Neuerscheinungen

Ich möchte euch ein paar vielversprechende Neuerscheinungen vorstellen:


Laila El Omari – Der Purpurhimmel
Kurzbeschreibung
1778: Olivia führt in London ein behütetes Leben als Offizierstochter. Das ändert sich schlagartig, als ihr Vater nach Gibraltar versetzt wird und das Leben in der Fremde manche Risse in der bislang heilen Welt der Familie offenbart. Olivias Eltern entzweien sich, und ihre todkranke Schwester Ruby und ihr Bruder Stanley scheinen etwas vor ihr zu verbergen. Als dann Sir John Retallick, ein hochangesehener Offizier, um sie wirbt, heiratet Olivia ihn in der Absicht, mit ihm nach England zurückzukehren. Dann jedoch beginnt die Große Belagerung von Gibraltar, John muss in den Krieg ziehen, und Olivia stößt auf ein schreckliches Geheimnis …


Andrea Koßmann – Männertaxi
Kurzbeschreibung
Warum kann man Männer nicht bestellen wie Pizza: »Einmal die Nummer 12, bitte extrascharf!«? Isa will diese Marktlücke schließen und beginnt mit Vergnügen, die »Speisekarte« zusammenzustellen. Sie ahnt nicht, dass das Männertaxi nicht nur das Liebesleben ihrer Kundinnen beflügeln, sondern auch ihr eigenes kräftig durcheinanderwirbeln wird


Kerstin Gier – Smaragdgrün
Noch KEINE Kurzbeschreibung


Sabine Ebert – Der Fluch der Hebamme (in NEUER Kollektion)
Kurzbeschreibung
Freiberg 1189: Fast fünf Jahre sind seit Christians Tod vergangen. Marthe und Lukas leiden immer noch unter dem Verlust des Geliebten und Freundes und müssen ihre Gefühle füreinander neu bestimmen. Doch das ist nicht die einzige Sorge, die ihr Leben überschattet, denn es naht der Tag, an dem der grausame Albrecht, der älteste Sohn des Markgrafen Otto, die Regentschaft über die Mark Meißen übernehmen wird. Marthe und Lukas können nicht fliehen: Sie müssen Christians Vermächtnis erfüllen – und sich um die mittlerweile fast erwachsenen Kinder kümmern. Die sechzehnjährige Clara soll heiraten, obwohl sie heimlich in den jüngeren Sohn des Markgrafen verliebt ist, und Thomas träumt davon, sich Kaiser Barbarossas Kreuzzug ins Heilige Land anzuschließen …


Andreas Franz – Teufelsleib
Kurzbeschreibung
Kommissar Peter Brandt ist gerade aus einem Kurzurlaub mit seiner Freundin, der Staatsanwältin Elvira Klein, zurück, als er mit einem besonders seltsamen Mordfall konfrontiert wird. Am Mainufer in Offenbach wird eine Hausfrau tot aufgefunden. Das Merkwürdige daran: In ihrer Hand hält sie einen Olivenzweig, und in ihrem Mund findet man eine Olive und eine Taubenfeder. Sehr schnell stößt der Kommissar auf das Geheimnis der Toten: Sie ging offenbar einem äußerst lukrativen Nebenerwerb nach, genau wie zwei weitere Frauen, die in den letzten zwölf Monaten ermordet wurden. Peter Brandt betritt eine Welt aus religiösem Fanatismus, Gewalt und Rache.


John Katzenbach – Der Professor
Kurzbeschreibung
Der pensionierte Psychologieprofessor Adrian Thomas bekommt von seinem Arzt eine niederschmetternde Diagnose: Demenz. Damit haben sich seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Vor seinem inneren Auge erscheint die Schreckensvision seines unaufhaltsamen, unheilbaren Abgleitens in die Dunkelheit. Verstört blickt der alte Mann auf die Straße hinaus und sieht in der anbrechenden Dämmerung ein vielleicht sechzehnjähriges Mädchen vorübereilen. Gleichzeitig rollt ein Lieferwagen heran, bremst ab und beschleunigt wieder: Das Mädchen ist verschwunden. Der alte Professor ist verwirrt. Hat er gerade eine Entführung beobachtet? Wenn es tatsächlich ein Verbrechen war, muss er handeln. Die Frage ist nur, wie. Kann er noch klar genug denken, um das Mädchen zu finden?

Rezension: Wolkenspiele

Gabriella Engelmann – Wolkenspiele



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„Wolkenspiele“ bei amazon


Kurzbeschreibung:
„Die Erkenntnis, dass eine Ehe nicht ewig halten muss, bleibt auch Anna nicht erspart – nach 15 Jahren ist alles aus. Deshalb nimmt sich die 43-Jährige eine Auszeit und reist nach Amrum, wo sie die Biografie einer verstorbenen Schriftstellerin schreiben will. Auf der Fähre begegnet sie dem Fotografen Paul, der sie auf andere Gedanken bringt. Doch die Vergangenheit lässt Anna nicht los, und außerdem ist da noch ihr undurchsichtiger Vermieter, der ein dunkles Geheimnis zu hüten scheint…“


Herzergreifend authentisch…


Anna ist gerade frisch getrennt und wartet auf die Scheidung mit ihrem Mann. Sie entscheidet sich für eine Auszeit. In dieser möchte sie die Biografie einer Schriftstellerin schreiben, die auf tragische Weise den Tod fand. Anna fühlt sich mit der Toten verbunden und versucht ihre Geschichte so originalgetreu wie möglich zu schreiben. Auf Amrum möchte sie zur Ruhe kommen und in Ruhe die richtigen Worte finden. Doch sie findet nicht nur puzzleweise Bruchstücke aus Charlottes Leben und Absturz, sie erkennt auch die Prioritäten ihres eigenen Lebens. Daran hat nicht zuletzt Paul, der nette Fotograf, welcher immer zur Stelle ist, einen großen Anteil.
Anne beginnt ihr Leben wieder zu Leben und während des Analysierens eines vergangenen Lebens, kommt sie Charlotte immer näher. Sie zieht Parallelen zu sich selbst und versucht daraus zu lernen.


Turbulent, rasant und überaus romantisch ist dieses Buch eine kurze aber schöne Unterhaltung.
Der Prolog bleibt lange ungeklärt. Tragisch, aber lange ohne Verbindung zum Buch, wirkt er zu Beginn fehl am Platze. Wenn man aber den Zusammenhang verstanden hat, dann ist die Einbindung in die Geschichte einfach nur prima gelungen.
Gabriella Engelmann hat hier einen geradezu magischen Roman geschrieben. Lebhaft und immer wieder überraschend, passiert auf den knapp 300 Seiten eine Menge.


Anna findet nicht nur wieder zu sich selbst, sie kommt auch ganz allmählich über einen großen dunklen Fleck in ihrem Leben hinweg.
Von ihrer Schwester bekommt sie den Rücken gestärkt, ebenso wie von der familiären Gemeinde auf Amrum.
Und sie hilft anderen Menschen dabei, ebenfalls wieder zu sich selbst zu stehen.


Hervorheben muss man auch die Stärke der Autorin, die Orte anschaulich zu beschreiben. Man hat das Gefühl, direkt daneben zu stehen und bekommt beim Lesen Lust, gleich selbst nach Amrum aufzubrechen.


Wunderschön, leider kurz, aber trotzdem eine absolute Empfehlung!


Das Cover muss bei diesem Buch besondere Erwähnung finden. Sehr verspielt passend zum Titel, wurden die blauen Elemente mit farblich passendem Samt bedeckt. Eine sehr süße Idee!


Bewertung:

Rezension: Der Täter

John Katzenbach – Der Täter



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„Der Täter“ bei amazon.de



Kurzbeschreibung:
„Das Trauma
Der Schrecken
Der Täter
Miami 1995. Als seine Nachbarin erdrosselt aufgefunden wird, ist Detective Simon Winter klar, dass ihre Angst berechtigt war: Tags zuvor hatte die Holocaustüberlebende ihm verzweifelt berichtet, ihr sei der Schattenmann begegnet – jener Nazi-Scherge, der damals untergetauchte Juden ans Messer lieferte. Offenbar ist er zurückgekehrt, um die letzten Zeugen seiner Tat zu beseitigen. Detective Winter begibt sich auf eine lebensgefährliche Jagd…“


Rasant und grausam spannend bis zur letzten Seite…


Simon Winter ist ein in die Jahre gekommener Ex-Polizist und sieht in seinem Leben keinen Sinn mehr. Zum entscheidenden Schritt in den ewigen Frieden kommt er aber nicht – Winter wird von seiner Nachbarin unterbrochen.
Aufgelöst und vollkommen durcheinander berichtet sie vom Schattenmann. Jenem Juden, der damals Tausende in den Tod geschickt hat. Sie hat ihn gesehen und ist in Panik. Wenn er sie erkannt hat, dann würde sie nicht mehr lange zu leben haben.
Winter glaubt ihr nicht. Sie ist alt, einsam und etwas verwirrt. Außerdem hat sie den Mann früher nur für ein paar schreckliche Sekunden zu Gesicht bekommen. Da könne er sich heute sicher nicht mehr an sie erinnern.


Doch Simon Winter sollte Unrecht haben. Noch in der gleichen Nacht wird seine Nachbarin ermordet.


Eine Suche nach dem Nichts beginnt. Eine Suche nach einem Schatten, von dem niemand mehr als die Angst kennt.
Doch Winter und die Polizei nehmen die Verfolgung auf. Sie wollen die Überlebenden schützen, was ihnen aber nicht gelingt. Der Schattenmann ist ihnen dicht auf den Fersen und löscht ein Leben nach dem anderen aus. Winter ermittelt und gräbt sich langsam in eine grausame Vergangenheit, dessen Ausmaße er sich so nie erträumt hätte.


John Katzenbach kratzt an Geschichten, die die meisten Menschen heute nur noch vom Hörensagen kennen. Er lässt Dinge, Gespräche und verschiedene Elemente einfließen, die beim Lesen Angst machen und dem Genre „Psychothriller“ alle Ehre machen. Die Identität des sagenhaften Schattenmannes nicht aufgelöst, aber es ist wohl auch besser so.
Die Wogen waren, nachdem ich das Buch beendet hatte, sehr aufgewühlt – der Inhalt musste sich erst mal setzen. Es ist spannend, macht nachdenklich und der Schreibstil packt den Leser, sodass man niemals Langeweile hatte. Interessant und gut fand ich auch, dass Katzenbach Erinnerungssequenzen hat einfließen lassen. Sie waren so authentisch und berührend, dass man glaubt, man würde selbst beim Gespräch dabei sein.
Eine unbedingte Leseempfehlung aber teilweise nichts für schwache Nerven.


Bewertung:

Rezension: Liebe völlig ausgeschlossen

Melissa Hill – Liebe völlig ausgeschlossen


„Liebe völlig ausgeschlossen“ bei amazon.de



Kurzbeschreibung:
Taras Leben scheint perfekt. Mit Anfang 30 hat sie eine großartige Karriere hingelegt und lebt glücklich mit Glenn zusammen in Dublin. Für ihre jüngere Schwester Emma stehen die Sterne nicht ganz so günstig: kein fester Job, die letzte Beziehung gerade in die Brüche gegangen – und nun, nach einem One-Night-Stand, die schockierende Nachricht: Sie ist schwanger. Und sie will die Identität des Vaters auf keinen Fall preisgeben. Tara hat einen bösen Verdacht.


Die Geschichte hat mehrere Handlungsstränge, was zu Beginn etwas verwirrend erscheinen mag. Doch schon nach kurzer Zeit hat die Autorin die Schicksale der Charaktere geschickt miteinander verwoben.
Das macht die Handlung zu einer aufwendigen, komplexen Idee.


Da sind Tara, Emma, Liz und Natalie und alle wollen sie das gleiche: die große Liebe finden und/oder mit ihr zurechtkommen. Da darf auf Dinge wie Intrigen und Eifersuchtsdramen natürlich nicht verzichtet werden.
Während die eine ihrem potentiellen Ex-Ehemann nachweint, muss die andere um die Treue ihres Gatten bangen.
An jeder Ecke lauern Gefahren in Form von weiblichen Rundungen, langen Beinen und schwingenden Löwenmähnen.


Und damit die ganzen Beziehungswünsche erfüllt werden können, sind auch schon mal ernste Standpauken nötig.


Turbulent, chaotisch und warmherzig ist Melissa Hills Geschichte, erzählt von spritzigen, erfrischenden Worten.
So viele Überraschungen im Ablauf hat man selten in einem Buch auf einmal.


Für alle herzergreifende-Bücher-Fans ein absolutes Lese-Muss!


Bewertung:

Rezension: Vier Pfoten und drei Kilo zu viel

Elizabeth Wrenn – Vier Pfoten und drei Kilo zu viel




„Vier Pfoten und drei Kilo zu viel“ bei amazon.de



Kurzbeschreibung:
Die Kinder fast aus dem Haus, die Ehe in die Jahre gekommen, dazu der ständige Ärger mit den überflüssigen Pfunden – Deena ist zurzeit alles andere als zufrieden mit sich. Da tapst der Welpe Heloise in ihr Leben und stellt es von einem Tag auf den anderen völlig auf den Kopf…


Deena ist übergewichtig, putzsüchtig und weiß mit ihrem Leben nichts mehr anzufangen. Sie sehnt sich nach einem Baby, nach Liebe – nach einem Ausweg aus der Midlife-Crisis. Sie findet ihn in Gestalt eines kleinen Hundes, den sie für die Ausbildung zum Blindenführhund vorbereiten möchte.


Das hat sie sich einfacher vorgestellt, als es ist. Nach anfänglicher Entmutigung lernt sie Heloise immer besser zu verstehen. Lernhürden werden mit Spaß und Ideenreichtum überwunden.
Deena findet neue Freunde und lernt jeden Tag dazu. Sie tut etwas für sich und denkt auch mal an sich. Sie lernt, dass ihre Familie auch ohne ihre ständige Anwesenheit überleben kann.
Doch nicht alles läuft im Leben immer geradeaus. Als Deena sich endlich aus ihrem Zwang befreit in die Unabhängigkeit gleiten lassen will, entsteht Zwist mit ihrem Mann. Der gegenseitige Verdacht auf Affären lässt die Beziehung brodeln.


Das Buch ist so authentisch geschrieben, dass wir wohl jetzt alle unsere Eltern verstehen können.
Der Hund ist so natürlich und authentisch, dass wir uns am liebsten selbst einen zulegen würden.
Der Leser hat zwar hier keine tiefgründige, literarisch „wertvolle“ Literatur vor sich, aber dennoch etwas, was die Mundwinkel in die Höhe zieht.
Es ist schön zu wissen, dass die Autorin selbst einen Hund für diesen Roman erzogen hat. Dadurch trägt sie dem Leser die Situationen sehr nahe und auch die hier entstehenden Familienprobleme.
Dieses Buch ist voller Überraschungen und mehr kann ich dazu auch gar nicht schreiben.
Hundeliebhaber werden dieses Buch lieben, aber auch Menschen ohne Tiere können sich in diesem Buch wiederfinden.


Lest es!


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