch – alle anderen: Beginnt mit Teil eins!


Bewertung:


Vielen Dank für die freundliche Bereistellung des Rezensionsexemplars an dtv!

Rezension: Vermisse dich jetzt schon

Kajsa Ingemarsson – Vermisse dich jetzt schon



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„Vermisse dich jetzt schon“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Tom ist der perfekte Ehemann.
In Rickard bin ich verliebt…

Wann kann eine Frau sicher sein, dass sie ihren Mann überhat? Doch wohl spätestens, wenn sie sich in einen anderen verliebt, einen, der sie wieder …sieht!

Annika, 37jährige Ehefrau und glückliche Mutter zweier Kinder, verliebt sich wie ein Teenager in ihren neuen Arbeitskollegen Rickard. So weit, so gut. Doch ausgerechnet Annika! Alles hatte sie im Griff: Ehe, Kinder, Freunde, Beruf. Und jetzt das. Aber: Eros hat gezielt und mitten ins Herz getroffen. Rickard schafft es, eine Seite in ihr zum Klingen zu bringen, die Tom schon lange nicht mehr – oder vielleicht noch nie? – angeschlagen hat. Doch, doch, Annika kämpft: um ihren Mann, um ihre Familie, um ihr Gewissen. Und dann liest Tom versehentlich dieses SMS auf ihrem Handy: „Vermisse Dich jetzt schon. Kuss. R.“ Noch in der Nacht muss Annika ihre Koffer packen. Eine Woche Bedenkzeit hat Tom ihr gegeben…


Ein Roman mit Tiefgang.


Annika hat das perfekte Leben: einen liebenden Ehemann, zwei Kinder, einen Job und ausreichend Geld. Doch es ist nicht alles so, wie es scheint.
In die Ehe hat sich der Alltag bereits tief eingenistet. Immer häufiger fahren sich Tom und Annika an, streiten sich wegen Kleinigkeiten. Außerdem hat Annika das Gefühl, ihren Kindern keine gute Mutter zu sein. Schon wieder kommt sie zu spät in den Kindergarten, oder sie hat schon wieder den Schulbeginn verschlafen.
Hinzu kommen die Probleme, die Annika mit sich selber hat. Die Situation ist angespannt und droht immer wieder zu eskalieren.
Ausgerechnet jetzt tritt Rickard in ihr Leben. Er ist charmant, gutaussehend und flirtet schamlos… Annika fühlt sich wieder beachtet, fühlt sich gesehen.
Doch die beiden werden unvorsichtig und so kommt Tom bald hinter das Verhältnis der beiden. Und er stellt seiner Frau ein Ultimatum von einer Woche…


Der Alltag einer normalen Familie findet hier Beachtung. Und auch der Übergang, zu einem Zerwürfnis zwischen den Eltern.
Auch ohne Kinder konnte man die Gefühle, Gedanken und Regungen sehr gut nachvollziehen.
Es war oft aber auch so, dass man die Protagonistin am liebsten geschüttelt hätte und ihr ihre Fehler vor Augen geführt hätte.
Das Buch hat mich nachdenklich gemacht, hat mich mit seiner Tiefe überrascht. Dieses Buch war nicht einfach nur eine Beziehungsstory, wo wir mal gucken, wie sie endet. Dieses Buch hatte das gewisse Etwas.
Der Titel hat mich eher eine schnulzige Geschichte vermuten lassen, doch dem war nicht so.


Die Charaktere sind alle sehr authentisch. Sie haben alle ihre Ecken und Kanten, ihre guten und schlechten Seiten.


Das hier ist kein Spannungsroman, aber einer, über den wir beim Lesen nachdenken.
Eine Lese-Empfehlung von mir!


Bewertung:


Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an dtv!

Rezension: Im Kühlfach nebenan

Jutta Profijt – Im Kühlfach nebenan



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„Im Kühlfach nebenan“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Pascha hat geistliche Gesellschaft bekommen, denn auch Ordensschwester Marlene hat nach ihrem Tod bei einem mysteriösen Klosterbrand den Weg in den Himmel nicht gefunden.
Gemeinsam mit Rechtsmediziner Dr. Martin Gänsewein und dessen Nun-endlich-Freundin Birgit stürzt sich das Geisterduo in die Ermittlungen. Dabei geraten sie schnell in eine brenzlige Situation…


Rasant, haarsträubend, komisch!


Pascha, der überhebliche Geist aus „Kühlfach 4“, ist zurück!
Doch diesmal geistert er nicht allein. Er bekommt ungewollte Unterstützung von einer Nonne.
Das ist der Startschuss für neue Ermittlungen. Im Kloster hat es nämlich gebrannt, wobei besagte Nonne starb und eine zweite schwer verletzt wurde.
Bei der Aufklärung des Falles muss ihm hier wieder auf irdischer Seite geholfen werden. Unfreiwillig muss diese Aufgabe wieder der Rechtsmediziner Martin Gänsewein übernehmen. Der hat jedoch ganz andere Sachen im Kopf, als die Aufklärung eines Brandanschlags. Viel lieber widmet er sich Birgit, in die er sich kürzlich verliebt hat.
Doch Pascha gibt ihm dazu kaum Zeit…


Das Buch ist eine gelungene Fortsetzung von „Kühlfach 4“!
Gut gefallen hat mir der Wandel, den der Proletengeist Pascha hier durchlebt. Dadurch, dass er völlig andere Lebensweisen kennenlernt, beginnt er, seine eigene zu überdenken. Vielleicht eher unbewusst, aber es geschieht.
Er ist nicht mehr ganz so schrecklich aufmüpfig wie zu Beginn, er kann zum Schluss auch schon Abstriche machen und hat vor allem Magdalene, die Nonne, an seiner Seite akzeptiert.
Ob sie auf längere Zeit aneinander gebunden bleiben, lasse ich an dieser Stelle offen…


Mir hat auch sehr gut die Zusammenführung verschiedener alltäglicher Brennpunktthemen gefallen.
Ob es der Glaube, der Penner an der Straßenecke, oder ein noch viel brisanteres Thema ist, die Autorin hat alle Themen mit Bravour gemeistert.
Mit Witz und Charme schaffen es ihre beiden himmlischen Protagonisten, die Situationen zu entschärfen und sie den Leser von einer anderen Seite betrachten zu lassen.


Ich empfehle dieses Buch weiter und freue mich persönlich schon SEHR auf den dritten Teil!


Denn Pascha und seine Kühlfächer sind eine Krimiserie der anderen Art!


Bewertung:


Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den deutschen Taschenbuch Verlag!