Rezension: Geisterritter

Cornelia Funke – Geisterritter




„Geisterritter“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Jon Whitcroft hat es schwer. Seine Mutter und ihr neuer Freund schicken ihn aufs Internat nach Salisbury. Strömender Regen, dunkle Gemäuer, enge Flure, fremde Gesichter und ein Zimmer, das er sich mit zwei Mitschülern teilen muss. Jon ahnt nicht, dass dies bald seine geringsten Sorgen sein werden. Denn in seiner sechsten Nacht im Internat erscheinen plötzlich drei Geister unter dem Fenster seines Zimmers und starren zu ihm herauf. Zum Glück gibt es jemanden in Salisbury, der sich bestens mit Geistern auskennt…


Eher für jüngere Leser!


Ich muss sagen, ich bin positiv überrascht von dieser kurzweiligen, aber dennoch ganz netten Geschichte!


Cornelia Funke hat eine glaubwürdige und fantasievoll gestaltete Welt erschaffen, die den Reiz der Vergangenheit und die Alltäglichkeit der Gegenwart geschickt miteinander verbindet.
Wer sich das Nachwort nämlich durchliest, wird erfahren, dass viele Elemente in der Geschichte auf Tatsachen basieren. Tatsachen, die dann Funke-tauglich in „Geisterritter“ verbaut wurden.
Ich mag es ja immer sehr, wenn ein klitzekleines Körnchen Wahrheit dabei ist.
Auch ein Glossar ist angehängt, indem man sehr, sehr viele Wörter findet, die jungen Lesern eventuell noch unbekannt sein dürften. So verstehen sie die Geschichte dann auch wirklich von Anfang bis Ende.


Interessant sind an diesem Buch wohl auch die Zeichnungen. Davon gibt es wirklich einige, die die Geschichte unterstützend begleiten.
Ich muss sagen, meinen Geschmack trafen sie nicht. Einige waren zwar ganz okay und hielten sich auch an die Geschichte, doch bei vielen Bildern lag der Kern einfach zu weit versteckt. Die Bilder haben alle sehr viel Raum und Hintergrund, wodurch oftmals die eigentliche Szene verloren geht.
Aber das ist wohl Ansichtssache…


Ein bisschen Enttäuschung schlich sich bei mir auch am Ende ein. Es war viel zu abrupt und irgendwie fehlten mir noch ein paar Sätze.


Ein nicht schlechtes Buch für jüngere Leser, die die Welt der Worte mit viel Fantasie entdecken wollen und die an farbigen Bildern ihre Freude haben.


Meine Bewertung:


Für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanke ich mich beim Dressler Verlag!

Kommentare

  1. Manfred meint:

    Es wundert mich nicht, dass Dir am Ende ein paar Zeilen fehlten, denn die ganze Geschichte ist aus der Rückschau eines erwachsenen Jon erzählt – und da fragt man sich natürlich am Ende, was aus dem Erzähler geworden sein mag, nachdem seine Geschichte um die Erlebnisse seiner Internatszeit abgeschlossen wurde. Etwa warum er seine Erlebnisse niederschreibt. Schon nach der Leseprobe habe ich geahnt, dass nach dem letzten Kapitel nichts nachkommen würde, und hole mir gerade ein paar Bestätigungen aus Leserrezensionen ein. Bei Deiner fehlte dieser Aspekt bislang, weswegen ich ihn hier ergänze. Für mich bedeutet das: „Geisterritter“ von Cornelia Funke kann man sich echt sparen!

  2. Ich denke, man sollte bedenken, dass die Geschichte für Kinder ab 10 geschrieben wurde, die Zielgruppe sind ganz klar keine Erwachsenen. Ich stimme dir vollkommen zu – eine wirklich nette Geschichte und ich finde allein wegen der wunderbaren Illustrationen war das Buch die Lektüre wert. Die Bilder von Zelda haben mir gar nicht gefallen (irgendwie zu skurril und im Vergleich zur Zelda der Geschichte echt unsympathisch), aber die Landschaften und Kulissen passen super zur gruseligen Geschichte 🙂

Deine Meinung ist mir wichtig und ich freue mich, wenn Du mir schreibst!

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