Rezension: Der Pfad der roten Träume

Corina Bomann – Der Pfad der roten Träume



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Kurzbeschreibung:
Die Freundinnen Lucy und Anne sind im England des 19. Jahrhunderts auf sich allein gestellt. Beide sind Waisen und ihr Leben in Bristol ist schwierig und freudlos. Als sich eine günstige Gelegenheit ergibt, wagen die Mädchen eine gefährliche Reise und wandern in ihr Traumland Australien aus.
Nach einem schweren Schicksalsschlag muss Lucy in dem fremden Land allein zurechtkommen. Sie lernt Henry, den Sohn eines Farmers, kennen und erfährt, dass die Aborigines von vielen Einwanderern sehr schlecht behandelt werden. Als sie versucht, ihnen zu helfen, bringt sie sich und ihre Liebe zu Henry in große Gefahr.


Eine Geschichte, die uns den Atem nimmt…


Lucy und Anne sind Waisenkinder. Anne lebt im Heim und Lucy wurde aus reiner Gnade von einem Referent aufgenommen, für den sie als Haushälterin schuftet.
Als besagter Referent überraschend aus dem Leben scheidet, rückt der Traum der Mädchen von Australien in greifbare Nähe.
Mit mehr Glück als Verstand schaffen sie es tatsächlich, ihr altes Leben hinter sich zu lassen.
In Australien werden sie als anzulernende Krankenschwestern in einem Hospital angestellt.
Es scheint, als sei das Schicksal den Mädchen positiv gesonnen. Doch ein trauriger Schicksalsschlag trennt Lucy und Anne.
Lucy fährt daraufhin mit dem Farmer Callaway zu seiner Farm. Über ihn hat sie auch Henry kennen gelernt. Plötzlich machen sich ganz neue, bisher unbekannte Gefühle in ihr breit. Und Henry scheint es ähnlich zu gehen.
Die beiden können sich ganz langsam einander nähern, wären da nicht dunkle Schatten, die das Glück schon wieder trüben wollten.
Einige Weiße haben es sich zum Ziel gemacht, die in Australien lebenden Ureinwohner, die Aborigines zu quälen, sich Untertan zu machen, oder auch gleich aus dem Weg zu schaffen.
Lucy kann das nicht mit ansehen und stürzt sich mehr als nur einmal in die Offensive für das Wohl der Aborigines.
Der Zufall bringt sie bald schon fort von Henry und der Farm zu der Sippe der Alura.
Hier berührt Lucy die Kultur, die Sagen, die Geschichten und die Rituale der Aborigines und ist davon fasziniert. Sie will ihnen helfen.
Und schon bald bekommt sie dazu die Chance…


Die Liebe zwischen Henry und Lucy nimmt keinen übermäßigen Raum ein, gerade so viel, dass man sich den Rest denken kann…


Diese Geschichte ist größtenteils eine sehr authentische Erzählung des Verhältnisses zwischen den weißen Siedlern und den Ureinwohnern, den Aborigines.
Der blanke Hass, der ihnen entgegenschlägt, nimmt Lucy wie auch dem Leser den Atem. Fragen dringen an die Oberfläche, Fragen nach dem WARUM!


Fasziniert hat mich aber das genaue Gegenteil dieser Abneigung. Wie Lucy sich so furchtlos mit ihren Mitmenschen vereinte, willig war, einen Blick hinter die seltsam anmutende Fassade zu werfen.
Der Einblick, den die Autorin sorgfältig recherchiert, möglich macht, beeindruckt und hallt noch lange nach.


Lebendig und schlicht hat sich dieses Buch eine große Zuneigung bei mir erobert und ich empfehle es nur allzu gern an Leser jeder Altersklasse weiter!


Bewertung:


Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an Ueberreuter!

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