[Blogtour „Frühstück mit Sophie“] Rezept für Erdbeer-Mandel-Pfannkuchen

blogtour bentz sophie

Rezept für Erdbeer-Mandel-Pfannkuchen

Das Titel-Frühstück hat eine besondere Bedeutung im Roman.
Sophie, eine verrückte, aber liebenswerte, ältere Dame, gibt immer wieder Ratschläge fürs Leben. Ob nun gewollt oder ungewollt. Und diese zuweilen doch recht schwer verdaulichen Neuigkeiten müssen deshalb mit ein paar Leckereien verarbeitet werden. Funktioniert einfach viel besser.
Damit ihr fortan auch immer gut vorbereitet seid, egal ob bei Krisengesprächen, oder spontanen Anfällen von Heißhunger, teilt die Autorin Jennifer Bentz heute ihr liebstes Frühstücksrezept mit uns.


Da der Roman das Wort „Frühstück“ im Titel trägt, wird Jenny immer wieder gefragt, was sie denn morgens eigentlich frühstückt. Meistens ist ihr Frühstück wenig spektakulär und besteht aus einfachem Müsli mit Früchten. Wenn sie aber Zeit hat, backt sie gerne Pfannkuchen und probiert bei der Zusammenstellung des Teigs verschiedene Varianten aus, ihre liebsten sind welche mit gemahlenen Mandeln, gemahlenen Haselnüssen oder Kokosmehl im Teig. Hier das Rezept für fünf bis zehn Mini-Pfannkuchen der Variante Erdbeer-Mandel:

Ihr braucht:
2 Eier
150g Mehl (bei Glutenunverträglichkeit funktioniert auch Reismehl oder eine glutenfreie Mehlmischung)
1 Esslöffel gemahlene Mandeln
200ml Milch (bei Laktoseintoleranz gelingen die Pfannkuchen auch mit Soja- oder Hafermilch)
Wer das ganze noch exotischer haben möchte, kann noch einen halben Esslöffel Kokosmehl in den Teig geben

Tipp: Da die Pancakes in der Pfanne durch die gemahlenen Mandeln (und eventuell das Kokosmehl) schneller auseinanderbrechen können, klappt es am besten mit Mini-Pancakes!

Wer keine Mandeln mag oder zur Hand hat: auch die Haselnuss-Erdbeer-Variante mit gemahlenen Haselnüssen schmeckt sehr gut.

Danach Ahornsirup, Erdbeeren und Mandelsplitter auf den Pfannkuchen verteilen.

Guten Appetit!

pfannkuchen bentz erdbeeren


Gewinnspiel

Jetzt habt ihr noch bei einem GEWINNSPIEL die Möglichkeit, Wundertüten zu gewinnen. Ihr könnt bis 08.12.2015 bei jeder der Stationen mitmachen und so eure Gewinnchance erhöhen.

Teilnahmebedingungen:
Bitte beantwortet folgende Frage als Kommentar unter diesem Blogpost. Nur wer diese Aufgabe erledigt, wandert in den Lostopf für die Wundertüten.

Zur Info:
1.) Beachtet bitte genau die Aufgabe!
2.) Die Adressen werden nur für das Gewinnspiel verwendet und anschließend gelöscht.
3.) Es wird nur innerhalb Deutschlands, Osterreichs und der Schweiz versandt.
4.) Es wird keine Haftung übernommen, falls der Gewinn auf dem Postweg verloren gehen sollte.
5.) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Frage:

Was esst ihr am liebsten zum Frühstück, wenn ihr dazu wirklich Zeit habt?


Die anderen Stationen der Blogtour

01.12.15 Die Story dem Buch bei Claudia
02.12.15 Zitate und Lieblingssätze bei Sabine
03.12.15 Rezept hier bei mir
04.12.15 Wer frühstückt eigentlich? – Die Protagonisten bei Anja
05.12.15 10 Dinge, die ich niemals tun wollte – Louisas Regeln bei Kultürlich
06.12.15 Wundertüten zu gewinnen bei Johanna

Bitte Beitrag teilen, denn das Buch lohnt sich!


[Blogtour „Die erstaunliche Wirkung von Glück“] Glückssymbole

blogtour glück susanne rehlein

Nicole hat vorgestern einen sehr schönen Artikel über „Die Wirkung von Glück“ geschrieben und welche Möglichkeiten es gibt, dass wir Glück empfinden.
Heute möchte ich euch in Anlehnung daran bekannte Symbole vorstellen, die uns als Glücksbringer bekannt sind und welche Bedeutung sie haben, oder woher sie ursprünglich kommen.

Das vierblättrige Kleeblatt

klee glück glücksklee Vierblättrige Kleeblätter sind selten und es gehört schon eine Menge Glück dazu, um eines zu finden. Deshalb ist es dann auch etwas ganz Besonderes, wenn man tatsächlich eines entdeckt. Natürlich kann man sich auch speziell gezüchtete, vierblättrige Kleeblätter kaufen, aber diese sollen das Pech hingegen anziehen.
Dorle hat in der langen Reihe ihrer Aufgaben auch eine sehr „überwältigende“ Begegnung mit Pflanzen. Leider hat sie keinen grünen Daumen und Klee ist auch nicht darunter.

Schornsteinfeger

schornsteinfeger Wenn man einen Schornsteinfeger berührt, dann soll das Glück bringen. Dieser Glaube kommt vermutlich aus dem Mittelalter, da die Schornsteinfeger durch das Kehren der Kamine Brände in den Häusern verhinderten.
Selbst wenn Dorle eine ganze Armee von Schornsteinfegern begegnen würde, könnten sie ihr wohl kein Glück bringen. Sie mag es nicht, wenn man sie berührt und Umarmungen schon gar nicht…

Der Marienkäfer

klee glück glücksklee Der Name kommt direkt von der Jungfrau Maria. Der kleine Krabbler kümmert sich hingebungsvoll um die Schädlingsbekämpfung und so glaubten Bauern und Landwirte früher fest daran, dass er direkt von Gott kommen müsse. Außerdem bringt es Glück, wenn ein Marienkäfer auf einem landet. Wenn man ihn tötet, ist das allerdings fatal…

Das Hufeisen

hufeisen Früher war Eisen ein sehr wertvolles Material. Außerdem schützte es das noch viel wertvollere Pferd. So wurde das Hufeisen zum Schutz gegen böse Hexen, den Teufel und andere Ungeheuer gegen Türen genagelt. Aber Vorsicht: Immer mit der offenen Seite nach oben. Andernfalls fällt das Glück heraus!

Der Mistelzweig

mistelzweig Ihr kennt bestimmt alle den Brauch, dass man sich unter einem Mistelzweig küssen muss. Verliebten Paaren soll das Glück bringen. Früher wurden dem Mistelzweig aber auch Heil- und Schutzkräfte nachgesagt. So hängte man in Haus und Stall auf, um sich vor bösen Hexen zu schützen.
Sich zu küssen ist für Dorle in sehr weiter Ferne. Einerseits ist das die Sache mit dem Berühren, andererseits müsste sie sich dazu verlieben. Also das mit der Liebe ist ja vielleicht noch unkompliziert, aber dann müsste sie sich auch auf dieses Gefühl einlassen. Dorle einfach mit jemandem unter einem Mistelzweig abzusetzen, dürfte nicht die gewünschte Wirkung haben.

Der Glückscent

glückscent glückspfennig Früher war es der Glückspfenning, heute hat sich die Bezeichnung der neuen Währung angepasst. Wenn man einen Cent verschenkt, so wünscht man sich damit symbolisch Reichtum und Wohlstand. Früher war es weder ein Pfenning, noch ein Cent, eher ein Taler oder Groschen. Er wurde an die Tür genagelt, um Hexen und böse Geister fernzuhalten.
Mit Dorles Hang zur Sauberkeit würde ihr Glückscent garantiert immer strahlen und blitzen.

Das Schwein

glückscent glückspfennig Ein Schwein bringt etwa 10 kleine Ferkel zur Welt. So steht es symbolisch für Stärke und Fruchtbarkeit und auch für Nahrung. Schon bei den Römern galt man als privilegiert, wenn man viele Schweine besaß. Heutzutage schenkt man sich aber kein lebendiges Ferkel mehr, sondern eine Nachbildung, meist aus Marzipan. Das Sprichwort „Schwein gehabt“ kommt vermutlich daher, dass der Verlierer in einem mittelalterlichen Wettbewerb ein Schwein geschenkt bekam. Er hatte also „Schwein gehabt“.
Dorle kümmert sich um alles und jeden. Da würde sie bestimmt auch kein Problem mit einem Schwein haben. Obwohl ihr das eventuell verursachte Chaos vielleicht Kopfschmerzen bereiten würde.

Gewinnspiel

Habt ihr auch schon mal eines dieser Symbole gesehen/ genutzt/ verschenkt?

Schreibt mir die Antwort in die Kommentare.

Gewinne
Verlost werden am Ende der Tour unter allen Teilnehmer_innen fünf mal je ein Exemplar des Buches.

Doppelte Gewinne werden ausgeschlossen. Die Gewinner_innern werden voraussichtlich ab dem 17.10. auf Literaturschock bekannt gegeben und per E-Mail benachrichtigt.

Alle Stationen der Blogtour

10.10. Spoilerfreie Rezension von „Die erstaunliche Wirkung von Glück“ bei Frau Hauptsachebunt
11.10. Die Wirkung von Glück bei About Books
12.10. Glücksrezepte bei The Read Pack
13.10. Glückssymbole auf dem Kielfeder-Blog
14.10. Interview mit Susann Rehlein auf Literaturschock.de

[Blogtour „Morgen ist ein neues Leben“] Familienbande

blogtour kerstin hohlfeld

Eine Familie zu haben, ist nicht leicht.
Nachdem ihr gestern bei Ramona schon ganz viel über die einzelnen Figuren erfahren habt, dürfte euch klar sein, dass das Thema Familie in dem neuen Roman von Kerstin Hohlfeld natürlich eine sehr wichtige Rolle spielt.

Kerstin Hohlfeld beleuchtet in ihrer dramatischen Geschichte mehrere Fragen:
Was hält eine Familie zusammen?
Wie viel kann eine familiäre Bindung aushalten?
Kann „Familie“ auch lange Trennungen überstehen?
Ab wann ist man bereit für eine Familie?

Es sind alles Fragen, die man sich irgendwann im Leben ebenfalls stellt.
Natürlich vielleicht nicht unbedingt so brisant und folgenschwer, aber man stellt sie sich.
Wer bin ich?
Wo will ich im Leben hin?
Habe ich etwas verpasst?

Auch mit zahlreichen Identifikationsfragen hat Kerstin Hohlfeld sich beschäftigt und diese sind oftmals ja auch sehr stark von der Familie beeinflusst.
So auch in „Morgen ist ein neues Leben“.
Jede ihrer 3 starken Frauenfiguren muss erstmal ausbrechen und fallen, um sich neu finden zu können.
Jede kämpft auf ihre eigene Weise mit ihrer Familie und muss aus einem beengten und gewohnt gewordenen Trott heraus eine aufreibende Suche nach sich selbst meistern.

Und bis die Familie dann begriffen hat, wie und wo man sich gegenseitig unterstützen kann und muss, dauert es natürlich eine Weile.
Wie im echten Leben.
Man ist sich einfach zu ähnlich, um ohne Konfrontationen leben zu können.
Aber manchmal sind es ja genau diese Konfrontationen, die das Salz in der Suppe ausmachen.
Und den ganzen Tag Friede-Freude-Eierkuchen wäre ja auch irgendwann ein wenig langweilig, oder?

Gewinnspiel

Welches Ritual mögt ihr am liebsten in eurer Familie?

Schreibt mir die Antwort in die Kommentare.

Gewinne
1. Preis
Taschenbuch „Morgen ist ein neues Leben“ incl. Malaysia Stoffhülle & incl. Lesezeichen aus Malaysia Stoff

2.-5. Preis
je ein Taschenbuch „Morgen ist ein neues Leben“ incl. Lesezeichen aus Malaysia Stoff

Teilnahmebedingungen
Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.

Alle Stationen der Blogtour

12.9. Absolut Ausdruckstark
Dani von Lesemonsterchens Buchstabenzauber

13.9. Intensiv
Annett von reading-books

14.9. Charismatisch
Ramona von Schmoekereck

15.9. Familienbande
Ramona von Kielfeder

16.9. Entscheidungen
Manja von Manjas Buchregal

17.9.
Gewinnerbekanntgabe

[Blogtour Agatha Christie] Tag 3 mit Hercule Poirot

agatha christie blogtour

Agatha Christie hat Geburtstag – aber um an die Geschenke zu kommen, muss präzise, ganz wie ein Hercule Poirot ermittelt werden! Anlässlich des 125. Geburtstags der Queen of Crime laden sechs Blogger gemeinsam mit dem Atlantik Verlag zur Blogtour ein.

Vom 7. bis 12. September präsentiert täglich ein Blog einen Teil der Hercule-Poirot-Geschichte »Die Pralinenschachtel«, verbunden mit einer Rätselfrage. Wer alle Fragen gelöst hat, dem winken am Ende tolle Preise!

Teil 3 von Die Pralinenschachtel


Während ich diese Worte sagte, fiel mein Blick auf eine große Pralinenschachtel, die ganz in der Nähe auf einem Tisch lag, und mein Herz machte einen Sprung. Sie war vielleicht kein Schlüssel zu Monsieur Déroulards Tod, aber wenigstens war da etwas, was nicht normal war. Ich hob den Deckel. Die Schachtel war voll, unangetastet; es fehlte keine einzige Praline, was die Eigentümlichkeit, die mir ins Auge gesprungen war, nur umso auffälliger machte. Denn, sehen Sie, Hastings, während die Schachtel selbst rosafarben war, war der Deckel blau. Nun sieht man zwar oft ein blaues Band um eine rosafarbene Schachtel und umgekehrt, aber eine Schachtel in einer Farbe und einen Deckel in einer anderen – ça ne se voit jamais!
Mir war noch nicht klar, ob mir diese kleine Eigentümlichkeit irgendwie nützen würde, aber dennoch beschloss ich, die Sache zu untersuchen, allein, weil sie so ungewöhnlich war. Ich läutete nach François und fragte ihn, ob sein verstorbener Herr gerne Süßigkeiten gegessen habe. Ein leises, melancholisches Lächeln spielte um seine Lippen.

›Leidenschaftlich gerne, Monsieur. Er hatte stets eine Schachtel Pralinen im Haus. Sehen Sie, er trank überhaupt keinen Wein.‹

›Und doch blieb diese Schachtel unangetastet.‹ Ich hob den Deckel, um es ihm zu zeigen.

›Pardon, Monsieur, aber diese Schachtel wurde erst am Tag seines Todes gekauft, da die andere fast leer war.‹

›Dann wurde die andere am Tag seines Todes leer gegessen‹, sagte ich langsam.

›Ja, Monsieur, ich fand die leere Schachtel am nächsten Morgen und warf sie weg.‹

›Hat Monsieur Déroulard zu allen Tageszeiten Süßigkeiten gegessen?‹

›Normalerweise nach dem Abendessen, Sir.‹

Langsam sah ich Licht am Ende des Tunnels.

›François‹, sagte ich, ›können Sie diskret sein?‹

›Wenn nötig, Monsieur.‹

›Bon! Dann sollen Sie wissen, dass ich von der Polizei bin. Meinen Sie, Sie können die alte Schachtel noch irgendwo aufstöbern?‹

›Auf jeden Fall, Monsieur. Sie ist im Mülleimer.‹

Er ging und kehrte wenige Minuten später mit einem staubigen Gegenstand zurück. Es war genau die gleiche Pralinenschachtel wie die, die ich in Händen hielt, nur dass diesmal die Schachtel blau war und der Deckel rosafarben. Ich dankte François, legte ihm noch einmal nahe, diskret zu sein, und verließ das Haus in der Avenue Louise ohne weitere Umstände.
Als Nächstes rief ich den Arzt an, der nach Monsieur Déroulard gesehen hatte. Er machte mir das Leben schwer. Doch obwohl er sich elegant hinter einer Mauer aus Fachbegriffen verschanzte, hatte ich den Eindruck, dass er sich in diesem Fall seiner Sache nicht ganz so sicher war, wie er es gerne gewesen wäre.

›Es hat schon viele seltsame Vorfälle dieser Art gegeben‹, bemerkte er, als es mir gelungen war, ihm ein wenig den Wind aus den Segeln zu nehmen. ›Ein plötzlicher Wutanfall, eine heftige Gefühlsregung – nach einem schweren Abendessen, c’est entendu – , dann schießt einem, bei einem Zornesausbruch, schon das Blut in den Kopf, und zack! – ist es passiert!‹

›Aber Monsieur Déroulard hatte keine heftige Gefühlsregung.‹

›Nein? Ich hatte es so verstanden, dass er eine stürmische Auseinandersetzung mit Monsieur de Saint Alard hatte.‹

›Weshalb denn?‹

›C’est évident!‹ Der Arzt zuckte mit den Schultern. ›Ist Mon­sieur de Saint Alard nicht einer der fanatischsten Katholiken überhaupt? Wegen dieser Fehde zwischen Kirche und Staat ging doch nach und nach ihre Freundschaft in die Brüche. Es verging kein Tag ohne Wortgefechte. In Monsieur de Saint Alards Augen war Déroulard fast schon der Antichrist.‹

Das kam unerwartet und gab mir zu denken.

›Noch eine Frage, Monsieur le docteur: Wäre es möglich, eine tödliche Dosis Gift in eine Praline zu injizieren?‹

›Ich denke, das wäre möglich‹, sagte der Arzt langsam. ›Reine Blausäure wäre dazu wie geschaffen, solange sie nicht verdunsten kann, und ein winziges Giftkügelchen würde wohl auch unbemerkt hinuntergeschluckt werden – aber das scheint mir keine allzu wahrscheinliche Hypothese. Eine Praline voller Morphin oder Strychnin …‹ Er verzog das Gesicht. ›Verstehen Sie, Mon­sieur Poirot – ein Bissen würde genügen! Der Argwöhnische legt keinen Wert auf Etikette.‹

›Vielen Dank, Monsieur le docteur.‹

Ich zog mich zurück. Als Nächstes hörte ich mich in den Apotheken um, insbesondere in der näheren Umgebung der Avenue Louise. Es hilft sehr, wenn man bei der Polizei ist. Anstandslos erhielt ich die gewünschten Informationen. Nur eine einzige Apotheke hatte eine giftige Substanz an die fragliche Adresse geliefert, und zwar Augentropfen mit Atropinsulfat für Madame Déroulard. Atropin ist ein hochwirksames Gift, und einen Augenblick lang war ich guter Dinge, doch die Symptome einer Atropinvergiftung ähneln sehr stark denen einer Fleischvergiftung und hatten mit meinem Fall überhaupt nichts gemein. Und außerdem handelte es sich um ein altes Rezept. Madame Déroulard hatte schon seit vielen Jahren auf beiden Augen den grauen Star.
Entmutigt wandte ich mich ab, als der Apotheker mich zurückrief.

›Un moment, Monsieur Poirot. Mir ist gerade eingefallen, das Mädchen, das das Rezept vorbeigebracht hat, hat irgendetwas gesagt von wegen, sie müsse noch weiter in die englische Apotheke. Sie können es ja dort mal versuchen.‹


Agatha Christie
Das große Hercule-Poirot-Buch
Die besten Kriminalgeschichten
ISBN 978-3-455-60032-2
Copyright © 1999 Agatha Christie Limited. All rights reserved.
AGATHA CHRISTIE® POIROT® and the Agatha Christie Signature are registered trade marks of Agatha Christie Limited in the UK and/or elsewhere. All rights reserved.
Für die deutschsprachige Ausgabe
Copyright © 2015 by Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg
Aus dem Englischen von Michael Mundhenk

Welche Farbe hat der Deckel der aus dem Müll-gefischten Pralinenschachtel? Der Anfangsbuchstabe ist der 4. Buchstabe unseres Lösungsworts.

Alle Informationen zum Gewinnspiel könnt ihr hier nachlesen.

Termine

Morgen geht es weiter bei ReadPack und die ganze Geschichte lest ihr auf folgenden Blogs:

07.09. Papiergeflüster
08.09. Krimilese
09.09. Kielfeder
10.09. ReadPack
11.09. Lesestunden
12.09. Frauhauptsachebunt

blogtour agatha christie

[Blogtour „Engelsgleich“] Ein Tag mit Martin Krist

engelsgleich

Es ist angenehm warm und ich bin aufgeregt.
Ich warte an einem geplanten Treffpunkt auf Martin Krist.
Natürlich bin ich ihm schon zuvor begegnet.
Einige seiner Lesungen habe ich besucht, seine Bücher gelesen und „Engelsgleichs“ habe ich sogar im Verlag betreut.
Meine Verbindung zu diesem Autor ist also eine ganz besondere.

Ich schaue mich um und Martin lacht mir fröhlich entgegen.
Er leint seine hübsche Bjella ab.
Ich gehe auf die beiden zu, hocke mich hin und begrüße erstmal ausgiebig seine vierbeinige Begleiterin.
Sie ist wirklich eine süße Maus und genauso hübsch wie auf den Fotos, die Martin regelmäßig auf Facebook postet.

martin krist bjella

Wir entschließen uns zu einem entspannten Spaziergang durch den Treptower Park.
Martin hat seine große Hunderunde heute noch nicht gemacht und ich mag lange Runden, also werden wir diese gemeinsam laufen.

„Ich bin ein wortkarger Mensch.“



Martin fragt mich, ob ich konkrete Dinge wissen möchte.
Nein, möchte ich nicht, ich finde es schön, wenn er einfach erzählt und ich ihm zuhören kann.
Wer ihn schon live erlebt hat, weiß, was für eine tolle Stimme er hat. Man möchte ihm einfach nur stundenlang zuhören.
So ging es auch mir.
Zu Beginn warnte Martin mich gleich vor: „Ich bin ein wortkarger Mensch, wenn ich gerade in einer Geschichte versunken bin. Eigentlich bin ich dann gar nicht für die Außenwelt greifbar. Du hast also heute Glück.“
Irgendwie landen wir zuerst bei Martins Lesern.

„Ich liebe meine Leser.“



Er liebt und schätzt sie und er freut sich, dass er eine eingeschworene Fangemeinde hat, die seine Romane schätzt.
Das Schreiben liegt ihm nämlich sehr am Herzen.
Zwar ist er für die Zeit des Schreibens wie schon erwähnt kaum ansprechbar, aber danach möchte er natürlich dann auch wissen, wie seine Geschichten ankommen.
Nach dem Formulieren eines Kapitels, eines neuen Abschnitts, hilft es Martin, die Worte abends laut vorzulesen. Er möchte gerne hören, wie die Worte klingen. Dabei fallen ihm Schwachstellen auf eine ganz andere Art und Weise ins Auge, als nur beim Lesen.

„Der Dialog muss sitzen.“



Der Dialog ist ein ganz wichtiger Aspekt bei Martins Büchern.
Für ihn ist der Dialog der wohl anspruchvollste Teil des ganzen Buches.
Füllwörter, einfach nur um der Wörter Willen, gibt es bei Martin nicht.
Er möchte selbst mit Vergnügen lesen, was er niederschreibt.
Und mehr als die halbe Miete ist nunmal der Dialog.

„Es gibt manchmal so Assi-Hunde.“



Bjella stöbert die ganze Zeit völlig entspannt durch die unerforschten Seiten der Wanderwege im Treptower Park.
Zwischendurch holt sie sich bei Martin ein Leckerchen ab.
Dafür kann man sich dann auch mal auf die Hinterpfoten setzen.

martin krist bjella

Dann geht es aber gleich wieder auf Stöberkurs.
Bjella ist im Gegensatz zu leider vielen anderen Berliner Hunden absolut wohlerzogen.
Sie schaut sich nach Martin um, wenn sie nicht gerade ein bisschen verträumt ist, setzt sie sich an jeder Bordsteinkante auf ihre vier Buchstaben und erhebt sich erst wieder, wenn sie das Kommando dazu hört.
Martin hat viele unterhaltsame Anekdoten dazu auf Lager.
Beispielsweise versuchen andere Hundebesitzer ihre Vierbeiner im Park gerne zu erziehen.
Wenn dann ein scharfes „Sitz!“ über die Wiese schallt, setzt Bjella sich hin.
Der andere Hund tollt dann fröhlich weiter herum und Martin bekommt im Idealfall gar nicht mit, dass sein Hund jetzt auf der Wiese herumsitzt.
Er konstruiert in seinem Kopf weiter an seiner Geschichte, während Bjella seelig hoffend weiter auf der Wiese hockt und fest daran glaubt, dass ihr Herrchen schon irgendwann wiederkommt.
Scherzhaft meinte ich zu Martin, dass er ja spätestens am nächsten Tag wieder vorbeikommen würde und dann könnte er Bjella ja wieder einsammeln.
Daraufhin hat er nur gelacht und gemeint, das wäre gut möglich. Weil der kleine Haudegen bliebe wirklich sitzen.

„Mit Berlin verbindet mich eine Hassliebe.“



Bei dieser Aussage hätten wir eigentlich glatt „verhext“ rufen können, denn da geht es mir genauso wie Martin.
Berlin ist dreckig, Berlin ist laut, Berlin ist nie so, wie man sich das eigentlich wünscht und trotzdem möchten wir beide nicht woanders leben.
Aus verschiedenen Erlebnissen kann Martin dann auch Begebenheiten für seine Romane stricken.
Zum Beispiel hat Protagonist Kalkbrenner bei der Wohnungssuche in Berlin extra ein ruhiges Plätzchen im Dachgeschoss gewünscht, weil darüber schließlich niemand mehr wohnen kann. Getrampel von Obermietern wäre das schlimmste, was Kalkbrenner passieren könnte.
Tja, und was ist tatsächlich passiert?
Wer die Stelle im Buch kennt, weiß, dass sich über der Wohnung eine Dachterrasse von einem anderen Nachbarn befindet.
Also nichts mit entspannter Ruhe.

„Kalkbrenner ist ein bisschen wie ich.“



Dazu passt nicht nur die Anekdote mit der Wohnung.
Es sind auch die inneren Konflikte.
Er ist wie Martin Krist.
Als Beispiel nennt Martin „wortkarg“ und wir müssen beide lachen, denn heute ist Martin bisher alles andere als wortkarg gewesen.
Aber nach seinen Worten soll es ja auch andere Tage geben…

„David Groß ist mein alter Ego.“



Martin möchte mir unbedingt erzählen, wie viel von ihm selbst in seinen Charakteren steckt.
Er meint: „Das ist ein bisschen wie mit Old Shatterhand früher. Der war stark und so wollte man auch sein. Jetzt ist es David Groß und der ist tough.“
Den Vergleich mit Old Shatterhand finde ich schön und ich muss lächeln.
Martin Krist hat eine wunderbare Art zu erzählen, sagte ich das schon?

martin krist


„Den Spaziergang morgens brauche ich, um meine Gedanken zu ordnen.“



Von der täglichen Runde profitiert also nicht nur Bjella, die natürlich immer dabei ist, auch für Martin ist sie wichtig.
Wenn er läuft, kann er seinen Kopf ordnen und über verfahrenen Situationen brüten.
Wenn ihr also mal einem etwas wortkargen Mensch begegnet, dessen Hund in einiger Entfernung entspannt auf einer Wiese sitzt und er antwortet euch nicht, wenn ihr ihn nach dem Weg fragt, dann ist das vielleicht ja Martin Krist.
Vielleicht… 😉

Ihr Lieben, ich habe einen wunderbaren Spaziergang mit Martin erlebt und ich kann nicht mal ansatzweise festhalten, worüber wir in den Stunden alles geredet haben. Dies ist nur ein minimaler Abriss aller Themen.
Wir haben unglaublich viel gelacht und über Bücher, Hunde und das Lesen geplaudert.
Martin Krist ist ein unglaublich liebenswürdiger, ironischer und witziger Typ.
Wenn ihr mal die Gelegenheit bekommt, ihn höchstselbst zu erleben, dann lasst euch das nicht entgehen!
Vielleicht könnt ihr ja dann verstehen, warum ich finde, dass er seine Hörbücher selbst einsprechen kann.


Gewinnspiel

Beantworte folgende Frage und du erhälst das dritte Wort für deinen Lösungssatz, welchen du am Ende der Tour per Mail an info@martin-krist.de einschicken kannst.

Welchen Held hat Martin Krist als Kind für seine Stärke bewundert?
1. Old Shatterhand (die)
2. Winnetou (das)
3. Bloody Fox (der)

Das gibt es zu gewinnen:
– ein Bücherpaket (Mädchenwiese, Drecksspiel, Engelsgleich signiert, sowie die drei Kalkbrenner-Romane Wut, Gier, Trieb als ePub)
– dreimal Engelsgleich signiert
– je einmal Drecksspiel und Mädchenwiese

martin krist blogtour


Die einzelnen Stationen der Blogtour:

10.8. Karins Futschik
11.8. Selection Books
12.8. Kielfeder
13.8. Mond, Buch & Sterne
14.8. Ein Anfang und kein Ende
15.8. Literaturschock

Bitte schreibt mir doch in die Kommentare, wie euch diese etwas andere Herangehensweise gefallen hat, euch einen Autor vorzustellen.