Rezension: Die fünf Leben der Daisy West

Cat Patrick – Die fünf Leben der Daisy West




„Die fünf Leben der Daisy West“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
„Daisy ist fünfzehn und schon mehr als ein Mal gestorben. Doch ein Wundermittel namens Revive holt sie jedes Mal zurück und so lebt Daisy waghalsig und riskant. Jeder Tod bedeutet für sie allerdings eine neue Stadt und ein neues Leben, denn das Mittel ist hochgeheim und Daisy ist ein Versuchsobjekt in einem streng abgeschotteten Programm. An ihrer neuen Schule findet sie in Audrey zum ersten Mal eine beste Freundin. Als sie sich auch noch Hals über Kopf in deren Bruder Matt verliebt, lässt sie sich endlich voll auf das Leben ein. Daisy fängt an, das Geheimsystem rund um Revive zu hinterfragen. Doch sie weiß auch: Wenn die aufbegehrt, könnte ihr nächster Tod endgültig sein…“


Gute Idee, doch hapert es an der Umsetzung


Das Buch hat mich gut unterhalten und einen guten Plot geliefert, doch manchmal sollte man nicht allzu sehr hinter die Kulissen schauen.
Die Kurzbeschreibung lässt ein wenig mehr Action vermuten, als es letztlich hergibt.
Man bekommt den Eindruck einer wagemutigen und riskant lebenden Protagonistin, doch das verändert sich mit dem Lesen.


Das Buch ist in einem Rutsch gelesen, man legt es zur Seite und vergisst es schnell wieder.
Beim Lesen kommen allerdings manchmal Fragen auf. Ganz zentral ist natürlich der eigene Umgang mit Revive. Wie würde man selbst leben, was würde man tun, wenn einem Revive zur Verfügung stünde?
Allerdings ist ein Nachteil des Buches, dass es mit der Zeit immer konstruierter wirkt.
Zufälle häufen sich und Handlungsabläufe werden allzu unglaubwürdig.


SPOILER
(Nur eingesetzt, weil sich mir dieses Detail einfach nicht erschließen wollte…)

Wie lässt sich beispielsweise das schnelle Finden anderer Teilnehmer des Programms über Facebook erklären?
Ein bisschen einfach, wenn man das ganze Drumherum mit den Umzügen und Änderungen, den ganzen Kleinigkeiten, bedenkt…

SPOILER ENDE


Auch das Ende, ohne hier zu viel verraten zu wollen, ist für mich einfach nur zu unglaubwürdig. Wenn man nicht darüber nachdenkt, ok, aber ansonsten sind die Puzzleteile einfach nur für ein passendes Ende zurechtgeschnitten worden.
Das ist etwas schade, weil so nach der reißerischen Ankündigung durch die Kurzbeschreibung einiges Potenzial verloren geht.


Erwähnenswert ist aber die Gestaltung des Covers. Hier sind kleine Abziehbildchen integriert, jedes für ein Leben, nochmal mit kurzen Zitaten und Bildern. Das ist kreativ und individuell.


Das Buch bietet schnelle Unterhaltung für einen kurzen Nachmittag, bedingt zu empfehlen, wenn man sich gerne eine eigene Meinung bilden möchte.


Bewertung:

Deine Meinung ist mir wichtig und ich freue mich, wenn Du mir schreibst!

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