Rezension: Der Märchenerzähler

Antonia Michaelis – Der Märchenerzähler



cover
„Der Märchenerzähler“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden?


Ganz anders, als erwartet!!


Das Cover des Märchenerzählers ist eine mystisch verschlungene Komposition aus gedeckten Farben und einem Menschen, der die Arme hoffend/ bittend/ verzweifelt ausgestreckt hat.
Mit dem Titel aussoziiert jeder neugierige Leser zu Beginn Märchen, Fantasie, eventuell Fabelwesen und jede Menge Magie natürlich.
Doch was dahinter steckt, würde niemand in Erwägung ziehen!!


Es ist beinahe unmöglich, etwas über den Inhalt zu schreiben, ohne zu viel vom Inhalt zu erzählen. Es gibt Abel und Anna, dann noch die kleine Micha. Und dann gibt es Abels Märchen – mitreißend, spannend und unerwartet – und Anna fragt sich, ob ihre reale Welt nicht wie Abels Märchen funktioniert. Nein, ob diese Welt Abels Märchen IST!
Das wird sie herausfinden…
Es klingt kompliziert und man versteht als Leser zu Beginn auch nicht sonderlich viel. Man muss sich auf das Geschehen einlassen, sonst wird man sich nicht darin zurechtfinden können.
Denn Antonia; gestaltet das eine grausam schön und das andere schön grausam. Man muss sich erst anfreunden mit diesem Stil, der gerade zum Schluss hin immer mehr Überraschungen bereithält. Denn die Story ist nicht einfach nur irgendeine Geschichte. Sie ist eine atemberaubende Mischung aus Fantasy, Thriller und Liebesroman. Dies erzählt sich auf so eine wahnsinnig nüchterne und ehrliche Art, die mich berührt und begeistert hat.
Denn die Autorin lässt das Grauen leben und sie gibt ihm einen Namen… Und dieses Grauen existiert reell!!


Dieses Buch ist nicht für einen Leser geeignet, der in seiner rosaroten Welt lebt. Es ist ferner auch nicht für ein unbedarftes Kind geeignet. Die Leseempfehlung ab 14 Jahren erscheint mir nicht so ganz richtig. Allerdings wird mir wohl fast jeder, der das Buch ebenfalls gelesen hat, darin zustimmen, dass man dieses Buch wohl niemals richtig einordnen könnte.


Es hat mich mitgenommen und ich habe zum Schluss geheult, weil die Geschichte mich im tiefsten Innern berührt und getroffen hat. Irgendwo in der Mitte wäre ich am liebsten in die Geschichte eingestiegen und hätte die Handlung beeinflusst – ich war sehr wütend.
Kurz gesagt: Dieses Buch ist emotional und dem muss man gewachsen sein!


Ich würde es jederzeit weiterempfehlen und kann nur hoffen, dass meine Zeilen hier und jetzt ein bisschen vom Charakter, von der Glaubwürdigkeit und auch von der Wichtigkeit überzeugen!


Bewertung:


Für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanke ich mich bei Oetinger!

Comments

  1. Ich habe die Rezi leider nur überflogen, weil ich Angst hatte etwas zu erfahren, was ich noch nicht erfahren möchte! 😉
    Aber die Punkte, die ich gelesen habe, machen mich doch recht neugierig und lassen mich auf gute Lesestunden hoffen! 😀

    • Zum Inhalt habe ich ohnehin kaum etwas geschrieben – gerade weil man sonst zu viel erfahren würde!!
      Der Rest bezieht sich dann doch mehr auf den Stil und die Erlebnisse…
      Aber vielleicht liest du sie ja nochmal vollständig, wenn du das Buch hinter dir hast.
      Ich bin sehr gespannt, wie du es finden wirst!! 🙂

  2. Ja, ich werde sie dann nochmal richtig lesen, wenn ich das Buch dann gelesen habe! 😉

  3. Ich habe jetzt mit dem Märchenerzähler begonnen! Liest sich bis jetzt echt gut! Aber ich bin ja erst auf Seite 130 – kann also noch eine Menge passieren… 😉

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  1. […] Mit freundlichen Küssen ChickLit: Susan Mallery – Gracie in Love Romantic Suspense: Antonia Michaelis – Der Märchenerzähler Paranormal Romance: Kai Meyer – Arkadien […]

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