Rezension: Der Tag, an dem Marylin starb

Donna Milner – Der Tag, an dem Marylin starb




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Kurzbeschreibung:
Ethie horchte in die Stille des Hauses hinein. Der Duft des grünen Satinkleids ihrer Mutter erfüllte noch immer den Raum, Soir de Paris, so hieß ihr Parfüm. Ethie konnte nicht glauben, dass sie nun für immer fort sein sollte. Aber genau das hatte der junge Polizist gesagt, nachdem Dad ihm die Tür geöffnet hatte: Es habe einen Unfall gegeben, und es tue ihm leid, ihre Mutter sei für immer »heimgegangen«. Jetzt schliefen Ethies Brüder, und Dad saß allein in der Küche, man konnte im Dunkeln die Glut seiner Zigarette sehen. Sicher dachte er darüber nach, warum Mom tot auf einem Segelboot gefunden worden war. Und warum sie getrunken hatte. Hing das alles mit dem fremden Mädchen zusammen, das gestern Morgen dagewesen war? Oder mit seiner Vergangenheit, über die er so lange geschwiegen hatte?


Mit unerschöpflicher Geduld schafft die Autorin eine Welt voller Gegenspieler. Mut, Liebe, Angst und Krieg nehmen entscheidende Positionen ein. Geschickt manövriert sie den Leser durch Handlungsstränge in der Gegenwart und in der Vergangenheit.
Der Schreibstil ist ruhig und harmonisch – sanftmütig auch in Bezug auf einen behinderten Sohn.
Man durchlebt Ethies Verzweiflung genauso wie ihres Vaters Schildgefühle. Die Beziehungen werden exakt durchleuchtet, sodass die Liebe von der Mutter zu ihren Kindern sehr deutlich wird.
Der Krieg wird in allen Einzelheiten dargeboten. Von den vergewaltigten Frauen, bis zu verkrüppelten Menschen lässt sie die Grausamkeiten zum Leser kommen. Der riecht die heiße Luft förmlich in seiner Nase und schwitzt mit den Gefangenen.


Die Spannung ist bis zum Ende aufrecht erhalten. Warum starb die Mutter? Welche Schuldgefühle verfolgten den Vater?


Berührend und eindrucksvoll hinterließ Milners Buch einen bleibenden Eindruck.


Bewertung:

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