Rezension: Die Landkarte der Liebe

Lucy Clarke – Die Landkarte der Liebe




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Kurzbeschreibung:
„Ein meerblaues Reisetagebuch. Das ist alles, was Katie von ihrer Schwester bleibt. Denn Mia ist tot. In Bali stürzte sie von einer Klippe. Katie hat nur eine Chance, das Geheimnis um den Tod ihrer unnahbaren Schwester zu lüften: Ihr Tagebuch zu lesen und den Stationen ihrer Reise zu folgen. Und so taucht Katie immer tiefer ein in das Leben ihrer Schwester und entziffert Stück für Stück Mias ganz persönliche Landkarte der Liebe…“


Ein Liebesroman der besonderen Art…


Dabei meine ich nicht nur die Liebe in einer Partnerschaft.
Gewissermaßen ist es auch eine Partnerschaft, aber dennoch eine außergewöhnliche und besondere Art. Es geht um die Beziehung zweier Schwestern, die Abgründe und die Schattenseiten einer solchen Beziehung.
Nicht immer ist in einer Geschwisterbeziehung alles Friede, Freude, Eierkuchen. Manchmal streitet man sich, doch man rauft sich auch wieder zusammen.
Was passiert, wenn zu viel ungesagt bleibt, das erzählt Lucy Clarke in diesem Roman.
Es ist ein Geflecht aus Schuldgefühlen, Rache und Liebe. Einer sehr fragilen Liebe, die eigentlich beschützt werden müsste, doch beide Schwestern erkennen das erst viel zu spät.


Die Autorin hat einen einfühlsamen und zu Herzen gehenden Roman geschrieben, der im Gedächtnis bleibt.
Zwar ist das Cover wirklich wunderschön gestaltet, doch in Kombination mit dem Titel absolut unpassend zur Geschichte. Das Kernthema ist meilenweit von seichter Chick-Lit Romantik entfernt.
Ein dramatisches Kunstwerk, geschaffen von Meisterhand, sodass man die Strukturen zwar erahnen kann, die Schattierungen aber erst nach und nach erforscht und freilegt.


Man ist gefangen und wünscht sich immer wieder von vollstem Herzen, dass doch endlich mal jemand über seinen eigenen Schatten springen möge.
Spannend ist es, alles aus der Sicht beider Schwestern zu erleben. Die zwei Erzählstränge schaffen es so, immer eine andere Sicht auf die Geschehnisse zu bieten und den Blickwinkel noch ein Stück weit zu verändern.
Die Seiten lesen sich weg wie nichts und am Ende bleibt nichts zurück. Das Buch hat alle Emotionen verbraucht. Man hat alles erlebt. Es ist nichts mehr zu sagen.
Das Ende wirkt ein wenig unvollständig, doch es passt zum Buch.
Es fügt sich in das große Ganze ein.


Die Landkarte der Liebe“ ist ein emotional berührender und packender Roman, der mir mehr als nur ein paar schöne Stunden verschaffte.
Er weckte Abenteuerlust in mir. Zwar ist die Geschichte nicht darauf ausgelegt, als Reiseführer zu fungieren, doch man bekommt eine Ahnung von all den schönen Kulissen. Und wenn ich das Meer allein schon vor meinem inneren Auge sehe, werde ich wehmütig…


Lest das Buch, denn mich hat es berührt. Es ist nicht kitschig und nicht einfach zu vergessen. Es ist bestechend mit all seiner Offenheit und mit der ungeschönten Tiefgründigkeit.
Ich kann es euch nur ans Herz legen!


Bewertung:

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