Rezension: Kein Kind ist auch (k)eine Lösung

Tina Wolf – Kein Kind ist auch (k)eine Lösung




„Kein Kind ist auch (k)eine Lösung“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Charly ist Mitte 30 und völlig genervt. Eine Freundin nach der anderen wird schwanger, und alle scheinen den Verstand verloren zu haben. Während sogar die Karrierefrau Birgit ihr Leben nach dem Eisprung ausrichtet, ist sich Charly sicher: Sie will niemals zum Muttertier mutieren. Doch dann lernt sie Michael kennen, und es ist die große Liebe. Bis Michael damit herausrückt, dass er sich nichts sehnlicher wünscht als Kinder. Gibt es denn kein Entrinnen vor diesem ganzen Wahnsinn?


Einfach nur witzig!


Diese Story ist mit einer guten Portion Herz und Humor ausgestattet!
Ich bin nun wirklich meilenweit vom Kinderwunsch entfernt und ich habe mich unglaublich amüsiert.
Schon auf den ersten Seiten fielen mir beinahe die Augen aus dem Kopf und ich hatte einen spontanen Lachanfall. Pikierte Seitenblicke inklusive… 😉
Charly ist eine herrlich selbstironische Protagonistin, die wahrlich zu kämpfen hat. Keine frau kann nachvollziehen, dass ihr biologischer Wecker keinen hormonellen Daueralarm ausgelöst hat. Gerade das findet Charly gut, denn sie hat gar kein Bedürfnis nach einem kleinen Krabbler. Oder vielleicht doch?
Jedenfalls ist ihr Leben natürlich leicht chaotisch und etwas durch den Wind, aber gerade das macht es so lesenswert und authentisch.
Leider hat mir teilweise ein wenig das Tempo gefehlt. Die Handlung braucht sehr lange, um nur allein die Kurzbeschreibung zu erfüllen und manchmal dachte ich schon, irgendwer hätte sich mit dem Klappentext geirrt. Das war manchmal etwas ermüdend, weil einerseits Charlys Gedanken nur auf der Stelle treten und natürlich in ihrer Entwicklung alles still stehen bleibt.
Auch als es dann endlich eine Wendung gibt, braucht alles sehr, sehr lange und Charly wird mitunter zu einer sehr anstrengenden Protagonistin. Sie ist überaus stur und teilweise wahrlich begriffsstutzig.


Nichtsdestotrotz hat mir der Stil sehr gut gefallen.
Die Autorin trifft die Mundart ihrer Protagonistin so wunderbar, dass man ihr alles abnimmt. Ihre Witze haben eine Pointe und man muss wirklich oft lachen.
Aber auch ernstere Gedanken werden angesprochen. Dieser Zwiespalt zwischen der Entscheidung für oder gegen ein Kind. Dabei positioniert sich die Autorin jedoch nicht und erklärt auch keine Meinung für unzureichend, was mir sehr gut gefallen hat.


„Kein Kind ist auch (k)eine Lösung“ hat mich kurzweilig unterhalten, wenn ich auch kleine Abstriche mache.


Bewertung:

Deine Meinung ist mir wichtig und ich freue mich, wenn Du mir schreibst!

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