Rezension: Wunschkonzert

Anne Hertz – Wunschkonzert




„Wunschkonzert“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Stella hat in der Musikbranche Karriere gemacht, eine wunderbare Mutter und einen besten Freund, dem sie alles anvertrauen kann. Klingt super, oder? Ist es aber nicht: Der Freund ist ein Stoffhase namens Möhrchen, die Mutter hat das Wort „Kontrollfreak“ erfunden und der schöne Job geht gerade den Bach runter, weil ein Konkurrent alles daransetzt, Stella auszubooten. Noch dazu sieht er umwerfend aus – Schweinerei! Nein, Stellas Leben ist im Moment ganz und gar kein Wunschkonzert. Es sei denn, sie schafft es, den Taktstock wieder an sich zu reißen…


Gerührt…


Die starke Einbindung von Musik fiel schon in den vorigen Romanen von Anne Hertz auf, doch hier erreicht sie einen neuen Höhepunkt.
Die Handlung ist eng mit den unterschiedlichsten Songs verwoben, was ihm ihr einen ganz eigenen Charme und Charakter gibt. Die Musik transportiert die Gefühle sehr stark an den Leser heran, da man sich automatisch versucht, zu den Worten auch einen Rhythmus zu denken.


Die Handlung ist süß, einfallsreich und weicht von der Schiene „überall-beliebte-und-partysüchtige“-Protagonistin ab, was sie mir gleich zu Beginn sehr sympathisch machte. Es ist doch schön, wenn es auch mal Menschen gibt, die auch mit Apfelschorle gut drauf sein können…
Der dazugehörige Protagonist, Tim, ist wie aus einem Schmachtroman entsprungen. Gefühlvoll und unaufdringlich, aber manchmal hat er leider die Scheuklappen etwas zu sehr vor den Augen.
Aber wozu hätten wir sonst Anne Hertz, wenn bei den Leuten alles schon tutti wäre…?
Natürlich gibt es auch noch einen ungemochten Rivalen, der mit der Zeit aber gar nicht mehr so schlimm wirkt.


Die Handlung ist zwar zu weiten Teilen vorhersehbar, aber manchmal ist Stella auch einfach zu naiv gewesen. Da konnte man ja gar nicht anders, als sich den Rest zu denken.
Jedenfalls hat es mich stolz gemacht, zu lesen, wie sie irgendwann ihren ganz eigenen Reifeprozess vollzogen hat.


Ein wunderbares seufz-und-schmacht-Buch, was ich am liebsten nicht mehr aus der Hand gelegt hätte.
Noch mehr Gefühle erlebt man, wenn man auch die dazugehörige Musik laufen lässt…


Bewertung:


Für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanke ich mich bei Droemer Knaur!

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