[Blogtour „Auch morgen werden Rosen blühen“] Balkon im Frühling

blogtour morgen werden rosen blühen

Der Balkon im Frühling

Ganz bald wird es hoffentlich wieder wärmer und die Landschaft wird wieder bunt werden.
Ich liebe es, wenn draußen alles sprießt und gedeiht und das Auge wieder etwas zu entdecken hat.
Weil auch die Protagonistin im Buch einen grünen Daumen hat und ihre Hände ständig in der Erde vergräbt, möchte ich euch gerne passende Tipps für die Balkonbepflanzung im Frühling geben.

Frühlingsblumen sind die Boten der neuen Jahreszeit, die ihre Farben schon präsentieren, wenn die meisten noch unter einer Schneedecke verborgen liegen.
Gerade wenn die restliche Natur noch nicht so richtig mitbekommen hat, dass es Zeit zum Aufwachen ist, erfreut sich das eigene Auge natürlich ganz besonders an den Farben.
So geht es auch Alma, die im Anblick und in der Arbeit ihre Entspannung und ihre Ruhe findet.

Diese Blumen könnt ihr ab März pflanzen und bewundern:

Narzissen


narzissen

Tulpen


tulpen

Hyazinthen


Hyazinthen

Krokus


krokus

Strahlenanemone


Strahlenanemone

Ich weiß zwar nicht, welche Blumen Alma am liebsten mag, aber ich kann mir vorstellen, dass sie ebenfalls sehr viel Freude hat, eine bunte Farbenpracht zusammenzustellen.


Gewinnspiel:


Beantwortet mir in den Kommentaren bitte folgende Frage:
Mögt ihr bepflanzte Balkone? Oder Gärten im Frühling?

Verlost werden am Ende der Tour unter allen Teilnehmer_innen:
Eine signierte Ausgabe von „Auch morgen werden Rosen blühen“
5x „Auch morgen werden Rosen blühen“

Teilnahmebedingungen:

◾ Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
◾ Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und für verloren gegangene Post wird keine Haftung übernommen.
◾ Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
◾ Der Teilnehmer erklärt sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übermittelt wird sowie die Bekanntgabe seines Namens im Gewinnerpost veröffentlicht wird.
◾ Jede teilnahmeberechtigte Person darf für jeden Blogtourtag einmal an dem Gewinnspiel teilnehmen. Bei Mehrfachbewerbungen durch unterschiedliche Namen, Vornamen etc. werden diese von dem Gewinnspiel ausgeschlossen.
◾ Eure Mailadresse wird nur für dieses Gewinnspiel benutzt. Danach werden alle Adressen/Mails gelöscht
◾ Vorsorglich, da diese Blogtour auch auf Facebook veröffentlicht wird, geben wir bekannt, dass das Gewinnspiel nicht von Facebook unterstützt wird und in keinerlei Verbindung zu Facebook steht.
◾ Der Gewinner muss sich innerhalb einer Woche nach Auslosung melden, ansonsten wird neu ausgelost.
◾ (Achtet bitte darauf, dass ich euch per Email oder über FB zwecks Gewinnbenachrichtung kontaktieren kann. Falls Ihr über euren aktuellen Blog kommentiert und dort eine Mailadresse vorhanden ist, reicht das auch aus.)

Bis einschließlich Samstag, 5. März 2016, 18.00 Uhr (Deadline!) könnt Ihr eure Kommentare auf den Blogs hinterlassen. Jeder Kommentar wandert automatisch in den Gesamttopf, woraus die Gewinner ermittelt werden. Und für euch erhöht sich natürlich dadurch die Gewinnchance.

Die anderen Stationen der Blogtour:

Rezension: Rapunzel auf Rügen

Emma Bieling – Rapunzel auf Rügen


Emma Bieling – Rapunzel auf Rügen

Kurzbeschreibung:

Jessica, wegen ihrer langen Haare auch Rapunzel genannt, muss aufgrund akuten Geldmangels ihre Ausbildung zur Schauspielerin abbrechen. Sie findet einen Job auf Rügen – ausgerechnet als Servicekraft für Seebestattungen. Bei ihrem ersten Einsatz passiert ihr ein folgenschweres Missgeschick. Sie öffnet aus Versehen eine Urne und lässt die Asche übers Meer wehen. Doch dabei lernt sie Hendrik kennen – und ist sehr erstaunt, als er ein wenig später wieder auf ihrem Schiff steht.

Rapunzel ganz charmant, aber mit der rosaroten Brille

Nachdem Emma Bieling mich mit „Cinderella auf Sylt“ so begeistert hat, kam ich um „Rapunzel auf Rügen“ nicht herum.
Ein bisschen träumen mit romantischem Inselfeeling – ich war gespannt.

Es ist ein praktisches Buch für einen Nachmittag und entsprechend der geringen Seitenzahl muss doch alles recht schnell gehen. Allerdings war mir das etwas zu schnell. Die Figuren haben sich kaum kennengelernt, da wird es auch schon richtig ernst.
Leider konnte ich mit Protagonist Hendrik überhaupt nicht anfreunden. Er wurde mir nicht sympathisch. Natürlich müssen Menschen Fehler und Macken haben. Gerade in Büchern. Ansonsten wirkt es unglaubwürdig. Aber Hendrik hat so einige Schwachstellen – die von Jessica alle ignoriert werden. Näheres kann ich an dieser Stelle nicht dazu sagen, ohne zu spoilern. Manchmal hätte ich ihr gerne eine beste Freundin an die Seite gestellt, die ihr mal ordentlich die Meinung sagt. Bis zum Schluss habe ich an dieser Stelle auf eine entsprechende Wandlung gehofft.

Der Schreibstil dagegen ist flüssig. Jessica hat ein recht offenes Mundwerk und sorgt damit für so manch unterhaltsame Szene. Man wird von ihr immer wieder überrascht!
Auch die Nebenfiguren haben mich für sich einnehmen können.
Es waren doch sehr unterschiedliche Charaktere, die die Geschichte auf die eine oder andere Weise bereichert haben.

„Rapunzel auf Rügen“ hat mich gerade zum Ende hin etwas frustriert zurückgelassen.
Die Liebesgeschichte ist ja das Hauptaugenmerk und das kann man nicht einfach vergessen.
Emma Bieling hat eine sympathische Umgebung erschaffen, nur leider mit dem Protagonisten meine Erwartungen und meinen Geschmack verfehlt.

Kaufen: amazon.de | Verlag
Format: Taschenbuch
ISBN: 9783570164792 Bewertung:
Erscheinungstermin:
Verlag: Aufbau Verlag
Übersetzung:


Rezension: Cinderella auf Sylt

Emma Bieling – Cinderella auf Sylt


Emma Bieling – Cinderella auf Sylt

Kurzbeschreibung:

Pleite und von ihrer letzten Liebe enttäuscht, bricht Cinderella mit ihrem fünfjährigen Sohn nach Sylt auf. Hier will sie Arbeit finden. Doch sie hat nicht einmal das Geld, eine Nacht im Hotel zu verbringen, und eine junge Mutter möchte niemand einstellen, Entmutigt läuft sie am Strand entlang und will schon wieder abreisen, Aber plötzlich ist ihr kleiner Sohn dagegen – er will das Urlaubsparadies nicht verlassen. Und er hat noch einen Wunsch: einen Vater.

Sommer-Sonne-Wohlfühlbuch!

Die Geschichte an sich ist nicht neu.
Aber Emma Bielings Humor ist so wunderbar und ich habe mich mit Cinderella so wohlgefühlt, dass es sich vollkommen neu angefühlt hat.
Nach dem Lesen dieser knackig-kurzen Geschichte habe ich das Bedürfnis, selbst Urlaub auf Sylt zu machen und alles mit eigenen Augen zu entdecken. Die Autorin hat mich wahrlich neugierig gemacht!

Cinderella hat ihren Namen nicht umsonst. Ein wenig erinnert ihr Leben an das der „echten“ Cinderella.
Ihr Sohn Tommy ist auf seine eigene Art liebeswert und auch wieder nicht. Er bringt Cinderella so manches Mal in Verlegenheit, weiß aber durch seinen offenen Kindermund manchmal auch zu bestechen.
Besonders gut gefallen hat mir auch die Rolle des Majors. Eine absolut ungewöhnliche Rolle, die mir aber sehr schnell ans Herz gewachsen ist. Er leitet Tommy ein wenig und ist mir mit seiner etwas poltrigen Art sehr sympathisch gewesen. Dieser Charakter ist wirklich absolut einzigartig.

Mir gefiel der Stil von Emma Bieling sehr.
Ihre witzige Art zu schreiben hat mich so manches Mal zum Lachen gebracht.
„Cinderella auf Sylt“ hat mir einen sonnigen Nachmittag versüßt!

Kaufen: amazon.de | Verlag
Format: Taschenbuch
ISBN: 9783746627991 Bewertung:
Erscheinungstermin:
Verlag: Aufbau Verlag
Übersetzung:


Bewertung:

Rezension: Liebe auf den letzten Blick

Lilli Beck – Liebe auf den letzten Blick




„Liebe auf den letzten Blick“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Vier Umzüge und ein Todesfall: Mathilde und ihre Freundinnen gründen eine WG, um dem drohenden Seniorenheim zu entrinnen. Doch offensichtlich ist man mit 60 nicht viel schlauer als mit 20, und der schöne Plan schlägt fehl. Statt in der Oldie-Idylle finden sich die vier plötzlich im Mehrgenerationen-Chaos wieder. Und dass die Hormone genauso verrücktspielen wie früher, merken sie nicht nur an Hitzewallungen.


Liebe auf den ersten Blick!


Dieses Buch hat mich schon nach den ersten paar Seiten daran erinnert, dass Lilli Beck eine unvergleichliche Art hat, das Älterwerden auf die Schippe zu nehmen. (In Erinnerung an „Reich heiraten! – Oder wie ich mit 58 meine Hippie-Ideale über Bord warf“).
Sie macht das mit viel Humor und Selbstironie, bewahrt sich dabei aber immer ihre Selbstachtung.


Der Schreibstil ist locker, leicht und lustig.
Die Geschichte wird am ehesten von der Protagonistin und ihren wahrhaft unterschiedlichen Mitbewohnern getragen. Sie sind keineswegs die Prototypen einer klischeebehafteten Rentner-WG. Zwar findet sich mal ein Gebiss, mit dem hören ist es auch nicht mehr so wunderbar, aber schon beim Kleidungsstil entstehen große Abweichungen. Dann kommen die unterschiedlichen Lebensweisen und Ansichten hinzu, schon sitzt man inmitten von Blumenröcken und Haschkeksen auf einem gemütlichen Sofa.
Nimmt man das alles mit der großen Portion Humor, die Lilli Beck hier locker-flockig in die Seiten gestreut hat, dann hat man nichts anderes als ein wunderbar unterhaltendes Buch vor der Nase.


„Liebe auf den letzten Blick“ ist eine Hommage an das Finden der Liebe, wenn man schon längst nicht mehr damit rechnet. Das Buch zeigt auf, dass auch eine Frau über 50 noch etwas von sich halten kann und dass sie noch nicht mit der großen Liebe abgeschlossen haben sollte.
Wer bis jetzt noch nichts von Lilli Beck gelesen hat, sollte das schleunigst mit diesem Buch ändern!


Bewertung:

Rezension: Die wir am meisten lieben

Nicholas Evans – Die wir am meisten lieben




„Die wir am meisten lieben“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Es gibt wenig Liebe im Leben des kleinen Tommy, sein einziges Glück ist seine Schwester Diane, die versucht, in Hollywood ein Star zu werden. Als Tommy im Internat gehänselt und gequält wird, rettet Diane ihn doch dann kommt es zu einer Katastrophe. Vierzig Jahre später ist Tom ein anerkannter Dokumentarfilmer, das Geheimnis seiner Vergangenheit trägt er immer noch mit sich herum. Bis plötzlich sein Sohn, den er kaum kennt, in Schwierigkeiten gerät.


Interessant und bewegend


Den „Pferdeflüsterer“ habe ich nicht gelesen, doch der großartig gemachte Film hat mich mehrere Male schon begeistert und berührt.
Nachdem ich nun dieses Buch gelesen habe, ist das Lesen des anderen Buches ein fester Vorsatz meinerseits geworden.


Nicholas Evans hat eine unheimliche fesselnde Art, den Leser auf subtile Art in seinen Bann zu ziehen. Schon nach kurzer Zeit ist man gefangen in einem aufwändig gesponnenen Netz aus Fragen, Intrigen und ungeklärten Ereignissen. Dieses hält einen gefangen und macht es unmöglich, sich der Handlung zu entziehen.


Für jeden Charakter, für jede Altersgruppe hat der Autor einen passenden Sprachklang gefunden. Die Gedankengänge und Charakterzüge sind angemessen gezeichnet, ohne aufgesetzt zu wirken. Gerade bei der jüngeren Version Tommys im Vergleich zu seinem älteren Ich fällt dieser Wandel besonders stark auf.
Die Gefühle sind nicht überzogen und zu sehr betont und es ist trotzdem sehr angenehm, den gefühlsbetonten Passagen zu folgen.


Zwar hat der Autor manchmal die Angewohnheit, Dinge, die eventuell nicht so interessant für den Leser sind, in die Länge zu ziehen, doch darüber kann man hinwegsehen. Vielleicht empfinde ich das auch nur als weiblicher Leser so und ein Mann kann sich eher für beispielsweise Cowboys begeistern.


„Die wir am meisten lieben“ hat mich berührt und schockiert – es hat mich getroffen.
Es ist nicht unbedingt eine positive Geschichte, sondern die Beschreibung eines Mannes, der sich auf die harte steinige Suche nach sich selbst macht, aber vorher mit der Vergangenheit abschließen muss.
Teilweise braucht man Biss, um mit dem Lesen fortfahren zu können, doch die Hartnäckigkeit zahlt sich aus.


Bewertung:

Rezension: Morgen Katzen wird’s was geben

Andrea Schacht – Morgen Katzen wird’s was geben



cover
„Morgen Katzen wird’s was geben“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
In ungewöhnlichen, wundersamen Geschichten erzählt Andrea Schacht von den Freuden des Weihnachtsfestes – und den Überraschungen, die Katzen an diesen besonderen Tagen für die Menschen bereithalten. Wer hätte schon gedacht, dass manche Katzen Sendboten des Himmels sind?


Manchmal lustig, manchmal traurig, manchmal langweilig…


Andrea Schacht war neu für mich und doch bin ich auf dieses Buch neugierig geworden, weil es ein sehr schönes Thema hat: Tiere.


Der Schreibstil hat mich überzeugt. Bunt und blumig, aber keinesfalls kitschig schlüpft sie in die verschiedensten Katzenrollen.
Ob frech oder fordernd, neugierig oder gar verliebt, sie hat sie alle.


Doch nun kommt das Aber.
Bei einigen Geschichten habe ich mich schrecklich gelangweilt. Sie hatten keine Logik, keinen Höhepunkt oder kein richtiges Ende. Bei manchen hatte ich auch ein echtes Verständnisproblem. Ich habe die Pointe der Kurzgeschichte nicht gefunden oder begriffen.


Außerdem hatte ich irgendwann das Gefühl, dass sie die Akteure und die Geschichten immer wieder wiederholen.
Die Katzen waren ständig die gleichen und die Handlungsabläufe glichen sich auch.
Das hat meinen Spaß an dem Buch deutlich gemindert, denn einige Geschichten hätte man auch streichen können.


Was ich nun nach einem genaueren Blick in die ersten Seiten nicht so klug fand, ist, dass alle Geschichten schon mal in verschiedenen Büchern veröffentlicht wurden:
Nr. 1 – 9 in „Die Katze die im Christbaum saß“
Nr. 10 in „Möhren zum Fest – Tierische Weihnachtsgeschichten“
Nr. 11 – 15 in „Fünf Katzen unterm Weihnachtsbaum“


Teils nette Geschichten, aber für Besitzer der anderen 3 Bücher nichts Neues.


Bewertung:


Vielen Dank für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars an den Aufbau Verlag!

Rezension: Die Tänzerin im Schnee

Daphne Katolay – Die Tänzerin im Schnee



cover
„Die Tänzerin im Schnee“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Was treibt eine junge Frau dazu, ihr Heimatland, ihren Ehemann und ein neugeborenes Kind zu verlassen? Schmerzhaft und schön erzählt Daphne Katolay die Schicksalsgeschichte einer gefeierten Primaballerina. Ihr großer, bewegender Roman, der zeitgleich in 16 Ländern er-scheint, handelt von der Schönheit des Tanzes, dem Geheimnis alten Bernsteinschmucks und von fatalem Freundes- und Liebesverrat.


Eine farbenprächtige Explosion aus Leben und Liebe…


Nina ist eine in die Jahre gekommene Prima Ballerina. Mit Stolz und Disziplin schaffte sie es einst ganz an die Spitze.
Jetzt möchte sie sich von ihrer umfangreichen Schmucksammlung trennen.
Für die verantwortliche Auktionatorin Drew eine große Verantwortung. Sie stößt auf ungelöste Fragen, möchte mehr über die Beweggründe der bekannten Tänzerin erfahren.
Gemeinsam mit Grigori macht sie sich daran, das Geheimnis, welches Nina umgibt, zu lösen.
Ungeahnte Entwicklungen muss sie sich souverän stellen, denn nicht nur ihr Verstand ist gefordert, auch ihr Herz…


Hinter dem Titel und der eher schlichten Aufmachung des Buches hält sich eine Geschichte versteckt, wie man sie so nicht erwartet hätte!
Man braucht für das Buch viel Zeit und vor allem Aufmerksamkeit.
Mir fielen als erste Assoziationen Worte wie schwer, tiefgründig und bewegend ein.


Die Geschichte wird aus immer wieder wechselnden Perspektiven erzählt. Das vermittelt dem Leser den Eindruck, immer hautnah dabei zu sein. Man ist voller Erwartung und gespannt, wie es sich wohl weiter entwickeln mag.
Aber nicht nur die wechselnden Sichtweisen sind eine wichtige Komponente. Auch eingebrachte Erinnerungsfetzen, Tagebucheinträge, Gedanken und Rückblenden beleben die Geschichte.
Alles ist in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander, sodass keinerlei Langeweile aufkommt.


Ist man als Leser zu Beginn noch vollkommen unwissend, wird dieser Zustand erst nach und nach aufgehoben. Selbst kleinste, aber dennoch wichtige Details werden dem Leser erst mal noch vorenthalten, um sie ihm dann in kleinen Brocken zu servieren.


Diese Geschichte hat viele unterschiedliche Emotionen in mir ausgelöst. Und das in so einem Umfang, dass ich es nur schwierig beschreiben kann.


Das Tanzen erlebt man so intensiv mit, als hätte man selbst noch nie etwas anderes getan!
Man ist in der Schönheit, gleichsam wie in der Härte gefangen.
Die Autorin hat eine passende Ausstrahlung für ihre verschiedenen Szenen gewählt – man muss einfach mit fiebern und bangen!


Diese Geschichte lässt die angestrichene Saite in der Seele des Lesers nicht so schnell verklingen… Ich kann nicht mehr sagen, als dass mir eine positive Empfehlung sehr am Herzen liegt!


Bewertung:


Für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanke ich mich beim Aufbau Verlag!

Rezension: Vier Pfoten unterm Weihnachtsbaum

Petra Schier – Vier Pfoten unterm Weihnachtsbaum



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„Vier Pfoten unterm Weihnachtsbaum“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Tessa Lamberti ist ratlos. Nichts wünscht sich ihr Sohn Lukas mehr als einen Hund – und einen Vater. Kurz vor Weihnachten macht er sich auf die Suche. Der Hund ist schnell gefunden, doch statt für den Familienfrieden zu sorgen, bringt das Tier ein lang gehütetes Geheimnis ans Licht – und Tessa in arge Schwierigkeiten. Nun muss sie endlich bekennen, wn sie wirklich liebt.


Eine bezaubernd romantische Weihnachtsgeschichte!


Tessa liebt ihren Sohn Lukas und liest ihm quasi jeden Wunsch von den Augen ab. Doch seinem Sehnen nach einem Hund gibt sie nicht nach.
Und Lukas weiß sich zu helfen: Er bittet einfach den Weihnachtsmann höchstpersönlich! Und wenn er schon bei der Sache ist, kann er ihn gleich auch noch fragen, ob sein netter Fußballtrainer denn nicht auch gleich noch sein neuer Vater werden könnte.
Doch wenn das Schicksal (oder der Weihnachtsmann) die Hand im Spiel hat, dann läuft nichts wie geplant.
Und es fängt erst mit einem niedlichen Vierbeiner und seinen treuherzigen Augen an…


Ein kleines bezauberndes Buch für die Vorweihnachtszeit, oder alle, die es bis dahin nicht mehr länger aushalten!
Ein bezaubernder Spaß für einen Nachmittag, der mich das Buch in einem Zug hat durchlesen lassen!


Oft musste ich schmunzeln und ich habe mich oft gemütlich in die Weihnachtszeit hineindenken können.
Es hat mir viel Freude gemacht, meine Zeit, wenn auch nur kurz, mit Tessa, Lukas und Tom zu verbringen.
Sie lassen den Leser den eigenen Alltag für kurze Zeit vergessen und Weihnachten wie ein verheißungsvolles – und nicht mehr ganz so fernes – Geschenk erscheinen.
Und ich bin nicht abgeneigt, diese niedliche Geschichte in der passenden Jahreszeit noch einmal zu lesen!


Eine romantische Empfehlung für den anspruchslosen Leser!


Bewertung:


Vielen Dank für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars an den Aufbau Verlag!

Rezension: Der traurige Polizist

Deon Meyer – Der traurige Polizist



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„Der traurige Polizist“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Seit Mat Joubert seine Frau verloren hat, ist er kaum noch fähig, seinen Dienst zu verrichten. Doch dann bekommt er einen Chef, der ihm mit Entlassung droht, und gleichzeitig beginnt eine mysteriöse Mordserie, die ganz Kapstadt in Aufregung versetzt. Mit einer alten deutschen Waffe werden Weiße umgebracht, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben.


Hochspannung pur…


Mat Joubert ist am Tiefpunkt seines Lebens. Er hat seine Frau verloren und ist jetzt depressiv, übergewichtig und unmotiviert. Seine Aufklärungsquote geht den Bach hinunter und ihm ist das alles egal. Er droht in einem Sumpf aus Selbstmitleid und Verzweiflung unterzugehen.
Doch dann tritt ein neuer Vorgesetzter in sein Leben. Dieser unterbreitet seinem verwahrlosten Team strenge Auflagen. Fit werden, Trinken und Rauchen beenden, mit voller Konzentration und mehr als 100% an einem Fall tüfteln.
Außerdem schickt er Joubert zusätzlich noch zu einer Psychologin.
Ganz langsam tritt das unvermeidliche ein: Mat findet wieder einen Weg ins Leben. Was er erst nicht wahrhaben möchte, wogegen er unterschwellig sogar kämpft, fällt seinem Umfeld auf. Besonders dem weiblichen Umfeld. Doch gerade das lässt auch die Erinnerung an seine verstorbene Frau wieder unerbittlich hochkochen.
Als dann auch noch 2 Fälle gleichzeitig seine Aufmerksamkeit fordern, muss Mat sein Leben endgültig wieder auf die Reihe kriegen. Sonst wird er die Täter nicht finden können, die unbemerkt direkt vor seiner Nase sitzen…


Dieses Buch war ein kribbelnder Mix aus Leben, Selbstfindung und Spannung.


Zu Beginn habe ich die Sprünge und abgehackten Sätze noch als sehr verwirrend und störend empfunden, doch ganz schnell war ich dann in der Geschichte drin.
In verschiedenen Kapiteln wird zum einen das Privatleben von Mat Joubert geschildert, es gibt verschiedene Erinnerungsrückblenden, Erzählteile aus Sicht der Opfer und des Täters. Das macht die Handlung sehr interessant, weil man einen Einblick in alle Sichtweisen bekommt.


Auch ist dieser langwierige Prozess sehr gut geschildert, in welchem die harte Schale vom verzweifelten Mat Joubert aufbricht und er langsam wieder in sein Leben zurückfindet. Es gibt aber auch die Teile, in welchen er sich über sich selbst wundert und dagegen ankämpft.
Das hat auf mich als Leser eine sehr authentische Wirkung. Nicht immer nur Friede, Freude, Eierkuchen. Es sind die Abgründe in all seiner Form, die dahinterstecken und der Handlung eine zusätzliche Würze geben.


An sich hat der Autor einige sehr interessante Ideen geschickt in diesen Roman eingebunden und es sogar geschafft, 2 Fälle in einem Roman zu behandeln. Und das nebeneinander. Die vielen Fäden, welche er da beim Schreiben in der Hand hatte, hat er jedenfalls nie verloren.
Respekt!


Ein sehr spannender Krimi und ich bin jetzt schon neugierig, ob Deon Meyer diese Schiene in seinen Folgeromanen beibehalten hat.


Bewertung:

Rezension: Der Goldfisch meiner Schwester

Lisa Gabriele – Der Goldfisch meiner Schwester

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„Der Goldfisch meiner Schwester“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Die Schwestern Peachy und Beth könnten unterschiedlicher kaum sein: Peachy ist Vollzeitmutter in der Provinz, und Beth führt ein glamouröses Leben in New York – bis beide kurzerhand ihre Existenzen tauschen.


Erst unverständlich – dann interessant.


Peachy und Beth sind Schwestern – was man auf den ersten Blick aber kaum glauben könnte. Peachy führt ein eher einsames Leben in der Provinz, kümmert sich um ihre Kinder, um ihren Mann und um den geregelten Alltag.
Beth ist da ganz anders. Sie ist aus der Einsamkeit geflohen und hat sich ein Leben in New York aufgebaut. Dennoch kommt sie regelmäßig nach Hause, auch wenn sie sich dann immer nur von ihrem Vater die Haare machen lässt. Bei ihrem jüngsten Besuch macht Beth allerdings einen gravierenden Fehler, der bei ihrer Schwester die Sicherungen durchbrennen lässt. Peachy fordert einen sofortigen Tausch ihrer beider Leben. Sie diktiert Beth noch das Wichtigste ihres eigenen Alltags und macht sich dann auf den Weg nach New York.
Dieser Tausch bewegt gewaltig viel in dem Leben der so ungleichen Schwestern.


Erst habe ich das Buch nicht verstanden. Einige Male habe ich angefangen und dann doch wieder zur Seite gelegt.
Der Beginn hat mich überhaupt nicht gepackt, auch nicht interessiert. Außerdem fand ich alles sehr verwirrend. Die Zeitsprünge kamen ohne Vorwarnung oder Erklärung, es fällt dem Leser nur plötzlich auf, dass irgendetwas ungereimt ist.
Das gibt sich jedoch im Lauf der Geschichte.
Man gewöhnt sich daran und wenn man langsam in die Geschichte und die Hintergründe hineingefunden hat, sind auch die Zeitsprünge kein großes Problem mehr.


Den Schreibstil kann man nur als lax bezeichnen. Oder als sehr direkt. Mit der Wortwahl war ich oft nicht einverstanden. Ich bin oft über die harschen Bezeichnungen zum Thema Liebe gestolpert. Aber vielleicht war das auch Absicht.


Ich kann sagen, mir hat die Geschichte zum Schluss besser gefallen, als vorher. Der Tausch kommt erst sehr spät, vorher werden viele Nichtigkeiten dargelegt und durchgekaut.


Beeindruckt hat mich das Buch nicht. Ich bin eher froh, dass ich ganz vollständig gelesen habe.
Und ich denke, dass man sich seine Meinung zu diesem Buch selbst bilden muss.


Bewertung:


Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Aufbau-Verlag!