Rezension: Das Diamantenmädchen

Ewald Arenz – Der Diamantenmädchen




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Kurzbeschreibung:
Um Reparationsforderungen der Alliierten zu umgehen, erhält Diamantenschleifer Paul van der Laan von der deutschen Reichsregierung den Geheimauftrag, eine Reihe kostbarer Rohdiamanten für den verdeckten Verkauf zu schleifen. Zur gleichen Zeit wird ein ermordeter Schwarzer auf dem Balkon des Theaters am Nollendorfplatz gefunden – neben seiner Leiche liegt ein Rohdiamant. Die Kommissare Schambacher und Togotzes nehmen die Ermittlungen auf und stoßen schon bald auf das Diamantenmädchen…


Stillvoll und facettenreich!


Ewald Arenz ist ein unvergleichlicher Autor!
Seine Bücher strahlen einfach nur pure Eleganz, Selbstbewusstsein und eine Menge Stil aus. Das macht ihn so einzigartig…


Dieses Buch ist in mehrere Ebenen unterteilt, sodass man in den Genuss unterschiedlicher Gedanken kommt. Lilli mit ihrer beschwingten Art bestimmt den heiteren Teil der Handlung. Sie bringt die Leichtigkeit und das Leben in die Erzählung. Paul ist der etwas mysteriöse und sehr viel ruhigere Gegenpart.
Die perfekte Ergänzung sozusagen.


Außerdem ist die Handlung der Gegenwart durch viele Rückblenden in die Vergangenheit unterbrochen. So bekommt der Leser schnell ein großflächiges Bild über die Beziehung zwischen Lilli und Paul und Wilhelm. Positiv zu bemerken ist an dieser Stelle, dass in diesen Erinnerungen nicht immer nur Friede, Freude, Eierkuchen-Stimmung dominiert.


Geschickt eingebunden sind in die eigentliche Handlung die verschiedensten Geschichten. Geschichten über Diamanten. Besondere Diamanten, berühmte Diamanten und einzigartige Diamanten. Der Autor hat einen unglaublichen Fundus an spannenden Gegebenheiten recherchiert. Nicht nur, dass diese Geschichten wirklich interessant sind, sie passen auch unglaublich gut in die Szenen hinein. Sie sind so gut untergebracht, dass man nicht das Gefühl hat, der Autor wolle den Oberlehrer herauskehren.


Mit seinem Schreibstil hat Ewald Arenz außerdem wieder unzählige Pluspunkte gesammelt. Die blumigen und opulenten Worte schmeicheln dem Auge und lassen Geschichten längst vergangener Zeiten in Nullkommanichts wieder zum Leben erwachen.
Die Orte und Empfindungen sind so eingehend, dass man sich ab einem bestimmten Punkt einfach nicht mehr wegdenken kann.
Ein kleines Aber könnte man im Punkt Vorhersehbarkeit anbringen, doch für mich war das kein Problem. Man muss sich eben damit abfinden, dass hier der Fokus nicht ganz so sehr auf der Krimihandlung liegt.
So kann man also abschließend sagen: Ich war einfach nur begeistert!


Bewertung:

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