Rezension: Memento. Die Überlebenden

Julianna Baggott – Memento




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Kurzbeschreibung:
Eine amerikanische Stadt, neun Jahre, nachdem die Bomben fielen. Majestätisch thront die Kuppel des Kapitols über den Trümmern – in ihr leben die Reinen, die Makellosen. Sie wurden auserwählt, eine neue, bessere Menschheit zu begründen. Unten in der Stadt kämpfen alle Übrigen ums Überleben. Auch die 16-jährige Pressia hat es schwer, sich und ihren Großvater durchzubringen. Und dann soll sie auch noch eingezogen werden, um für das grausame Militärregime zu arbeiten, das Angst und Schrecken in der Stadt verbreitet. Als sie den Verschwörungstheoretiker Bradwell kennenlernt, scheint das zunächst ihre Rettung zu sein. Er kennt den Untergrund und hilft ihr, unterzutauchen. Doch dann wird sie erwischt…


Geteilte Meinung…


Immer wieder musste ich das Buch zur Seite legen.
Kein gutes Zeichen.
Bei mir ein Zeichen für fehlende Bindung an das Buch.


Zuerst einmal hat es mir die Sprache sehr schwer gemacht, in das Buch hineinzufinden. Ich weiß nicht, woran es gelegen hat, aber ich kam mir immer vor, als würde ich zwar die Gefühle der Charaktere spüren können, aber eben nur wie durch eine Glasscheibe. Als würde etwas fehlen. Es war nicht echt.


Die Autorin Julianna Baggott hat in ihrer Dystopie viele interessante Ansätze verarbeitet, die als Handlungsstränge vielversprechend klingen. Allerdings sind es so übermäßig viele Ansätze, dass unheimlich viele Fragen unbeantwortet bleiben und an jeder Ecke Informationen fehlen. Warum ist das so? Welche Verbindung gibt es dazu? Wie kam es dazu?
Ständig machten es mir neue Fragen in meinem Kopf unmöglich, die Geschichte völlig zu verstehen.
Einige Handlungsstränge erscheinen mir unlogisch oder nur als Füllmaterial eingesetzt. Hier hätte man sicher an einigen Stellen sinnvoll kürzen können.


Langeweile hat sich bei mir sehr schnell breit gemacht, aber auch ein wenig Ekel mischte sich damit.
Die Verschmelzungen, die die Autorin beschreibt, sind eine grausame Fantasie und erzählen eine furchtbare Geschichte. Ich habe noch immer nicht verstanden, wie es nun genau zu einer Katastrophe solchen Ausmaßes kam, aber lassen wir das mal außen vor.
Es ist, als müsste man nach dem Guten in der Geschichte erst suchen.
Dadurch, dass die Handlung selbst auch nur sehr, sehr langsam in Fahrt kommt, wird dieser Eindruck noch verstärkt.
Zum Ende hin wird es dann besser. Allerdings sind die hoffnungsvollen Glückmomente meines Erachtens für so viel Grausamkeit einfach zu gering. Kein Herz kann so stark sein…


Das Buch hat mich leider kaum überzeugt und darüber bin ich ein wenig traurig. Das Cover macht etwas her und auch der Titel verspricht Hoffnung, nur leider findet man davon zu wenig im Buch.
Ich denke, für einen ersten Eindruck sollte sich jeder potenzielle Leser mit der Leseprobe vertraut machen!


Bewertung:

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