Rezension: Neunzehn Minuten

Jodi Picoult – Neunzehn Minuten



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„Neunzehn Minuten“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
„Es ist vorbei, sagte er. Doch das war es nicht, es fing gerade erst an.“ – Nach seiner unaussprechlichen Bluttat in der Sterling Highschool zweifelt niemand an der Schuld des siebzehnjährigen Peter Houghton. Doch während der kleine Ort mit den Folgen dieser neunzehn Minuten zu ringen hat, wird das Rätsel um den Ablauf der Tragödie immer größer…


…Verstörend…


Der Schultag ist ganz normal, als Josie und ihr Freund Matt in der Cafeteria sitzen und ihre Freistunde genießen. Doch um kurz nach 10 ändert sich alles.
Peter, der Außenseiter, kommt mit geladenen Waffen in die Schule und reißt dabei 10 Schüler in den Tod. Viele werden schwer verletzt und hunderte erleiden das schlimmste Trauma ihres jungen Lebens.
Auch der Freund von Josie wird getötet. Leider kann sie sich an nichts erinnern. Sie wurde bewusstlos neben dem toten Matt aufgefunden.
Während Josie Matt und ihre toten Freunde betrauert und der Schock den gesamten Ort lähmt, wird die Frage nach dem warum immer lauter. Auch die Forderung nach Blut, nach der Vergeltung erwächst aus den Rachegelüsten der Betroffenen.
Doch bevor es zu einer endgültigen Verurteilung kommen kann, müssen die Hintergründe der Tat geklärt werden und man muss Peters Leben umkrempeln, um der zornigen Masse einen Grund für den brutalen Mord an ihren Kindern zu geben.
Dabei scheint nicht immer alles so, wie man zuerst gedacht hat…

Und wieder einmal hat mich Jodi Picoult schier überwältigt!
Die Autorin schafft es immer wieder, Themen zu finden, die den Leser nicht kalt lassen. Sie schreibt über verstörende, berührende und nachdenklich machende Themen.
Sie zeigt dem Leser damit eine Welt, die der Otto Normalverbraucher stets verdrängt. Ob es Krankheiten sind, oder ungewöhnliche Vorfälle.
Vorfälle, wie den Amoklauf an einer Schule.

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt und verschiedene Zeiträume vor und nach der Tat näher beleuchtet.
Dadurch bekommt man einen umfassenden Überblick, nicht nur über die Tat selbst, sondern auch über die Hintergründe und die Motive.
Nach und nach deckt die Autorin immer weitere neue Fakten auf, bis es schließlich zum Finale kommt. Akribisch erläutert und detailliert erzählt, kann dieses Buch mit jedem guten Krimi mithalten.
Es ist einerseits spannend, andererseits ist die Genauigkeit beeindruckend, mit welcher die Autorin in jeder Situation vorgeht. Ob es nur die langen Gerichtsverfahren sind, oder die psychologischen Gespräche, die nach der Tat geführt werden.
Erschreckend realistisch hat Jodie Picoult ein brisantes Thema der heutigen Zeit aufgegriffen. Auch tauchen immer mal wieder in den Medien Berichte von Amokläufern an Schulen auf.
Doch keiner hat mich so bewegen können, wie dieses Buch!


Bewertung:


Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Piper-Verlag!
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