Rezension: Hunger nach weniger

Jessica Antonis – Hunger nach weniger




„Hunger nach weniger“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Anne kämpft für ihr großes Ziel – und das heißt „endlich schlank sein“. Essen wird zum wichtigsten Gedanken in ihrem Leben und schließlich zu ihrem schlimmsten Feind…


In so wenig Buch steckt erstaunlich viel!


Obwohl das Cover eher schlicht ist, kann man daraus doch eine Menge herauslesen.
Es steht für das Gefühl, eine „graue Maus“ zu sein und für den Wunsch nach einem schönen, schlanken und wohlproportionierten Körper.
Leider sagt es nichts darüber, wie die Mädchen mit ihrer Krankheit durch die Hölle gehen…


Was mich schon auf den allerersten Seiten positiv beeindruckt hat, war der Hinweis, dass die Autorin selbst mit dem hier behandelten Thema in Berührung kam. Dass sie mit diesem Buch ihre ganz persönlichen Erfahrungen verarbeitet hat.


Das ganze Buch spiegelt die Gedanken und Gefühle vom und mit dem Hunger und dem Essen so intensiv wider, dass es gleichzeitig erschreckend aber auch irgendwie interessant ist. Man wird in die Welt eines Teenagers mit einem einzigen Gedanken versetzt: Ich will abnehmen.
Erst ist das ja noch irgendwie in Ordnung, dann aber verzerrt sich die Wahrnehmung und Anne findet sich selbst mit 40kg noch immer viel zu fett.
Immer neue Lügen tischt sie ihrer Umgebung auf, immer wieder neue Pläne erfindet sie, um ihrem ultimativen Ziel noch näher zu kommen.


Man leidet stark mit, man möchte ihr unbedingt helfen und ihr sagen, dass sie sich da in etwas verrennt.
Man geht mit Anne durch die Hölle.


Es ist erschreckend, was in dem Mädchen für Gefühle auftauchen und es ist erschreckend, dass es jedem passieren kann.
Dieses Buch will auch die wichtige Botschaft übermitteln, dass wir oftmals für das Handeln unseres Gegenübers verantwortlich sind. Dass wir eine anteilige Verantwortung für die Gesundheit unserer Mitmenschen haben.


Ein bisschen hat mir zum Schluss die Aufklärung in folgende Richtungen gefehlt: Andreas und Amaryllis. Näher darauf eingehen möchte ich nicht, aber wer das Buch liest, wird mich wohl verstehen können. Ich kann mir natürlich auch meinen Teil denken.


Ein empfehlenswertes Buch mit langem Nachhall!


Bewertung:


Vielen Dank für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars an Ueberreuter!

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