Rezension: River

Donna Milner – River



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„River“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Natalie ist vierzehn, als der charismatische River an einem heißen Julinachmittag auf der Milchfarm der Wards in den kanadischen Cascade Mountains auftaucht. Mit der sanften Stimme und den aquamarinblauen Augen wird er bald Teil der glücklichen Familie. Doch tragische Ereignisse verändern das Leben aller und die Idylle endet jäh…


Ein Buch, was unter die Haut geht…


Natalie und ihre Familie sind glücklich. Die Milchfarm läuft gut, sie liebt ihre Brüder und ist der Wildfang der Schule.
Alles ändert sich, als eines Tages ein immer größer werdender Schatten am Horizont auftaucht.
Es ist River, der einzige, der sich auf die Suchanzeige nach einem Helfer gemeldet hat. Er hat lange Haare, eine Gitarre über der Schulter und ist ein sogenannter „Drückeberger“. Doch trotz allem wird er schnell in die Familie aufgenommen und Natalie wünscht sich mit einem Mal nichts sehnlicher, als hübsch zu sein. Sie möchte River auffallen. Doch fühlt er überhaupt das gleiche wie sie? Er behandelt sie nicht anders, als alle anderen. Doch jetzt hat Natalie ihn auch noch ihrem besten Freund und Bruder vorgestellt und die beiden verbringen immer mehr Zeit miteinander. Natalie ist eifersüchtig und macht dann einen Fehler. Dieser Fehler mündet in eine Katastrophe und dann in eine Tragödie, woraufhin die Familie gesplittet wird.


Mit ihrer klaren, nüchternen Sprache bringt Donna Milner die Dinge auf den Punkt.
Geschichte sind die Rückblenden mit den aktuellen Ereignissen verwoben, sodass der Leser ein Gefühl für das Glück und dann für die Ängste bekommt.
Er durchlebt Natalies Jugend mit ihr. Er durchlebt ihre Enttäuschungen und ihre seelische Reifung. Und er durchlebt ihre Fehler.


Ich musste das Buch hin und wieder beiseitelegen, da die Geschichte wirklich unter die Haut geht. Das Geheimnis, welches die Familie über Jahrzehnte trennt, wird nicht gleich verraten. Es sind die Andeutungen, die Gedanken, welche man sich selber macht, die das ganze spannend machen. Ich habe mir die Auflösung in Teilen auch schon denken können, aber die Ungewissheit hat das ja nie bestätigt.
Als Natalie dann als Frau in ihre Vergangenheit zurückkehrte und den Schmerz ein zweites Mal fühlte, da fühlte ich mit ihr. Ich musste regelrecht nach Luft schnappen, so sehr hat es mich empört und auch geschockt.


Das Buch berichtet aus verschiedenen Perspektiven, die alles sehr authentisch wirken lassen und eine gänsehautmäßige Tiefe in den Roman bringen.
Die Autorin weckt mit ihrer Sprache aber nicht nur Erinnerungen, sie lässt den Leser auch an Gerüchen, Gefühlen und Bildern teilhaben. So ist man immer dabei und der „Kinofilm“ vor Augen kann laufen.


Dieses Buch ist eine absolute Leseempfehlung, aber nichts für zwischendurch. Dieses Buch muss man mit Bedacht lesen und auf alles vorbereitet sein.
Aber ich kann dem Aufkleber auf meinem Buch, auf welchem „Bestseller“ steht, nur recht geben!


Bewertung:


Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an Piper!
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Comments

  1. Oh ja, ein tolles Buch! Hast du auch schon den anderen Roman Donna Milners gelesen? Den kann ich auch nur empfehlen. Mit ihr habe ich wirklich wieder eine Autorin gefunden, auf deren neue Romane ich mich immer freuen kann und ich hoffe, dass da noch viel kommt. 🙂

    Liebe Grüße
    Ailis

    PS: Du bist nun auch auf meiner Linkliste! 🙂

    • Hi,

      ja, den habe ich auch schon gelesen!
      Und Donna Milner wurde auch jetzt spätestens nach dem lesen von „River“ zu einer absoluten Must have Autorin!

      Liebe Grüße.
      Ramona

      PS: Danke! 😉

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