Rezension: Bernsteinsommer

Susanne Schomann – Bernsteinsommer




„Bernsteinsommer“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Endlich wieder zu Hause! Der Zauber der Osteeinsel Sameland begeistert Kira wie früher, als sie dort unbeschwerte Sommer verbracht hat. Das Meer, der Strand, die wilden Rosen – nirgendwo fühlt sie sich freier. Und nirgendwo kann sie schneller ihr Herz verlieren: Der Zufall spült ihr den sexy Ex-Polizisten Finn Andersen in die Arme. Eine stürmische Affäre unterm Reetdach beginnt, mit Nächten wie knisterndes Kaminfeuer… Doch es ist eine Liebe mit trügerischen Untiefen. Denn Finn hat Kira verschwiegen, weshalb er auf der Insel ist. Und selbst wenn jedes weiße Sandkorn ein zärtlicher Kuss von Finn wäre, könnte das Kira nicht die Angst nehmen – vor einer Gefahr, die immer näher kommt…


Liebe kennt keine Grenzen!


Dieses Debüt einer vielversprechenden Autorin machte mich mit seinem Titel auf sich aufmerksam. Romane die am Wasser spielen, zeigen doch auch immer ein wenig die eigene Sehnsucht nach dieser unendlichen Weite auf…


Zu Beginn merkte ich an einigen Stellen, dass Susanne Schomann sich erst „einschreiben“ musste. Einige Wortwiederholungen und andere kleine Holpersteine sind aber schnell überwunden und man merkt deutlich, wie der Stil im Laufe des Buches immer flüssiger wird und Sicherheit bekommt.
Auch gab es für mich an einigen Stellen kleine Ungereimtheiten, die einfach übersprungen wurden.


Man merkt der Autorin aber auch die Hingabe zu den eigenen Figuren an. Mit tiefgehendem Einfühlungsvermögen schildert sie die inneren Konflikte der Figuren, überspitzt ihre Ängste und lässt ihre Sehnsüchte lodern.
Es kommt eine familiäre Atmosphäre auf, in die man sich zwischenzeitlich immer wieder gerne fallen lassen möchte. Besonders ans Herz gewachsen ist mir Magda. Sie hat ein offenes Ohr für alles, ohne dabei neugierig zu wirken. Sie verkörpert die gute Seele – ohne Wenn und Aber.


Zu Beginn wurde der kleine „Gefahren“-Anteil von der Autorin noch stärker herausgearbeitet. Als versierter Leser hat man natürlich schnell eine Ahnung, aber leider ist dieses kleine Einstreuen der Bedrohung nur ganz selten. Es wird etwas zu selten aufgegriffen, um im Verlauf der Handlung wirklich bedrohlich zu wirken. Hier ist die Autorin wirklich eher auf den leidenschaftlich verzwickten Konflikt zwischen Protagonisten eingegangen. Bei ihnen ist es wie mit Ebbe und Flut…
Der fulminante Schluss hebt das romantische Geplänkel nochmal auf eine andere Ebene.
Man kann es an dieser Stelle überzogen nennen, aber für mich war es genau das, was die Charaktere an dieser Stelle gebraucht haben.


Susanne Schomann bezeichne ich gerne als vielversprechende Neuentdeckung auf dem Gebiet der Liebesromane und ich bin gespannt, ob nach „Bernsteinsommer“ ein weiterer Roman kommen wird, bei dem die Leidenschaft beinahe die Seiten verbrennt…
4,5 Punkte!


Bewertung:

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