Die wichtigsten Basics der Suchmaschinenoptimierung #2 [Gastbeitrag]


Die wichtigsten Basics der Suchmaschinenoptimierung

Der erste Teil von Franzis Beitrag erschien letzte Woche und ihr könnt ihn hier nachlesen.


Struktur, Klarheit, Ladezeit, Mobile Optimierung

Ihr könnt eure Seite selbst und natürlich jeden einzelnen Beitrag optimieren. Wichtig ist eine übersichtliche, gut strukturierte Seite, denn das macht auch eure Leser glücklich. Erschlagt eure Leser nicht mit zu viel Glitzer, Geflacker, Animationen – überfrachtet die Seite also nicht. Das dankt euch auch die Ladezeit eurer Seite. Wer wartet schon geduldig minutenlang darauf, dass eine Webseite lädt? Das ist gleichzeitig ein Faktor, der auch für Google wichtig ist.

Hier jetzt ins Detail zu gehen, würde aber zu technisch werden. Für euch am einfachsten:

– 1. –

Nutzt nicht zu viele Plugins oder Widgets (vor allem für die WordPress Nutzer unter euch).

– 2. –

Achtet darauf, dass eure Bilder nicht zu groß sind! Wenn ihr eure Bilder in einer kleinen Größe anzeigt, dann macht es keinen Sinn, sie mit einer Größe von mehr als 900px auf den Blog zu laden. Komprimiert sie also vorher schon mit Picmonkey, Photoshop, eurem Fotoprogramm auf dem PC, Gimp und Co. Macht sie aber auch nicht zu klein: Mindestens 300px sollten es schon sein.

Außerdem ist heutzutage eine Seite, die auch mobil gut abzurufen ist, immer wichtiger. Ihr selbst wisst wahrscheinlich, wie ärgerlich es ist, eine Seite nicht optimal bedienen und lesen zu können, weil sie nicht für mobile Endgeräte gemacht ist. Auch für Suchmaschinen wird dies immer wichtiger. Nutzt hierfür am besten direkt ein Responsive-Theme von WordPress oder Blogger. Diese passen sich an das jeweilige Endgerät an.


URL-Struktur

Auch die URL-Struktur ist ein wichtiger Punkt. Diese sollte nicht zu tief gehen und sprechend sein. Also beispielsweise:

www.lovelymix.de/rezension-die-raben-tomas-bannerhed und nicht
www.lovelymix.de/p-85848

Das hilft nicht nur Google, sondern vor allem wieder euren Lesern. Es sieht schöner aus, und man kann sich eine sprechende URL deutlich einfacher merken. Zudem erleichtert es die Navigation.


Keywords und Content für eure Website

Gerade bei uns Bloggern sind natürlich die Inhalte das A und O. Denn so ein Blog besteht ja praktisch nur aus Artikeln zu unserem speziellen Thema. Hier gilt es, regelmäßig hochwertige Beiträge zu schreiben. Wie das geht, wisst ihr ja alle :).

Strukturiert eure Artikel dabei, nutzt Absätze, Überschriften, Aufzählungen, Fettungen und Co. um den Artikel lesbarer zu machen. Die Überschriften können zudem wieder für eure SEO wichtig sein. Weist diese deshalb als H1, H2 usw. aus.

Die Überschrift bei WordPress/Blogger ist in der Regel schon automatisch als H1 ausgewiesen, hier müsst ihr also nichts mehr machen. Wichtig ist, dass ihr nur eine H1 pro Artikel nutzt – diese ist auch die wichtigste Überschrift. Dann geht es einfach absteigend weiter: Zwischenüberschriften sind H2 und dann geht es entsprechend weiter, je nachdem, wie tief ihr gliedert. In der H1 Überschrift sollte das Hauptkeyword stehen bzw. das Hauptthema eures Artikels.

Und was hat es jetzt mit diesem Keyword auf sich? Das sind einfach Schlagwörter, nach denen User suchen, auf die ihr eure Texte optimieren könnt. Früher haben einige SEOs hier viel Schindluder betrieben, und ihre Webseiten mit Keywords vollgestopft, um bei Google möglichst weit oben zu stehen. Heute hat sich die Bewertung von Google deutlich weiterentwickelt und mit einer solchen Strategie kommt man nicht mehr sehr weit.

Wichtig ist, dass euer Text alle wichtigen Informationen zu diesem Thema enthält und gut leserlich ist. Schreibt eure Texte also stets für eure Leser, dann ist heutzutage in der Regel auch die Suchmaschine glücklich. Mit Hilfe von Tools wie dem KeywordPlanner von Google, Übersuggest oder dem W-Fragen Tool könnt ihr für euer Thema das wichtigste Keyword und passende, verwandte Schlüsselbegriffe finden. Ihr müsst das Keyword nicht übermäßig im Text verwenden, beim Schreiben kommt es meist schon automatisch ausreichend und vor allem natürlich vor. Zudem könnt ihr auch Synonyme und themennahe Keywords nutzen. Die Recherche über die Tools hilft auch immer gut, wenn ihr Informationen zu einem Thema sammelt.

Aber: Bleibt euch treu. Schreibt das, wozu ihr Lust habt. Schreibt für eure Leser. Schreibt regelmäßig. Klaut keinen Content. Versteift euch nicht zu sehr auf Keywords.


Meta-Angaben: Tags, Titel und Description

Die Meta-Tags für eure Website sind nicht mehr wirklich für ein Ranking relevant. Sie können Google aber dabei helfen, eure Website den passendem Themenbereich zuzuordnen.

Wichtig sind vor allem Title und Description, die ihr sowohl für eure komplette Seite, als auch für einzelne Beiträge festlegen könnt. Für WordPress gibt es hier einige Plugins und da kann ich euch besonders Yoast empfehlen.


Title und Description in den SERPs bei Google


Title

Im Titel steht am besten das Keyword bzw. das Thema, worum es in eurem Text geht. Zudem ist es empfehlenswert, eure Website zu nennen. Achtet aber darauf, dass ihr euch an die Zeichenbegrenzungen haltet. Beim Titel sind es etwa 50 bis 55 Zeichen.

Der Titel hilft euren Nutzern, den Inhalt der Seite/des Artikels zu erfassen und ist für Suchmaschinen und soziale Netzwerke wichtig. Er erscheint nicht nur in den SERPs, sondern auch in der Titelleiste des Browsers und in den geöffneten Tabs. Einige soziale Netzwerke nutzen diesen Meta-Titel zudem als Überschrift, wenn beispielsweise Nutzer euren Artikel teilen.


Description

Die Description ist die kurze Beschreibung, die ihr unter dem Titel findet. Diese sollte auf den Inhalt der Seite/des Artikels aufmerksam machen und den Besucher zum Klicken animieren. Hinterlegt ihr keine eigene Description, zieht sich Google einfach den ersten Teil eures Textes, was meist nicht wirklich aussagekräftig und einladend ist. Auch hier gilt es, die Zeichenbegrenzung von 150 bis 155 Zeichen zu beachten.

Die Description ist nicht mehr unmittelbar für das Ranking selbst wichtig. Mit ihrer Hilfe könnt ihr die Nutzer aber auf eure Seite lenken. Und wenn mehr Nutzer auf eure Seite klicken, kann es sein, dass Google das als einen Hinweis für eure Relevanz sieht und eure Seite höher platziert. Wichtig ist, hier nicht mit Keywords zu spammen, sondern klar zu kommunizieren, was den User auf der Seite/dem Artikel erwartet.

Bei WordPress könnt ihr bequem mit Yoast oder ähnlichen Plugins direkt unter dem Post eure Titels und Descriptions für einen Artikel optimieren. In den Einstellungen des Plugins könnt ihr beides auch für euren Blog selbst festlegen. Alle Blogspotnutzer schauen am besten mal hier vorbei oder hier. Hier könnt ihr nachlesen wie ihr Title und Description für eure Post und die Seite an sich festlegt.


Bilder optimieren

Über die Bildersuche von Google könnt ihr viele Besucher anlocken. Deshalb gilt vor allem: Macht wann immer möglich eure eigenen, individuellen Bilder um euch von anderen Seiten abzuheben. Diese könnt ihr nun noch entsprechend optimieren.

– Auch hier ist, wie schon oben bei der Ladezeit, die Größe des Bildes wichtig. Nutzt keine hochauflösenden Aufnahmen und achtet darauf, dass sie nicht mehr als 10 MB haben.

– Der Dateiname sollte genau angeben, was auf dem Bild zu sehen ist und am besten nennt ihr direkt den Urheber.

Umlaute immer mit oe/ae/ue schreiben und zwischen Begriffen einen Bindestich oder Unterstrich einfügen.

Ein Beispiel: Auf eurem Bild ist ein Stuhl zu sehen, darum geht es auch in eurem Text und ihr seid der Urheber. Der Dateiname: Stuhl_Franziska Schoenbach.jpg

– Es hat sich gezeigt, dass Bilder im Querformat häufiger angeklickt werden.

– Der Content rund um das Bild sollte sich auch mit dem beschäftigen, was auf dem Bild zu sehen ist. Anders gesagt: Die Bilder sollten das, was ihr schreibt, unterstützen.

Füllt das ALT-Attribut aus: Die Funktion des ALT-Tags ist es vor allem, das Bild zu beschreiben, wenn es nicht angezeigt werden kann. Zudem hilft es für barrierefreie Seiten – also wenn eine Seite beispielsweise für Blinde vorgelesen wird. Gebt hier also eine genaue Beschreibung des Bildes an, ebenso wie den Urheber.

Bildunterschrift: Diese kann gleich des Alt-Tags sein, ihr könnt aber auch eine andere Unterschrift formulieren. Gebt kurz und prägnant eine Beschreibung des Bildes an und gebt IMMER einen Urheber dazu an.

– Legt auch einen Titel für euer Bild an, nutzt am besten das relevanteste Keyword.


Links: Intern, ausgehend und eingehend

Zum Schluss kommen wir zu einem der wohl am heißesten diskutierten Themen im SEO überhaupt – den Links.

Die internen Links helfen nicht nur euren Nutzern, andere Inhalte eurer Seite zu erreichen, sondern vor allem auch dem Googel-Crawler, der eure Webseite durchsucht. Interne Verlinkungen helfen ihm, von einem Content zum nächsten zu kommen. Verlinkt eure Inhalte aber sinnvoll und übertreibt es nicht.

Schreibt ihr beispielsweise eine Rezension zu einem Buch einer Trilogie und seid bei Band drei, dann bietet es sich an, in dieser die anderen beiden Rezensionen zu verlinken. Hilfreich sind auch Related Post Plugins oder Angaben unter eurem Artikel zu ähnlichen Beiträgen. So leitet ihre eure Leser gezielt zu weiteren Artikeln auf eurer Seite. So bleiben sie länger auf dem Blog und senden somit wiederum positive Signal an Google.

Achtet dabei darauf, mit welchem Text ihr verlinkt, je aussagekräftiger, desto besser. So wissen auch eure Nutzer direkt, was sie erwartet, wenn sie auf den Link klicken.

Das gilt auch für ausgehende Links, die ihr zu anderen Seiten/Blogs setzt. Denn ja, es ist richtig und wichtig, auch Links nach außen zu setzten. Beispielsweise um den Nutzer weiterführende Informationen zu bieten, die ihr selbst nicht auf eurer Seite habt.

Auch die eingehenden Links von anderen Seiten spielen eine Rolle, aber längst nicht mehr so, wie es einmal war. Gott sei Dank, möchte ich sagen. Denn damit wurde auch viel Unfug betrieben. Aber wegfallen wird der Rankingfaktor Links vermutlich nie. Links dienen dazu, auf andere Webseiten zu verweisen. Sie sind quasi eine Art Referenz für eure Seite. Heutzutage zählt vor allem Qualität statt Quantität. In der Bloggerwelt ergeben sich diese oft schon von selbst – andere Blogger verlinken euch, ihr kommentiert, wo meist ja auch ein Link zu eurem Blog zeigt, oder ihr schreibt Gastbeiträge und nehmt an Blogparaden und TAGs teil.


Franziska Schoenbach_Lovelymix Diesen Gastbeitrag hat Franziska Schönbach, Lovely Mix, geschrieben.
Vielen Dank noch mal an dieser Stelle!
Ihr erreicht sie außerdem bei
Facebook
Twitter
Instagram
und einigen anderen Plattformen.

Wenn ihr selbst auch gerne einen Artikel für meinen Blog schreiben möchtet, kontaktiert mich am besten per Mail unter: ramona.nicklaus@web.de

Comments

  1. Wow! Vielen Dank für diesen tollen Post. Ich habe gerade eine Rezension abgetippt und werde nun auch versuchen alle Tipps, die Franzi genannt hat, miteinzubeziehen. Suchmaschinenoptimierung ist für mich ziemliches Neuland und da finde ich es toll, dass ihr hier so eine klare und gut strukturierte Anleitung gebt. Daumen hoch! 🙂

    Liebe Grüße,
    Stephie

  2. Hey Ramona und Franzi 🙂

    wieder ein sehr toller Beitrag, der einem das Wesentliche verständlich erklärt! Danke euch!

    Liebe Grüße,
    Tati

  3. Hey ihr beiden,
    das sind wirklich tolle Tipps! 🙂 Ob ich sie wirklich umsetzten kann und möchte, wird die Zeit zeigen, aber sie erst einmal zu kennen ist echt hilfreich!! 🙂
    Ganz liebe Grüße
    Anne

  4. Vielleicht an dieser Stelle für die Leser ganz interessant: Wir haben ein kostenloses Tool erstellt, welches jeder Besucher ohne Anmeldung oder Registrierung nutzen kann. Unter http://www.keyword-tools.org kann man seine optimierten Suchbegriffe überwachen und so die Ergebnisse im Auge behalten.

  5. Garnicht schlecht beschrieben. Einiges kann man auch gleich in diesem Blog umsetzen. Wie zum Beispiel die URL Struktur. 🙂

Trackbacks

  1. […] auf Ramonas fantastischem Blog Kielfeder geht es in einem mehrteiligen Special u.a. um die wichtigsten Basics der Suchmaschinenoptimierung. Was hat es damit auf sich, was muss man beachten und noch vieles mehr erfahrt ihr in dem tollen […]

Speak Your Mind

*

%d Bloggern gefällt das: