Rezension: Als ich Amanda wurde

Als ich Amanda wurde habe ich schon im Vorfeld sehnsüchtig erwartet, da ich das Thema für mich als Außenstehende sehr interessant finde. Ich war gespannt, welche Geschichte Meredith Russo wohl erzählen würde.

Meredith Russo – Als ich Amanda wurde


Meredith Russo-Als ich Amanda wurde

Kurzbeschreibung:

Amanda Hardy hieß nicht immer Amanda. Früher war sie Andrew. Jetzt hat sie endlich die Operationen hinter sich und ist auch biologisch ein Mädchen. Bei ihrem Vater in Tennessee, wo niemand sie kennt, möchte sie ein neues Leben beginnen. Zunächst scheint das auch zu klappen: Plötzlich gibt es Freundinnen statt Mobbing und bewundernde Blicke von Klassenkameraden. Doch dann verliebt sich Amanda. So richtig. Mit Grant erlebt sie eine wunderschöne Zeit. Er vertraut ihr und eigentlich will Amanda auch ihm vertrauen und ihm von ihrem früheren Leben erzählen. Nur wie? Amanda setzt auf Zeit – ein gefährliches Spiel…

[Weiterlesen…]

Rezension: Ich lebe, lebe, lebe

Alison McGhee – Ich lebe, lebe, lebe




„Ich lebe, lebe, lebe“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Eine Winternacht in den Bergen, eine vereiste Kurve, ein blauer Truck … immer und immer wieder durchlebt Rose den Unfall, bei dem ihre ältere Schwester Ivy schwer verletzt wurde und ins Koma fiel. Rose sucht nach Hilfe: bei ihrer verschlossenen Mutter, bei wechselnden Jungenbekanntschaften. Doch was sie wirklich braucht, ist etwas anderes, was nur sie selbst sich geben kann.


Eindringlich, aber schwerfällig…


Das Cover verdeutlicht den Inhalt des Buches auf geradezu prägende Weise.
Das Mädchen in der Mitte allein auf einem Stein, haltsuchend kauernd und etwas verloren wirkend.
Diese Idee findet sich auch im Schreibstil der Autorin.
Er ist gewöhnungsbedürftig, aber spiegelt die ruhelose Suche von Rose bis an den Rand der Erschöpfung auf eindringliche Weise wider.
Ständig wiederholt sie die Schlüsselszene, lässt den Leser immer wieder nachfühlen, was das Mädchen durchlebt hat. Oder womit ihr persönlicher Albtraum ihren Anfang nahm.
Doch der Stil strengt auch an.
Es sind einfach zu wenige Seiten, als dass Rose eine ernsthafte Entwicklung durchleben kann.
Ihre wechselnden Jungengeschichten ließen bei mir kein Mitleid entstehen, eher Unverständnis. Der Charakter blieb einfach zu blass. Ich konnte mich nicht einfühlen und wenigstens versuchen, ihre Handlungsweise nachzuvollziehen.


Die Geschichte ist viel zu schnell um, dreht sich häufig nur im Kreis und es fehlt ein wenig der springende Punkt.
Mir ist die Handlung rasch wieder entglitten, woran ich merke, dass das Buch nichts in mir bewirkt hat.
Sicherlich versuchte die Autorin, Worte für eine unaussprechliche Grausamkeit zu finden, wenn es kaum Worte gibt, was ihr leider aber nur teilweise gelungen ist.


„Ich lebe, lebe, lebe“ ist schnell gelesen, aber auch ebenso schnell wieder vergessen. Leider.


Bewertung:

Rezension: Die Tote von Charlottenburg

Susanne Goga – Die Tote von Charlottenburg




„Die Tote von Charlottenburg“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Berlin 1923. Eine engagierte Ärztin und Frauenrechtlerin wird tot in ihrer Charlottenburger Wohnung aufgefunden. Ihr Neffe will nicht an einen natürlichen Tod glauben. Und in der Tat hatte sich die Ärztin zu Lebzeiten viele Feinde gemacht. Kommissar Leo Wechsler ermittelt – es ist ein Fall, der ihr vor ganz neue Herausforderungen stellen wird…


Spannend und vielfach außergewöhnlich


Mein erster Kriminalroman von Susanne Goga schaffte es auf einen Schlag, mich in seinen Bann zu ziehen.
Leo Wechsel als Ermittler war mir bis jetzt nur vom Hörensagen bekannt, doch ich bin froh, diesen Kommissar nun kennengelernt zu haben.


Von der Autorin bin ich im historischen Genre schon außergewöhnliche Romane gewohnt, doch auch hier lässt sie es sich nicht nehmen, abseits der ausgetretenen Pfade zu wandeln.
Natürlich kann kein Ermittler ohne private Baustellen auf den Plan treten, doch es geht mir mehr um die Handlungsstruktur und die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten.
Die Geschichte spielt 1923, was die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten einerseits einschränkt, andererseits aber auch erweitert. Es war spannend, zu zusehen, wie Susanne Goga alles nutzte und ausreizte, was möglich war.
Sie bezieht nicht nur aktiv die damalige Zeit und Geschichte ein, sie entwickelt auch sehr interessante Handlungsstränge, die den Leser immer wieder überraschen und beeindrucken.


„Die Tote von Charlottenburg“ hat mir gezeigt, dass es doch nicht nur einen Haufen stereotyper und langweiliger Krimiromane auf dem Markt gibt.
Ich bin also jederzeit bereit, es auch wieder mit Leo Wechsel zu versuchen und mir auch auf jeden Fall noch die anderen Fälle des gewitzten Ermittlers zu gönnen.
Danke, liebe Susanne, dass du meinen Vorurteilen gegenüber Krimis nicht entsprochen hast!


Bewertung:

Rezension: Finding Sky

Joss Stirling – Finding Sky


Joss Stirling–Finding Sky

Kurzbeschreibung:

Zed Benedict umgibt ein Geheimnis. Mit seiner Arroganz, seiner Unnahbarkeit, seinem Zorn schüchtert er alle ein: Lehrer, Mitschüler. Auch Sky, die sich, allerdings heimlich, stark zu dem unverschämt gut aussehenden Jungen hingezogen fühlt. Doch dann hört sie plötzlich seine Stimme in ihrem Kopf … und er versteht ihre gedachte Antwort! Als Zed daraufhin behauptet, Sky sei sein Seelenspiegel, sein ideales Gegenstück und ein Savant wie er, ein Mensch mit einer übernatürlichen Gabe, glaubt Sky ihm kein Wort. Und will ihm nicht glauben – denn tief in ihr drinnen rührt sich eine Fähigkeit, vor der sie eine Höllenangst hat …

Spannend, romantisch – mitreißend…

Das verspielte Cover deutet auf eine romantische Handlung hin.
Doch „Finding Sky“ ist so viel mehr als das.

Innerhalb weniger Stunden hatte ich das Buch durch. Der Schreibstil von Joss Stirling hat mich vollkommen in seinen Bann gezogen, sodass icheinfach nichtmehr aufhören konnte. Es war wie eine Sucht, der man einfachnachgeben musste.
Die Charaktere, die die Autorin ersonnen hat, sind alle auf ihre Art liebeswert, sowie einzigartig.
Sky ist glücklicherweise nicht die durchgehend tollpatschige und hilflose Person. Sie ist sarkastisch, humorvoll, aber auch ein wenig kühl und scheu. Bei ihr muss man einige Schichten abkratzen, um das wahre Innere erahnen zu können.
Auch Zed hat es mir angetan. Er ist zwar zu Beginn das genaue Gegenteil es Helden, aber er macht sich.
Die Romantik, die Liebe zwischen den beiden, wird nicht allzusehr ausgeschmückt und dennoch ist dem Leser mit jeder Zeile das tiefe Gefühl zwischen den beiden bewusst. Es ist mehr eine subtile Ahnung, was sie wirklich füreinander empfinden.

Die Handlung hat immer wieder neue spannende Höhepunkte zu bieten. Es ist nicht so, dass alles auf einen einzigen, finalen Akt hinausläuft. Vorher passiert eine Menge und man stolpert von einem Ereignis zum nächsten. So kann an das Buch einfach nicht zur Seite legen.

Ich bin glücklich bei dem Gedanken, bald den zweiten Teil in den Händen halten zu können. Lange halte ich es nach dieser grandiosen Idee von einem Buch nämlich nicht mehr ohne eine Fortsetzung aus…
Joss Stirling hat ein großartiges Buch geschrieben und ich bin gespannt darauf, bald mehr von ihr lesen zu können.

Kaufen: amazon.de
Format: Taschenbuch
ISBN: 9783423715881 Bewertung:
Erscheinungstermin: Oktober 2014
Verlag: dtv
Übersetzung:


Rezension: Dead Beautiful

Yvonne Woon – Dead Beautiful. Deine Seele in mir




„Dead Beautiful. Deine Seele in mir“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Nur einen Kuss – nichts wünscht sich die 16-jährige Renée sehnlicher von ihrem schönen, doch seltsam unnahbaren Mitschüler Dante. Noch nie zuvor hat sie zu einem Jungen eine solch starke Seelenverwandtschaft empfunden. Aber obwohl die Anziehung zwischen ihnen spürbar ist, verweigert ihr Dante diesen Kuss. Warum? Und was hat es mit den ganzen seltsamen Fächern wie Bestattungskunde und Gartenbau an ihrer neuen Schule auf sich? Renée ist fasziniert von den alten Riten an ihrem Internat und gleichzeitig verunsichert. Denn es kommt immer wieder zu mysteriösen Todesfällen unter den Schülern…


Überzeugend!


Das Cover hat nicht gerade Lust auf mehr gemacht.
Das war es definitiv nicht, was mich zum Lesen des Buches verführt hat. Eher hat da die Kurzbeschreibung Schuld. Gedacht – erworben. Als es dann aber bei mir im Regal schlummerte, konnte ich mich erstmal gar nicht zum Lesen überreden. Das war mehr so eine Übersprunghandlung – die ich aber nicht bereut habe!


Zwar lässt der Titel schon vermuten, dass es sich irgendwie um den Tod dreht, aber das gesamte Ausmaß ließ sich nicht erahnen.
Das hat sich auch erst im Laufe der Geschichte vollständig gezeigt und ausgebreitet.
Ich meine, es gibt ja derzeitig recht viele Kreaturen, die auf dm Buchmarkt ihr Unwesen treiben und ich hätte mit allem gerechnet – doch nicht damit.
Spoilern möchte ich es nicht, da es doch ein sehr wesentlicher Einschnitt in die Handlung wäre.
Aber gegenüber IHNEN hätte ich eine Menge Vorurteile gehegt und wahrscheinlich nie zu dem Buch gegriffen, wenn vorher gleich alles glasklar gewesen wäre.
Hätte, wäre – nicht sehr konkret für eine Rezension.
Was ich damit aber ausdrücken möchte, ist die Überraschung und die Faszination, die ich mit diesem Buch aufgrund der Enthüllungen durchlebte.


Natürlich ist es auf der anderen Seite auch wieder eine stereotype Grundgeschichte á la gutaussehender Typ und Mädel verlieben sich ineinander. Liebe steht aber vor gewaltigen Hindernissen. Dann kommen gewisse Elemente, die kritische (oder aufmerksame) Leser an bestimmte Geschichten erinnern könnten. Doch ich möchte es abseits davon betrachten! Yvonne Woon hat es dennoch nämlich geschafft, dem Roman mit einer eigenen Idee zu eigener Größe zu verhelfen!


Mir hat der Schreibstil ebenfalls sehr zugesagt. Sie versteht es, Gefühle, Wünsche und Träume darin zu verpacken. Die Handlung und die Orte waren plastisch und so authentisch, wie nur irgend möglich.
Gerne würde ich noch viel, viel mehr schreiben, nur ich habe das unbestimmte Gefühl, dann zu viel zu verraten!
Nur so viel: Das Buch hat mich überzeugt!


Bewertung:

%d Bloggern gefällt das: