Rezension: The Sign

Julia Karr – The Sign. Nur zu deiner Sicherheit




„The Sign. Nur zu deiner Sicherheit“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Nichts fürchtet die in einer nahen Zukunft lebende Nina so sehr wie ihren sechzehnten Geburtstag. Obwohl die meisten Mädchen dieses Datum kaum erwarten können. Sie bekommen ein Tattoo, The Sign, und dürfen sich nun offiziell mit Jungs einlassen. Doch Nina ahnt, dass mehr hinter diesem Tattoo steckt. Als kurz darauf ihre Mutter bei einem brutalen Anschlag ums Leben kommt, erfährt Nina: Ihre Mutter gehörte zum Widerstand – und ihr tot geglaubter Vater ist am Leben, irgendwo im Untergrund. Sie setzt alles daran, ihn zu finden – und gleichzeitig sich und ihre Halbschwester vor dem Zugriff des Regimes zu schützen. Da verliebt sie sich in Sal, einen Widerstandskämpfer. Doch kann sie ihm trauen?


Gute Idee – mit einigen Schwächen…


Neugierig gemacht hat mich das Cover. Es ist eine geheimnisvolle Kombination aus viel schwarz und lila. Das wirkt spannend.


In ihrem über 450 Seiten starken Buch hat Julia Karr eine neuartige Dystopie geschaffen.
Die Welt ist neu geordnet. Das Klassensystem regiert die Gesellschaft, ebenso wie die Medien die Menschen kontrollieren.
Sobald ein Mädchen das 16. Lebensjahr erreicht, kann sie quasi tun und lassen, was sie will.
Das Buch ist ein mahnender Zeigefinger auf die heutige Gesellschaft und die Vermarktung von Sex und jungen Mädchen.
Zwar kann man die dargestellte Situation von Julia Karr als etwas überzeichnet einschätzen, doch führt sie uns doch nur überdeutlich vor, worauf wir hinarbeiten.


Die Liebesgeschichte ist niedlich, aber teilweise nicht zufrieden stellend. Die Protagonistin wehrt sich durchgehend gegen männliche Aufmerksamkeit, doch bei Sal knickt sie ganz schnell ein. Auch hätte ich sie oftmals schütteln können, wenn sie während des Zusammenseins mit ihm ihre Gefühle ständig infrage stellte.
Ihr fehlte das Vertrauen.


Etwas gefehlt hat mir auch der Blick ins Detail. Zwar lernt der Leser so interessante neue Wörter wie „PAV“ und „Trannie“, doch wird kein genaueres Bild über diese Dinge vermittelt. Sie bleiben zu stark im Schatten und man bekommt keine richtige Vorstellung von dieser neuen Welt. Auch die Regierung, der „Krieg“ und überhaupt die ganzen Hintergründe finden nur am Rand Erwähnung. Um die sogenannten „NonKons“ dreht sich zwar eine Menge, doch auf sie und gerade ihre Aktionen wird zu wenig eingegangen.
Der Fokus der Aufmerksamkeit wird von der Autorin auf die perverse Gier nach Sex gerichtet und auf den Kampf eines Mädchens auf der Suche nach sich selbst und ihren Wurzeln.


Einen Cliffhanger gibt es am Ende nicht.
Das bedeutet, auch wenn viele Fragen nicht geklärt wurden, so hätte ich kein Problem mit einem Einzelbuch gehabt. Doch bei einer kleinen Recherche liefen mir Hinweise zu einem Folgeband über den Weg. Ich bin gespannt, ob Julia Karr in diesem lose Stränge erneut aufgreift und vielleicht ein wenig mehr auf die Welt im Jahre 2150 eingeht.
Vieles hat man gar nicht, bis nur sehr schwer verstanden.
Kurz zu erwähnen ist auch eine spannende Andeutung, die sich um Erde, Mond und Mars drehte. Das wäre doch mal eine Fortsetzung…


Nichtsdestotrotz habe ich das Buch gerne gelesen. Kleine Längen und lose Fäden konnten mir auf die Dauer nicht das Interesse an der Story nehmen.


Bewertung:

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