Rezension: Blutrote Nacht

Jarad Henry – Blutrote Nacht



buch
„Blutrote Nacht“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Detective Rubens McCauley kennt St. Kilda, den Szene-Vorort von Melbourne wie seine eigene Westentasche. Als ein Junge leblos neben einer Spritze gefunden wird, scheint der Fall klar – ein Drogentoter mehr. Doch Rubens fallen Ungereimtheiten auf. Wo etwa ist das Handy des Toten? Als er beginnt, Nachforschungen anzustellen, wird der zweite tote Junge gefunden.


Ein Krimi, der erst nach einiger Zeit seine düsteren Abgründe offenbart…


Rubens McCauley ist ein geprägter Cop. Vor 12 Monaten wurde auf ihn geschossen. Seitdem hat er einen Ärzte- und Albtraummarathon hinter sich. Die Kollegen halten in noch nicht für dienstfähig, als McCauley auch gleich zu seinem ersten Einsatz geschickt wird.
Dem Toten hängt eine Nadel im Arm. Aufgefunden von einem übergewichtigen Ladenbesitzer scheint der Fall klar: Wieder ein Drogentoter mehr in der Kartei.
Doch nachdem schon seine Unterschrift unauslöschlich auf dem Papier prangt, fallen ihm Ungereimtheiten ins Auge.
Wo ist die Kappe von der Spritze? Warum hat ein offensichtlicher Junkie teure Markenklamotten an? Und wo ist sein Handy, wenn man doch eine Quittung für die entsprechende Karte gefunden hat?
Dem Polizist wird die Hölle heiß gemacht und es ist ein Grund, um ihn vom Dienst zu suspendieren.
Doch neben seinen beruflichen Schwankungen, muss Rubens auch noch seine Frau Ella zurückgewinnen. Doch sie möchte erst, dass er herausfindet, was er wirklich will.
Nicht gerade sehr einfach, wenn man dann auch noch auf eigene Faust weiterermittelt und auf wahrhaft düstere Abgründe stößt, als man jemals angenommen hätte.


Die Story ist rasant, aber teilweise nichts für schwache Nerven. Das geht schon von den oft sehr detaillierten Beschreibungen aus… Dazu kann ich aber näher nichts sagen, weil ich sonst einem wichtigen Schlüsselergebnis in der Handlung vorweggreifen würde.


Die eingebundene Liebesgeschichte zwischen Rubens und seiner Ella lockert die Geschichte etwas auf.
Zwischendrin entstanden für mich aber auch manchmal Längen, die man dann getrost überfliegen konnte.


Die Handlung hat eine präzise Spannungskurve, die kurz vor den letzten 100 Seiten abrupt abbricht – um plötzlich wieder zu steigen.
Diese Wendung hat der Leser zwar vermutet, ich empfand sie aber als zu viel des Guten.
So viele Täter, wie hier überführt wurden, da hätte der letzte nicht mehr sein müssen.


Trotz allem war das Buch ein guter Thriller. Eben einer von der Sorte: Suspendierter Polizist ermittelt auf eigene Faust im totgeschwiegenen Milieu einer beliebten Stadt – aber spannend


Bewertung:


Für dieses Rezensionsexemplar bedanke ich mich beim Aufbau Verlag

Deine Meinung ist mir wichtig und ich freue mich, wenn Du mir schreibst!

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