Rezension: Der Koffer

Robin Roe – Der Koffer


Robin Roe-Der Koffer

Kurzbeschreibung:

„Wie viele Sterne?“, hat Julians Vater immer gefragt, wenn er ihn abends ins Bett brachte. Zehntausend-Sterne-Tage waren die besten überhaupt. Doch Julians Eltern sind tot. Seit er bei seinem Onkel wohnt, ist ihm ist nichts geblieben als Geheimnisse und ein Koffer voller Erinnerungen. Als Julian seinem Pflegebruder Adam wiederbegegnet, ist er zunächst voller Glück. Adam, der so nett ist und so tollpatschig und trotzdem zu den Coolen gehört. Doch es ist schwierig Vertrauen zu fassen. Und je mehr Vertrauen Julian fasst, desto mehr kommt Adam hinter seine Geheimnisse. Das bringt sie beide in große Gefahr.

Unglaublich!

Der Koffer ist das Debüt der Autorin Robin Roe und ich bin der Meinung, dass es nicht ihr einziges Buch bleiben sollte! Sie muss unbedingt weiterschreiben.
Die Geschichte wird mit einer beeindruckenden sprachlichen Klarheit erzählt. Schnörkellos und ohne etwas zu beschönigen. Es ist eine Sprache, in die man sich schnell hineinliest und durch die man sehr schnell einen Zugang zum Text findet.
Robin Roe erzählt im unregelmäßigen Wechsel jeweils aus der Perspektive von Julian und Adam. So bekommt man einen guten Einblick in die Gedanken beider Jungen und erlebt sie Handlung aus zwei Sichten.
Zur Handlung selbst möchte ich nicht unnötig viel verraten, denn sonst nimmt man sich zu viel vorweg. Da muss sich jeder selbst in die Hände der Autorin begeben und von ihr leiten lassen.

Der Koffer hat mich sehr mitgenommen, sehr beeindruckt und ich habe das Buch quasi verschlungen. Es ist grausam und doch einfühlsam. Eine Kombination, die mich beeindruckt und auch zu Tränen gerührt hat. Es ist keine leichte Kost, das sollte dir als potenziellem Leser unbedingt bewusst sein!

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Format: Hardcover
ISBN: 9783551560292 Bewertung:
Erscheinungstermin: März 2017
Verlag: Königskinder
Übersetzung: Sonja Finck


Rezension: Paper Princess

Erin Watt – Paper Princess


Erin Watt-Paper Princess

Kurzbeschreibung:

Ellas Leben war bisher alles andere als leicht, und als ihre Mutter stirbt, muss sie sich auch noch ganz alleine durchschlagen. Bis ein Fremder auftaucht und behauptet, ihr Vormund zu sein: der Milliardär Callum Royal. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Doch bald merkt sie, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt. Callums fünf Söhne – einer schöner als der andere – verheimlichen etwas und behandeln Ella wie einen Eindringling. Und ausgerechnet der attraktivste von allen, Reed Royal, ist besonders gemein zu ihr. Trotzdem fühlt sie sich zu ihm hingezogen, denn es knistert gewaltig zwischen ihnen. Und Ella ist klar: Wenn sie ihre Zeit bei den Royals überleben will, muss sie ihre eigenen Regeln aufstellen…

Glitzer!

Es glitzert und es macht Spaß! „Paper Princess“ ist eines dieser Bücher, was ich in einem Stück verschlungen habe. Und glaubt mir, wenn ihr erstmal angefangen habt, dann werdet ihr mich verstehen!

Den Autorinnen ist mit „Paper Princess“ eine moderne Cinderella-Story gelungen. Natürlich kommt sie nicht ganz ohne Klischees aus. Immerhin hat Ella plötzlich fünf Brüder, die natürlich alle wahnsinnig gut aussehen. Und natürlich sind sie auch noch wahnsinnig und unermesslich reich. Und natürlich haben sie beinahe alle ein loses Mundwerk und ordnen sich nicht gerne unter.
Aber Erin Watt gelingt es, die Klischee-Kiste so charmant zu verpacken, dass man lächelt und es ihr mit einem Augenzwinkern durchgehen lässt. Es gehört zur Geschichte dazu und das ist auch gut so.

Die Geschichte ist an einigen Stellen romantisch, aber niemals kitschig. Außerdem spielt die Liebe bei weitem weniger mit, als ich das zu Beginn gedacht hatte. Natürlich kommt es zu ein paar sehr heißen Begegnungen, aber das hält sich wirklich in Grenzen. Ich hoffe sehr, dass sich Erin Watt in den Folgebänden dahingehend noch etwas steigern wird…

„Paper Princess“ verdient den Hype! Ohne Frage! Aber nach dem Beenden des ersten Teils, wollte ich das Buch am liebsten gegen die Wand schleudern. So ein fieser Cliffhanger! Da muss ich unbedingt Teil zwei lesen, sobald er erscheint. Das geht gar nicht anders!
Probiert es aus!
Schaut hinter die glitzernde Fassade und die Royals werden euch nicht mehr loslassen!

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Format: Paperback
ISBN: 9783492060714 Bewertung:
Erscheinungstermin: März 2017
Verlag: Piper
Übersetzung: Lene Kubis


Rezension: Taste of Love. Geheimzutat Liebe

Poppy J. Anderson – Taste of Love. Geheimzutat Liebe


Poppy J. Anderson - Taste of Love Geheimzutat Liebe

Kurzbeschreibung:

Andrew Knight ist neuer Stern am Bostoner Gastrohimmel – doch mittlerweile total ausgebrannt. Beim spontanen Kurzurlaub in Maine trifft er auf Brooke Day, die den lokalen kulinarischen Geheimtipp leitet und nicht ahnt, wer sich da bei ihr einquartiert. Gemeinsam machen sie aus dem bisher erfolglosen Geheimtipp eine In-Location, und Andrew hat zum ersten Mal seit Jahren wieder Spaß beim Kochen. Doch kann Brooke ihm verzeihen, dass er ihr nicht die Wahrheit gesagt hat?

Liebe geht durch den Magen

Die Autorin ist mir schon durch ihre Football-Romane ein Begriff.
Da gutes Essen und gute Bücher sich wunderbar ergänzen, kam ich nun auch um ihr neuestes Werk nicht herum.

Poppy J. Anderson hat eine sehr sympathische und charmante Art zu schreiben. Das Thema Kochen steht die ganze Zeit im Vordergrund und wenn man nicht gerade selbst am Essen ist, läuft dem Leser permanent das Wasser im Munde zusammen.
Das ist ihr wirklich gut gelungen. Hier ergibt die Geschichte gemeinsam mit dem passenden Cover ein wirklich überzeugendes Gesamtbild. Gerade der erste Eindruck überzeugt nämlich. Die Gestaltung nimmt das Thema sehr gut auf und vermittelt einen Eindruck von der geschmacklichen Wirkung. Die Klappen sind nämlich auch nochmal mit Rezepten ausgestattet. Höchstpersönlich ausgewählt von den Protagonisten. So klingt der Roman auch über die letzte Seite hinaus nach.

Andrew macht im Verlauf der Geschichte eine starke Entwicklung durch. Zu Beginn ist er ewig und immer gestresst und kann sich gar nicht mehr auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben konzentrieren.
Brooke dagegen ist zickig, bissig und man kann sie nicht so richtig fassen. Zu Beginn war sie mir sehr unsympathisch. Doch mit der Zeit kann man einen Blick hinter ihre harte Schale werfen.

Die Handlung ist vorhersehbar, aber schlüssig. Man lässt sich gerne hineinfallen, denn man weiß, was man bekommt.
Richtig explizite Sexszenen hat Poppy J. Anderson diesmal nicht geschrieben. Das bin ich eigentlich aus ihren vorigen Büchern anders gewohnt, aber vielleicht hat es hier einfach nicht so gut gepasst.

Das Ende war mir persönlich etwas zu schnell und zu knapp abgehandelt, aber insgesamt ist dieses Buch ein stimmiges Gesamtkonzept.
Fans der Autorin sollten es natürlich nicht verpassen und Liebhaber von Liebesromanen ist empfohlen, unbedingt zu kosten. Dann kommen sie sicherlich auch auf den Geschmack…

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Format: Taschenbuch
ISBN: 9783404174683 Bewertung:
Erscheinungstermin: Januar 2017
Verlag: Bastei Lübbe
Übersetzung:


Rezension: Brandstifter

Martin Krist – Brandstifter


Martin Krist - Brandstifter

Kurzbeschreibung:

Sie haben deinen Ehemann brutal ermordet – jetzt bedrohen sie deine Kinder!
Wie weit wird die junge Witwe Valentina gehen, um ihre Familie zu beschützen?

Problemlöser David Gross soll den Feuertod einer jungen Frau aufklären und gerät dabei selbst in lebensgefährliche Ermittlungen.
Doch die Sorge um seine eigene Familie lenkt ihn bald mehr ab, als ihm lieb ist ..

Allerfeinste Thriller-Unterhaltung!

Martin Krist ist ein Thriller-Autor der Extraklasse!
Hier bekommt man als Leser allerfeinste Unterhaltung, hochgradige Spannung und raffinierte Plots geboten.
Bei Martin Krist kann man sich darauf verlassen, ein Buch an einem Stück durchlesen zu wollen, denn seine Stoffe sind nichts für zwischendurch.
Man muss schon sehr aufmerksam lesen, sonst verpasst man eventuell wichtige Details. Aber auch ich, die mit seiner Schreibe nun tatsächlich schon seit einigen Jahren vertraut ist, kann nicht immer hinter die Kulissen schauen. Sehr lange tappte ich im Dunkeln und Martin Krist genießt es immer sehr ausgiebig, seine Leser an der Nase herumzuführen.

Verschiedenen Szenen, verschiedene Figuren und parallele Geschichten fordern mich als Leser jedes Mal, aber immer wieder auf eine sehr unterhaltsame Weise. Der Autor lässt sich nicht die Fäden aus der Hand nehmen und führt den Leser sehr konsequent durch die Handlung. Man darf immer darauf vertrauen, dass man nie allein gelassen wird und sich vor lauter Chaos vielleicht dann fragt, wo man eigentlich hineingeraten ist.
Martin Krist beherrscht es wie kaum ein anderer deutscher Thriller-Autor, ein komplexes Netz zu bauen.
Alles hat einen Zweck und die Spannung bleibt durchgehend erhalten.
Dabei geht er nicht zimperlich mit seinen Figuren um und erschafft so ein sehr lebensnahes und eingehendes Geschehen.

„Brandstifter“ hat mich wieder einmal überzeugt und ich bin froh, dass Martin Krist immer wieder neue Geschichten schreibt. Ansonsten würde mir tatsächlich etwas fehlen!
Wer ihn noch nicht kennt, sollte das definitiv ändern.

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Format: E-Book
ISBN: Bewertung:
Erscheinungstermin: Februar 2017
Verlag: Edel Elements
Übersetzung:


Rezension: Ich wollte nur, dass du noch weißt

Emily Trunko – Ich wollte nur, dass du noch weißt


briefe-Emily Trunko - Ich wollte nur, dass du noch weißt

Kurzbeschreibung:

Wer hat nicht schon einmal einen Brief geschrieben und darin die geheimsten Gedanken und Gefühle preisgegeben, sich dann aber doch nicht getraut, ihn abzuschicken?

Die Social Media-Sensation aus den USA! Bisher unveröffentlichte Beiträge des beliebten Tumblr-Blogs Dear My Blank werden in diesem einzigartigen Geschenkbuch vereint. Die liebevollen Illustrationen, das wunderschöne Handlettering und die zutiefst bewegenden Worte machen diese Sammlung zu einem ganz besonderen Jugendbuch, das lange im Gedächtnis bleiben wird.

In ihrem Tumblr-Blog Dear My Blank postet die 16-jährige Emily Trunko anonyme Briefe, Nachrichten und E-Mails der mehr als 35.000 Leser ihres Blogs, die eigentlich nie versendet werden sollten: herzzerreißende Liebesbriefe, zutiefst traurige Abschiedszeilen und auch Worte voller Hoffnung. Diese Texte zeigen, dass wir mit unseren Problemen nicht allein sind, und geben uns den Mut, unseren eigenen Brief vielleicht doch noch zu verschicken.

Ein perfektes Geschenk!

Ich wollte nur, dass du noch weißt…
Dieser Satz hat bei mir sofort einen Strom an Gedanken ausgelöst.
Wer hat denn nicht schon mal im Kopf Briefe an Menschen formuliert, aber dann doch nie mitgeteilt? Oder hat tatsächlich einen Brief geschrieben, aber dann in der Schublade verschwinden lassen? Ich habe das tatsächlich schon gemacht und durch diesen Satz, diesen eingehenden Titel, wurde ich sofort daran erinnert.

So viele ungefilterte Emotionen und Gefühle hat man selten!
Man wird davon überflutet und findet sich in einem riesigen Strudel aus Empfindungen wider, der nur schwer zu beschreiben ist.

Diese vielen Briefe, Gedanken, Momentaufnahmen aus dem Leben anonymer Menschen geht ans Herz!
Es ist einzigartig, was durch Emily Trunko und die Plattform, die sie allen Menschen gibt, geschaffen wurde.
Die Briefe sind traurig, liebevoll, wütend, hoffnungsvoll, mutig und vielfach sehr tiefgründig.
Hautnah und mittendrin im Leben – einfach ergreifend!

Außerdem sind die Briefe alle ganz wundervoll gelettert und gestaltet.
Das ganze Buch ist ein einziges großes Kunstwerk!
Es ist wirklich wunderschön, was aus den Texten im Internet für ein schönes Gesamtbild entstanden ist.
Dieses Buch lässt sich durch die schöne Anmutung und die hochwertige Ausstattung auch sehr gut verschenken.

Ich kann es nur unbedingt empfehlen, in dieses sehr besondere Werk hineinzulesen.
Man kann sich nur darin verlieren!

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Format: Hardcover
ISBN: 9783785586082 Bewertung:
Erscheinungstermin: Februar 2017
Verlag: Loewe
Übersetzung: Nadine Mannchen


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