Rezension: Der Professor

John Katzenbach – Der Professor



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„Der Professor“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Der pensionierte Psychologieprofessor Adrian Thomas bekommt von seinem Arzt eine niederschmetternde Diagnose: Demenz. Noch immer unter dem Eindruck der bestürzenden Nachricht blickt der alte Mann auf die Straße und sieht ein etwa sechzehnjähriges Mädchen vorübereilen. Gleichzeitig rollt ein Lieferwagen heran, bremst ab und beschleunigt wieder: Das Mädchen ist verschwunden. Der Professor ist verwirrt. Täuscht er sich, oder hat er gerade eine Entführung beobachtet?


Ein grausig-spannender Psychothriller!


Der neue Katzenbach! Was habe ich mich darauf gefreut… – und wurde glücklicherweise nicht enttäuscht!


Als Thema hat John Katzenbach diesmal Demenz gewählt. Eine gute Wahl, wie ich finde. Es berührt uns immer wieder. es ist furchtbar zu wissen, dass derjenige ganz langsam alles um sich herum vergisst.
In die andere Waagschale wurde das Thema Kinderpornografie geworfen. Um diese heiklen Themen herum ist es dem Autor gelungen, einen sehr guten Psychothriller zu schreiben.


Der Protagonist, Adrian Thomas, der erst kürzlich die niederschmetternde Diagnose bekam, ist in einem Zustand zwischen Halluzination und Wirklichkeit, als ihm ein junges Mädchen auffällt. Doch plötzlich ist sie weg!
Was ist real, was ist unecht?
Thomas muss Prioritäten setzen. Stellt er sein Leben über das, eines unschuldigen Mädchens? Wer steckt dahinter?
All diesen Fragen widmet er sich, während sein Geist immer mehr nachlässt und seine Sinne trüb werden.


Spannend und rasant führt Katzenbach durch die explosive Geschichte. Ich konnte nicht loslassen, ich musste unbedingt wissen, ob es dem alten Professor gelingt.
Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, denn das Mädchen muss Furchtbares durchleiden…


Das Ende hat mich zu Tränen gerührt. John Katzenbach hat es nicht nur geschafft, Grauen zu erzeugen, sondern auch Mitgefühl und Traurigkeit. Zwei Gegensätze, die mich überrascht haben.


Mir hat „Der Professor“ sehr gut gefallen – nicht nur als Geschichte, sondern auch als Person. Die Umsetzung beider Grundthemen ist dem Autor meisterhaft gut gelungen und es wirkt zudem noch authentisch!
Thrillerempfehlung von mir!


Bewertung:


Vielen Dank für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars an Droemer/Knaur!

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