Rezension: Der Heiler der Pferde

Gonzalo Giner – Der Heiler der Pferde



Der Heiler der Pferde
„Der Heiler der Pferde“ bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Kastilien 1195. Der junge Diego de Malagón ist verzweifelt, nachdem Berbersoldaten seinen Vater und seine älteste Schwester ermordet haben. Allein flieht er nach Toledo. Dort nimmt ihn Galib auf, ein muslimischer Pferdeheiler, und Diego entdeckt seine Passion: Um jeden Preis möchte auch er diese hohe Kunst erlernen und Tiere heilen. Doch als er Galibs Vertrauen missbraucht, muss er erneut weiterziehen. Jahre voller Abenteuer, Rückschläge und unerfüllter Liebe vergehen, bis Diegos Lebenstraum endlich wahr werden könnte…


Hat mich nicht vollkommen überzeugt…


Diego verliert als Junge seinen Vater und muss den Tod der ältesten Schwester mit ansehen. Auf ihn kommen schwere Zeiten zu, in denen er von seiner treuen Stute Sabba begleitet wird. Sein erster Weg führt nach Toledo und damit beginnen auch die ersten Schwierigkeiten. Er muss eine Treue zu Sabba beweisen und kann die ersten Male mit seinem Umgang mit Pferden punkten. Er wächst heran und kann sich als junger Mann der Anziehungskraft der Frau seines Meisters nicht entziehen. Er lernt und lernt und wird immer erfolgreicher, bis er von der Frau seines Meisters verführt wird und anschließend das Territorium verlässt.
Eine abenteuerliche Zeit beginnt… – in der leider das eigentliche heilen der Pferde immer mehr in den Hintergrund rückt.
Er gewinnt den aufdringlichen Marcos eher unfreiwillig als Freund und zieht mit ihm in ein Kloster ein. Dort möchte er seine Studien fortsetzen, was ihm jedoch von einem ersten Neider nicht gegönnt wird.
Immer wieder arbeitet er sich ein Treppchen hinauf, um sogleich drei Stufen wieder hinabgestoßen zu werden.


Das Land befindet sich im Umbruch. Krieg steht an – und dieser wird immer mehr zum Hauptthema des Romans. Diego kann nicht nur auf besondere Weise mit Pferden sprechen, er ist auch noch Superagent, Heiler und Frauenretter in einem.


Teilweise rutscht der Roman in unglaubwürdige Passagen ab.
Die Figuren bleiben den Roman über eben nur Figuren. Man lernt sie nicht näher kennen, es wird nicht hinterfragt… Sabba ist Diego als Tier treu ergeben, doch woher das rührt, wird auch nie zur Sprache gebracht.


Der Leser ist große Teile auf sich allein gestellt.
Nur zeitweise kommt ein Gefühl für die Umgebung auf, lässt der Text Bilder im Kopf entstehen. Größtenteils wirkt alles lieblos und wie gewollt aber nicht gekonnt.


Fazit: Wer hier einen Pferdeschmöker erwartet, sollte lieber die Finger davon lassen. Wem es um ein paar Tändeleien, Krieg, Abenteuer und Heldengeschichte geht, der ist mit diesem Buch bestimmt glücklich.


Bewertung:

Interview mit Inge Löhnig

Heute im Interview ……. Inge Löhnig!


Inge Löhnig


Viel Spaß beim Lesen!



Liebe Inge, vielen Dank für die Beantwortung der Fragen. Bitte erzählen Sie zu Beginn doch kurz etwas von sich und Ihrem Leben.
Ich bin verheiratet und lebe mit meinem Mann und meinen Kindern, die beide noch studieren, in der Nähe von München. Der Fünfte in der Runde ist Max, unseren 13 Jahre alten Kater, den ich ja viel lieber Jimmy Kater genannt hätte. Von Beruf bin ich eigentlich Grafik-Designerin und seit über zwanzig Jahren selbständig. Eigentlich, schreibe ich, weil ich momentan zwei Berufe habe, Autorin und Designerin und davon träume, irgendwann ganz vom Schreiben leben zu können.


Bevor Sie begonnen haben zu schreiben, haben Sie selbst viel gelesen. Tun Sie das heute auch noch, oder fehlt dafür einfach die Zeit? Haben Sie Lieblingsautoren?
Ganz ehrlich: Mir fehlt inzwischen die Zeit dafür, soviel zu lesen wie früher. Außerdem kann ich keine Krimis lesen, während ich selbst an einem schreibe. Das liegt daran, dass ich nun weiß, zu welchen Mitteln man greifen muss, um den Leser möglichst lange im Unklaren zu lassen, falsche Fährten zu legen und die Spannung zu halten. Mir fehlt also inzwischen der unvoreingenommene Blick aufs Genre. Und das ist sehr schade! Außerdem beginne ich zu vergleichen und das Ergebnis fällt natürlich bei Lektüre meiner Lieblingsautoren deprimierend aus. Also hebe ich mir Krimis und Thriller für die Zeit auf, in der ich nicht selbst an einem Manuskript arbeite.
Zu meinen Lieblingsautoren gehören Karin Alvtegen, Henning Mankell, Martin Suter, Charles Lewinsky, Paul Auster, Irene Dische, Annie Proulx … das würde jetzt eine lange Liste werden.


Ihr erster Roman wurde ja eher zufällig veröffentlicht. Wie haben Sie darauf reagiert?
Zufällig trifft es nicht so ganz. Meinen ersten Roman „Der Sünde Sold“ habe ich ursprünglich nur für mich geschrieben, weil ich wissen wollte, ob es mir gelingt ein Buch zu schreiben, das ich gerne lesen würde. Außerdem – das las ich in Schreibratgebern und Foren – sei der Erstling für die Schublade, den würde eh kein Verlag annehmen. Also habe ich mich mit meinem zweiten Roman bei Literaturagenten beworben und bin schnell bei einer Agentin untergekommen. Im Laufe eines Gesprächs erzählte ich auch vom Manuskript, das in der Schublade schlummerte. Natürlich wollte meine Agentin es sehen, es gefiel ihr ausnehmend gut und sie bot es verschiedenen Verlagen an. Ullstein hat dann ein sehr gutes Angebot für zwei Bücher gemacht – und das an meinem 50. Geburtstag! Natürlich war ich total glücklich. Eine Flasche Champagner lag ohnehin schon im Kühlschrank. Also haben wir den Korken knallen lassen.


Nachdem er wirklich gerne gelesen wurde, hat das Ihrem Selbstbewusstsein gut getan? Von wegen erster Roman – Übungsroman. Bei Ihnen war er gleich ein einschlagender Erfolg.
Natürlich habe ich mich über den Erfolg meines Erstlings gefreut und er hat mir auch Mut gemacht weiter zu schreiben. Und ich freue mich noch. Im Windschatten des Folgebands „In weißer Stille“, gewinnt Band Eins zurzeit wieder neue Leser und die gönne ich Dühnfort und seinem Team.


Ich habe gelesen, Filmrechte seihen nun auch schon vergeben. Wie viel können Sie dazu sagen und wie fühlten Sie sich nach dieser Nachricht?
Die Filmoption wurde verkauft. Das bedeutet, dass die Erwerber dieser Option innerhalb einer festgelegten Zeit die Produktion des Films auf die Beine stellen können, ohne dass ihnen jemand die Filmrechte wegschnappen kann. Es müssen also Geldgeber gefunden werden. „Der Sünde Sold“ sollte eine Fernsehproduktion werden. Ich sage sollte, denn seit ein paar Tagen weiß ich, dass leider nichts daraus wird. Das ist einerseits sehr schade, andererseits kannte ich die Faustregel, die besagt, dass nur aus jeder zehnten Option auch tatsächlich ein Filmrechtekauf und somit ein Film wird. Aber wer weiß, vielleicht klappt das irgendwann doch noch.


Das zweite Buch wurde mit viel Begeisterung von den Lesern angenommen und das dritte Buch ist in Arbeit. Können Sie darüber schon etwas aus dem Nähkästchen plaudern?
Dühnforts dritter Fall ist abgeschlossen und bereits im Lektorat. Vor ein paar Tagen habe ich den Entwurf fürs Cover gesehen. Es sieht klasse aus, passt in die Reihe und ist das bisher spektakulärste Cover der Serie.
Vom Inhalt kann ich auch schon ein wenig verraten. Ganz klar: Dühnfort hat seinen Segelunfall überlebt. Nach OP und Reha ist er wieder im Dienst. Dieses Erlebnis hat ihn ein klein wenig offener gemacht und auch ein wenig spontaner. Dennoch ist er nach wie vor ein Grübler, der sein Herz nicht auf der Zunge trägt. In die Lösung seines neuen Falls sind seine empathischen Fähigkeiten von größerer Bedeutung, als Kriminaltechnik und Fallanalyse. Agnes ist nicht ganz von der Bildfläche verschwunden, was Gina natürlich nicht gefällt. Und es gibt eine weibliche Hauptfigur, die ich sehr mag. Eine freche, übermütige und leider auch etwas unbedachte junge Frau mit ungewöhnlichem Hobby, einigen Brüchen in ihrem Lebenslauf und einer Schildkröte namens Epiktet.


Vielen Lesern gefallen Ihre Bücher, der Stil, der Ideenreichtum. Lesen Sie Meinungen im Web und wie steht es mit dem Kontakt zu Ihren Lesern? Kommen viele auch über Mailkontakt auf Sie zu?
Da ich im Web sehr aktiv bin, sehe ich mir gelegentlich die Rezensionen zu meinen Büchern an und begleite Leserunden in Internet. Die Meinung der Leser und deren Feedback sind mir wichtig, denn inzwischen schreibe ich ja nicht mehr für mich alleine. Außerdem ist es sehr interessant zu beobachten, wie unterschiedlich die Eindrücke zu meinen Romanen und Figuren sind.
Das Internet bietet mir gute Möglichkeiten mit meinen Lesern in Kontakt zu kommen und natürlich gilt das auch umgekehrt. Ich habe eine eigene Autorenwebsite und eine Fanpage bei Facebook. Wer also mit mir in Kontakt treten möchte, kann mir Mails schreiben, mich über FB kontaktieren oder mir einen Brief mit der guten alten Post schicken. Das ist tatsächlich auch schon einmal geschehen. In der Regel bekomme ich allerdings Emails.


Bücher sind viel Arbeit. Wie gehen Sie an eine neue Geschichte heran? Müssen Sie manchmal auch mit Ihrem Durchhaltevermögen kämpfen?
Das ist eine schwierige Frage, denn bisher gab es bei jedem Romanprojekt einen anderen Ausgangspunkt. Als ich mit „Der Sünde Sold“ begann, hatte ich keine Ahnung, wie man einen Roman schreibt. Daher ist er während eines jahrelangen Lernprozesses entstanden. Fachbücher und Workshops haben mir dabei geholfen.
Beim zweiten Roman stand zu Beginn ein Thema im Vordergrund, das sich dann jedoch nach langer Planung als zu komplex für einen Krimi erwies. Von all meinen Ideen blieb eine Leiche übrig, bei der mir der Mörder abhanden gekommen war. Also habe ich an diesem Punkt neu angesetzt.
Das Thema für den aktuellsten Fall fand ich eines Morgens beim Frühstück. Ich las in einem Buch, das zum Recherchematerial des zweiten Dühnfort-Krimis gehörte und entdeckte dabei etwas, das mich nicht mehr losgelassen hat.
Da mir das Schreiben sehr viel Freude macht, muss ich mich nicht zwingen. Manchmal gibt es allerdings Zeiten, in denen es sehr zäh vorangeht. Dann ist Durchhaltevermögen gefragt. Mittlerweile habe ich herausgefunden woran das in den meisten Fällen liegt. Entweder kenne ich eine meiner Figuren nicht gut genug, um zu wissen, wie sie sich verhalten würde oder ich habe etwas nicht gut genug recherchiert und muss nachrecherchieren. Was ich gar nicht gerne schreibe ist Polizeiarbeit. Die ist nämlich, wenn man sie realistisch beschreiben würde, häufig sehr langweilig.


Wie sieht ein „typischer“ Tag bei Ihnen aus?
Morgens um sechs stehe ich auf. Jeden Tag. An Wochenenden und Feiertagen, in den Ferien und im Urlaub. Als erstes mache ich mir – noch im Schlafanzug – eine Kanne Grünen Tee, setze mich an meinen Mac und schreibe. Um diese Zeit ist mein Kopf noch völlig frei und ich kann mich ganz auf meine Geschichte einlassen. An normalen Arbeitstagen sehe ich zu, dass meine Kinder und mein Mann in die Gänge kommen, mache Frühstück und wenn dann alle das Haus verlassen haben, versuche ich vormittags zu schreiben und nachmittags meine Grafik-Aufträge zu erledigen. Zwischendurch mache ich Haus- und Gartenarbeit und kümmere mich um meine Mutter, die nebenan wohnt. An stressigen Tagen kommt das Schreiben oft zu kurz.


Haben Sie beim Schreiben eine Art Macke? Immer ein Stückchen Schokolade, oder ein Tee…. Sowas in der Art…?
Ja, diese Macke habe ich, wie schon beschrieben: Am liebsten schreibe ich morgens um sechs und trinke dabei eine Kanne Grünen Tee.


Vervollständigen Sie bitte diese Sätze;
Schreiben ist…
… für mich ein ganz großes Vergnügen.

Ich bin glücklich, wenn…
… meine Figuren mir das Heft des Handelns aus der Hand nehmen und sich alleine schreiben.


Ich bedanke mich bei Inge Löhnig für dieses Interview und wünsche Ihnen recht herzlich weiterhin viel Erfolg mit Ihren Büchern!

Rezension: Der Trakt

Arno Strobel – Der Trakt



Der Trakt
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Kurzbeschreibung:
Man hat ihr alles genommen. Nur nicht die Angst.
Stell dir vor, dein Mann sagt, er hat dich noch nie gesehen, und die Leute sagen, du hast nie ein Kind gehabt. Wem kannst du trauen, wenn niemand dir glaubt?
Und wer bist du wirklich?


Verwirrend, spannend und absolut genial!


Sybille Aurich erwacht in einem merkwürdigen Krankenhauszimmer. Man sagt ihr, dass sie überfallen worden sei und nunmehr leichte Verwirrungszustände auftreten können.
Sybille fühlt sich eigentlich ganz normal – sie macht sich nur Sorgen um ihr Kind. Doch umso erstaunter ist sie, als der Arzt ihr erklärt, dass sie nie ein Kind hatte.


Sybille gelingt die Flucht und turbulente Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Sybille muss sich entscheiden, wem sie vertraut und wem nicht. Und leider wird sie immer wieder von den falschen Leuten auf falsche Fährten gelockt.


Die Thematik – spannend. Erfahrene Thrillerleser werden meinen, dass es sich um eine ähnliche Handlung wie bei Sebastian Fitzeks „Der Splitter“ handeln könnte. Doch damit liegen sie falsch. Arno Strobel erfasst ein völlig neues, spannend Thema und setzt dieses meiner Meinung nach brillant um. Über die Geschichte selber kann man gar nicht mehr sagen, sonst würde man der fesselnden Spannung vorweg greifen.


Wie die Protagonistin weiß auch der Leser über weite Strecken nicht, was er glauben soll. Immer wieder strickt der Autor neue Wege, neue Fallen und lässt Leser und Hauptperson ahnungslos in der Dunkelheit tappen. Nur ganz langsam und in den letzten Zügen folgt das große Finale – spannungsgeladen wie das ganze Buch.


Die kurzen übersichtlichen Kapitel sorgen für einen ständigen Lesefluss und halten den Leser ständig bei der Stange.
Arno Strobel ist ein neuer Stern am Thriller-Himmel. Und zwar ein wirklich hell funkelnder Stern!


Bewertung:

Rezension: Hochsaison

Jörg Maurer – Hochsaison



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Kurzbeschreibung:
Beim Neujahrsspringen in einem alpenländischen Kurort stürzt ein Skispringer schwer – und das, wo Olympia-Funktionäre zur Vergabe zukünftiger Winterspiele zuschauen. Wurde der Springer etwa beschossen? Jennerwein ermittelt bei Schützenvereinen und Olympia-Konkurrenten. Als ausgerechnet in einem Gipfelbuch per Bekennerbrief weitere Anschläge angedroht werden, kocht die Empörung im Ort hoch: Jennerwein muss den Täter fassen, sonst ist die Hochsaison in Gefahr…


Witzig-spritzig ist Jörg Maurers zweiter Alpenkrimi. Und er ist genauso, wie man sich einen Krimi NICHT vorstellt!


Kommissar Jennerwein ist unauffällig wie Hugh Grant und hat seine Macken und auch einige Probleme.
Als in der Hochsaison ein Skispringer schwer stürzt, denkt auch er eher an einen Unfall. Erst durch einen verrückten Einwohner des Dorfes, wird er auf die Fährte geschickt.


Die Handlung ist skurril und voller Sprachwitz, mit Ironie und Sarkasmus bis oben hin gefüllt. Die Figuren sind total schräg aber trotzdem liebenswürdig. Und trotz Allem ist es ein ernstzunehmendes Buch. Originell konstruiert und in mehreren Handlungssträngen erzählt, wird die Handlung komplex und tiefgründig. Spannend und flüssig, lässt sich die Geschichte schnell lesen und die mit viel Raffinesse gelegten falschen Spuren verfolgen.


Und auch das Cover passt wie die Faust aufs Auge zu Jörg Maurer, der Erzählweise und auch der Geschichte. Die freundliche Kuh eröffnet die knackig kurzen Kapitel, sodass man kaum aufhören kann.


Bewertung:

Rezension: Goldstück

Anne Hertz – Goldstück



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Kurzbeschreibung:
Maike wäre gerne glücklich verliebt, beruflich erfolgreich und rundherum zufrieden. Leider ist sie das genaue Gegenteil. Ihre Cousine Kiki ist trotzdem der festen Überzeugung, dass Maikes Leben ein echtes Wunschkonzert sein könnte – sie müsste es nur wirklich wollen. Aber Wünsche können nicht nur ungeahnte Kräfte freisetzen, sondern auch erstaunliche Folgen haben…


Ein romantisches Wunschkonzert aus bekannter Feder…


Wie die Faust aufs Auge passt das verspielte Cover des Buches zur Geschichte. Es passt auf ganz eigene Weise zu der Geschichte und zieht sich wie ein roter Faden durch alle Situationen.


Und auch diesmal hat sich das Autorentrio Anne Hertz etwas ganz Neues für ihre Geschichte einfallen lassen.


Maike ist in hoffnungsloser Fall – denkt sie. Beruflich in der größten Pleite ihres Lebens und im Geld schwimmt sie auch nicht. Ganz im Gegenteil, regelmäßig sitzt sie auf dem Trockenen.
Als ihre Cousine Kiki eine wirklich einfache Lösung für all ihre Probleme findet, nimmt sie die Wirkung des Wünschens zuerst nicht ernst. Doch das Wünschen kann auch sehr ernste Folgen haben, wenn man nicht richtig wünscht oder gar zu gierig ist. Das muss Maike auf ganz eigene, tragische Weise erfahren.


Die Geschichte bewegt und sie hält den Leser fest. Einfühlsam und turbulent erzählt, hält man für einige schöne Stunden den Atem an.
Der Schreibstil ist locker und leicht, mit Spuren von Sprachwitz und philosophischen Lebensweisheiten.


Ein toller Roman der von der ersten Seite an fesselt, Tränen hervorruft und den Leser dazu bringt, über sein eigenes Leben, seine Perspektive und seine Ansicht vom Leben nachzudenken.
Dafür kann man das Buch auch zwischendurch bedenkenlos zur Seite legen – um über den Wahrheitsanteil dieser tiefgründigen Romantikgeschichte nachzudenken.


Meine Empfehlung lautet: Nicht nur dieses Buch ist absolut lesenswert. Wem dieser Titel gefallen hat, der muss unbedingt auch alle anderen Bücher von Anne Hertz lesen!


Bewertung:

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