Rezension: Unter dem Safranmond

Nicole C. Vosseler – Unter dem Safranmond



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Kurzbeschreibung:
Oxford, 1853. Maya Greenwood lauscht wie gebannt den Geschichten eines seltenen Gastes: Ralph Garrett, der in der britischen Armee in Indien dient. Als er ihr den hof macht, rückt ein abenteuerliches Leben in der Fremde für die junge Frau in greifbare Nähe. Ihre Familie ist gegen die Verbindung, und so brennt Maya kurzerhand mit Ralph durch. Als er nach Arabien entsandt wird, fällt Maya in die Hände von Beduinen. Dort erlebt sie den wahren Orient – und muss sich eingestehen, dass der Anführer der Wüstenkrieger, der charismatische Rashad al-Shaheen, auch ihr Herz gefangen hält…

Zwei wilde Seelen, vereint in der Unendlichkeit der Wüste


Maya hat einen lebendigen, wissenshungrigen Geist. Sie spricht verschiedene Sprachen und hat umfassendes Wissen zu den verschiedensten Themen.
Als ihr innig geliebter Bruder Jonathan seinen Freund Ralph Garrett mit ins Haus bringt, ebnet sich in Mayas Vorstellung ein neuer Weg zu Wissen und Abenteuern.
Mit stürmischer Verliebtheit hat sie schon bald das Herz des Soldaten erobert. Einer Heirat stünde nichts mehr im Wege, doch Mayas Eltern verweigern Ralph den Antrag.
Bei Nacht und Nebel flieht das junge Paar in der Hoffnung auf ein gutes, glückliches Leben.
Doch schon bald entzweien sich die beiden und Mayas strohfeuerartige Verliebtheit erlischt.
Ausgerechnet in der größten Krise wird Maya von einer Gruppe Wüstenkrieger entführt.
Doch dieser ungewollte Ausflug zeigt Maya mehr von dem bisher unbekannten Land, als sie zu träumen gewagt hätte.
Und dann ist da noch der charismatische, verwegene Anführer der Gruppe: In Rashad al-Shaheen scheint ihre Liebe und Leidenschaft eine zweite Chance zu bekommen.


Farbenprächtig und detailreich saugt der Leser die Wüste und den Geist Arabiens in sich auf.
Die Leidenschaft entbrennt stürmisch zwischen den Seiten – froh, vom Leser entfesselt zu werden.
Die Leidenschaft des fremden Landes, der Liebe und der Gier nach mehr.


Den ungesättigten Geist Mayas habe ich beim Lesen sehr liebgewonnen. Ich hätte ihr gerne die so oft fehlende Schulter zum Weinen ersetzt.


Ohne jemals langweilig zu sein, führt die Autorin den Leser über Oxford, nach Indien, Arabien und Kairo. Ein wohl wahrlich wunderbarer Kraftakt, ist er hier doch zweifellos gelungen.


Nicole C. Vosseler beeindruckt ein weiteres Mal mit ihrer Sprache, brilliert wie wohl kaum eine andere mit Eindrücken und Gefühlen.
Sie fängt für uns auch in diesem Buch den Zauber eines weit entfernten Landes und seiner Kultur ein.


Ein absolutes Leseerlebnis, welches ich gerne empfehle!


Bewertung:


Für dieses Rezensionsexemplar bedanke ich mich sehr herzlich bei Nicole C. Vosseler! 🙂

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