Rezension: Die Samenhändlerin

Petra Durst-Benning – Die Samenhändlerin




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Kurzbeschreibung:
Hannahs Geschichte beginnt in der wohl misslichsten Lage, in der sich eine Frau aus damaliger Zeit überhaupt befinden konnte: Sie trägt ein uneheliches Kind unter dem Herzen. Mit viel Kampfgeist und Mut macht sie sich dennoch auf die Suche nach dem Mann und löst dadurch einigen Trubel aus. Zwar hat sie Helmut gefunden, doch der ist bereits einer andren Frau versprochen und der Hochzeitstermin nähert sich geschwind. Wie durch ein Wunder gelingt es Hannah nicht nur Helmut zu heiraten, sondern die beiden knüpfen auch die zarten Bande der Liebe.
Hannah lässt sich nicht unterkriegen und erlebt in ihrer Zeit nach der Geburt ihrer kleinen Tochter Flora noch so einiges…


Zu Beginn möchte man Seraphine am liebsten schütteln und zur Vernunft bringen. Was maßt sich diese kleine Göre an? Sie verwirrt Helmut und will nicht wahrhaben, dass er Hannah wirklich liebt und doch eigentlich nie wirklich etwas an ihr gefunden hat. Sie sieht in Hannah nur die kleine böse Nebenbuhlerin, die ihr den Zukünftigen ausgespannt hat. Mit ihrer ganzen gespielten Teilnahmslosigkeit und Naivität bringt sie ja auch so einiges an Trubel mit ins Haus. Sonst verlaufen eigentlich die ersten 150 – 200 mehr mit Geplänkel und den kleinen Intrigen und das obwohl die Handlung zu Beginn einen so rasanten Schub nach vorne machte.
Man sieht in diesen Seiten aber, wie Hannah sich auch verändert. Von der mittelosen Mutter eines Bastards, zur innig geliebten Frau in einer reichen Samenhändlerfamilie. Doch nicht überall schlägt ihr der Frohsinn entgegen. Ihre Schwiegermutter ist meiner Meinung nach ziemlich voreingenommen. Sie akzeptiert keine arbeitstüchtigen Frauen (wie z.B. Hannahs Mutter) und findet an der Hannahs Neugierde und Einmischung in den Samenhandel keinerlei Verständnis. Das ist traurig für Hannah – ihre Eltern sind so weit weg und so erhält sie fast keinen Rückhalt für ihren Fleiß und Eifer.
Und kurz vor der großen Reise schafft Seraphine es tatsächlich, einen ersten Kein zwischen das Paar zu treiben. Als ich das gelesen habe, ich hätte ihr bei dieser Intrige am liebsten die Papiere aus der Hand gerissen…
Die folgenden Seiten werden mit Helmuts und Valentins Reiseerlebnissen rund um Russland bestückt. Sie lernen Verwandte kennen und neue Seiten.
Das Seraphine und Hannah eine gemeinsame Reise antreten wollen, kam mir schon zu Beginn äußerst zwielichtig vor. Freundschaft? Aber klar doch! Die Rachegelüste Seraphines sind selbst in größter Not Hannahs noch unangefochten!
Etwas weiter in der Geschichte: Am besten gefällt mir Valentins Offenbarung! Er ist ja doch wohl nicht nur so ein verliebter, blinder, naiver Jüngling! Endlich hat er mal etwas getan.
Es geht rasant weiter – bin zum Ende. Die Geschichte gewinnt zunehmend an Tempo und man möchte am liebsten gar nicht mehr aus der Geschichte aussteigen.


Petra Durst-Benning hat mit dem vorliegenden Werk eine unglaubliche Geschichte erstehen lassen. Authentisch und so voller Wahrheiten über das eigene kleine Leben. Über Menschen und Träume, über Phantasie und Liebe…


Wärmstens für jeden Historienfan zu empfehlen!


Bewertung:

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