Neuerscheinungen Herbst 2012 [Goldmann]
Rezension: Finding Sky
Joss Stirling – Finding Sky

“Finding Sky” bei amazon.de
Kurzbeschreibung:
Zed Benedict umgibt ein Geheimnis. Mit seiner Arroganz, seiner Unnahbarkeit, seinem Zorn schüchtert er alle ein: Lehrer, Mitschüler. Auch Sky, die sich, allerdings heimlich, stark zu dem unverschämt gut aussehenden Jungen hingezogen fühlt. Doch dann hört sie plötzlich seine Stimme in ihrem Kopf … und er versteht ihre gedachte Antwort! Als Zed daraufhin behauptet, Sky sei sein Seelenspiegel, sein ideales Gegenstück und ein Savant wie er, ein Mensch mit einer übernatürlichen Gabe, glaubt Sky ihm kein Wort. Und will ihm nicht glauben – denn tief in ihr drinnen rührt sich eine Fähigkeit, vor der sie eine Höllenangst hat …
Spannend, romantisch – mitreißend…
Das verspielte Cover deutet auf eine romantische Handlung hin.
Doch „Finding Sky“ ist so viel mehr als das.
Innerhalb weniger Stunden hatte ich das Buch durch. Der Schreibstil von Joss Stirling hat mich vollkommen in seinen Bann gezogen, sodass icheinfach nichtmehr aufhören konnte. Es war wie eine Sucht, der man einfachnachgeben musste.
Die Charaktere, die die Autorin ersonnen hat, sind alle auf ihre Art liebeswert, sowie einzigartig.
Sky ist glücklicherweise nicht die durchgehend tollpatschige und hilflose Person. Sie ist sarkastisch, humorvoll, aber auch ein wenig kühl und scheu. Bei ihr muss man einige Schichten abkratzen, um das wahre Innere erahnen zu können.
Auch Zed hat es mir angetan. Er ist zwar zu Beginn das genaue Gegenteil es Helden, aber er macht sich.
Die Romantik, die Liebe zwischen den beiden, wird nicht allzusehr ausgeschmückt und dennoch ist dem Leser mit jeder Zeile das tiefe Gefühl zwischen den beiden bewusst. Es ist mehr eine subtile Ahnung, was sie wirklich füreinander empfinden.
Die Handlung hat immer wieder neue spannende Höhepunkte zu bieten. Es ist nicht so, dass alles auf einen einzigen, finalen Akt hinausläuft. Vorher passiert eine Menge und man stolpert von einem Ereignis zum nächsten. So kann an das Buch einfach nicht zur Seite legen.
Ich bin glücklich bei dem Gedanken, bald den zweiten Teil in den Händen halten zu können. Lange halte ich es nach dieser grandiosen Idee von einem Buch nämlich nicht mehr ohne eine Fortsetzung aus…
Joss Stirling hat ein großartiges Buch geschrieben und ich bin gespannt darauf, bald mehr von ihr lesen zu können.
Bewertung:

Rezension: Die Bucht des grünen Mondes
Isabel Beto – Die Bucht des grünen Mondes
Kurzbeschreibung:
Eine Liebe, so mächtig wie der Amazonas Berlin, 1896: Für die junge Fabrikantentochter Amely bricht eine Welt zusammen, als sie erfährt, dass ihr Vater sie mit einem deutlich älteren Verwandten verheiraten will. Kilian Wittstock ist märchenhaft reich – und er lebt am anderen Ende der Welt. Als einer der mächtigsten Kautschukbarone beherrscht er das Amazonasgebiet. Schweren Herzens macht sich Amely auf die Reise über den Ozean. In Manaus erwartet sie ein fremdes, exotisches Leben voller Luxus und ein ebenso exzentrischer wie brutaler Ehemann. Erst als ein dramatisches Ereignis sie mit dem Indianer Aymáho zusammenführt, erfährt Amely, was Liebe bedeutet. Aymáho weckt in ihr tiefe Gefühle und nie geahnte Leidenschaft. Doch ihr gemeinsames Glück ist bedroht durch ein Geheimnis, das Aymáho in sich trägt.
Überwältigend!
Hin und wieder laufen dem geneigten Leser Bücher über den Weg, die lange nachklingen.
Und nur ganz selten sind Bücher dabei, die sich in dein Herz eingraben und die du einfach nicht mehr vergessen kannst. Die eine solch starke Wirkung auf dich haben, dass du ständig an es denken musst.
So ging es mir mit „Die Bucht des grünen Mondes“.
Es hat mich schier überwältigt.
Da ich ein Coverkäufer bin, begehrte ich das Buch allein wegen der wunderschönen Gestaltung. Die Farben leuchten und das Motiv ist dezent aber wirkungsvoll gewählt. Hält man das Buch dann in den Händen, fallen die Verzierungen am Schnitt sofort ins Auge. Sehr verspielt und hübsch.
Die Handlung ist umfangreich und sehr vielschichtig.
Zu Beginn wirken die Zeitwechsel abrupt und unpassend, doch mit der Zeit erschließt sich dem Leser die Bedeutung. Ich habe mich manchmal etwas gewundert, weil keine sichtbare Trennung erfolgte, aber die Verwirrung verflog immer rasch.
Mit den unterschiedlichen Namen hatte ich kein Problem. Man muss sich darauf einlassen und sie akzeptieren, um den Faden nicht zu verlieren. Auch die andersartige Sprache ist vielleicht ein neuer Umstand, doch der Sinn wird entweder erläutert oder aus dem Zusammenhang deutlich. Das ist nicht anders, als wenn in einen Roman beispielsweise italienische Fragmente einfließen. Alles eine Sache der Gewöhnung.
Die Geschichte ist keine reine Liebesgeschichte.
Es geht in weiten Teilen um die Ausbeutung von Sklaven und der ansässigen Ureinwohner. In dieses Szenario wurde eine umfangreiche Familiengeschichte gebettet und die Verzweiflung zweier verlorener Seelen. Für allerlei Konfliktpotential ist außerdem gesorgt.
Grausamkeit und Machtdemonstration werden von der Autorin ebenso einzigartig transportiert, wie zart keimende Gefühle und die Annährung unterschiedlicher Kulturen. Dies alles erfordert viel Fingerspitzengefühl, an welchem es der Autorin aber zu keinem Zeitpunkt mangelte.
Das Buch hat ein paar kleine Schwächen, doch für mich zählt hier das überzeugende Gesamtbild. Isabel Beto ist es gelungen, einen farbenprächtigen Roman zu schreiben, der dem Cover in absolut nichts nachsteht.
Bewertung:
[Neu im Regal] am 11.05.
Rezension: Fünf
Ursula Poznanski – Fünf

“Fünf” bei amazon.de
Kurzbeschreibung:
Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf ihren Fußsohlen: eintätowierte Koordinaten. An der bezeichneten Stelle wartet ein grausiger Fund: eine Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und ein Rätsel, dessen Lösung zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt. In einer besonders perfiden Form des Geocachings, der modernen Schnitzeljagd per GPS, jagt ein Mörder das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger von einem Leichenteil zum nächsten. Jeder Zeuge, den sie vernehmen, wird kurz darauf getötet, und die Morde geschehen immer schneller. Den Ermittlern läuft die Zeit davon, sie ahnen, dass erst die letzte Station ihrer Rätselreise das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird…
Spannend bis zur letzten Seite!
Nachdem ich vor einiger Zeit „Erebos“ las, war für mich klar: Diese Autorin empfange ich mit jedem Buch aufs Neue mit Freude in meinem Regal.
So ging es mir nun auch mit „Fünf“.
Dass man es in Krimis meist mit Ermittlern zu tun hat, deren Privatleben etwas zerrüttet ist, sollte jeder Leser wissen.
Aber hier bindet Frau Poznanski das Leben der Ermittlerin Kaspary so geschickt ein, dass es einfach nicht langweilig wird.
Von Geocaching habe ich schon gehört, es allerdings noch nicht vertiefend studiert, oder es gar in meine Freizeit eingebunden.
Dem hilft die Autorin rasch auf die Sprünge und erklärt dem Leser immer wieder interessante und wissenswerte Details. So bekommt man mit der Zeit einen umfassenden Einblick.
Für mich klang Geocaching sonst immer etwas langweilig, aber natürlich ist es das in diesem Krimi ganz und gar nicht. Es ist nicht nur sehr spannend, sondern auch sehr eklig. Das wird mich wohl in Zukunft davon abhalten, selbst mit einem GPS-Gerät auf die Jagd zu gehen…
Ursula Poznanski versteht es, die Spannung kontinuierlich beizubehalten und ihre Stränge nie schleifen zu lassen.
Das lässt den Leser atemlos nach jedem neuen Fitzelchen Information lechzen.
Mit „Fünf“ wurde ich vollkommen überzeugt, dass Ursula Poznanski eine herausragende Persönlichkeit im Krimi-Genre ist!
Bewertung:
Rezension: Cappuccino fatale
Kathrin Corda – Cappuccino fatale

“Cappuccino fatale” bei amazon.de
Kurzbeschreibung:
Die junge Nina muss vorübergehend nach Mailand. Zusammen mit dem italienischen Partnerbüro soll sie eine Marketingkampagne für eine neapolitanische Kaffeemarke entwickeln. Der Umzug gestaltet sich allerdings schwieriger als erwartet: Die via Internet gefundene Wohnung befindet sich ausgerechnet über dem angesagtesten Club der Modemetropole, der neue Verehrer entpuppt sich als abgedrehter Kampfvegetarier und die Kollegen scheinen Espresso lieber zu trinken als Werbestrategien dafür zu entwerfen. Doch dann taucht Paolo auf der Bildfläche auf. Ein absoluter Traummann. Dumm nur, dass er ausgerechnet der Vertriebschef des neapolitanischen Kaffeekunden ist.
Italienischer (Kaffee-)Zauber
Wenn ich etwas an Autoren mag, dann ist es Humor.
Und Kathrin Corda hat damit wahrlich nicht gespart.
Immer wieder regte sie den Leser zum Mitlachen an, würzte die Handlung mit einem Schuss Selbstironie und streute zu guter Letzt ein wenig Sarkasmus zwischen die Zeilen.
Es ist herrlich, wenn eine Geschichte den Leser langsam treiben lässt, kein hoher Wellengang herrscht und man sich immer wieder auf die nächste Seite freut.
Kein hoher Wellengang, zwischendurch mal ein kurzes Lüftchen, aber eben keine Tsunamis. So lässt sich der Handlungsverlauf wohl am ehesten beschreiben.
Dazu ist das Buch aber kurz genug, damit keine Langeweile beim Leser aufkommt.
Auch wenn ich kein Kaffeetrinker bin, entstand doch beim Lesen immer wieder die Lust, mich zu Nina ins Café zu setzen und mit ihr beispielsweise die Mittagspause zu verbringen.
Das italienische Lebensgefühl wurde dabei von der Autorin so wirkungsnah transportiert, dass man selbst eine Menge davon abbekommt.
Eingestreute italienische Sätze, natürlich mit Übersetzung, verstärken diesen Eindruck noch.
„Cappuccino fatale“ ist ein locker-leichter und kurzweiliger Zeitvertreib für all jene, die sich jetzt in diesem Augenblick, weit fort von hier wünschen.
Bewertung:
Rezension: Dann fressen sie die Raben
Beatrix Gurian – Dann fressen sie die Raben

“Dann fressen sie die Raben” bei amazon.de
Kurzbeschreibung:
Nach dem vermeintlichen Selbstmord ihrer Schwester fühlt sich Ruby permanent beobachtet und verfolgt. Jemand steckt ihr das Foto eines toten schwarzen Jungen zu. Warum? Was hat das mit den rätselhaften Andeutungen ihrer Schwester zu tun, die um ihr Leben kämpft? Die Polizei hält alles nur für einen schlechten, fremdenfeindlichen Scherz. Doch dann steht Ruby plötzlich ihrem Verfolger gegenüber. Und erst jetzt merkt sie: Das Netz ist viel weiter gespannt und bösartiger, als sie es für möglich gehalten hätte. Nur sie allein kann die Täter stoppen. Wenn sie nicht sofort handelt, wird es noch mehr Opfer geben…
Nicht völlig überzeugend!
Nach der spannenden Kurzbeschreibung war ich überzeugt, einen mitreißenden Thriller vor mir zu haben.
Leider habe ich mich die erste Hälfte der Seiten gefragt, warum ich mir das antun musste.
Fahrtwind in der Handlung lässt lange auf sich warten, an Hinweisen wird fleißig gespart und eine Geschichte möchte nicht so recht in Gang kommen.
Ruby ist vollkommen orientierungslos und auch als Leser wusste ich nicht, wo ich ansetzen sollte. Es gab einfach keinen Punkt zum Anknüpfen, aus dem eine vernünftige Handlung hätte entstehen können.
Doch ich las weiter, Seite um Seite und ganz plötzlich wandelte sich alles.
Es entstanden Spannung, mitreißende Gefühle und endlich ein Sinn hinter dem ganzen.
Man bekam endlich mögliche Täter und Motive geliefert und konnte beginnen, sich einen Reim auf die Ereignisse zu machen.
Zusammen mit dem Ende, den Hintergründen und letztlich auch den Charakteren, frage ich mich, was sich die Autorin bei der ersten Hälfte des Buches wohl gedacht hat. Denn davon hätte man getrost eine Menge wegstreichen können.
So hat es das Buch geschafft, sich von einer durchgehenden Negativbewertung noch auf ein überzeugendes Mittelmaß zu steigern.
Ich bin auch froh, dass sich meine Mühe zum Ende hin doch noch gelohnt hat.
Es werden interessante Themen aufgeworfen, mit denen sich Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen beschäftigen sollten.
Es ist wichtig, dass dieser Mittelweg existiert, damit sich Leser jede Altersklasse mit der Geschichte schlussendlich identifizieren können.
Wäre der Romane nicht in der ersten Hälfte so absolut unüberzeugend gewesen, so hätte er eine bessere Bewertung abstauben können. Doch ich muss das ganze Buch sehen und so wähle ich für meine Bewertung die goldene Punktemitte.
Bewertung:
Rezension: LeseBlüten. Muttertag
LeseBlüten. Muttertag

“Leseblüten. Muttertag” bei amazon.de
Kurzbeschreibung:
Zum Muttertag Pralinen, Blumen, Kaffee und Kuchen? Nicht in diesem Jahr. Im vorliegenden Sammelband sagen 25 Autoren einmal auf etwas andere und vor allem dauerhaftere Art Danke. In 35 Gedichten und Geschichten erinnern sie sich an mütterlichen Beistand und bedingungslose Liebe, verarbeiten Verluste und drücken auf ihre ganz eigene Art aus, dass Mama eben doch die Beste ist. Und auch Mütter kommen zu Wort und berichten von den kleinen und großen Alltagsproblemen mit ihren Lieben.
Eine Geschichte zum Muttertag…
„Auch wenn mal die Fetzen fliegen,
weil wir nicht einer Meinung sind,
lässt`s irgendwie zurecht sich biegen,
bis beide dann zufrieden sind.“
Seite 47, Cosima Konrad
Dies ist ein Ausschnitt aus meinem favorisierten Lyrik-Beitrag dieser Anthologie.
Die meisten Gedichte konnten mich jedoch nicht wirklich überzeugen.
Es sind einige Sahnstückchen dabei, doch bei manchen fehlt mir etwas, oder der Ausdruck lässt zu wünschen übrig. Sie treffen dann den Nagel nicht auf den Kopf.
Die Prosa-Beiträge sind größtenteils sehr gut gelungen.
Hier sind einige Autoren dabei, von denen ich gerne mehr lesen würde.
Lesenswert sind zum Beispiel Patrick Labahn, Seite 62, oder auch Manuela Inusa, Seite 48. Gerade diese Geschichte hat mich unheimlich berührt.
Bei wenigen Beiträgen (bspw. gleich beim ersten) habe ich mich gefragt, was das mit Dank zu tun hat. Bei mir entstand hier eher der Eindruck, als würde die Protagonistin glücklich sein, ihren „Haufen“ endlich los zu sein…
Der Großteil der Beiträge ist nicht schlecht!
Auch die grafische Gestaltung kann sich sehen lassen – schlicht, aber fröhlich.
Dieses Büchlein ist ein schönes Geschenk, wenn man die eigene Mama an „ihrem“ Tag überraschen möchte! Ich gehe mit gutem Beispiel voran…
Bewertung:
Rezension: Geküsst von einem Duke
Julia Quinn – Geküsst von einem Duke

“Geküsst von einem Duke” bei amazon.de
Kurzbeschreibung:
Wer ist der wahre Duke of Wyndham? In Julia Quinns turbulentem neuem Bestseller dreht sich alles um diese überaus heikle Frage und natürlich um die Liebe. Ist er tatsächlich der wahre Duke of Wyndham? Jack Audley ist fassungslos! Nicht genug, dass man es wagt, einen verwegenen Schurken wie ihn einfach so nach Belgrave Castle zu entführen. Jetzt soll er plötzlich auch noch der rechtmäßige Erbe des Hauses sein eine wahrlich zweifelhafte Ehre. Denn als Duke bliebe ihm für immer versagt, was er über alles im Leben begehrt: das Herz der schönen Grace Eversleigh. Zwar ist sie nur eine einfache Gesellschafterin und keine Frau von Stand. Aber seit er ihr den ersten Kuss stahl, verzehrt er sich mit jedem Tag mehr nach ihrer betörenden Nähe.
Humorvoll – mit kleinen Schwächen
Von Julia Quinn bin ich mittlerweile gute Liebesromane gewöhnt, weshalb ich natürlich um etwaige Neuerscheinungen nicht herumkomme.
„Geküsst von einem Duke“ verspricht schon nach wenigen Seiten eine große Portion Humor.
Jack Audley ist nämlich genau das, was man sich unter einem Duke nicht vorstellt. Das macht ihn sehr sympathisch.
Allerdings habe ich seinen seelischen Konflikt teilweise nicht verstanden, weil dieser etwas im Sande verlaufen ist.
Grace Eversleigh konnte ich lange Zeit nicht einordnen.
Ist sie nun das verstockte, gepeinigte Mädchen, was sich vor ihrem Leben versteckt, oder wartet hinter ihrer Fassade etwas?
Es dauert eine Weile, bis man das als Leser einordnen kann.
Über einige Längen in der Geschichte entsteht ein wenig Müßiggang, doch Julia Quinn gelingt es dennoch, das Ruder immer wieder herumzureißen.
„Geküsst von einem Duke“ ist kein Außnahmebuch, sondern Unterhaltung für zwischendurch, für Leser, die keine allzu hohe Messlatte gesteckt haben.
Bewertung:
Rezension: Schokus Pokus
Tracy Madison – Schokus Pokus
Kurzbeschreibung:
Zum Feiern ist Lizzy an ihrem Geburtstag so gar nicht zumute: Vor genau einem Jahr wurde sie von ihrem Exmann verlassen. Jetzt hat Marc ausgerechnet ihre Konditorei beauftragt, eine Hochzeitstorte zu kreieren. Für sich und seine Neue, versteht sich. Wütend macht Lizzy sich an die Arbeit – und knete ihren ganzen Frust in den Teig: Sie wünscht Marc für die Flitterwochen alles erdenklich Schlechte. Und tatsächlich kommt er ziemlich derangiert zurück. Ist also doch etwas dran an den Gerüchten vom magischen Erbe ihrer Großmutter? Lässt Lizzy mit ihren süßen Köstlichkeiten Wünsche wahr werden? Zum Ausprobieren gibt es jede Menge Kandidaten… Aber kann man sich auch seinen Traummann herbeizaubern?
Schokoladensüße Unterhaltung!
Das Cover verspricht locker-leichte Unterhaltung auf gutem Niveau. Der Muffin versetzt jeden Schokoladenliebhaber in Verzückung und mit dem Zauberstab werden Kleinmädchenträume widererweckt.
Ein Schuss Para-Elemente und die Mischung für den nächsten freien Nachmittag ist perfekt!
„Schokus Pokus“ ist locker-leicht und beschwingt, schwebt sorglos auf Wolke 7.
Es ist eine kleine Abwechslung zu den sonstigen Liebesromanen, weil hier eben noch ein wenig Magie in die Mixtur gegeben wurde.
Das ist ein wenig außergewöhnlich, lockert aber alles auf und gibt der Geschichte Schwung und Leichtigkeit.
Lizzy passt mit dem Schusselfaktor und ihrer außerordentlich verplanten Art wunderbar in diese Konstruktion. Ihre entwaffnende Herzlichkeit sorgt für bewegte Mundwinkel – ein fortwährendes Schmunzeln im Gesicht.
„Schokus Pokus“ hat mich wunderbar unterhalten, auch wenn Lizzy an einigen Stellen viel zu lange gehadert hat. Das recht offen gehaltene Ende macht Lust auf mehr…
Dieses Buch ist eine Leseempfehlung für alle Liebesromanliebhaber, die sich auch gut mit einem Schuss Magie identifizieren können.
Bewertung:
Monatsrückblick April
Im April habe ich es endlich geschafft, meine andauernde Leseflaute zu besiegen!
Und das half mir, in diesem Jahr erstmals mal wieder eine zweistellige Zahl Bücher in einem Monat zu lesen.
Was für ein kleiner Etappensieg…
Leider kam die Überwindung ja erst etwa Mitte April, aber so konnte ich wenigstens ein wenig Zeit gutmachen.
Glücklicherweise habe ich meinen “Neubeginn” mit einigen schönen Büchern rechtfertigen können.
Es waren auch leichte bis schwere Enttäuschungen darunter, aber solange diese Bücher in der Minderheit sind, bin ich absolut zufrieden.
1. Moira Young – Dustlands
2. Roxanne St. Claire – Bullet Catcher. Alex
3. Emma Temple – Der Gesang des Maori
4. Karls Olsberg – Rafael 2.0
5. Silke Schütze – Erdbeerkönigin
6. Susanne Schomann – Bernsteinsommer
7. Beatrix Gurian – Dann fressen dich die Raben
8. Kim Schneyder – Hilfe, ich hab den Prinzen verzaubert!
9. Susan Mallery – Stadt, Mann, Kuss…
10. Kathrin Corda – Cappuccino fatale
11. Josephine Angelini – Göttlich verdammt
Eine Leserunde hat mir geholfen, “Dustlands” endlich vom SuB zu holen. Leider nur mit einem schlechten Ergebnis…
Zum Sommer passend ist dieser Monat dann genretechnisch eher einseitig, aber momentan brauche ich das!
Je mehr Schnulz, desto besser! ♥
Absolutes Monatshighlight war aber wohl die Lesung mit Nicholas Sparks!!
Ihr solltet unbedingt in meinen Bericht reinschauen, wer es noch nicht getan hat.
Nun noch eine kleine abschließende Statistik bezüglich meines SuBs:
Anfang April: 60
Ende April: 68
Hinzugekommene Bücher: 19
Rezension: Stadt, Mann, Kuss…
Susan Mallery – Stadt, Mann, Kuss…
Kurzbeschreibung:
Malerisch am Fuße der Sierra Nevada liegt die kleine Stadt Fool’s Gold. So hübsch der Ort auch ist, hat er ein großes Problem: ihm laufen die Männer davon. Die erfolgreiche Stadtplanerin Charity Jones soll Abhilfe schaffen – und bekommt ein ganz anderes Problem: ihr laufen die Männer nur so zu. Oder zumindest ständig über den Weg. Wie der ehemalige Radrennprofi Josh. Er hat alles, was einen Mann gefährlich macht: gutes Aussehen, Charme, Sexappeal – und seelische Narben, die er zu verstecken sucht. Also definitiv kein Mann für sie. Außerdem hat sie sich ja schon für Robert als zukünftigen Ehemann und Vater ihrer Kinder entschieden. Und in der Liebe sollte man doch auf seinen Kopf und nicht auf sein Herz hören, oder?
350 Seiten Gefühle…
Ich hatte schon fast vergessen, wie es ist, in einen Roman von Susan Mallery einzutauchen.
Ich habe die heile Welt ganz eindeutig vermisst.
Wer daran etwas auszusetzen hat, der sollte ihre Bücher ganz ehrlich einfach nicht lesen. Hier geht es doch einzig und allein um die Gefühle, weniger um die dramatischen Geschichten.
Natürlich hat die Autorin aber auch hier nicht daran gespart.
Jede Person wurde pflichtbewusst mit einem verletzten Herzen ausgestattet, was es im Laufe der Handlung zu kitten galt.
Und wie immer schafft Susan Mallery es, jeder noch so armen Seele ein wenig Sonne mitzugeben. Dazu aber auch eine gehörige Portion Leidenschaft.
Was wären ihre Romane auch ohne Leidenschaft. Das wäre doch wie Schokoladenkuchen ohne Schokolade…
Für meine Begriffe hat sie hier eine lesenswerte neue Umgebung ins Leben gerufen und ich bin gespannt, wie es den Figuren weiterhin so ergehen wird.
Hier wird wenigstens auch mal nicht die „Geschwisterschiene“ genutzt, um weitere Bände in Aussicht zu haben. Wer schon ein wenig in die anderen Bücher hineinschaut, der merkt schnell, dass man in Fool’s Gold unterschiedlichen Personen näher begegnen wird.
Susan Mallery hat mich mit ihrer Leichtigkeit wieder einmal überzeugt und ich bin eingenommen von den Figuren ihrer neuen Serie.
Außerdem ist schon der Titel so süß, dass man das Buch doch einfach lesen muss!
Bewertung:
Lesung mit Nicholas Sparks am 26.04.

Schon ziemlich lange lagen die Karten zur Lesung bei mir.
Seit ich das erste Mal las, dass Herr Sparks bald in Berlin lesen würde, war ich völlig aus dem Häuschen!
Und gestern Abend war es nun endlich so weit!!
Schon zu Beginn des Tages war ich leicht durch den Wind und konnte es gar nicht erwarten, bis wir endlich, endlich losgefahren sind.
Meine Begleitung war nicht minder aufgeregt… Sie war es doch, die mich mit ihrer Sparks-Leidenschaft erst infizierte! ![]()

Nicholas Sparks ist so ein angenehmer Mensch und er konnte wunderbar erzählen. Ich kann unmöglich wiedergeben, wie der Abend sich gestern anfühlte, aber es war einfach großartig.

Der Erfolgsautor entpuppte sich schnell als Komiker und er schaffte es immer wieder, sein Publikum zum Lachen zu bringen.
Es war erfrischend, ihn so “nah” zu erleben und zu sehen, dass eine Menge von ihm auch in seine Bücher transportiert wird. Man fragt sich schließlich hin und wieder doch mal, wie ein Mann es schafft, so wundervolle Bücher zu schreiben. Diese außerordentliche Liebe zum Detail wurde auch gestern beim Lesen wieder absolut deutlich.

Ich möchte gar nicht viel Erzählen, ich kann euch ja doch nur einen klitzekleinen Teil von meinen Empfindungen näherbringen.
Jedenfalls dachte ich bis zu einem bestimmten Punkt, ich wäre total gelassen. Als sich die lange Signierschlange aber langsam, langsam immer näher an seinen Tisch heranschob, begann auch mein Magen zu rumoren.

Dann war ich schließlich so aufgeregt, dass ich nur mit Mühe ein Wort herausbrachte…
Peinlich, aber ich habe es sogar noch geschafft, ein Foto halbwegs zu überstehen. Gott, war ich aufgeregt!! Das passiert aber auch wohl nur ein einziges Mal im Leben… ![]()

Rezension: Hilfe, ich hab den Prinzen verzaubert!
Kim Schneyder – Hilfe, ich hab den Prinzen verzaubert!
Kurzbeschreibung:»Hallo, ich bin Heidi Martens. Also, dieser Abstecher nach Monaco damals war schon ziemlich verrückt, rückblickend jedoch das einzig Richtige, nachdem Robert mich mit dieser blöden Kuh betrogen hat. Aber schätzungsweise mache ich nicht als Erste die Erfahrung, dass man die besten Typen nie für sich alleine hat. Was wir da alles erlebt haben, könnte locker die Jahresausgabe eines Klatschmagazins füllen, und dass Albert dann ausgerechnet wegen mir um die Hand seiner Charlene angehalten hat, will mir bis heute niemand glauben, obwohl es sogar Zeugen dafür gibt. Aber am besten erzähle ich die Geschichte noch einmal ganz von vorn …«
Komödie pur!
Wenn man ein Buch von Kim Schneyder in die Hand nimmt, ist es jedes Mal, als würde ich eine gute Freundin wiedersehen.
Schon nach wenigen Seiten war ich wieder vollkommen gefangen in der Geschichte…
Das Cover und der Titel suggerieren eine romantische Frauenkomödie. Komödie auf jeden Fall, doch romantisch…
In Kim Schneyders Buch ist dieser Aspekt eher 10t-rangig würde ich sagen…
Vorher kommen viele andere, lesenswerte Sachen!
Die Idee, die Hochzeit eines bedeutenden Machthabers als Dreh- und Angelpunkt zu wählen, ist eher außergewöhnlich – jedenfalls, wenn sich die Protagonistin nicht gerade unsterblich in jenen männlichen Hormonträger verguckt hat.
Kim Schneyder lässt ihre drei Protagonistinnen die Geschehnisse natürlich aus einem völlig anderen Blickwinkel betrachten.
Zuerst steht aber die Freundschaft der drei Frauen im Vordergrund. Allerdings gehen die Damen sehr ungebunden und locker miteinander um, denken auch mal ungeniert pampig voneinander, sind aber immer füreinander da, wenn es denn drauf ankommt. Schon allein diese drei unterschiedlichen Persönchen sind das Buch absolut wert!
Dann kommt Heidi ins Spiel. Heidi mit ihrer Art, die Dinge manchmal etwas anders zu sehen.
Mein Gott, was habe ich gelacht. Kim Schneyder versteht es, ihren pointierten Humor immer wieder subtil unterzubringen und den Leser von einer Lachsalve, zu einem nachdenklichen Moment und wieder in eine Lachsalve zu stürzen.
Albert und Charlene sind eine wunderbare Untermalung und Anfang und Ende runden das Buch wunderbar ab.
Kim Schneyder versteht es, ihre Leser mit ihrer komödiantischen Ader ganz schnell vom Hocker zu hauen.
Bewertung:
Rezension: Rafael 2.0 Reboot
Karl Olsberg – Rafael 2.0 Reboot

“Rafael 2.0 Reboot” bei amazon.de
Kurzbeschreibung:
Alle Handys klingeln zur selben Zeit. Humanoide Spielzeugroboter entwickeln ein seltsames Eigenleben. Navigationssysteme spielen verrückt. Modellflugzeuge attackieren eine Militärbasis. Wer steckt dahinter? Nur Michael Ogilvy und sein bester Freund, die künstliche Intelligenz Raf2, ahnen die Wahrheit. Doch ehe sie Beweise vorlegen können, wird Michael gekidnappt.
Interessante Idee!
Den ersten Teil „Rafael 2.0“ habe ich nicht gelesen, doch ich bin nicht der Meinung, dass mir großartig etwas gefehlt hätte. Es werden hier immer wieder kurz die Erlebnisse aus früheren Tagen aufgegriffen und erklärt, sodass man auch als Neueinsteiger die Geschichte verstehen kann.
Der Hintergrundgedanke, den Karl Olsberg hier ausgetüftelt hat, ist auf jeden Fall sehr interessant. Künstliche Intelligenz – ein Thema, was in unserer technisierten Welt immer mehr zur Sprache kommt. Dann stecken natürlich auch dementsprechend viele Fragen dahinter, wenn sich jetzt ein Autor traut, das Thema aufzugreifen.
Da es sich hier um einen Jugendroman handelt, sollte man aber als „erwachsener“ Leser nicht allzu viel Aufklärung erwarten. Es wird alles ein wenig verschleiert und mit ungenauen Angaben überbrückt der Autor viele, eventuell komplizierte Stellen.
Die Geschichte selbst kommt leider erst nach einiger Zeit in Fahrt.
Dann allerdings geht alles so rasant schnell und am Ende sind viele Fragen offen. Zu viele Fragen…
Es bleibt eine unbefriedigende Leere zurück, bei der ich mich fragte, ob hier wohl noch ein nächstes Buch folgt. Ansonsten ist die Geschichte für mich nicht abgeschlossen.
Vielleicht ist meine Wertung ein wenig zu anspruchsvoll, aber aufgrund meiner Kritikpunkte, kann ich leider nur 3,5 Punkte vergeben.
Bewertung:





















